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Zwei Wiener Schwestern betreiben ein Label, das ihre Geschichte erzählt

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Ihr Name „Kids of the Diaspora“ ist ein Begriff, der im deutschsprachigen Raum und ja vor allem in Wien einen starken historischen Kontext hat – wie gehen Sie mit dem Begriff Diaspora um?

Es ist eine Sache des Blickwinkels. Wir sehen den Begriff Diaspora multidimensional und richten uns an all jene, deren Wurzeln, Mentalität, sexuelle Orientierung, deren Spirit über Grenzen hinausgehen und von der Mehrheitsgesellschaft als Minderheit kategorisiert werden. Unsere Kernmessage ist „Deconstruct the Concept of Minorities“, wir hinterfragen das Konzept von Minderheiten. Im deutschsprachigen Raum denkt man beim Begriff Diaspora vielleicht an die jüdische, weil wir im Unterricht am meisten über diese Diaspora lernen, der Begriff Diaspora kann aber über viele andere Kulturnetze gespannt werden. Das erste Shirt ist mit einem Gedicht bestickt, das von einem Poeten mit jüdisch-diasporischem Hintergrund geschrieben wurde. Als Kinder mit nigerianischen Wurzeln betrifft für uns die nigerianische Diaspora persönlich…

Wie ist „Kids of the Diaspora“ überhaupt entstanden?

Wir wurden vor vier Jahren angefragt, bei einem T-Shirt-Wettbewerb mitzumachen. Es ging darum ein Signature-T-Shirt zu entwerfen, das die Person, die es trägt, repräsentieren sollte. Ich wollte so viele Menschen, die fühlen wie ich, miteinander verbinden. Das man auf dem T-Shirt etwas liest und denkt: „Genauso denke ich auch.“ Der Wettbewerb verging schnell, aber das T-Shirt ist geblieben. Ich habe es auf Instagram und Facebook gepostet und darunter geschrieben, wie es für mich war, in Wien aufzuwachsen, wo immer eine gewisse Zugehörigkeit gefehlt hat. Daraufhin haben mir Menschen geschrieben, dass sie sich genauso fühlten und wie toll es ist, dass jemand es ausspricht. Aufgrund der Nachfrage haben wir das T-Shirt dann produziert. Das ist die Essenz von „Kids of the Diaspora“, ein Raum in dem wir uns austauschen und kommunizieren, wie wir es wollen und wie wir es uns als Kinder gewünscht hätten. Wir wollen mit der Marke Realitäten schaffen, die für uns gefehlt haben.


Ein T-Shirt, mit dem sich jeder identifizieren kann: Kollektion des Labels „Kids of the Diaspora“
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Bild: PR/Hersteller

Und das Label folgte dann gleich?

2017 hatten wir ein anderes Projekt bei einem Straßenfest. Da kam Camille Boyer von der „Austrian Fashion Association“ auf uns zu und hat uns ermutigt, eine Kollektion zu machen, um sie im DACH Showroom in Paris zu zeigen. Das hat uns motiviert,

Sie beschäftigen sich als Statement-Label auch aus der eigenen Biografie heraus mit dem Thema Zugehörigkeit und Diversität. Wie stehen Sie dazu, dass dieses Thema in der Mode gerade überall bespielt wird?

Es ist ein wichtiges Thema und wenn der Brand-Aktivismus-Trend in eine gute Richtung geht und etwas gutes passiert, dann ist das in Ordnung. Aber wenn es um pure Selbstbereicherung geht und im Endeffekt Gefühle von marginalisierten Menschen ausgebeutet werden, dann kommen wir nicht nach vorne. Das ist Performative Allyship, also eine rein performative Verbündung. Aber wenn man wirklich Veränderungen bewirken kann, dann ist es doch großartig.

Hat die jüngste Welle der Solidarität für Black Lives Matter auch Auswirkungen auf Ihr Schaffen gehabt?  

Die Demonstrationen in Wien waren unerwartet groß. Viele junge Leute haben unsere T-Shirts bei den Demos getragen und sich dazu geäußert. Unsere T-Shirts waren vielleicht so etwas wie ein Schutzraum. Abgesehen davon haben wir dadurch aber keinen größeren Aufschwung bekommen. Black Lives Matter und die damit verbundenen Themen haben wir schon vor dieser „Welle” unterstützt. Aber die Medien, die in der Vergangenheit über unser Label berichtet haben, haben sich mehr für das Schwarzsein interessiert und uns explizit danach gefragt.

„Deconstruct the concept of minorities“: Kollektion des Wiener Labels „Kids of the Diaspora“


„Deconstruct the concept of minorities“: Kollektion des Wiener Labels „Kids of the Diaspora“
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Bild: PR/Hersteller

Sie haben von Realitäten gesprochen, die Sie mit dem Label ansprechen wollen. Welche sind das?

Marginalisierte Gruppen sind immer noch unterrepräsentiert. Es gibt zwar einen Trend schwarze Menschen aufs Blatt zu drucken, aber die Köpfe dahinter, die das ganze produzieren, sind vielleicht nicht so inklusiv wie das Foto. Wir wollen auch Identifikationspunkte und Vorbilder schaffen. 

Was kommt bei „Kids of the Diaspora“ als nächstes?

Wir arbeiten intuitiv, eher thematisch als nach Kollektionen und arbeiten auch mit Künstlern anderer Disziplinen wie Musik, Film oder Theater zusammen. Es ist gerade so viel Chaos in der Welt, dass man nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Und trotzdem wird von uns verlangt, dass wir weitermachen und das Beste geben sollen. Unsere nächsten Themen drehen sich genau darum: Nothing can break our Spirit. Und um Identität.

Sie sind Mütter und Unternehmerinnen. Wie bringt man das zusammen?

Bei uns geht Arbeit und Privatleben ineinander über. Aber wir haben Glück, dass unsere Familie uns sehr unterstützt und unsere Kinder gleich alt sind und so miteinander spielen können. Es ist wahnsinnig stressig und es ist ein Leben, für das man sich ganz bewusst entscheiden muss.



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Stars mit wilden Tieren | GALA.de

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Anlässlich der „Mental Health Awareness Week“ besuchen Prinz William und Herzogin Catherine „HugglePets“, eine gemeinnützige Organisation, die unter anderem tiergestützte Therapieverfahren ermöglicht. Kates Aufmerksamkeit gilt dabei vor allem einem gelben Leguan, den sie ohne Scheu auf den Händen hält. Ob das freundliche Reptil ahnt, welch royale Ehre ihm zuteil wird?



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Katie Holmes: Liebes-Aus! Sie trennt sich von Emilio Vitolo

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Katie Holmes
Trennung von Emilio Vitolo

Emilio Vitolo Jr., Katie Holmes

© Action Press

Nach Tom Cruise, Joshua Jackson und Jamie Foxx ist jetzt auch mit Emilio Vitolo Schluss: Katie Holmes hat die Beziehung mit dem Gastronom beendet.

Sie waren so verliebt! Katie Holmes, 42, und Emilio Vitolo, 33, konnten ihr Liebesglück kaum verbergen, Hand in Hand schlenderten sie in den letzten Monaten regelmäßig durch New York, knutschten hemmungslos im Park und im Restaurant. Ihre Liebe sollte jeder sehen. Doch ihre Beziehung sollte nicht von langer Dauer sein.

Katie Holmes: Liebes-Aus nach acht Monaten

Erste Gerüchte um ein mögliches Liebes-Aus wurden bereits im April laut, nun bestätigt eine Sprecherin von Katie Holmes gegenüber „US Weekly“ die Trennung des einstigen Traumpaares: „Es hat einfach nicht geklappt.“ Trotzdem wolle das Ex-Paar weiterhin befreundet bleiben. „Katie und Emilio haben ihre gemeinsame Zeit wirklich genossen“, so Holmes Sprecherin weiter – nach bösem Blut klingt das nicht.

Katie Holmes und Suri Cruise

„Sie hat ihn abserviert“

Ein Insider will allerdings wissen, dass Katie Holmes ihre achtmonatige Beziehung per Telefon beendet hat. „Sie hat ihn abserviert“, so die anonyme Quelle gegenüber dem „OK Magazine“. Berichten zufolge soll Holmes seine Motive für ihre Beziehung in Frage gestellt haben. Vitolos Familie ist zwar in der Restaurantbranche bekannt, doch er träume wohl davon, ein großer Schauspieler zu werden. „Katie begann sich zu fragen, ob Emilio Hintergedanken hatte, sich mit ihr zu treffen“, so der Insider weiter. Zweifel, die letztendlich zur Trennung geführt haben.

Verwendete Quellen: radaronline.com, usmagazine.com, okmagazine.com

aen
Gala



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GNTM-Kandidatin Liliana: „Mein Ausstieg bei GNTM ist erst der Anfang“

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„Germany’s Next Topmodel“-Liliana
Auch ohne Titel hat sie bei GNTM viel gewonnen

GNTM: Kandidatin Liliana

© ProSieben/Richard Hübner

Liliana sticht bei GNTM heraus. Nicht durch ihre oftmals unkonzentrierte Art, sondern durch ihre Ehrlichkeit und Loyalität den anderen Models gegenüber. Beides Charaktereigenschaften, die sie sich durch bittere Erfahrungen angeeignet hat.

Für Liliana Maxwell, 21, ist in der 15. Folge von „Germany’s Next Topmodel“ Schluss. Wirklich traurig ist sie allerdings nicht – denn sie hat etwas viel Wertvolleres aus der Zeit mitgenommen, als einen Titel. Im Interview mit GALA spricht das Nachwuchsmodel über seine Vergangenheit, die Erfahrungen bei GNTM und welche Wünsche sie für die Zukunft hat.

GNTM-Kandidatin Liliana wächst ohne Vater auf

Lilianas Vergangenheit spielt bei ihrer Kandidatur eine große Rolle. Ihre Loyalität und auch ihre Direktheit führt sie auf ihre Kindheit zurück. Liliana wächst ohne ihren Vater auf. Sie selbst hofft, dass ihr großer Bruder ein männliches Vorbild für sie sein kann. „Ich dachte, er könnte eine Vaterfigur für mich sein, aber er hat mich dann meine ganze Kindheit geschlagen“, verrät Liliana unter Tränen. Sie entwickelt erst Hass auf Männer, dann Angst. „Irgendwann schlug das dann um auf Menschen im Allgemeinen. Das alles hat mich zu einer anderen Person gemacht“, so das Nachwuchsmodel. Sie entwickelt schnell das Gefühl, das niemand sich Zeit nimmt, um sie wirklich kennenzulernen. Etwas, das sich bei GNTM ändert. 

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Plötzlich wird Liliana gesehen. Nicht nur von den Millionen Zuschauern, sondern auch von den anderen Kandidatinnen. Allen voran Soulin, 20, und Ashley, 22. „Bei mir und Soulin hätte wohl am Anfang niemand gedacht, dass diese Freundschaft entsteht. Ich bin sehr ehrlich und direkt und sagen den Menschen, was mich stört. Soulin hat sich die Zeit genommen mich wirklich kennenzulernen und dafür bin ich ihr sehr dankbar“, so Liliana. Ihr Traum sei es gewesen, dass die Menschen sie verstehen – etwas, das ihr in der Kindheit verwehrt wurde. „Das ist mehr ein Gewinn, als den GNTM-Titel gewonnen zu haben.“ 

Liliana: „Ich habe bei GNTM mein bestes Leben gelebt“

Wie viel ihr die Zeit bedeutet hat, macht die 21-Jährige immer wieder deutlich. Wenn Liliana über ihre Zeit bei „Germany’s Next Topmodel“ spricht, klingt die Freude mit. Sie lacht, macht Witze und wird während des Interviews sogar von Soulin angerufen. „Ja, die Freundschaften halten fürs Leben“, so die Kandidatin. Dennoch glaubt sie, dass sie in der Show nie ihr volles Potenzial gezeigt hat. Umso mehr will sie nun an der Erfahrung wachsen, will weiterhin als Model arbeiten und jeden Tag dazulernen. Ein paar Jobangebote hat sie bereits erhalten.

Und vielleicht kommen mit ihrer geplanten Typveränderung noch mehr Angebote dazu. Liliana will sich eine Glatze rasieren. „Ich sage das schon seit tausend Jahren, aber meine Mama lässt mich noch nicht. Wenn ich weit genug weg bin, dann wage ich diesen Schritt aber ganz sicher“, so Liliana und stellt klar: „Mein Ausstieg bei GNTM ist erst der Anfang!“

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala



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