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„Zerwürfnis“ mit dem NDR? Dagegen wehrt sich Linda Zervakis

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Linda Zervakis tauscht nach fast acht Jahren die „Tagesschau“ gegen eine eigene Sendung bei ProSieben. Der Wechsel von der populärsten Nachrichtensendung Deutschlands kam überraschend – und unfreiwillig?

Foto-Serie mit 11 Bildern

Sie ist eines der bekanntesten Gesichter des deutschen Fernsehens: Linda Zervakis. Mit ihrer lockeren, unprätentiösen Art sorgte sie fast acht Jahre lang als Sprecherin der 20-Uhr-Hauptausgabe der „Tagesschau“ für frischen Wind im seriösen Umfeld des NDR-Studios. Dort, wo die Nachrichtensendung täglich aufgenommen wird, nahm Zervakis am 26. April Abschied – und stieß abends mit einem Ouzu auf ihren Abgang an.

Doch wie nun die „Bild“ berichtet, war gar nicht alles so eitel Sonnenschein, wie diese ausgestrahlte Version der Geschichte vermuten ließ. Das Blatt berichtet, es habe Bestrebungen von Linda Zervakis gegeben, mit einer eigenen Sendung ihr Profil zu schärfen. „Zum Jahreswechsel soll Zervakis bei Programmdirektor Frank Beckmann ein Konzept für eine eigene Sendung eingereicht haben“, heißt es in dem Bericht, der sich auf eine anonyme Quelle beruft.

„Sie bekam wochenlang keine Reaktion“

Ein Mitarbeiter der Produktion wird anschließend so zitiert: „Sie bekam aber wochenlang keine Reaktion darauf. Und das, obwohl sie eines der Gesichter der ‚Tagesschau‘ war.“ Schlimmer noch: Ein paar Wochen später habe sich Beckmann zwar bei ihr gemeldet, aber wegen eines Versprechers in der „Tagesschau“ – und nicht wegen des Sendungskonzepts.  

Die daraus resultierende Frustration, so der Tenor des Textes, habe schließlich zu der Entscheidung geführt, die Kündigung einzureichen. Der NDR dementiert den Bericht und erklärt: „Es gab kein Zerwürfnis.“ Auf Anfrage von t-online hat sich das Management von Linda Zervakis nicht zu der Darstellung der Boulevardzeitung geäußert. Stattdessen hat die Moderatorin am Freitag gegen 13 Uhr folgendes Statement verbreitet: „Falls ihr, wie von BILD verbreitet, von einem Zerwürfnis zwischen mir und dem NDR gehört haben solltet, vergesst es.“

Was bei all dem Wirbel hingegen feststeht: Zervakis bekommt bei ProSieben eine eigene Sendung – und das sogar mit ihrem Namen im Titel. „Linda Zervakis und Matthias Opdenhövel präsentieren das neue ProSieben-Journal ‚Zervakis & Opdenhövel. Live.'“, verkündete der Privatsender am Mittwoch. 



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Semperoper Dresden sucht neue Intendanz und Chefdirigenten ab 2024/25

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Folgt der Begeisterung nun Ernüchterung? Zumindest die Art und Weise, wie Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer, beide CDU, an ihrer Seite in Einzelgesprächen mit dem Orchestervorstand der Sächsischen Staatskapelle Dresden sowie dem Chefdirigenten Christian Thielemann die Nichtverlängerung von dessen Vertrag kommunizierten, entbehrt theatralischer Raffinesse und reduziert den Vorgang auf das, was er letztlich ist: eine Personalentscheidung des Freistaates für sein größtes und international renommiertestes Theater. Verbunden mit der Ankündigung, dass der jetzige Opernintendant Peter Theiler ein weiteres Jahr über Vertragsablauf bleiben soll. Beide, er und Thielemann, scheiden somit zum gleichen Zeitpunkt, nämlich mit Ende der Spielzeit 2023/24, aus ihren Dresdner Ämtern (DNN berichteten).

Doch so simpel, wie es scheint, ist es nicht. Denn bisher war es gängiges und sinnhaftes Prozedere, dass zuerst die Staatskapelle in interner Abstimmung mit mindestens einer Zweidrittelmehrheit für einen Chefdirigenten votiert und diesen dann dem Freistaat für die Besetzung der Stelle vorschlägt. In der Regel wurde diesem Vorschlag stattgegeben. Die letzte Abstimmung war 2017, als es um die Verlängerung für Thielemann um weitere fünf Jahre ging. Das verlief nach außen geräuschlos, am 30. November unterzeichneten die damalige Kunst- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) und der Dirigent das entsprechende Papier. Vereinbart wurde eine Mindestzahl von 40 Dirigaten in Konzerten und Opernaufführungen pro Spielzeit, davon mindestens 25 in Dresden. Für Gastspielreisen der Staatskapelle sah der Vertrag einen Umfang von 15 Konzertterminen pro Spielzeit vor. Dazu kommen noch die Dirigate während der Osterfestspiele Salzburg, „die auch zum internationalen Renommee von Sächsischer Staatsoper und Staatskapelle beitragen“, hieß es.

„Mir geht es hier wahnsinnig gut“, sagte Thielemann einmal auf einer der jährlichen Pressekonferenzen zur Vorstellung des Konzertplanes der Staatskapelle. Den Satz kann man so stehen lassen, denn dem gebürtigen Berliner geht es beruflich in Sachsens Metropole wahrlich blendend. Wenngleich, heimisch geworden ist er hier seit seiner Anstellung nicht. Er wohnt, wenn er denn in Dresden ist, im Hotel und pendelt sonst zwischen seinem Haus am See in Potsdam und den verschiedenen Wirkungsstätten – neben Sachsen u.a. Wien, Bayreuth und Salzburg.

Bild mit Eintrübungen

Wo einer seiner Wurzeln schlägt, das ist eine freie Entscheidung, aber inzwischen trübt doch Unzufriedenheit das Bild ein. Auch unter den Orchestermusikern lässt sich Kritik beispielsweise an der Intensität der Arbeit Thielemanns wahrnehmen. Um es richtig einzuordnen. Es ist hier nicht die Rede von den Konzerten und Operndirigaten des Meisters – er ist ein Abenddirigent und weiß dabei Orchester und Publikum gleichermaßen mit seinem musikalischen Können in den Bann zu ziehen. Dies sind unbestrittene Höhepunkte in Dresdens Konzert- und Opernbetrieb und auch international, wenn er mit der Staatskapelle als Residenzorchester bei den Salzburger Osterfestspielen auftritt, auf Tournee gastiert oder, mit etlichen Staatskapellisten im Orchestergraben, Wagner-Oper auf dem Bayreuther Hügel dirigiert.

Aber wie steht es um die Sächsische Staatsoper? Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Chemie zwischen Kapell-Chef und Opernintendant nur dann funktioniert, wenn Thielemann das durchsetzen kann, was er will. Ob er in Theiler einen ebenbürtigen Partner hat, darf man zumindest anzweifeln, erst jüngst drang die Auseinandersetzung um Spiel-, Proben- und Konzertbetrieb unter Corona-Einschränkungen an die Öffentlichkeit. Nicht ganz zu Unrecht wurde Theiler kritisiert, dass er – im Vergleich zu anderen Intendanten – wenig aktiv und zu vorsichtig agiere.

Thielemann, der 2012 unter Intendantin Ulrike Hessler ins Amt kam, konnte in Dresden ganz nach eigener Vorstellung arbeiten; nach Hesslers frühzeitigem Tod war die Intendanz vakant und wurde interimsmäßig von Verwaltungschef Wolfgang Rothe ausgeübt. Der schöne Frieden erhielt sein jähes Ende, als Sachsens damalige Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) den eloquenten Belgier Serge Dorny für 2014 an die Spitze der Oper berief: Im Gerangel um die künstlerischen Kompetenzen am Haus setzte sich bekanntermaßen letztlich Thielemann durch, ganz nach seinem gern immer wieder angewandten Grundsatz „er oder ich“. Der Freistaat kündigte Dorny noch vor dessen eigentlichen Amtsantritt, musste einen Rechtsstreit durchlaufen und letztlich Dorny teuer bezahlen.

Strukturelle Spezifik

Das Ganze weist generell auf eine Besonderheit und strukturelle Spezifik der Sächsischen Staatsoper hin: Schon vor der Jahrtausendwende, als Christoph Albrecht Intendant des Hauses war und Giuseppe Sinopoli Chefdirigent der Staatskapelle, gab es erbitterte Auseinandersetzungen um die künstlerische Selbstbestimmtheit des Orchesters, das einerseits in den Opernaufführungen im Graben sitzt, andererseits aber auch ein hochklassiges Konzertprogramm spielt. Damals zeichnete sich die Lösung ab: Sinopoli sollte ab 2003/04 unter der Intendanz Gerd Ueckers als Generalmusikdirektor der Sächsischen Staatsoper und Chefdirigent der Staatskapelle die Gesamtverantwortung übernehmen. Sein plötzlicher Tod 2001 durchkreuzte die Pläne und setzte alles wieder auf Anfang. Bernard Haitink kam als Kapellchef nach Dresden, herzlich willkommen geheißen, und verabschiedete sich ein Jahr vor Vertragsende, nachdem die Kapelle sich Anfang 2004 für Fabio Luisi und nicht den von Haitink als Nachfolger präferierten Myung-Whun Chung entschieden hatte. Übrigens auch nicht für die damaligen Mitkandidaten Christian Thielemann und Daniele Gatti.

Luisi kam – als GMD – 2007 und beendete damit die cheflose Zeit des Orchesters. Der anfänglichen Freude folgten relativ rasch Abkühlung im Verhältnis zwischen Kapelle und Dirigent und Drama: Nur zwei Jahre nach Amtsantritt kündigte Luisi 2009 an, 2012 mit Ende des Vertrags Dresden den Rücken kehren zu wollen. Als neuer Wunschkandidat der Kapelle war damals schon Thielemann im Kommen; in sensationell kurzer Zeit wurde er von Kunstministerin von Schorlemer als künftiger neuer Chefdirigent inthronisiert. Luisi zog die Reißleine und verkündete seinen sofortigen, also vorzeitigen Abgang.

Thielemann wurde euphorisch in Dresden begrüßt – von Politik, Musikern, Publikum. Man darf davon ausgehen, dass er seine Interessen mit dem Freistaat stets knallhart und erfolgreich verhandelt hat. An einer Funktion wie der des GMD war ihm nicht gelegen; er macht kein Hehl daraus, dass ihm administrative Verpflichtungen über seine musikalische Tätigkeit hinaus nicht liegen. Er ist eine raumgreifende Diva, und was der Maestro für seine Aufführungen wünscht, das bekommt er auch. Eine Anna Netrebko z.B., überhaupt erstrangige Sängerensembles. Man muss kein Rechenkünstler wie der Verwaltungsdirektor oder Intendant sein, um zu wissen, dass das den Etat der Staatsoper enorm beansprucht und zu Kürzungen in anderen Bereichen führen muss.

Und Thielemann brachte das Personalkarussell um sich herum zum Drehen: Das bedeutete u.a. den Weggang des langjährigen Orchesterdirektors Jan Nast, des erfahrenen und klugen Konzertdramaturgen Tobias Niederschlag, des Orchestersprechers Matthias Claudi – das Haus ließ sie ziehen.

Ein kostbares, umworbenes Gut

Es dürfte ein schwieriges Unterfangen werden, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den Solitär Thielemann zu finden und zu binden. Dirigenten oder Dirigentinnen in seinem Rang sind ein kostbares Gut und von gar vielen umworben. Und es steht die Frage: Wie offen werden sich Orchester und Kunstministerium dabei zeigen: Will man eine gestandene Persönlichkeit, die international so begehrt und erfolgreich ist wie Thielemann; will man ein junges Talent, mit dem eine Neuausrichtung vielleicht ganz überraschend gelingen kann; traut man sich gar endlich, eine Frau in größerer Verantwortlichkeit ans Pult zu lassen wie zum Beispiel eine Oksana Lyniv, die als erste Frau bei den Bayreuther Festspielen eine Premiere dirigieren soll, oder eine Joana Mallwitz, ihres Zeichens Generalmusikdirektorin in Nürnberg? Inwieweit hat die Kapelle dabei wie gehabt Mitspracherecht?

Kulturministerin Klepsch, die nun 2023/24 einen Schlussstrich unter Theiler – Thielemann ziehen will, muss sich fragen lassen, wie denn das von ihr apostrophierte „Übermorgen der Oper“ aussehen soll und welche Zeichen sie für diesen Kulturleuchtturm des Freistaates setzen will. „Die Oper wird teilweise neue Wege zwischen tradierten Opern- und Konzertaufführungen und zeitgemäßer Interpretation von Musiktheater und konzertanter Kunst gehen müssen“, hieß es dazu in ihrer Pressemitteilung. „Das auch, um die Anziehungskraft für das vielfältige Publikum zwischen gewachsenen Stammgästen und neuen Zielgruppen, die andere oder noch gar keine Zugänge zu Opern, Konzerten und Ballettaufführungen haben, zu behalten oder zu steigern.“

Eine Chance

So weit, so gut, aber nicht wirklich neu. Fest steht, die Grundfesten, auf denen die Sächsische Staatsoper ruht, sind die Ensembles und die Staatskapelle. Es könnte also eine Chance und eine kluge Ausgangsbasis sein, wenn ab 2024 zwei Persönlichkeiten als Intendant und Dirigent gefunden werden, die das künstlerische Profil gemeinsam gestalten und sich in der Fortsetzung einer erfolgreichen Kulturgeschichte und der Neuausrichtung unter den besonderen Anforderungen im 21. Jahrhundert wirklich einig sind.

Es bleibt hoffentlich nicht nur ein Lippenbekenntnis des Freistaats, wenn er von Perspektive „Semper2030“ spricht. Denn dafür bedarf es einer wirklich an künstlerischen Visionen und nicht nur an verpflichtender Notwendigkeit bemessenen finanziellen Ausstattung der Staatsoper. Dieses Bekenntnis muss auf lange Sicht tragfähig und vernehmbar sein. Und insbesondere in einer Situation, in der sich infolge einer so noch nicht erfahrenen gesamtgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krise grundlegende Ängste um die künftige Finanzierbarkeit von Kunst und Kultur entwickeln.

Die Sächsische Staatsoper darf im 21. Jahrhundert kein Traditionstempel sein, aber sie muss an ihre Traditionen anknüpfen. Neue Formate sind schön und gut, Digitales manchmal durchaus auch; aber in der durch Corona erzwungenen Abwesenheit der Magie des Moments – wenn der Vorhang sich hebt, der Orchesterklang beginnt, den Raum zu füllen und die Seelen der Zuhörenden zu bewegen –, wird die Unverzichtbarkeit künstlerischen Tuns besonders intensiv spürbar. Musiktheater ist Ort des Lernens, der Begegnung, der Auseinandersetzung, des Miteinanders und ja, besonders auch dies, des Lustvollen. Das zu bewahren, indem man es fortschreibt, sollte der Kern politischer und personeller Entscheidungen sein. Bleibt zu hoffen, dass Sachsen hier genügend Weitblick und Vision hat und dass es gelingt. Darum geht es. Um nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Von Kerstin Leiße



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Politiker-Ranking: Laschet verdoppelt Quote – Baerbock kann nur darüber lachen

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#BTW2021: Politiker-Ranking: Keiner holt stärker auf als Laschet – doch Baerbock kann nur darüber lachen

Vor allem Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock konnte ihre Beliebtheit in den letzten Wochen erheblich steigern – und kommt nun sogar CSU-Chef Markus Söder nah. Doch es ist ein anderer, der den größten Beliebtheitszuwachs einkassiert, seit Union und Grüne ihre Kandidaten gekürt haben.

Viel wurde in den vergangenen Monaten über die Beliebtheit von Politikern in Umfragen geschrieben, viel spekuliert. Doch seit am 19. April die Grünen und einen Tag später dann auch die Union sich auf ihre Kanzlerkandidaten festlegt haben, kommt den Umfragen eine neue Bedeutung hinzu.

Seit Anfang März erhebt das Meinungsforschungsinstitut Civey in einer repräsentativen Langzeitumfrage die Beliebtheitswerte zu sieben Spitzenpolitikern. Gefragt wird: „Zu welchem Politiker haben Sie aktuell eine überwiegend positive Meinung?“

Söder-Hype hat etwas nachgelassen

Bislang musste jene Person, die aktuell (Stand 12. Mai 2021) auf Platz 1 steht, diese Position noch kein einziges Mal jemand anderem überlassen. Nach wie vor schätzen die Bürger den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder als am positivsten ein. Seinen persönlichen Bestwert erreichte der 54-jährige Franke aus Nürnberg mit 43,1 Prozent am 21. April – und damit exakt einen Tag, nachdem die CDU ihren Chef Armin Laschet als K-Kandidaten der Union gegen den Wunsch der CSU durchgedrückt hatte – und dies trotz zum Teil erheblicher Widerstände aus den CDU-Landesverbänden.

Inzwischen hat der Söder-Hype etwas nachgelassen. Aktuell liegt der CSU-Chef, der sich nun wieder auf die Rolle als bayerischer Landesvater und Frontkämpfer gegen das Coronavirus konzentriert, bei 38 Prozent – und damit fast dort, wo er bei Beginn der Erhebung am 10. März mit 38,2 Prozent lag.

 

Baerbock nähert sich dem Bayern an

Auf Platz 2 liegt souverän Annalena Baerbock mit 32,9 Prozent. Sie und ihr Co-Vorsitzender Habeck (27,6 Prozent) sind die einzigen, deren Werte sich im gesamten Umfragezeitraum fast kontinuierlich verbessert haben. Die Bedeutung ihrer Nominierung für die Kanzlerkandidatur in ihrer Kurve ist unübersehbar. Und seit dem 19. April setzt Baerbock, bis dahin hinter Habeck, sich von ihren Co-Vorsitzenden nach oben ab. Etwas mehr als fünf Prozent trennen sie noch von Söder, und Baerbocks Steigerungsquote, die mit einem Wert von 19,8 Prozent begann, ist die zweitbeste der Gruppe.

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Keiner hat sich so gesteigert wie Armin Laschet – auf niedrigstem Niveau

Der einzige, der sich noch mehr gesteigert hat als Baerbock, ist ausgerechnet derjenige, den selbst in der CDU viele nicht wollten: Armin Laschet. Der 60-jährige Aachener dürfte damit zum einen von der Entscheidung der Frage der K-Kandidatur profitiert haben. Zum anderen scheint ihm auch das gesteigerte Rampenlicht auf seine Person zu helfen. Immerhin rang der im Gegensatz zu Söder oft unentschlossen wirkende CDU-Chef sich inzwischen durch, auch bei einer Wahlniederlage der Union nach Berlin zu gehen. Keine offene Tür mehr für eine Rückkehr in die Düsseldorfer Staatskanzlei, sondern in jedem Fall mindestens als CDU-Chef nach Berlin.

Relativiert wir dieser Spitzenplatz zumindest derzeit von der Platzierung im Gesamtklassement. Immerhin: Mit derzeit 11,3 Prozent nicht mehr Letzter, sondern nur noch Vorletzter – vor Jens Spahn (10,2 Prozent). Mit 6,6 Prozent hält Laschet auch den schlechtesten Zustimmungswert aller Politiker in dieser Umfrage. Bezeichnenderweise erreichte Laschet den Tiefpunkt einen Tag nach seiner Nominierung.

Lindners Kurve nicht spektakulär, aber klar nach oben

Keine spektakulären Sprünge machte bislang FDP-Chef Christian Lindner. Sein Wert stieg von 15,6 auf 19,4 Prozent. Doch seine Kurve zeigt seit dem 19. April nur noch in eine Richtung: nach oben. Was unter anderem auch daran liegen dürfte, dass nun verstärkt über die Kosten der Wahlprogramme geredet wird – besonders über jene der Grünen und der SPD. Und die FDP hat versprochen, dass es mit ihr in einer Regierung keine Steuererhöhungen gibt. Ob sie das schafft – das steht auf einem anderen Blatt.

OIaf Scholz – halb so gut wie Söder, doppelt so gut wie Laschet

Der Kanzlerkandidat mit der größten Beständigkeit heißt Olaf Scholz. Der Haken: das Niveau stimmt nicht: Am 10. März lag die Zustimmung für ihn bei 22,8 Prozent, am 12. Mai waren es 20. Fast die Hälfte von Söder, aber immerhin fast das Doppelte von Laschet.

Union macht Boden auf die Grünen gut – aber Baerbocks Beliebtheit steigt weiter

 





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Was jetzt für Urlaubsreisen in andere Länder gilt

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Seit wenigen Tagen ist das Reisen für alle Deutschen einheitlich und deutlich einfacher geworden. Denn eine große Hürde ist praktisch entfallen. Worauf Sie dennoch unbedingt achten sollten.

Seit 12. Mai gibt es erstmals eine deutschlandweit einheitliche Corona-Einreiseverordnung. Für alle, die endlich wieder frei reisen wollen, ist das eine sehr gute Nachricht. Denn mit der neuen Verordnung ist die größte Reisehürde praktisch entfallen: die bisherige Quarantänepflicht bei Rückreise aus Risikogebieten. Reiseveranstalter und Ferienländer jubeln. Trotzdem ist weiter auf einiges zu achten. Der Überblick.

Ist die Einreisequarantäne aus Risikogebieten komplett abgeschafft?

Nein, sie gilt im Prinzip weiter. Allerdings kann man sich bei Rückreise aus „normalen“ Risikogebieten ihrer jetzt auf eine dritte Art entledigen: Man ist entweder genesen oder geimpft (das galt schon bisher) oder man kann sich freitesten und zwar nicht erst nach fünf Tagen, sondern sofort. Dafür reicht ein höchstens 48 Stunden alter Antigen-Schnelltest oder ein PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist. Der Test-Nachweis kann bereits in der digitalen Einreiseanmeldung hochgeladen werden. Wer im Ausland noch keinen Test machen konnte, der muss dies in den ersten 48 Stunden nach Einreise nachholen.

Gilt die neue Regel auch für Hochrisikogebiete?

Nein, für die Rückreise nach Deutschland aus einem Hochinzidenz- oder aus einem Virusvariantengebiet gelten weiterhin strengere Regeln. Die wichtigsten Hochinzidenzgebiete (Sieben-Tage-Inzidenz über 200) sind aktuell Frankreich, Kroatien, Niederlande, Türkei, Ägypten. Bei der Rückkehr aus diesen Ländern bleibt es bei der Quarantänepflicht, die sich frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test beenden lässt.

Was ist mit Virusvariantengebieten?

Rückkehrer aus Virusvariantengebieten müssen weiter sogar volle 14 Tage in Quarantäne gehen, die auch nicht per Test verkürzt werden kann. Diese Regel gilt sogar für Geimpfte und Genesene. Zu groß ist die Angst, dass die vorhandenen Impfstoffe gegen neue Mutationen des Coronavirus ins Leere laufen könnten. Aktuell sind allerdings nur zehn Länder weltweit vom RKI als Virusvarianten-Gebiet eingestuft: Botswana, Brasilien, Eswatini, Indien, Lesotho, Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe und Südafrika. Touristisch relevant sind praktisch nur Brasilien, Indien und Südafrika.

Was gilt bei Flugrückreisen?

Die Ende März eingeführte Testpflicht für Urlauber, die per Flugzeug aus dem Ausland zurück nach Deutschland reisen, wurde verlängert. Das heißt, bevor man ins Flugzeug nach Deutschland steigen kann, braucht man unbedingt einen Test, auch wenn die Rückreise aus einem Gebiet wie Mallorca erfolgt, das nicht als Risikogebiet eingestuft ist. Diese Testpflicht gilt allerdings nicht mehr für vollständig geimpfte und genesene Flugreisende.

Hat man mit Impfung und Genesung überhaupt noch einen Reisevorteil?

Ja, die Rückreisequarantäne entfällt auch aus Hochrisikogebieten (nicht aber aus Virusvariantengebieten). Und die Testpflicht vor Flugreisen nach Deutschland entfällt ebenfalls. Zusätzlich hilft der Impfpass auch in Restaurants oder Geschäften zahlreicher Reiseländer.

Wie hat man Test oder Impfnachweis vorzulegen?

In Deutschland gilt für alle Einreisenden aus Risikogebieten die Pflicht zur digitalen Einreiseanmeldung über das Einreiseportal (www.einreiseanmeldung.de). Dort müssen auch die Test-, Genesenen- oder Impfnachweise sowie Nachweise für die Freitestung von der Quarantäne hochgeladen werden und dazu noch alle Dokumente, mit denen man als Einreisender Ausnahmen nachweisen will. In den Ferienländern gelten bis zur Einführung des EU-Impfzertifikats („grüner Pass“) noch zahlreiche individuelle Ländervorschriften.

Kann man jetzt einfach so nach ganz Europa reisen?

Nein, es gibt außer den deutschen auch noch die Einschränkungen der Zielländer. Es sind im Wesentlichen drei Stufen: erstens die Testpflicht, sie gilt praktisch überall. Zweitens eine Quarantänepflicht, so heißt es beispielsweise bei Reisen in die Niederlande, nach Island oder Polen, bei diesen müssen Reisende sofort in Selbstisolation gehen. Für wichtige Reiseländer wie Österreich, Italien, Kroatien und Griechenland wurde die dortige Quarantänepflicht allerdings gerade aufgehoben oder wird es demnächst.

Die dritte, härteste Stufe ist das touristische Einreiseverbot. So eines gilt unter anderem noch für Dänemark, Finnland, Norwegen und Portugal (außer für die Inseln). Diese Einreiseverbote sind abhängig von den Infektionszahlen im Herkunftsland. Wenn die Inzidenz in Deutschland also weiter sinkt, wird auch die Reisefreiheit größer.

Wer gilt als geimpft oder genesen?

Geimpft im Sinn der Bundesverordnung ist man nach Verabreichung eines (oder mehrerer) der vier in Deutschland zugelassenenen Impfstoffe (Biontech, Moderna, Astra Zeneca, Johnson & Johnson). Die russischen und die chinesischen Vakzine gelten bis zu einer möglichen Freigabe in der EU noch nicht. Zum vollständigen Impfschutz braucht es bei allen Impfstoffen, die zwei Impfungen erfordern, die zweite Dosis und danach nochmal 14 Tage Wirkzeit.

Als „genesen“ gilt, wer die Corona-Erkrankung mindestens vier Wochen hinter sich hat und dann höchstens sechs Monate lang. Denn wer sich bereits vor längerer Zeit mit Covid-19 angesteckt hat, der hat eventuell nicht mehr genügend Antikörper im Immunsystem, um sich vor einer erneuten Infektion zu schützen.

Und wann fällt die Quarantänepflicht endgültig weg?

Wenn es nach der EU geht, soll das bei Reisen innerhalb Europas „im Juni“ der Fall sein. Dann könnte es ausreichen, das bis dahin zu entwickelnde EU-Gesundheitszeugnis vorzulegen, um quarantänefrei in jedes Land der EU einzureisen. Denn in dieser App lassen sich neben Impfung und Genesung auch Testnachweise speichern, die gleichberechtigt als Reiseerlaubnis gelten sollen. Auch die deutsche Bundesregierung folgt diesem Zeitplan: Die Quarantänebedingungen sind längstens bis zum 30. Juni anzuwenden, heißt es in der neuen Einreiseverordnung.



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