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Zehnter DM-Titel für Zeitfahr-König Martin

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Öschelbronn (dpa) – Tony Martin bleibt im Kampf gegen die Uhr eine Klasse für sich.

Der mittlerweile 36-Jährige sicherte sich in Öschelbronn souverän den deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren. Für Martin war es der neunte Titel nacheinander und insgesamt der zehnte Erfolg. Damit wird der Routinier in den Zeitfahren der am 26. Juni in Brest beginnenden Tour de France das Trikot mit dem schwarz-rot-goldenen Brustring tragen.

Auf dem nur 30,5 Kilometer langen, aber mit über 200 Höhenmetern sehr anspruchsvollem Kurs südwestlich von Stuttgart verwies Martin Miguel Heidemann mit einem Rückstand von 56 Sekunden auf Platz zwei. Dritter wurde Max Walscheid, der 1:10 Minuten langsamer als der deutsche Zeitfahr-König war.

Die deutsche Meisterschaft wird unter strengen Hygieneregeln ausgetragen. Beim Zeitfahren waren keine Zuschauer erlaubt, beim Straßenrennen am Sonntag werden es 250 sein. Jeder Teilnehmer musste einen negativen PCR-Test vorweisen. Im vergangenen Jahr war das Zeitfahren aufgrund der Coronavirus-Pandemie ersatzlos gestrichen worden.

Bei Temperaturen von über 30 Grad setzte Martin bereits bei der Zwischenzeit nach 18 Kilometern ein Zeichen. Der viermalige Zeitfahrweltmeister lag dort schon 47 Sekunden vor Heidemann und wäre nur noch durch Sturz oder Defekt zu bremsen gewesen. Am Ende setzte sich der Routinier wie gewohnt durch.

Bei der in einer Woche in der Bretagne beginnenden Frankreich-Rundfahrt rückt Martin dann wieder ins zweite Glied. Im Team Jumbo-Visma wird der gebürtige Cottbuser als wichtiger Helfer von Sieg-Anwärter Primoz Roglich eingesetzt. Für Martin wird es bereits die 13. Teilnahme an der Tour.

Bei den Frauen setzte sich Lisa Brennauer durch und holte sich den Meistertitel von Lisa Klein zurück. Die 33-Jährige aus dem Allgäu war auf dem anspruchsvollen Kurs letztlich 30,5 Sekunden schneller als Klein. Für Brennauer war es der vierte nationale Titel im Kampf gegen die Uhr nach 2013, 2014 und 2018. Dritte wurde U23-Europameisterin Hannah Ludwig mit einem Rückstand von 1:01 Minuten.

„Es war ein schwerer und anspruchsvoller Kurs. Es war schwer, seinen Rhythmus zu finden. Man musste sich eine verdammt gute Strategie zurechtlegen“, sagte Brennauer. Das gelang der erfahrenen Athletin offensichtlich: „Ich habe mir das Rennen in Abschnitte eingeteilt. Für mich ist so eine Linie, an der ich mich festhalten kann, total wichtig. Gerade auf einem schweren Kurs ist das sehr bedeutend.“

Am Sonntag werden in Stuttgart die Straßenrennen ausgetragen. Bei den Männern, die 185,3 Kilometer absolvieren müssen, gilt Maximilian Schachmann als Favorit. Für Sprinter dürfte es angesichts von 3000 zu bewältigenden Höhenmetern schwer werden. Im Frauenrennen über 107,2 Kilometer gilt erneut Brennauer als erste Anwärterin auf den Titel.



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Olympia 2021 | Historische Medaille sicher: Ringerin kämpft um Gold

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Ringerin Aline Rotter-Focken hat es überraschend ins Olympia-Finale geschafft. Damit schreibt sie noch vor dem Kampf deutsche Olympia-Geschichte. Alle Infos im Newsblog.

Foto-Serie mit 12 Bildern

Mit gut einem Jahr Verspätung sind am 23. Juli 2021 offiziell die Olympischen Sommerspiele in Tokio gestartet. Über 400 Athleten kämpfen in Japan für Deutschland um Medaillen, zum Teil auch in ganz neuen Sportarten wie Sportklettern. Letzter Wettkampftag mit Schlussfeier ist der 8. August 2021. Alle Nachrichten, Infos und die wichtigsten Updates gibt es hier im Olympia-Newsblog nachzulesen.

Historische Medaille sicher: Ringerin kämpft um Gold

Aline Rotter-Focken hat dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) einen historischen Erfolg beschert. Durch ihren Einzug ins Finale von Tokio hat die Ex-Weltmeisterin die erste olympische Medaille einer deutschen Ringerin sicher. Rotter-Focken kämpft am Montag um Gold gegen die fünfmalige Weltmeisterin Adeline Gray aus den USA.

Die 30 Jahre alte Krefelderin gewann im Halbfinale der Gewichtsklasse bis 76 kg gegen die japanische Vize-Weltmeisterin Hiroe Minagawa. Zuvor hatte sich Rotter-Focken gegen Wassilissa Marsaljuk (Belarus) und Zhou Qian (China) durchgesetzt.

Deutscher Zweier-Canadier im Halbfinale

Der dreimalige Canadier-Olympiasieger Sebastian Brendel hat die erste Hürde auf dem Weg zu einer Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio souverän genommen. Mit seinem Zweier-Partner Tim Hecker (Berlin) gewann der 33-Jährige den Vorlauf über 1000 m und zog auf direktem Weg ins Halbfinale ein. Am Dienstag fallen die ersten Entscheidungen.

Nach seinem Erfolg im C1 bei den Spielen 2012 in London und Doppel-Gold vor fünf Jahren in Rio gehört der Potsdamer zu den aussichtsreichsten Kandidaten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV). Brendel geht zudem ab Freitag im Canadier-Einer an den Start, in dieser Bootsklasse könnte er als erster Athlet zum dritten Mal in Folge Olympiasieger werden.

Masken-Athletin droht Strafe wegen Protest

Der amerikanischen Kugelstoßerin Raven Saunders könnte die erste Strafe wegen eines „politischen“ Protests bei einer Siegerehrung während der Olympischen Spiele in Tokio drohen. Die 25-Jährige, die am Sonntag Silber gewonnen hatte, kreuzte auf dem Podium ihre über den Kopf erhobenen Arme. Mit der „X-Geste“ habe sie Solidarität für die Rechte „unterdrückter Menschen“ ausdrücken wollen.

Die schwarze Athletin Saunders tritt öffentlich vor allem für die Belange von „PoC“ (People of Color) ein, zudem ist sie für die LGBTQ-Community (lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer) engagiert. Beim olympischen Finale hatte sie einen grellen Auftritt mit einer furchteinflößenden Maske und knallig gefärbten Haaren hingelegt.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte seine strikt ablehnende Haltung gegenüber politischen Protesten während der Spiele aufgeweicht, duldet friedvolle Gesten vor dem Wettkampf. Politische Proteste bei Siegerehrungen hat das IOC indes untersagt.

Wasserspringerin Punzel verpasst nächste Medaille

Wassersprung-Europameisterin Tina Punzel hat das perfekte Geschenk an ihrem 26. Geburtstag verpasst. Die Olympia-Dritte im Synchronspringen belegte im Einzelwettbewerb vom 3-m-Brett den siebten Platz. Der Rückstand der Dresdnerin auf den Bronzerang betrug nach einem Patzer im zweiten Durchgang beim Dreieinhalb-Vorwärtssalto deutliche 41 Punkte.

Nach Bänderriss: Turnierpferd wird eingeschläfert

Das Schweizer Vielseitigkeitspferd Jet Set ist nach dem Geländeritt bei den Olympischen Spielen in Tokio eingeschläfert worden. Der 14 Jahre alte Wallach des Reiters Robin Godel hatte sich bei der Landung in der letzten Wasserkombination einen Bänderriss im rechten Vorderbein zugezogen, wie der Dachverband Swiss Olympic am Sonntag erklärte. „Aufgrund der Schwere der Verletzung und den damit einhergehenden Schmerzen musste das Pferd kurz darauf eingeschläfert werden“, hieß es in einer Mitteilung. Der 22 Jahre alte Reiter blieb unverletzt.

Gold-Traum lebt: Hockey-Männer schlagen Olympiasieger

Die deutschen Hockey-Männer haben bei den Olympischen Spielen das Halbfinale erreicht. Die Mannschaft von Bundestrainer Kais al Saadi gewann im Viertelfinale gegen Olympiasieger Argentinien nach einer überzeugenden Leistung mit 3:1 (1:0) und greift in Tokio nach olympischem Edelmetall. Verteidiger Lukas Windfeder mit einem Doppelpack (19. und 48.) und Timm Alexander Herzbruch (40.) trafen jeweils nach Strafecken. Der Gegentreffer acht Minuten vor dem Ende brachte den deutschen Sieg nicht mehr in Gefahr.

Damit steht die DHB-Auswahl zum fünften Mal bei Olympischen Spielen hintereinander in der Runde der letzten Vier. 2008 und 2012 gelang der Olympiasieg, 2004 und 2016 holte Deutschland jeweils die Bronzemedaille. Im Halbfinale am Dienstag trifft das deutsche Team auf Australien.

Geschke verlässt Quarantäne-Hotel

Der positiv auf Corona getestete Radsportler Simon Geschke hat bei das Quarantäne-Hotel endlich verlassen dürfen. „Ende der nutzlosesten Reise meiner Karriere, super aufgeregt aus der Quarantäne zu kommen und nach Hause zu fliegen“, schrieb der 35-Jährige auf Twitter.

Geschke war vor über eine Woche ins Quarantäne-Hotel eingezogen, nachdem ein PCR-Test trotz Impfung positiv ausgefallen war. Nach den Pandemie-Vorschriften für Olympia hätte Geschke bis maximal 14 Tage in der Quarantäne festgehalten werden können. Nach zwei negativen Tests durfte er aber das Hotel verlassen. In den vergangenen Tagen war große Kritik an den Zuständen in dem abgeschotteten Hotel aufgekommen. Daraufhin hatten die Gastgeber die Bedingungen etwas verbessert.

Olympische Spiele für Sprintstar Asher-Smith vorzeitig beendet

Für Sprintstar Dina Asher-Smith (25) sind die Olympischen Spiele beendet. Die Britin verpasste über 100 Meter das Finale und sagte der BBC danach, dass sie sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen habe. Damit sind die Medaillenträume für die amtierende Weltmeisterin über 200 Meter dahin.

Bei der WM 2019 in Doha war sie eine der stärksten Athletinnen und gewann gleich mehrere Medaillen. Auch für die Spiele in Tokio galt sie eine der Top-Favoritinnen. In Rio de Janeiro gewann sie Bronze mit der 4x-100m-Staffel.

„Sehr enttäuschend“ – Deutsche Diskuswerfer verpassen Edelmetall

Fünf Jahre nach Überraschungs-Bronze in Rio hat Diskuswerfer Daniel Jasinski einen weiteren olympischen Coup klar verpasst. Beim Triumph des Schweden Daniel Stahl kam der 31 Jahre alte Wattenscheider mit enttäuschenden 62,44 m nicht über Platz zehn hinaus. „Das lief nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Es hat nicht zusammengepasst. Ich habe die Kraft nicht auf den Diskus bekommen. Mit 62.40 Metern kommt man nicht weit. Sehr enttäuschend“, sagte der Sportsoldat in einer Presserunde nach dem Wettkampf, bei der auch t-online zugegen war.

Weltmeister Stahl setzte sich mit 68,90 m vor seinem Landsmann Simon Pettersson (67,39) durch. Bronze ging an den Österreicher Lukas Weißhaidinger (67,07). Jasinski hatte die Scheibe im dritten Durchgang auf rund 64 Meter geworfen, was ihm den Sprung in den Endkampf der besten Acht und drei weitere Versuche gesichert hätte. Der Wurf war aber ungültig.

Für Olympia-Debütant Clemens Prüfer (Potsdam) war das Finale mit Platz elf und 61,75 m ebenfalls nach drei Runden beendet. Seine Analyse: „Das Jahr war für mich kennenlernen und 2024 machen wir es richtig.“

Protest erfolgreich: DLV-Staffel startet im Finale

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat erfolgreich um den Final-Start seiner Mixed-Staffel über 4×400 m bei den Olympischen Spielen in Tokio gekämpft. Einem erneuten Protest wurde am Samstagmorgen stattgegeben, der Endlauf in der olympischen Premiere dieser Disziplin findet nun am Samstag (14.35 Uhr MESZ) mit neun Teams statt. Dies teilte der DLV mit. „Wir haben jetzt nochmal den Protest auf einer anderen Ebene begründet. Wir sind gespannt, wie das Thema ausgeht“, hatte der DLV-Vorstandvorsitzende Idriss Gonschinska zuvor in der ARD gesagt.

Die USA hatten am Freitag ihren Vorlauf, in dem auch die Deutschen am Start waren, souverän gewonnen. Wegen eines vermeintlichen Wechselfehlers waren sie zwischenzeitlich aus der Wertung genommen worden. Auch die Dominikanische Republik stand wegen eines Regelverstoßes vor dem Aus. Beide Nationen legten erfolgreich Protest ein und begründeten dies mit organisatorischen Abläufen.

„Wir haben zwei klare Regelverstöße in der Sache. Das eine ist die Übergabe des Staffelstabs außerhalb des Wechselraums durch das amerikanische Team. Beim Team der Dominikanischen Republik hat es einen Aufstellungsfehler gegeben“, sagte Gonschinska: „Jetzt haben wir eine Situation, dass ein Fehler mit einem anderen Fehler korrigiert wurde. Das ist unfassbar bitter für unsere Athleten.“

Marvin Schlegel (Chemnitz), Corinna Schwab (Chemnitz), Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (Oldenburg) und Manuel Sanders (Dortmund) hatten im Vorlauf in 3:12,94 Minuten für einen deutschen Rekord in der allerdings selten gelaufenen Disziplin gesorgt. Polen lief in 3:10,44 Minuten die schnellste Zeit.

Gewehrschützin Beer im Finale

Jolyn Beer hat das Finale im Dreistellungskampf mit dem Kleinkalibergewehr erreicht. Die 27-Jährige kam am Samstag auf der Asaka Shooting Range auf Rang drei der Qualifikation. Die Hauptgefreite der Bundeswehr, die für den SV Lochtum schießt, begann leicht nervös im Kniend-Anschlag (392 Ringe), holte dann aber im Liegen mit guten 396 Ringen auf. Im Stehend-Anschlag bewahrte sie Ruhe und ließ sich von vielen Schützinnen, die insgesamt schneller schossen, nicht ablenken. Mit 390 Ringen und insgesamt 1178 zog Beer, die 2018 in dieser Disziplin WM-Silber holte, ins Finale der besten Acht ein.

Hockey-Herren gewinnen Prestigeduell gegen Niederlande

Die deutschen Hockey-Herren sind in Tokio mit einem Erfolgserlebnis zum Abschluss der Vorrunde ins Viertelfinale eingezogen. Das Team von Bundestrainer Kais al Saadi feierte am Freitagabend (Ortszeit) mit 3:1 (1:0) gegen die Niederlande den dritten Sieg im fünften Gruppenspiel und vermied ein frühes K.o.-Rundenduell mit den starken Australiern. Die Treffer für die Auswahl des Deutschen Hockey-Bunds erzielten Niklas Wellen (10. Minute), Constantin Staib (41.) und Timm Herzbruch (54.). Bis zum Gegentreffer durch Jeroen Hertzberger (57.) zeigte das deutsche Team eine starke Defensivleistung.

Blessing Okagbare wegen Doping gesperrt

Wenige Stunden vor dem olympischen 100-m-Finale von Tokio ist die nigerianische Mitfavoritin Blessing Okagbare positiv auf Doping getestet und vorerst gesperrt worden. Dies gab die Athletics Integrity Unit des Weltverbandes Word Athletics am Samstagmorgen bekannt.

Demnach sei bei der 32-Jährigen, Olympiazweite im Weitsprung von 2008, bei einer Trainingskontrolle am 19. Juli ein Wachstumshormon nachgewiesen worden. Das Ergebnis habe erst am Freitag vorgelegen, deswegen konnte Okagbare noch den Vorlauf bestreiten. Halbfinale und Finale finden am Samstagabend statt.

Biles sagt weitere Wettkämpfe ab

Rekord-Weltmeisterin Simone Biles hat auch ihre Starts im Sprung und am Stufenbarren bei den Olympischen Spielen in Tokio abgesagt. Dies teilte der US-Verband einen Tag vor den Entscheidungen am Sonntag mit. Ob die 24-Jährige am Boden (Montag) und Schwebebalken (Dienstag) starten wird, ist noch offen.

„Wir haben weiterhin allergrößten Respekt vor Simone, die diese Situation mit Mut und Würde meistert, sowie vor allen Athleten, die ihr in diesen ungewöhnlichen Umständen zur Seite gestanden haben“, teilte der Verband mit. Für Biles wird MyKayla Skinner in der Sprung-Entscheidung starten.

Biles hatte schon im Mehrkampf-Finale am Donnerstag auf einen Start verzichtet. Am Dienstag hatte sie beim Mannschafts-Finale ihren Wettkampf nach dem ersten von vier Durchgängen abgebrochen und dies anschließend mit mentalen Problemen begründet.

Christina Schwanitz: Für die deutsche Kugelstoßerin sind die Olympischen Spiele wieder früh beendet. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

Ex-Weltmeisterin Schwanitz verpasst das Finale

Die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat bei Olympia in Tokio den Einzug ins Finale verpasst und muss ihren Traum von einer Medaille bei Sommerspielen wohl endgültig begraben. Die 36-Jährige blieb in der Qualifikation mit 18,08 m deutlich unter den zum direkten Einzug in die Medaillenentscheidung am Sonntag (3.35 Uhr MESZ) geforderten 18,80 m und gehörte auch nicht zu den zwölf Weitenbesten. Sara Gambetta (Halle/Saale) schaffte es mit 18,57 m hingegen ins Finale.

Nach Kanu-Erfolgen: Appell an Jugend

Nach der Top-Ausbeute von vier Medaillen in vier Disziplinen appelliert Kanuslalom-Cheftrainer Klaus Pohlen an die Jugend. „Wir wollen sie faszinieren für die Olympischen Spiele, für die Idee, für den Erfolg, das muss ich wollen. Die Medaille, den Olympiasieg muss ich wollen, da spielt keine finanzielle Sache eine Rolle, da nützt auch kein Marketing und der ganze Rotz, der da mit drumherum läuft“, sagte Pohlen am Freitag zum Abschluss der Kanuslalom-Wettbewerbe und betonte: „Hier geht es nur darum, hart zu arbeiten, ehrlich zu sich zu sein und zu sagen: das will ich haben. Das ist ein Lebensziel, dafür opfere ich ein Lebensabschnitt.“

Wegen Corona-Zahlen: Japan weitet Notstand aus

Japan weitet angesichts der steigenden Coronazahlen seinen Notstand auf weitere Präfekturen außerhalb der Metropolregion Tokio aus. „Wir müssen eine starke Botschaft senden“, sagte Gesundheitsminister Norihisa Tamura: „Wir sind sehr besorgt.“ Am Donnerstag waren die Infektionen erstmals in der Pandemie in Japan auf über 10.000 geklettert.

Im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen wurden am Freitag 27 positive Fälle bekannt gegeben, ebenfalls ein Höchststand. Die Organisatoren bestreiten aber jeglichen Zusammenhang und verweisen auf die Maßnahmen, die Masken- und Abstandspflicht sowie tägliche Tests der Athletinnen und Athleten beinhalten

100 Meter endgültig ohne Lückenkemper

Die frühere Europameisterschaftszweite Gina Lückenkemper ist bei den Olympischen Spielen in Tokio über 100 Meter nicht an den Start gegangen. Als Ersatz für die verletzten Sprinterinnen Lisa Mayer (Wetzlar) und Lisa Nippgen (Mannheim) war die 24-jährige Berlinerin kurzfristig in das Olympia-Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nachgerückt. DLV-Cheftrainerin Annett Stein hatte einen Doppelstart von Lückenkemper, die wegen einer Muskelverletzung die Tokio-Norm nicht schaffte, zuvor schon eher ausgeschlossen und einen Einsatz in der Sprint-Staffel avisiert.

Der Deutschland-Achter nach dem Zieleinlauf. Eigentlich hatten die Sportler mit Gold gerechnet. (Quelle: dpa/Jan Woitas)Der Deutschland-Achter nach dem Zieleinlauf. Eigentlich hatten die Sportler mit Gold gerechnet. (Quelle: Jan Woitas/dpa)

Deutschland-Achter holt Silber

Der Deutschland-Achter hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die Silbermedaille gewonnen, sein großes Ziel aber verpasst. Mehr lesen Sie hier.

Australische Leichtathleten dürfen Quarantäne verlassen

Nur kurze Zeit nach Bekanntgabe der Isolation dürfen Australiens Leichtathleten ihre Quarantäne wieder verlassen. „Die Mitglieder des australischen Leichtathletik-Teams im Olympischen Dorf von Tokio können wieder regulär ihrem Training nachgehen“, erklärte das Olympische Komitee des Landes am Donnerstag. 

Insgesamt 54 australische Leichtathleten mussten sich zuvor im Hotel in Quarantäne begeben, nachdem Stabhochspringer Kurtis Marschall als Kontaktperson seines zuvor positiv auf das Coronavirus getesteten US-Kollegen Sam Kendricks eingestuft wurde.

Ruderer Zeidler gewinnt B-Finale

Einen Tag nach seinem überraschenden Aus im Halbfinale hat Einer-Ruderer Oliver Zeidler bei den Olympischen Spielen in Tokio das B-Finale gewonnen. Der 25-Jährige setzte sich am Freitag souverän gegen den Italiener Gennaro di Mauro und den Kanadier Trevor Jones durch. Damit beendete der als Goldkandidat in den Wettbewerb gegangene Ingolstädter die Sommerspiele auf Platz sieben.

Stabhochsprung-Star mit positivem Corona-Test – Australier in Quarantäne

Einen Tag vor dem Start der Leichtathletik-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen könnte der Kernsportart ein größerer Corona-Ausbruch drohen. Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks aus den USA wird nach einem positiven Test in Tokio nicht an den Start gehen, zudem wurden mehrere Mitglieder des australischen Teams offenbar als Kontaktpersonen vorerst in Isolation geschickt.

Wie das Olympische und Paralympische Komitee der Vereinigten Staaten USOPC via Twitter mitteilte, befindet sich Kendricks in einem Quarantäne-Hotel. Nach Angaben seines Vaters hat der 28-Jährige keine Symptome. „Sam ist ein unglaublich erfolgreiches Mitglied des Teams USA. Wir werden ihn hier sehr vermissen“, schrieb das USOPC: „Aus Respekt vor seiner Privatsphäre können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen geben.“

Die betroffenen australischen Leichtathleten verbleiben „als Vorsichtsmaßnahme“ auf ihren Zimmern, das teilte der nationale Verband mit. Anlass sei „die Meldung eines Corona-Falls bei einem Mitglied des US-Teams“, näher gingen die Australier nicht auf Zusammenhänge ein. Die Betroffenen werden nun entsprechend den Vorgaben getestet.

Oliver Zeidler: Der Einer-Ruderer muss den Traum von Olympia-Gold begraben. (Quelle: dpa/Jan Woitas/dpa-Zentralbild)Oliver Zeidler: Der Einer-Ruderer muss den Traum von Olympia-Gold begraben. (Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa)

Gold-Favorit Zeidler verpasst Einer-Finale

Ruder-Weltmeister Oliver Zeidler (Ingolstadt) hat völlig überraschend das Finale bei den Olympischen Spielen verpasst. Der Einer-Dominator kam im Halbfinale am Donnerstag nur auf den vierten Platz und muss seinen Traum von einer olympischen Medaille in Tokio damit begraben.

Der 25 Jahre alte Ausnahmeathlet hatte in seinem Halbfinale lange auf dem zweiten Platz gelegen, ehe er auf den letzten 500 m noch auf Rang vier zurückfiel. Nur die besten drei Ruderer der zwei Läufe qualifizierten sich für das Medaillenrennen am Freitag. Der Ex-Schwimmer Zeidler war erst 2016 zum Rudern gewechselt und galt neben dem Deutschland-Achter als größte Goldhoffnung des Deutschen Ruderverbandes (DRV).

Australisches Leichtathletik-Team im Lockdown

Schock für die australischen Leichtathletinnen und Leichtathleten: Nachdem ein Teammitglied in Kontakt mit einer mit dem Corona-Virus infizierten Person gekommen ist, geht die gesamte Mannschaft in den Lockdown. Das berichtete die Plattform „7Olympics“ und der TV-Sender „9News Australia“.  

Trapschütze Löw scheitert

Trapschütze Andreas Löw hat das olympische Finale verpasst. Der 39 Jahre alte Sportsoldat aus Ansbach, der in Rio 2016 Sechster im Doppeltrap wurde, kam am Donnerstag in Tokio nach zweitägiger Qualifikation auf der Asaka Shooting Range auf Rang 14. Der Weltcup-Zweite aus dem Vorjahr in Nikosia leistete sich nach nur zwei Fehlern am Vortag erneut zwei Fehlschüsse. Das reichte mit insgesamt 121 Scheiben im hochkarätigen Feld nicht für das Finale der besten Sechs.

Schwimmen: Heintz scheitert im Halbfinale

Medaillenkandidat Philip Heintz hat in Tokio den Endlauf über 200 m Lagen verpasst. Der WM-Vierte kam im Halbfinale in 1:58,13 Minuten nur auf den 13. Platz. Zu Rang acht und der Finalqualifikation fehlte dem 30-Jährigen aus Heidelberg, der sich vorher selbst „definitiv“ zum Kreis der Medaillenanwärter gezählt hatte, eine halbe Sekunde.

US-Schwimmstar Dressel holt zweites Gold

In seinem zweiten Finale bei den Spielen hat der neue US-Schwimmstar Caeleb Dressel seine zweite Goldmedaille gewonnen. Der 13-malige Weltmeister triumphierte drei Tage nach dem Erfolg in der 4×100-m-Freistilstaffel auch auf der Einzelstrecke. In 47,02 Sekunden ließ der 24-Jährige aus Florida den Australier Kyle Chalmers nur um sechs Hundertstel hinter sich. Zum Weltrekord des Brasilianers Cesar Cielo fehlten elf Hundertstel.

Enttäuscht: Das deutsche Säbelfechtteam um Richard Hübers (r.) und Max Hartung verlor das Duell um Platz drei gegen Ungarn. (Quelle: Reuters/Maxim Shemetov)Enttäuscht: Das deutsche Säbelfechtteam um Richard Hübers (r.) und Max Hartung verlor das Duell um Platz drei gegen Ungarn. (Quelle: Maxim Shemetov/Reuters)

Trotz Aufholjagd: Hartung und Co. verpassen Säbel-Bronze

Die zweiten Olympischen Spiele ohne Medaille für die deutschen Fechter nacheinander werden immer wahrscheinlicher. In einem kräfteraubenden Teamwettkampf verloren die Säbel-Herren um Vierfach-Europameister Hartung das kleine Finale um Bronze mit 40:45 gegen Ungarn. Der scheidende Athletensprecher Hartung beendet seine Karriere damit ohne olympisches Edelmetall.

Deutsche Hockey-Damen im Viertelfinale

Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel haben die deutschen Hockey-Damen vorzeitig das Viertelfinale bei den Olympischen Spielen Tokio erreicht. Die Mannschaft von Trainer Xavier Reckinger siegte am Mittwoch gegen Irland 4:2 (2:0) und weist damit wie Weltmeister Niederlande in Gruppe A neun Punkte auf. Am Freitag (ab 2.30 Uhr im Liveticker von t-online) trifft die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) noch auf Schlusslicht Südafrika, ehe es zum Top-Duell mit dem Oranje-Team am Samstag (11.30 Uhr im Liveticker von t-online) kommt. Die Viertelfinal-Partien beginnen am Montag.

Djokovic ohne Probleme weiter

Gold-Favorit Novak Djokovic ist ohne Probleme ins Viertelfinale des olympischen Tennisturniers eingezogen. Der 34 Jahre alte Serbe, der in diesem Jahr die Szene beinahe nach Belieben dominiert, ließ dem Spanier David Fokina Davidovich beim 6:3, 6:1 keine Chance. In der nächsten Runde trifft Djokovic am Donnerstag auf den Japaner Kei Nishikori, im Halbfinale könnte Alexander Zverev (Hamburg) warten.

Kann der USA im Mannschafts-Finale nicht mehr helfen: Simone Biles. (Quelle: imago images/ZUMA Wire)Kann der USA im Mannschafts-Finale nicht mehr helfen: Simone Biles. (Quelle: ZUMA Wire/imago images)

Turn-Superstar Biles steigt bei Mannschaftsfinale aus

Turn-Superstar Simone Biles ist bei den Olympischen Spielen in Tokio aus „einem medizinischen Grund“ im Mannschaftsfinale frühzeitig ausgestiegen. Die viermalige Olympiasiegerin aus den USA brach ihre Teilnahme am Dienstag nach dem ersten Gerät ab. Für ihren Sprung hatte die 24-Jährige zuvor die für sie ungewohnt niedrige Wertung von 13,766 Punkten bekommen.

Deutsche Hockey-Damen auf Kurs: Sieg gegen Indien

Die deutschen Hockey-Damen bleiben bei den Olympischen Spielen auf Erfolgskurs. Das DHB-Team gewann am Montag in Tokio beim ungefährdeten 2:0 (1:0) gegen Indien auch sein zweites Vorrundenspiel und weist in der Gruppe A mit 4:0 Punkten wie Weltmeister Niederlande noch eine makellose Bilanz auf. Nike Lorenz (12. Minute) und Anne Schröder (35.) erzielten die Tore für den Olympia-Dritten von 2016, der nur bei einem Siebenmeter für Indien kurz nach dem Wechsel in Gefahr geriet. Torfrau Julia Sonntag (32.) parierte aber den Schuss von Gurjit Kaur. Nächster deutscher Gegner ist am Mittwoch Irland.

US-Basketballer verlieren erstmals seit 17 Jahren bei Olympia

Der große Gold-Favorit USA hat die erste Niederlage beim olympischen Basketballturnier seit 2004 kassiert. Im Top-Spiel der Vorrundengruppe A unterlag die Mannschaft von Trainer Gregg Popovich am Sonntag in Saitama Frankreich mit 76:83 (37:45). Damit konnten sich die schwachen Amerikaner zum Auftakt in Japan nicht für das bittere Viertelfinal-Aus bei der WM 2019 gegen die Franzosen revanchieren.

Zudem unterlagen die US-Amerikaner erstmals seit dem verlorenen Halbfinale 2004 in Athen gegen Argentinien wieder bei Olympia. Beste US-Werfer waren Jrue Holiday (18 Punkte) und Bam Adebayo (12). Evan Fournier führte Frankreich mit 28 Punkten zum verdienten Erfolg.

Taifun nimmt Kurs auf Tokio – Behörde warnt

Für die Olympioniken in Japan könnte es zu Wochenbeginn ungemütlich werden. Der Taifun „Nepartak“ bewegte sich am Sonntag über dem Pazifik mit Windgeschwindigkeiten nahe seines Zentrums von gut 100 Kilometern in der Stunde weiter Richtung der japanischen Hauptinsel Honshu. Wie die nationale Wetterbehörde bekanntgab, dürfte sich der Wirbelsturm – der achte der Saison – gegen Dienstag dem Osten und Nordosten des Inselreiches nähern und droht, im Gebiet um die Olympia-Stadt Tokio auf Land zu treffen. Die Behörde warnte vor heftigen Regenfällen, stürmischen Winden und hohem Wellengang.

Das Organisationskomitee der Spiele stellt sich nach eigenen Angaben auf den Taifun ein. So sind bereits die ursprünglich für Montag geplanten Ruderrennen verlegt worden. Es sei nichts Ungewöhnliches, dass es aufgrund von Wetterbedingungen zu Änderungen im Ablaufplan komme, das habe es auch bei früheren Olympischen Spielen gegeben, sagte ein Sprecher. Der Vorteil bei Taifunen sei, dass anders als bei Erdbeben der Verlauf eines Wirbelsturms eingeschätzt werden könne.

Ausläufer des Taifuns könnten die Kanto-Koshin-Region, wo auch Tokio liegt, schon zu Wochenbeginn mit starkem Regen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 126 Kilometern in der Stunde überziehen. Dies könnte auch zu Behinderungen des Verkehrs führen.

Basketballer verlieren zum Auftakt gegen Italien

Enttäuschung nach Traumstart: Die deutschen Basketballer haben bei der Rückkehr auf die Olympia-Bühne eine große Chance liegen lassen und ihr Auftaktspiel verloren. 13 Jahre nach dem bislang letzten Auftritt bei Sommerspielen unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Henrik Rödl Italien zum Vorrundenstart in Saitama trotz einer über weite Strecken starken Leistung 82:92 (46:43). Damit wird es in der Gruppe B auf dem Weg Richtung Viertelfinale schwierig.

Will die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) als eines der zwei besten Teams aus der Staffel sicher in die Runde der letzten Acht einziehen, sind am Mittwoch (03.00 Uhr MESZ) gegen Nigeria und am Samstag gegen Australien (10.20) Siege Pflicht. Allerdings kommen auch zwei Dritte aus den drei Gruppen weiter.

Bogenschießen: Deutsches Frauen-Team im Halbfinale

Die deutschen Bogenschützinnen kämpfen bei den Olympischen Spielen in Tokio im Team-Wettbewerb um eine Medaille. Michelle Kroppen (Jena), Charline Schwarz (Feucht) und Lisa Unruh (Berlin) besiegten am Sonntag im Yumenoshima Park im Viertelfinale die favorisierten Mexikanerinnen mit 6:2 (52:48, 51:48, 49:54, 55:49).

Lisa Unruh: Die Bogenschützin hofft mit dem deutschen Tam auf eine Medaille. (Quelle: imago images/Sven Simon)Lisa Unruh: Die Bogenschützin hofft mit dem deutschen Tam auf eine Medaille. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Im Halbfinale trifft das Trio um Unruh, die 2016 in Rio mit Silber die erste deutsche Olympia-Medaille in dieser Sportart überhaupt geholt hatte, am Nachmittag (Ortszeit) auf die russischen Bogenschützinnen, die mit 6:0 gegen die USA gewannen. Zu Beginn des Wettbewerbs mit dem olympischen Recurvebogen hatte sich das deutsche Team im Achtelfinale mit 6:2 (55:54, 47:54 52:49, 55:50) gegen Taiwan durchgesetzt.

Tennis-Star Osaka feiert erfolgreiches Comeback

Zwei Tage nach dem Entzünden der olympischen Flamme hat Tennis-Star Naomi Osaka den ersten Schritt für den erhofften Gewinn der Goldmedaille in Tokio geschafft. In ihrem verlegten Erstrundenmatch bei den Sommerspielen in ihrem Heimatland besiegte die 23 Jahre alte Japanerin die Chinesin Zheng Saisai mit 6:1, 6:4 und gab damit ein erfolgreiches Tennis-Comeback.

Olympia-Protest: Japaner wirft Flugblätter aus Zug

Aus Protest gegen die Spiele hat ein Japaner aus einem Zug Flugblätter geworfen. Er wurde in seiner Heimatstadt Nagoya wegen des Vorwurfs der Störung von geschäftlichen Aktivitäten am Vortag festgenommen, wie die Polizei am Sonntag bekanntgab. Teile der japanischen Bevölkerung sind dagegen, dass die Spiele inmitten der andauernden Corona-Pandemie in ihrem Land stattfinden. In Umfragen hatte sich immer wieder eine Mehrheit für eine erneute Verschiebung oder Absage der Spiele ausgesprochen.

Ashleigh Barty: DIe Australierin schied in Tokio in Runde eins aus. (Quelle: Reuters/REUTERS/Edgar Su)Ashleigh Barty: DIe Australierin schied in Tokio in Runde eins aus. (Quelle: REUTERS/Edgar Su/Reuters)

Überraschung beim Tennis: Top-Favoritin scheidet direkt aus

Mit dem Aus für Wimbledonsiegerin Ashleigh Barty hat es beim olympischen Tennisturnier gleich am zweiten Wettkampftag die erste große Überraschung gegeben. Die australische Weltranglisten-Erste verlor bei ihrer Olympia-Premiere am Sonntag gegen die Spanierin Sara Sorribes Tormo in zwei Sätzen mit 4:6, 3:6. Sorribes Tormo ist die Nummer 48 der Welt. Neben der japanischen Weltranglisten-Zweiten Naomi Osaka, die ebenfalls am Sonntag ins Turnier startet, galt Barty als Topfavoritin auf die Goldmedaille.

Zeidler dominiert erneut und rudert ins Halbfinale

Ruder-Weltmeister Oliver Zeidler hat auf dem Weg zur erhofften Medaille den nächsten souveränen Sieg eingefahren. Der Einer-Dominator gewann auch sein Viertelfinale ohne Probleme und qualifizierte sich für das Halbfinale am Mittwoch. „Ich habe das heute ganz gut gelöst. Jetzt kommt es aufs Halbfinale an, danach kann man Schlüsse ziehen“, sagte Zeidler: „Bei den wechselnden Bedingungen möchte ich schon auf die beste Bahn gesetzt werden. Deshalb versuche ich, hier jedes Rennen zu gewinnen.“

Judoka Seidl scheitert zum Auftakt

Judoka Sebastian Seidl ist bei seinen zweiten Spielen erneut an seinem Auftaktgegner gescheitert. Der 30-Jährige aus Abensberg unterlag am Sonntag in der Klasse bis 66 kg dem WM-Dritten Jakub Schamilow (ROC). Auch bei seiner Olympia-Premiere in Rio war der frühere EM-Dritte in der ersten Runde ausgeschieden.

Im ersten Spiel des olympischen Turniers schlugen die deutschen Hockey-Frauen das britische Team klar. (Quelle: Reuters/Bernadett Szabo)Im ersten Spiel des olympischen Turniers schlugen die deutschen Hockey-Frauen das britische Team klar. (Quelle: Bernadett Szabo/Reuters)

Hockey: Frauen schlagen Olympiasieger

Den deutschen Hockey-Frauen ist mit einem Sieg über Olympiasieger Großbritannien ein ausgezeichneter Start in ihre Medaillen-Mission in Tokio gelungen. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger zeigte nach anfänglichen Schwierigkeiten Moral und setzte sich im Spitzenspiel gegen die Britinnen nach einer Energieleistung mit 2:1 (1:1) durch. Bei den Sommerspielen in Rio vor fünf Jahren hatten das Team Bronze gewonnen.

Im Oi Hockey Stadium ging Großbritannien bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von mehr als 31 Grad Celsius in der Vormittags-Session verdient durch Sarah Jones (13.) per Strafecke in Führung. Dieser war allerdings eine Fehlentscheidung des Schiedsrichterteams vorangegangen.

Viktoria Huse (24.) mit einem glücklichen Siebenmeter gegen Star-Torhüterin Maddie Hinch sowie Charlotte Stapenhorst (33.) drehten das Spiel.

Kapitänin Nike Lorenz lief mit einer Regenbogenbinde auf ihrem linken Stutzen auf, beide Mannschaften knieten sich zudem vor Spielbeginn hin. Im Vorfeld hatte Lorenz mit ihrem Einsatz für sexuelle Diversität für weltweites Aufsehen gesorgt, nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) erst mit Verzögerung eine Ausnahmegenehmigung der Regel 50.2 der Olympischen Charte ausgesprochen hatte.

Nächster Gegner für die DHB-Auswahl ist am Montag (14.15 Uhr) Indien. Bereits am Samstag war Turnierfavorit Niederlande ein 5:1-Auftaktsieg gegen Indien gelungen. Im dritten Duell der Gruppe A gewann Irland beim Olympia-Debüt mit 2:0 gegen Südafrika. Die jeweils besten vier Teams der beiden Vorrundengruppen schaffen den Sprung ins Viertelfinale.

Zwei weitere Athleten positiv getestet

Die Olympia-Organisatoren von Tokio haben zwei weitere Corona-Fälle bei Athleten bestätigt. Insgesamt vermeldeten die Macher der Sommerspiele am Sonntag zehn Neuinfektionen im Umfeld der Sommerspiele. Damit stieg die Zahl der positiven Tests bei den Spielen seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf 132. Einer der betroffenen Athleten ist der Mitteilung zufolge ein niederländischer Ruderer. Das Oranje-Team hatte bereits am Samstag den Corona-Fall des 21 Jahre alten Finn Florijn bestätigt. Im deutschen Team hatte es am Eröffnungstag durch Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.

Fechterin im Achtelfinale

Florettfechterin Leonie Ebert ist bei den Olympischen Spielen in Tokio ins Achtelfinale eingezogen. Die 21-Jährige gewann ihr spannendes Auftaktduell mit der Amerikanerin Jacqueline Dubrovich am Sonntag nach einem Kraftakt mit 15:14. Ebert geriet bei ihrer Olympia-Premiere in der Makuhari Messe-Halle zunächst in Rückstand, kämpfte sich aber zurück und lag zwischenzeitlich schon mit 14:11 in Führung. Sie musste allerdings nochmal zittern, setzte dann aber doch den entscheidenden Treffer.

Ebert ist die einzige deutsche Starterin am zweiten Wettkampftag der Fechter in Tokio. Die Säbel-Herren um Max Hartung waren am Samstag früh ausgeschieden. Am Montag gehen die Florett-Herren Benjamin Kleibrink, Peter Joppich und André Sanita auf die Planche.

Surfen: Glatzer nur Dritter

Surfer Leon Glatzer hat den direkten Einzug in die dritte Runde bei den Olympischen Spielen ganz knapp verpasst. Der 24-Jährige belegte bei der Olympia-Premiere seines Sports am Sonntag in der ersten Runde den dritten Platz und lag dabei mit 10,00 Punkten nur die Winzigkeit von 0,10 Zählern hinter dem zweitplatzierten Michel Bourez aus Frankreich. Erster wurde der brasilianische Surf-Superstar Gabriel Medina, der für seine besten Wellen 12,23 Punkte erhielt.

Während Medina und Bourez direkt weiterkamen, hat Glatzer in der zweiten Runde, einer Art Hoffnungslauf, noch die Chance, die nächste Runde in Japan zu erreichen. Glatzer hat deutsche Eltern, ist auf Hawaii geboren und in Costa Rica aufgewachsen.

Doppelvierer rudert hinterher

Der deutsche Doppelvierer der Männer hat bei den Olympischen Spielen in Tokio das Finale deutlich verpasst. Nach dem enttäuschenden Vorlauf landete die Crew um den zweimaligen Olympiasieger Karl Schulze im Hoffnungslauf mit rund sieben Sekunden Rückstand auf Sieger Großbritannien nur auf dem fünften Platz.

Bei den vergangenen beiden Sommerspielen hatte der Doppelvierer mit Schulze jeweils Gold gewonnen. Auch Crewmitglied Hans Gruhne war beim Olympiasieg von Rio 2016 bereits dabei.

Bogenschießen: Deutschland eine Runde weiter

Bei den Vorentscheiden im Bogenschießen hat sich die deutsche Mannschaft klar mit 6: 2 gegen Chinesisch Taipeh durchgesetzt. Für Deutschland starteten Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Lisa Unruh. Sie haben damit das Viertelfinale erreicht.

Schützinnen sind raus

Die Luftpistolenschützinnen Carina Wimmer aus Landau und Monika Karsch aus Regensburg haben das Finale deutlich verpasst. Das bayerische Duo kam am Sonntag in der Qualifikation auf der Asaka Shooting Range mit 571 und 568 Ringen nur auf den Plätzen 20 und 29. Olympia-Debütantin Wimmer, die bei der Europameisterschaft im kroatischen Osijek überraschend die Goldmedaille in dieser Disziplin gewann, fand mit Serien von 95, 94 und 93 nur schwer in den Wettkampf.

Ihre Steigerung am Ende reichte jedoch nicht mehr für den Sprung ins Finale der besten Acht. Karsch, Olympia-Zweite von Rio mit der Sportpistole, startete mit einer 98er Runde vielversprechend, leistete sich dann aber bei Serien von 95 und 91 Ringen zu viele Patzer.

Schwimm-Überraschung über 400 Meter

Als schnellster Deutscher nach Weltrekordler Paul Biedermann hat Henning Mühlleitner zum Auftakt der Schwimm-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen für einen Paukenschlag über 400 m Freistil gesorgt. Der EM-Dritte von 2018 verbesserte in 3:43,67 Minuten seine eigene Bestzeit um fast zwei Sekunden und ließ als Vorlaufbester alle Favoriten um den Australier Elijah Winnington hinter sich.

Der 24-Jährige aus Neckarsulm, der erst nach dem Verzicht des Doppel-Weltmeisters Florian Wellbrock ins Starterfeld für Tokio gerutscht war, schwimmt damit im Finale am Sonntag (3.52 Uhr MESZ) völlig überraschend um eine Medaille. Mühlleitner sprang in der Jahres-Weltbestenliste auf Platz drei.

Olympia: Alexander Zverev (re.) und Jan-Lennard Struff erreichten die 2. Runde im Doppel.  (Quelle: dpa/Marijan Murat)Olympia: Alexander Zverev (re.) und Jan-Lennard Struff erreichten die 2. Runde im Doppel. (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Duo Zverev/Struff erreicht Olympia-Achtelfinale

Alexander Zverev ist im Doppel-Wettbewerb ein erfolgreicher Start bei den Olympischen Spielen in Tokio gelungen. Der beste deutsche Tennisspieler gewann am Samstag mit Jan-Lennard Struff etwas überraschend gegen die an fünf gesetzte polnische Paarung Hubert Hurcacz und Lukasz Kubot 6:2, 7:6 (7:5). Nächste Gegner des deutschen Duos sind entweder die Kasachen Alexander Bublik/Andrej Golubew oder die Franzosen Jeremy Chardy/Gael Monfils.

Damit haben beide deutschen Herren-Doppel bei den Sommerspielen in der japanischen Hauptstadt den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Kevin Krawietz und Tim Pütz hatten zuvor die Argentinier Facundo Bagnis und Diego Schwartzman mit 6:2, 6:1 abgefertigt.

Lagenschwimmer Heidtmann verpasst Finale

Als erster Starter der deutschen Schwimmer in Tokio hat Jacob Heidtmann das Finale über 400 Meter Lagen verpasst. Der 26-Jährige schlug am Samstag im Tokyo Aquatics Centre nach 4:12,09 Minuten, und damit nur eine Hundertstelsekunde über seinem deutschen Rekord an. Insgesamt bedeutete das Rang zwölf, knapp zwei Sekunden fehlten für den Finaleinzug.

Algerier verweigert Judo-Auftakt gegen Israeli

Der algerische Judoka Fethi Nourine hat bei den Spielen seinen Auftakt-Kampf gegen einen Israeli verweigert und auf eine Teilnahme verzichtet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Deutsche Beachvolleyballerinnen verpatzen Auftakt

Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig und ihre Partnerin Margareta Kozuch sind mit einer knappen Niederlage in das olympische Turnier in Tokio gestartet. Gegen die WM-Vierten Tanja Hüberli und Nina Betschart gab es am Samstag ein umkämpftes 1:2 (25:23, 20:22, 14:16). Weil das tschechische Duo wegen des positiven Corona-Tests bei Marketa Slukova nicht teilnehmen kann, ist die Ausgangslage für Ludwig/Kozuch vor dem zweiten Gruppenspiel gegen die Japanerinnen Megumi Murakami/Miki Ishii am Montag weiterhin nicht schlecht. Die beiden besten Gruppendritten ziehen direkt ins Achtelfinale ein, die vier anderen spielen zwei weitere Plätze untereinander aus.

Sportschütze Reitz verpasst Medaille knapp

Sportschütze Christian Reitz (Regensburg) hat die erste deutsche Medaille bei den Spielen knapp verfehlt. In seiner Nebendisziplin Luftpistole belegte der Schnellfeuer-Olympiasieger von Rio am Samstag mit 176,6 Ringen den fünften Platz. Der 34-jährige Reitz war als Dritter der Qualifikation (584 Ringe) ins Finale der besten Acht eingezogen.

Säbelfechter Hartung scheidet im Achtelfinale aus

Überraschend früh ist der deutsche Säbelfechter Max Hartung aus dem Olympia-Turnier ausgeschieden. Gegen den Iraner Ali Pakdaman verlor der 31-Jährige deutlich mit 9:15. Für Hartung war es wohl der letzte Auftritt auf großer Bühne. Er hat bereits vor den Spielen angekündigt, seine Karriere beenden zu wollen.

Olympiasieger Reitz steht wieder im Finale

Schnellfeuer-Olympiasieger Christian Reitz hat das olympische Finale mit der Luftpistole über die Zehn-Meter-Distanz erreicht. Der 34-jährige Polizeioberkommissar aus Regensburg, der für den SV Kriftel an den Start geht, überzeugte am Samstag auf der Asaka Shooting Range in seiner Zweitdisziplin mit 584 Ringen in der Qualifikation. Damit erreichte er als Dritter das Finale der besten Acht. Für den gebürtigen Sachsen aus Löbau, der in seiner Spezialdisziplin Schnellfeuerpistole Goldanwärter ist, wäre es der erste große Erfolg mit der Luftpistole auf olympische Bühne. Zuletzt holte er bei den Europaspielen 2019 in Minsk mit seiner Ehefrau Sandra im Luftpistolen-Mixed-Team die Bronzemedaille.

Positiv getesteter Geschke ist symptomfrei

Der deutsche Rad-Rennfahrer Simon Geschke hat sich mit dem Corona-Virus infiziert und kann nicht am heutigen Radrennen teilnehmen. Trotz zweifacher Impfung ist der 35-Jährige erkrankt. Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport beim Deutschen Olympischen Sportbund, äußerte sich auf einer Pressekonferenz zu Geschkes Gesundheitszustand. „Wir haben ihn, nachdem er am späten Abend symptomfrei auf PCR positiv getestet wurde, nach Tokio in ein Quarantänehotel gebracht. Er ist symptomfrei und in einem Quarantänehotel im Olympischen Dorf und wird da zehn Tage mindestens bleiben.“

Deutsche Judoka in Auftaktrunde ausgeschieden

Die Judoka Katharina Menz und Moritz Plafky sind bei den Spielen jeweils an ihren Auftaktgegnern gescheitert. Die 30-jährige Menz aus Backnang unterlag am Samstag in der Klasse bis 48 kg der Chilenin Mary Dee Vargas Ley. Der 25 Jahre alte Plafky (Hennef/60 kg) hatte gegen den Europameister Jorre Verstraeten aus Belgien das Nachsehen.

Jüngste Athletin der Geschichte scheidet früh aus

Ganze 24 Minuten dauerte ihr olympisches Abenteuer – und doch schrieb Hend Zaza Geschichte: So jung wie die Tischtennisspielerin aus Syrien trat lange keine Athletin und kein Athlet bei Sommer- oder Winterspielen an. Die Zwölfjährige aus dem Bürgerkriegsgebiet hatte sich das Olympiaticket Anfang 2020 mit einem Sieg beim westasiatischen Qualifikationsturnier gesichert. In Tokio unterlag sie in der ersten Runde der 27 Jahre älteren Liu Jia aus Österreich 0:4.

Erste olympische Goldmedaille vergeben

Die chinesische Sportschützin Yang Qian hat die erste Goldmedaille der Spiele gewonnen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Deutsches Tennis-Duo mit klarem Auftaktsieg

Der zweimalige French-Open-Sieger Kevin Krawietz ist gemeinsam mit Tim Pütz erfolgreich in den Doppel-Wettbewerb des olympischen Tennis-Turniers in Tokio gestartet. Das Duo aus Coburg und Frankfurt am Main gewann am Samstag gegen die Argentinier Facundo Bagnis und Diego Schwartzman mit 6:2, 6:1 und benötigte für den Zweitrunden-Einzug nur eine Stunde. Einen Tag nach ihrem Besuch der Eröffnungsfeier hinterließ das deutsche Duo einen starken Eindruck.

Deutschland-Achter erreicht Finale

Der Deutschland-Achter ist bei den Ruder-Wettbewerben dank eines starken Schlussspurts direkt ins Finale eingezogen. Das Paradeboot des Deutschen Ruder-Verbandes zog am Samstag auf den letzten Metern des Vorlaufs auf dem Sea Forest Waterway noch an den lange führenden US-Ruderern vorbei und sicherte sich Platz eins. Der Achter ist neben Einer-Fahrer Oliver Zeidler die größte Gold-Hoffnung des DRV in Tokio. Das eigentlich für Sonntag geplante Auftaktrennen des Achters war wegen umfassender Änderungen am Wettkampfkalender um einen Tag vorgezogen worden. Grund für die Verschiebungen war eine Unwetterwarnung für die nächsten Tage.

Urteil: Weitspringer mit Prothese darf nicht zu Olympia

Prothesen-Weitspringer Markus Rehm darf nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Dies hat der Internationale Sportgerichtshof (Cas) am Freitag in Lausanne entschieden, wie Rehms Berateragentur mitteilte. Damit scheiterte der 32 Jahre alte dreifache Paralympics-Gewinner mit seinem Versuch, bei den Sommerspielen der Nichtbehinderten zu starten.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hatte Rehm dem Deutschen Olympischen Sportbund zur Nominierung für die Teilnahme an den Spielen in gesonderter Wertung vorgeschlagen. Der DOSB meldete Rehm dem Internationalen Olympischen Komitee als Mitglied der deutschen Olympia­Mannschaft, das IOC reichte den Fall dann weiter an den Leichtathletik-Weltverband, doch World Athletics erklärte Rehm für nicht startberechtigt und berief sich dabei auf Regel 6.3.4, laut der die Prothese ein mechanisches Hilfsmittel ist.

Weitspringer Rehm: Der Athlet mit Prothese darf nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen. (Quelle: imago images)Weitspringer Rehm: Der Athlet mit Prothese darf nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen. (Quelle: imago images)

Jetzt bereits 123 Corona-Fälle

Bei den Olympischen Spielen in Tokio haben die Organisatoren 17 weitere Corona-Fälle vermeldet. Damit stieg die Zahl der positiven Tests seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf insgesamt 123. Wie das Organisationskomitee in dem am Samstag veröffentlichten Tagesbericht bekanntgab, gehört zu den Betroffenen eine Athletin oder ein Athlet, die oder der nicht aus Japan kommt. Tags zuvor hatte die deutsche Olympiamannschaft ihren ersten Corona-Fall bekanntgegeben. Der Radsportler Simon Geschke war positiv auf das Virus getestet worden.

Wegen Sturmwarnung: Wettkämpfe werden verschoben

Aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse werden unter anderem der Vorlauf des Deutschland-Achters und das Viertelfinale von Ruder-Weltmeister Oliver Zeidler bei den Olympischen Spielen in Tokio vorgezogen. Der Weltverband FISA nahm kurzfristig Änderungen am Rennplan vor, am Montag finden demnach keine Läufe statt. Zudem werden die Achter-Vorläufe der Männer und Frauen von Sonntag auf Samstag verlegt.

Wie die FISA mitteilte, werde mit „starkem Wind und starken Böen, die wahrscheinlich für ungleiche Rennbedingungen“ sorgen, gerechnet. Der Vorlauf des deutschen Achters findet nun am Samstagmorgen (5.00 Uhr MESZ) statt. Zeidlers Viertelfinale war ursprünglich für Montag angesetzt, nach der Änderung ist er bereits am Sonntag wieder gefordert.

„Wir müssen es hinnehmen, wie es ist, und dürfen nicht lange darüber nachdenken. Vielmehr gilt es, dass wir uns auf das Rennen einstellen und das Beste daraus machen“, sagte Achter-Bundestrainer Uwe Bender, der das Training am Freitagnachmittag verkürzte. Nach der Bekanntgabe sei „reagiert und die direkte Wettkampfvorbereitung“ vorgezogen worden.

Wegen ungünstiger Wetterverhältnisse wird sein Viertelfinale in Tokio vorgezogen: Der deutsche Ruderer Oliver Zeidler. (Quelle: imago images/Sven Simon)Wegen ungünstiger Wetterverhältnisse wird sein Viertelfinale in Tokio vorgezogen: Der deutsche Ruderer Oliver Zeidler. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Bundespräsident wünscht Athleten viel Erfolg

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier drückt den deutschen Sportlerinnen und Sportlern die Daumen für Olympia. Er wünsche ihnen „viel Erfolg bei den Olympischen Spielen in Tokio“, sagte Steinmeier in einer Videoschalte mit deutschen Teilnehmenden der Spiele, an der er als Überraschungsgast teilnahm, wie das Bundespräsidialamt am Freitag mitteilte. Zudem habe der Bundespräsident ein Schreiben an die gesamte deutsche Olympia-Mannschaft verfasst.

In dem Videogespräch erkundigte sich Steinmeier den Angaben zufolge unter anderem zu den Trainingsbedingungen in der Pandemie, den Medaillenaussichten und den fehlenden Begegnungen mit Sportlern anderer Nationen in Tokio. Er und seine Frau würden auf optimale Ergebnisse hoffen, fügte er hinzu.

In Steinmeiers Schreiben hieß es zudem, er hoffe, die Athletinnen und Athleten sowie ihre Betreuerinnen und Betreuer hätten sich vor Ort gut eingerichtet. „Uns allen wünschen wir faire, spannende und sichere Olympische Sommerspiele. Machen Sie das Beste aus den Umständen und bleiben Sie alle gesund.“

Anfang nächster Woche: Taifun in Tokio erwartet

Die Athleten bei den Olympischen Spielen müssen sich möglicherweise auf stürmische Zeiten einstellen. Eine subtropische Tiefdruckzone über dem Pazifik dürfte sich zu einem Taifun zusammenbrauen und Kurs auf die japanische Hauptinsel nehmen, wie die japanische Wetterexpertin Ai Hasebe am Freitag auf Twitter mitteilte. Demnach könnte sich der erwartete Taifun zu Beginn nächster Woche auf die Region Kanto um die Olympia-Stadt Tokio auswirken. Vorsicht scheine angeraten zu sein, sagte Hasebe von der Tokyo Zokei University.

Zum Start der Spiele: Neuer Höchstwert bei Corona-Fällen

Am Tag der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio haben die Organisatoren 19 weitere Corona-Fälle veröffentlicht. Das ist der bisherige Höchstwert seit Beginn der Erfassung der Tests am 1. Juli. Damit stieg die Zahl der positiven Tests auf insgesamt 106.

Wie das Organisationskomitee in dem am Freitag veröffentlichten Tagesbericht bekanntgab, gehören zu den Betroffenen drei Athletinnen oder Athleten, die nicht aus Japan kommen. Namen oder Herkunftsländer werden vom Organisationskomitee nicht genannt.

Einen Tag nach Rückzug: Guinea nun doch in Tokio dabei

Rolle rückwärts: Guinea will mit seinen fünf Athleten nun doch an den Olympischen Spiele in Tokio teilnehmen. Nur einen Tag nach dem vermeintlichen Rückzug von den Wettbewerben aufgrund der Corona-Risiken teilte Sportminister Sanoussy Bantama Sow dies am Donnerstag mit.

„Die Regierung hat Garantien von den Gesundheitsbehörden erhalten und gibt nun ihre Zustimmung für die Teilnahme der Sportler“, hieß es in dem Statement. Noch am Mittwoch hatte Sow in einem Brief an das Olympische Komitee Guineas die Absage „aufgrund des Wiederauflebens von COVID-19-Varianten“ und aus Sorge um die Gesundheit der Athleten verkündet.

Ob dies der wahre Grund für die Rückzugspläne war, schien aber unklar. Eine der Regierung nahestehende Quelle berichtete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von finanziellen Problemen des armen westafrikanischen Landes. Auch nationale Medien spekulierten über nicht gezahlte Prämien.

Guinea, das bei elf Olympischen Spielen noch nie eine Medaille gewonnen hat, ist in Tokio damit durch Fatoumata Yarie Camara (Ringen), Mamadou Samba Bah (Judo), Fatoumata Lamarana Toure und Mamadou Tahirou Bah (Schwimmen) sowie Aissata Deen Conte (Leichtathletik) vertreten

Schock für deutsche Kanuten: Totalschaden an Vierer-Boot

Ein Totalschaden an ihrem Viererkajak auf der Reise nach Tokio hat die deutsche K4-Crew um Routinier Ronald Rauhe kurz vor den Olympischen Spielen geschockt. Das Paradeboot des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) wurde beim Verladen in Luxemburg von einem Gabelstapler gerammt und schwer beschädigt, heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Gabelzinken haben den K4 demnach so unglücklich getroffen und demoliert, „dass ein Totalschaden entstanden ist.“ Bereits an diesem Donnerstag soll ein Ersatzboot für Max Rendschmidt, Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke nach Japan auf die Reise gehen.

„Der Trainer und wir waren erst einmal ziemlich aufgelöst. Das Besondere ist, dass es dieses Boot mit dieser Bauweise auf der ganzen Welt nur zweimal gibt“, erklärte Liebscher. „Eins ist jetzt zerstört, das andere haben wir aktuell bei der Vorbereitung in Duisburg genutzt. Dieses Boot muss jetzt schnellstmöglich nach Tokio“, sagte Liebscher. In Tokio verfügt die K4-Crew zwar über ein Ersatzboot, „allerdings nur einen Prototypen“, schilderte Rauhe. Die Kanuten reisen am kommenden Sonntag in die Olympia-Stadt.

Der deutsche K4 gilt über die 500-Meter-Distanz als Topfavorit. In Rio hatten Rendschmidt und Liebscher mit Max Hoff und Marcus Groß 2016 Gold über die damals noch doppelt so lange Strecke geholt.

Siegemund „überrascht“ vom Olympischen Dorf

Tennisspielerin Laura Siegemund hat sich nach der ersten Nacht in Tokio verwundert darüber gezeigt, wie einfach das olympische Dorf aufgebaut ist. „Ich bin überrascht, wie spartanisch es ist. Spartanisch ist es immer. Es ist aber ja fast ein bisschen Rohbau-Atmosphäre. Ich bin überrascht, mit wie wenig Liebe es hergerichtet ist“, sagte die 33-Jährige am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Metzingerin teilt sich ein Apartment mit den weiteren deutschen Tennis-Damen Anna-Lena Friedsam und Mona Barthel.

An den Wänden sehe man beispielsweise Nägel. „Da ist gar keine Tapete“, berichtete Siegemund. „Der Stuhl ist aus einem Guss, so ein Plastikstuhl“, listete die Weltranglisten-61. auf. „Im Dorf ist dann kein Rasenstück, da haben sie einen grünen Outdoor-Teppich hingelegt. Hätte man das grün bepflanzt, sähe es ganz anders aus. Funktional ist es trotzdem“, meinte sie. Fed-Cup-Trainer Rainer Schüttler kommentierte: „Man muss es so nehmen, wie es ist. Wir spielen Olympia, wie geil ist das eigentlich in dieser Zeit.“

Positiv auf Kokain: Olympia-Aus für Springreiter Kermond

Für den australischen Springreiter Jamie Kermond sind die Olympischen Spiele nach einem positiven Kokaintest schon vor der Abreise nach Tokio beendet. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurde Kermond vorübergehend gesperrt.

„Ihm ist es untersagt, an irgendeinem Event unter dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur teilzunehmen, während die Sperre in Kraft ist. Dazu zählen auch die Olympischen Spiele“, teilte der Verband Equestrian Australia mit.

Beim 36 Jahre alten Kermond, der unter anderem für sein Land bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen geritten war, sei am 26. Juni eine Dopingprobe positiv ausgefallen.

Vermisster Gewichtheber gefunden

Der Gewichtheber aus Uganda, der im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio vermisst gemeldet wurde, ist nach vier Tagen gefunden worden. Ein Sprecher der Polizei Osaka bestätigte der französischen Nachrichtenagentur AFP, der 20-jährige Julius Ssekitoleko sei in der Präfektur Mie „ohne Verletzungen und ohne Beteiligung an einem Verbrechen“ ausfindig gemacht worden. „Er trug seinen eigenen Ausweis bei sich und wies sich aus. Es ist nicht sicher, an wen wir den Mann schicken sollen – an das Team oder an die Botschaft“, hieß es weiter.

Alarm wurde am vergangenen Freitag ausgelöst, nachdem Ssekitoleko nicht zu einem Coronavirus-Test erschienen war und sich auch nicht in seinem Hotelzimmer befand. Er hatte kurz zuvor erfahren, dass er aufgrund eines Quotensystems doch nicht an den Sommerspielen teilnehmen darf.

In seinem Zimmer wurde ein Zettel gefunden, auf dem stand, dass seine Habseligkeiten an seine Familie in Uganda geschickt werden sollten, so die Beamten in der Stadt Izumisano in der Präfektur Osaka, wo die Mannschaft trainierte. Es wurde vermutet, dass er sich in Japan eine Arbeit suchen möchte.

Die Delegation aus Uganda war bereits im vergangenen Monat nach Japan gereist, um in Izumisano ein Trainingslager abzuhalten. Nach der Ankunft waren ein Trainer sowie ein weiteres Mitglied der Delegation positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Nächster Tennis-Star sagt für Tokio ab

Auch Wimbledon-Finalist Matteo Berrettini wird nicht am olympischen Tennis-Turnier in Tokio teilnehmen. Wie Italiens Olympia-Komitee CONI am Sonntag mitteilte, musste der 25-Jährige wegen einer Muskelverletzung absagen. Der Weltranglistenachte reiht sich damit in eine lange Liste von prominenten Spielerinnen und Spielern ein, die in Japan nicht am Start sein werden. Unter anderem fehlen Roger Federer (Schweiz), Rafael Nadal (Spanien), Angelique Kerber (Kiel) und Serena Williams (USA).

Berrettini soll sich die Verletzung in Wimbledon zugezogen haben, wo er als erster Italiener ins Einzel-Finale eingezogen war. Dort unterlag er dem Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien).

Südkorea muss umstrittene Banner abhängen

Wegen umstrittener Plakate im olympischen Dorf hat Südkoreas Olympia-Team Ärger bekommen. Das Internationale Olympische Komitee bestätigte am Samstag, die Südkoreaner zum Abhängen der Banner mit Referenzen an einen Krieg mit Japan im 16. Jahrhundert aufgefordert zu haben. „Das Dorf ist ein geschützter Bereich“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach in Tokio. Politische Stellungnahmen seien im Athletendorf nicht erlaubt. Südkoreas Olympisches Komitee bestätigte den Vorfall. Die Banner waren in Japan als provokant empfunden worden.

Zugleich werde in olympischen Arenen Japan keine Fahne mit aufgehender Sonne und 16 Strahlen zeigen dürfen. Dieses Symbol wird in vielen asiatischen Ländern als Zeichen für Japans kriegerische Vergangenheit gesehen und abgelehnt.

Südkorea und Japan sind seit Jahrhunderten Rivalen und waren mehrfach in Kriege verwickelt. Zuletzt waren die Beziehungen wieder stark abgekühlt. Noch offen ist, ob Südkoreas Regierungschef Moon Jae-in zur Eröffnungsfeier nach Tokio reist und sich am Rande mit Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga trifft.

Fans sollen über Lautsprecher simuliert werden

Um den Athletinnen und Athleten bei den Olympischen Spielen trotz der fehlenden Zuschauer eine motivierende Kulisse zu bieten, setzen die Organisatoren in Tokio auf technische Hilfe. Wie Präsident Thomas Bach nach der Sitzung der Exekutive des IOC am Samstag mitteilte, sollen in den Arenen mit einem „umfassenden Soundsystem“ Zuschauerreaktionen von früheren Sommerspielen abgespielt werden.

Die Sportler und Sportlerinnen sollen sich schließlich „wie von Fans umgeben fühlen“, erklärte Bach auf der Pressekonferenz. „Wir wollen nicht, dass sich die Athleten in den Stadien alleine fühlen, sie sollen wissen, dass viele Menschen sie unterstützen“, erklärte Bach.

Dazu gebe es auch eine „Live Cheer Map“, auf der virtueller Applaus aus aller Welt dargestellt werde.

DBB-Team in Tokio ohne NBA-Star Schröder

Die deutschen Basketballer müssen bei Olympia endgültig auf NBA-Star Dennis Schröder verzichten. Der 27 Jahre alte Point Guard, der zuletzt bei den Los Angeles Lakers unter Vertrag stand, wird am Sonntag nicht mit im Flieger nach Tokio sitzen, wie der Deutsche Basketball Bund am Freitag mitteilte. „Grund dafür sind nach wie vor die enormen Versicherungsanforderungen, die nicht erfüllbar sind“, heißt in einer gemeinsamen Mitteilung von Schröders Management und dem Deutschen Basketball Bund.

„Ich wäre unglaublich gerne in Tokio mit dabei gewesen. Es sind die Olympischen Spiele, das ist für einen Sportler so ziemlich das Größte und von einer Teilnahme an Olympia habe ich immer geträumt. Ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass ich bei diesem bedeutungsvollen Turnier nicht zusammen mit dem Team auflaufen und kämpfen kann“, sagte Schröder.

IOC-Chef Bach: Olympia-Absage „war nie wirklich eine Option“

Die Olympia-Macher von Tokio haben laut IOC-Chef Thomas Bach nie eine Absage der Sommerspiele in Erwägung gezogen. „Das war nie wirklich eine Option. Das IOC lässt die Athleten nicht im Stich“, sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees am Mittwoch in einer Videoschalte mit internationalen Medien. Der Verzicht auf die Tokio-Spiele wegen der Corona-Pandemie und das Kassieren der Versicherungssumme wäre „die einfachste Möglichkeit“ gewesen, erklärte Bach.

Stattdessen habe das IOC mehr Geld investiert, um die Spiele ein Jahr später veranstalten zu können. „Wenn wir die Spiele sicher veranstalten können, dann wollen wir sie haben. Dieses Prinzip hat uns bis heute geleitet“, sagte der 67-Jährige.

Bundestrainer Rödl glaubt nicht an Olympia-Teilnahme von Schröder

Basketball-Bundestrainer Henrik Rödl hat nur wenig Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme von Starspieler Dennis Schröder. „Wir gehen davon aus, dass es nicht klappt“, sagte der Coach am Mittwoch bei einem Medientraining in Trier. Schröder hatte wegen ungeklärter Versicherungsfragen bereits beim Qualifikationsturnier in Split/Kroatien gefehlt, bei dem sich die Nationalmannschaft überraschend für die Sommerspiele qualifiziert hatte.

Dennis Schröder: Der NBA-Spieler wird vermutlich nicht bei Olympia dabei sein. (Quelle: imago images)Dennis Schröder: Der NBA-Spieler wird vermutlich nicht bei Olympia dabei sein. (Quelle: imago images)

Hambüchen sieht Medaillenchancen für deutsche Turner

Bei optimalem Wettkampfverlauf kann sich Fabian Hambüchen bei den Olympischen Spielen in Tokio Medaillen für Lukas Dauser (Unterhaching) am Barren und Elisabeth Seitz (Stuttgart) am Stufenbarren vorstellen.

„Dazu muss aber alles passen“, sagte der Reck-Olympiasieger von Rio de Janeiro am Mittwoch. Dass der Hannoveraner Andreas Toba, der im April Vize-Europameister am Reck geworden war, am Königsgerät in seine Fußstapfen tritt, glaubt der Ex-Weltmeister indes nicht: „Bei allem Respekt vor Andi, das Weltniveau ist noch ein bisschen höher.“

Japans Regierung wegen Olympia-Alkoholverbot unter Druck

Das in Tokio während der Olympischen Spiele geltende Alkoholverbot wird für die japanische Regierung zum heißen Eisen. Wenige Tage vor Beginn der Spiele werden ihr autoritäre Versuche zur Durchsetzung des umstrittenen Alkoholverbots vorgeworfen.

Der wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie ohnehin schon unter Druck stehende Ministerpräsident Yoshihide Suga sah sich zu einer öffentlichen Entschuldigung gezwungen. Anlass war eine inzwischen wieder zurückgezogene Aufforderung seiner Regierung an Großhändler, Restaurants und Bars, die sich über das Ausschankverbot hinwegsetzten, keinen Alkohol mehr zu liefern.

Stadion mit dem Schriftzug Tokyo 2020: Die Olympischen Spiele starten mit einem Jahr Verspätung. (Quelle: imago images/AFLOSPORT)Stadion mit dem Schriftzug Tokyo 2020: Die Olympischen Spiele starten mit einem Jahr Verspätung. (Quelle: AFLOSPORT/imago images)

Auch Pläne, Kreditgeber solcher Restaurants und Bars aufzurufen, Druck auf ihre Kunden auszuüben, musste die Regierung nach Kritik zurücknehmen. Vorläufig noch bis zum 22. August dürfen Restaurants und Bars keinen Alkohol ausschenken und müssen bereits um 20.00 Uhr schließen. Angesichts der nur langsam laufenden Auszahlung von „Kooperationsgeldern“ an Firmen, die sich an die Auflagen halten, haben sich einige Betriebe über das Alkoholverbot hinweggesetzt.

Zahl der Neuinfektionen in Olympia-Stadt Tokio steigt auf über 1.000

Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio ist die Zahl der Neuinfektionen wieder auf mehr als 1.000 Fälle gestiegen. Am Mittwoch registrierte die Hauptstadt 1.149 Neuinfektionen binnen eines Tages, wie örtliche Medien meldeten. Damit liegt diese Zahl erstmals seit rund zwei Monaten wieder über der Marke von 1.000 Fällen, obwohl seit Beginn dieser Woche der inzwischen vierte Notstand in Tokio herrscht.

Seit nunmehr 25 Tagen in Folge liegt die Zahl der Neuinfektionen über dem gleichen Tag der Vorwoche. Die Spiele sollen am 23. Juli eröffnet werden. Viele Japaner fürchten, dass es ein Superspreader-Event wird.

Tennisstar Roger Federer sagt Olympiateilnahme ab

Superstar Roger Federer hat seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio abgesagt. Der 39 Jahre alte Schweizer, der neben 20 Grand-Slam-Titeln auch 2008 in Peking Olympia-Gold im Doppel und 2012 in London Silber im Einzel gewonnen hatte, begründete seinen Verzicht mit körperlichen Beschwerden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Handball-Nationalspieler – Pekeler vor Olympia: „Noch nicht bei mir angekommen“

Handball-Nationalspieler Hendrik Pekeler blickt angesichts der Corona-Lage mit gemischten Gefühlen auf die Olympischen Spiele in Tokio. „Das Turnier ist schon recht nah, aber trotzdem noch nicht ganz bei mir angekommen“, sagte der 30-Jährige vom deutschen Meister THW Kiel im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Man höre „die ganzen bizarren Dinge wegen Corona: Ich weiß einfach nicht, wie das genau ablaufen wird. Wie das Leben im Dorf sein wird, ob wir vielleicht die ganze Zeit in unserem Zimmer sein müssen.“ Da sei noch viel Unklarheit dabei.

Es sei eine Reise ins Ungewisse, räumte er ein. „Aber Olympia ist nun mal das Größte, was du erreichen kannst.“ Aus sportlicher Sicht sei der große Anreiz, „dass wir mit der Nationalmannschaft zuletzt nicht die besten Turniere gespielt haben“. Im Handball sei es leichter, Olympia zu gewinnen als eine WM oder EM, meinte der Kreisläufer.

Abflug der ersten deutschen Pferde nach Tokio

Die ersten deutschen Olympia-Pferde fliegen an diesem Mittwoch nach Tokio. Der Flug von Lüttich aus dauert mit einem Zwischenstopp in Dubai mehr als 18 Stunden. Die vier Dressurpferde der deutschen Reiterinnen werden von der sechsmaligen Olympiasiegerin Isabell Werth begleitet und am Donnerstagmorgen in Tokio erwartet. Pro Nation gibt es im Spezial-Flugzeug nur eine Begleitperson.

Jessica von Bredow-Werndl, Dorothee Schneider und Reservereiterin Helen Langehanenberg fliegen gemeinsam mit der Teamleitung um Equipe-Chef Klaus Roeser sowie den Pferdepflegerinnen mit einem normalen Flieger. Der erste Wettkampftag der Dressur ist am Samstag in einer Woche.



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Sie haben gemeinsam ein großes Ziel: DEN NBA-TITEL!

Die Lakers-Megastars LeBron James (36) und Anthony Davis (28) haben sich nach dem Aus als Titelverteidiger in Playoff-Runde gegen die Phoenix Suns geschworen, dass sie alles tun werden, um die Meisterschaft wieder nach Los Angeles zu holen.

Dafür bastelt LeBron jetzt an den Super-Lakers!

Der erste Mega-Wechsel ist klar! Mit Russell Westbrook (32) haben sie jetzt einen dritten Superstar gefunden. Der Point Guard und LeBron-Kumpel kommt von den Washington Wizards. 2017 war er Liga-MVP, damals noch bei Oklahoma. Der Spielmacher hat sich bereits aus DC verabschiedet. Offiziell darf der Wechsel erst am 6. August gemacht werden. Doch jeder in der NBA weiß, dass er zu den Lakers geht.

Die Los Angeles Times hat enthüllt, dass sich Westbrook, James und Davis vor zwei Wochen vor dem Wechsel in LeBrons Haus getroffen haben – und alles ausbaldowert haben!

Demnach hat das Superstar-Trio eine gemeinsame Zukunft beschlossen und entschieden, sich gemeinsam dem Team und dem Erfolg unterzuordnen. Westbrook, der in Los Angeles aufgewachsen ist, soll gesagt haben, dass er nach Hause kommt, um den Titel zu holen.

LeBron und Davis sollen außerdem besprochen haben, dass sie für die Super-Lakers bereit wären, ihre Positionen zu verändern. James würde von der Small-Forward-Position, auf der er zuletzt meist gespielt hat, zum Power Forward aufrücken. Davis würde vom Power Forward zum Center werden.

Für Westbrook gehen im Tausch Kyle Kuzma, Montrezl Harrell, Kentavious Caldwell-Pope und der 22. Pick der Draft 2021 nach Washington.

Die neuen Super-Lakers

Die Lakers haben auch den jungen Spielmacher Mac McClung (21) verpflichtet. Der hat zuletzt am College für Texas Tech gespielt – und gilt als Internet-Sensation! Videos seiner Dunkings und spektakulärer Aktionen laufen auf Youtube heiß. Viele seiner Videos hat er selbst zusammengestellt und ins Internet gestellt – um so berühmt zu werden! Er selbst hat über 763.000 Follower bei Instagram.

Und jetzt gibt es noch Mega-Gerüchte, die Lakers würden Carmelo Anthony (37/zuletzt Portland Trail Blazers) auch noch holen. Das berichtet ESPN.

„Melo“ ist seit der Highschool ein dicker Kumpel von LeBron. Was dem zehnfachen All-Star noch fehlt: Ein Titel! Den will der Flügelspieler am liebsten mit den Lakers holen!

Laut Los Angeles Times warte „Melo“ nur auf den Anruf der Lakers…

Die Super-Lakers haben allerdings ein fettes Problem: Sie haben zurzeit nicht genügend Spieler – und keine Kohle!

Für James, Davis und Westbrook zahlt der Klub nächste Saison 120,6 Mio. Dollar. Daher werden Free Agents wie Carmelo Anthony gesucht, die bereit sind, auf Gehalt zu verzichten – weil sie wissen, dass sie bei den Lakers mit der Meisterschaft belohnt werden können!

Laut Los Angeles Times haben die Lakers auch Interesse an der Verpflichung von DeMar DeRozan, Trevor Ariza, Andre Iguodala und Wayne Ellington.

Wegen der fehlenden Kohle ist es übrigens nicht sehr wahrscheinlich, dass Dennis Schröder (27) in Los Angeles bleibt. Der Deutsche soll gehofft haben, dass ihn die Lakers halten. Er soll angeblich 120 Mio. Gehalt für die nächsten vier Jahre fordern.

Wahrscheinlich ist aber, dass die billigeren (Ex-)Lakers Alex Caruso und Talen Horton-Tucker (wie bei Schröder liefen ihre Verträge aus) bleiben. Center Marc Gasol steht zudem noch als einer von wenigen unter Vertrag für die nächste Saison.

Der Kern der Super-Lakers steht also – jetzt ist es spannend, ob die anderen Transfers auch super sind…

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Der USA-Insider! Nils Suling lebt in den USA, analysiert die Themen, über die Amerika spricht. Alles zu Football, Basketball, Eishockey, Baseball, Fußball, Kampfsport. Folgen Sie dem USA-Insider bei Twitter: @NilsSuling





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Sport

Rotterdam und Gent härteste Gegner für Union

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Berlin (dpa)- Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin kann bei der Auslosung zu den Playoffs zur Conference League auf namhafte Gegner hoffen. Im Topf der verbliebenen acht Teams, die den Eisernen heute zugelost werden können, befinden sich mit Feyenoord Rotterdam und KAA Gent zwei Traditionsvereine aus der niederländischen und belgischen Liga. Beide Vereine müssen allerdings zuvor noch die dritte Qualifikationsrunde gegen den FC Luzern beziehungsweise FK Riga überstehen.

20 Jahre nach dem letzten internationalen Auftritt der Köpenicker im UEFA-Cup könnte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer aber auch auf die Sieger der noch ausstehenden Quali-Duelle zwischen KuPS Kuopio (Finnland) und dem FC Astana (Kasachstan) sowie Bohemians Dublin (Irland) gegen PAOK Saloniki (Griechenland) treffen.



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