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Wissenschaftler entdecken im Ozean heiße Quellen – dort leben bisher unbekannte Tierarten

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Natur
Wissenschaftler entdecken heiße Quellen im Ozean – dort leben bisher unbekannte Tierarten

In heißen Quellen im und am pazifischen Ozean wurden neue Tierarten gefunden (Symbolbild)

© Bogdan Okhremchuk / Getty Images

In den Tiefen des Pazifiks verstecken sich noch viele Lebewesen, von denen wir keine Ahnung haben. Forscher fanden nun Krebse, Würmer und Weichtiere, von denen man bisher nichts wusste.

Die bisher unbekannten Tierarten, die die Menschheit noch entdecken wird, so sagen es Experten seit vielen Jahren, werden größtenteils aus dem Meer stammen. Denn dessen Tiefen sind bisher noch beinahe so unerforscht wie ein fremder Planet. Das zeigte sich nun erneut: Im pazifischen Ozean vor der Küste von Kalifornien stießen Wissenschaftler auf heiße Quellen, die noch auf keiner Karte vermerkt waren. Und rund um diese Quellen hatte sich Leben angesiedelt.

In der enormen Tiefe des Golfs von Kalifornien konnten die Forscher nur mit Hilfe eines Tauchroboters arbeiten, der ferngesteuert den Meeresboden erkundete. Dort ist es fast völlig dunkel, der Druck ist hoch – und in der Nähe der hydrothermalen Quellen ist es extrem heiß. Doch genau das scheint diversen Lebewesen zugute zu kommen: Hier fanden die Wissenschaftler kleine Krebse, Würmer und Weichtiere.

Die heißen Quellen im Ozean bieten Tieren Lebensraum

In dieser unwirtlichen Umgebung, bei gut 287 Grad Hitze, wachsen zudem besondere Anemonen, die offenbar Energie aus Schwefelgasen gewinnen können. Die Forscher stellten zudem fest, das sechs der hier lebenden Tierarten bisher völlig unbekannt waren. Unter anderem entdeckten sie blau schimmernde Pfeilwürmer am Meeresboden. Offenbar gelingt es auch einigen der hier heimischen Tierarten, die Wärme und die Chemikalien, die von den heißen Quellen ausgestoßen werden, zu ihrem Vorteil oder gar zur Energiegewinnung zu nutzen.

Das Forschungsteam, das mit dem Schiff “Falkor” auf dem Pazifik unterwegs ist, konnte mehrere Wasser- und Bodenproben nehmen und auch einige der Tiere an Bord untersuchen. Die Wissenschaftler wollen nun den genauen Chemikaliengehalt des Wassers untersuchen und herausfinden, ob die neu entdeckten heißen Quellen womöglich unterirdisch miteinander verbunden sind.

Quellen:  “Der Standard”,  Schmidt Ocean Institute

wt



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Coronavirus: Zahl der Todesfälle pro Tag auf höchstem Stand seit Februar

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Corona-Fallzahlen
RKI meldet 69.601 Neuinfektionen – Todesfälle pro Tag auf höchstem Stand seit Februar

Zum ersten Mal seit Monaten steigt die Anzahl der täglichen Corona-Toten über 500 (Archivbild).

© Thomas Frey / DPA

Die Anzahl der binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut gemeldeten Todesfälle durch das Coronavirus ist mit über 500 auf den höchsten Stand seit Februar gestiegen. Die Inzidenz liegt bei mindestens 427.

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Toten hat den höchsten Stand seit Februar erreicht. Die Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 527 Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie aus RKI-Zahlen von Mittwochmorgen hervorgeht. 

Anzahl der Todesfälle deutlich geringer als vor einem Jahr

Momentan ist die Zahl der täglich übermittelten Corona-Toten noch deutlich kleiner als zum Höhepunkt der zweiten Corona-Welle Ende vergangenen Jahres – und das, obwohl es momentan wesentlich mehr Ansteckungen gibt als damals. Experten führen das auf den positiven Effekt der Impfung zurück, die wirksam vor schweren Krankheitsverläufen schützt. 

Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 427 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 432,2 gelegen – allerdings gab es dabei technische Schwierigkeiten bei der Übermittlung der Zahlen aus Sachsen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 442,9 (Vormonat: 201,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 69.601 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.28 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 67.186 Ansteckungen.

Experten gehen von Untererfassung der Fälle aus

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.291.621 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,45 an (Montag: 5,32). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 5.225.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 104.047.

Christian Drosten warnt vor Omnikron-Variante

Derzeit trägt die neue Omnikron-Variante des Virus noch vergleichsweise wenig zum Infektionsgeschehen bei. Dies könnte sich laut des Berliner Virologen Christian Drosten aber zukünftig ändern. Ab Anfang kommenden Jahres befürchte er Schwierigkeiten mit Omikron auch hierzulande. “Ich denke, ab Januar werden wir mit Omikron in Deutschland ein Problem haben”, sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast “Coronavirus-Update” bei NDR-Info. 

Demnach könnte die Pandemie mit der neuen Variante noch bis zum Sommer 2022 anhalten, so Drosten weiter. Zudem mahnte der Mediziner zur Vorsicht. Die neue Variante sei ein “perfektes Nach-Pandemie-Virus”, bei dem die “blödeste Kombination” der Eigenschaften möglich wäre: erhöhte Ansteckungsgefahr und Immunflucht. Daher sei es möglich, dass ab dem zweiten Quartal 2022 eine weitere Impfung mit angepassten Vakzinen nötig sei, um eine Immunität zu gewährleisten.

pgo
DPA



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Schont Geldbeutel und Umwelt: Gebrauchte Elektronik kaufen

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Hannover (dpa/tmn) – Vielleicht gebraucht kaufen? Diese Frage stellt sich bei Elektronik immer öfter, wenn Geräte schlichtweg vergriffen sind. Zudem sind gebrauchte oder generalüberholte Geräte wie Smartphones deutlich nachhaltiger. Und nicht zuletzt günstiger.

Fündig werden Schnäppchenjäger auf Marktplatz- und Kleinanzeigen-Seiten, aber auch auf Portalen und bei Händlern, die sich auf das sogenannte Recommerce spezialisiert haben und aufgearbeitete Geräte anbieten – vielen vielleicht besser als Refurbished-Ware bekannt. Auch Hersteller bieten in ihren Onlineshops oft generalüberholte Geräte günstiger an.

Experten empfehlen eher den Kauf über Händler, Hersteller oder Wiederaufbereiter. “Das ist zwar vielleicht etwas teurer, dafür gibt es eine Gewährleistung und Widerrufsrecht”, sagt Wolfgang Pauler vom Fachmagazin “Chip”. Zudem würden die Geräte geprüft und überholt.

Blick auf den Akku

Generell sollten Sie beim Kauf gebrauchter Elektrogeräte auf alles achten, was sich abnutzen und somit verschlechtern könnte. Vor allem gilt das für Akkus, etwa bei Smartphones. “Die Laufzeit kann hier erheblich kürzer sein als bei neuen Geräten”, warnt Christian Wölbert vom Fachmagazin “c’t”.

Pauler zufolge halten Akkus locker 500 bis 1000 Ladezyklen aus, also einmal Aufladen von 0 auf 100 Prozent. Wenn man davon ausgeht, dass der Akku täglich circa 70 Prozent entladen und vollständig wieder aufgeladen wird, hätte er nach frühestens zwei Jahren so viel von seiner Kapazität verloren, dass sich Nutzerinnen und Nutzer ziemlich einschränken müssen.

Allerdings versprechen viele Recommerce-Händler Wölbert zufolge, dass der Akku noch mindestens 80 Prozent der Originalleistung habe. Denn wenn nötig werde der Akku im Rahmen der Wiederaufbereitung meist auch getauscht. Bei Tablets dagegen sei der Akku langlebiger, weil er nicht so stark beansprucht wird.

Kameras

Eine gebrauchte Kompaktkamera zu kaufen, macht laut Pauler wenig Sinn. Eine Spiegelreflex (DSLR)- oder Systemkamera (DSLM) dagegen könnte sich zwar schon eher lohnen, aber hier sei eine genaue Prüfung der Ware umso wichtiger.

Objektiv und Bildsensor könnten Schäden wie Kratzer, Verschmutzung und Staub aufweisen, die mit bloßem Auge kaum zu sehen sind. Wenn Sie die Nutzungshäufigkeit und damit die Beanspruchung einer DSLR- oder DSLM-Kamera einschätzen wollen, können Sie über die Software die Anzahl der Auslösungen, also der geschossenen Fotos, auslesen. Über den Zustand des Objektivs oder auch des Sensors sagt dieser Wert freilich nicht viel aus.

Konsolen

Vor dem Kauf einer gebrauchten Spielekonsole sollte man erfragen, ob die Konsole schon einmal defekt war. Manche Fehler können laut Pauler selbst nach einer Reparatur erneut auftauchen. Idealerweise sind auch bereits vorhandene Spiele mit der Wunschkonsole kompatibel.

Achten Sie direkt nach dem Kauf darauf, dass Lüfter und Laufwerk normal klingen, rät Pauler. Wenn sich innen zu viel Staub angesammelt hat, kann nicht mehr effektiv gekühlt werden, was wiederum die Lebensdauer der elektronischen Komponenten verkürzen kann.

Ebenfalls wichtig: Die Anschlüsse sollten nicht zu ausgeleiert sein, ansonsten gebe es schnell Wackelkontakte. Außerdem sollten Controller und Joystick in einem gutem Zustand sein. Weil auch in den Controllern Akkus stecken, die stark beansprucht werden, kann auch dort die Laufzeit kürzer sein als bei neuen Geräten.

TV-Geräte

Bei einem Fernseher kann sich ein Gebrauchtkauf durchaus lohnen. Hier sind große Abnutzungserscheinungen unwahrscheinlich, schließlich steht das TV-Gerät meist trocken und sicher im Wohnzimmer.

Lediglich bei OLED-Geräten ist etwas Vorsicht angebracht. Das gilt laut Wolfgang Pauler insbesondere für Ausstellungsstücke. “Sie werden häufig mit extremer Helligkeit betrieben und mit dem immer gleichen Bildmaterial bespielt”, sagt er. Daher kann es passieren, dass sich manche Farben unschön auf dem Panel “einbrennen”.

Ist das Geräte älter als drei bis vier Jahre, werden vermutlich nicht alle neuen Standards unterstützt, etwa bei der Hochkontrastdarstellung (HDR). Und wenn das TV-Betriebssystem schon länger kein Update mehr erhalten hat, kann es sein, dass Apps etwa von Streamingdiensten oder Mediatheken nur noch langsam oder gar nicht mehr funktionieren. Das lässt sich aber leicht durch den Kauf eines Streaming-Sticks lösen, die ab rund 30 Euro zu haben sind.



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Wie das kleine Pearl-Harbour der Luftwaffe zur Entdeckung der Chemotherapie führte

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Angriff auf Bari
Wie das kleine Pearl Harbor der Luftwaffe zur Entdeckung der Chemotherapie führte

Die Luftverteidigung war vollkommen unzulänglich.

© Commons

Im Dezember 1942 griffen Ju-88 Bomber der Luftwaffe den Hafen von Bari an. Wegen der Sorglosigkeit der Alliierten gingen 17 Schiffe verloren. Durch einen unglaublichen Zufall kam ein Mediziner auf die Idee, wie man Krebs besiegen könnte.

Im Dezember 1943 war der Krieg für das Dritte Reich verloren. Im Osten war die Großoffensive im Kursker Bogen nach dem Desaster von Stalingrad gescheitert und die Gegenstöße der Sowjets hatten die Deutschen weit zurückgeworfen. Im U-Boot-Krieg hatten die Überlegenheit der USA, neue technische Entwicklungen und der Bruch der deutschen Verschlüsselung für eine Wende gesorgt.

Gleichzeitig suchten die alliierten Bomberverbände das Reichsgebiet heim. Aber noch wehrten sich die deutschen Streitkräfte. Im Süden konnten die Alliierten Nordafrika befreien und Sizilien ohne große Schwierigkeiten besetzen. Doch damit hörte es auf, als sie auf dem italienischen Festland landeten. Die Verteidigung wurden von Feldmarschall Kesselring übernommen, schon bei seinem Eintreffen weigerte er sich, die fatalistische Haltung seines Stabes zu akzeptieren. Er organisierte eine rücksichtslose, aber effektive Verteidigung. Der ursprüngliche Plan der Alliierten, durch den “weichen Bauch Europas” schnell ins Zentrum des Kontinents vorzustoßen, scheiterte an den deutschen Verteidigungslinien.

Überraschender Angriff

In diesem Zusammenhang gelang der deutschen Luftwaffe ihr größter Erfolg. Die einstige Überlegenheit war lange verloren, aber noch war die Luftwaffe nicht zerschlagen. Die Verluste der alliierten Bomber über Italien waren enorm. Doch sie glaubten, dass die Deutschen vollauf damit beschäftigt werden, die alliierte Luftoffensive auszuschalten. Zu größere eigene Aktionen seien sie nicht mehr fähig. Doch hier täuschten sie sich.

Am 2. Dezember hatte Luftwaffenpilot Werner Hahn mit einer Me 210 eine starke Konzentration von Schiffe im Hafen von Bari entdeckt. Der kleine Hafen war mit 30 Versorgungsschiffen vollgestopft. So weit von der Front rechnete man mit keinem deutschen Angriff mehr, es gab kaum Luftverteidigung.

Das wussten auch Kesselring und Wolfram von Richthofen, der Kommandeur der 2. Luftflotte. Für den Angriff konnte er schnell 105 mittlere Bomber vom Typ Ju 88 zusammenziehen. Schwere viermotorige Bomber wie die B-17 Flying Fortress oder die B-24 Liberator hatten die Deutschen nicht zur Verfügung. Um 19:30 Uhr, zu Beginn der Nacht, setzte der Angriff ein. Die ersten Maschinen warfen Leuchtbomben als Markierung für die Bomber über dem Hafen ab. Nötig war das nicht. Um den ungeheuren Bedarf an Nachschub zu decken, arbeiten die Briten und Amerikaner rund um die Uhr und wie in Friedenszeiten. Der ganze Hafen war voll erleuchtet. Die Piloten konnten ihn schon auf 100 Kilometer ausmachen.

Inferno einer Stadt

Der Angriff dauerte nur 15 Minuten und er verwandelte Bari in ein Inferno. 17 Schiffe wurden versenkt, weitere acht beschädigt. Über 1000 Soldaten wurden getötet und auch viele Zivilsten, da die Straßen um den Hafen bewohnt waren. Das Chaos der Bomben wurde noch verstärkt, als eine Pipeline getroffen wurde und der Treibstoff die Brände im Hafen anheizte. Die Explosionen der Munitionsschiffe zerschmetterten noch in elf Kilometern Entfernung die Fensterscheiben. In der Presse wurde der Angriff das “kleine Pearl Harbor” genannt.

Doch das Schlimmste sollte in der Nacht noch passieren. Der brennende Treibstoff erreichte die “John Harvey”. Das Schiff ging in Flammen auf und explodierte schließlich mitsamt seiner brisanten Fracht. Die “John Harvey” hatte neben Munition und Versorgungsgüter auch 100 Tonnen Chemiewaffen an Bord. 2000 Senfgasbomben vom Typ M47A2 sollten unter strenger Geheimhaltung an Land gebracht werden. Es gab keine Pläne, sie einzusetzen, aber das Oberkommando wollte vorbereitet sein, falls die Nazis einen Giftgaskrieg begonnen hätten.

Das Grundmaterial der Bomben – flüssiger Schwefelsenf – geriet bei der Explosion ins Hafenwasser und vermengte sich mir Spritzern und Tröpfchen-Wolken. Die Matrosen, die im Wasser schwammen, wurden mit einer öligen Mischung bedeckt, in der sich Schwefelsenf festsetzte.

In Bari wusste niemand von der gefährlichen Fracht. Die Verletzten wurden falsch behandelt. Die Mediziner glaubten, sie würden nur unter Schock leiden. Sie bekamen Morphium und blieben in ihren ölgetränkten Uniformen sitzen. So wurden sie in dem Schwefelsenf geradezu mariniert.

Ratlose Behandlung

Die Ärzte und Pfleger waren ratlos, als sie ungewöhnliche Symptome feststellten. Durst, Fieber und Lethargie, riesige Blasen auf der Haut, zugeschwollene Augen. Viele scheinbar gesunde Überlebende zeigten auf einmal die Symptome einer Gasvergiftung. Nun alarmierte man das Oberkommando. Man dachte, die Deutschen hätten Gas abgeworfen. Fünf Tage später traf Oberstleutnant Francis Alexander, ein Experte für chemische Kriegsführung, in Bari ein. Ihm war sofort klar, dass die Verletzten Senfgas ausgesetzt waren. Aber von der Fracht der “John Harvey durfte weiterhin niemand etwas wissen, erst als Taucher Reste der eigenen Senfgasbomben im Hafen fanden, war klar, was passiert war.

Doch US-General Dwight D. Eisenhower und der britische Premierminister Winston Churchill wollte die Wahrheit über die Giftgaslieferung verbergen, aus Angst, sie könnte Deutschland als Ausrede dienen, um einen totalen Gaskrieg zu beginnen. Um den Vorfall zu vertuschen, wurden die Krankenberichte frisiert. Von Senfgas war keine Rede, es wurde “Verbrennungen durch feindliche Einwirkung” ersetzt. Die 600 Überlebenden wurden mit ihren Langzeitfolgen allein gelassen.

Geburt der Chemotheraphie

Doch Alexanders Forschungen hatten ein unerwartetes Ergebnis. Sein Bericht “Final Report of the Bari Mustard Casualties” wurde zwar als geheim weggesperrt, aber Colonel Cornelius P. Rhoads, der Chef des Chemical Warfare Service (CWS), konnte einen Blick darauf werfen. Rhoads war Krebsspezialist. Er sah, dass der Schwefelsenf weiße Blutkörperchen abgetötet hatte. Rhoads nahm daraus die Überzeugung mit, dass die schädliche Substanz verwendet werden könnte, um Krebs zu heilen. Damit war die Idee der Chemotherapie geboren, 1945 entwickelte Rhoads das erste Medikament gegen Krebs.

Quellen: History, Jamie Mc Trusty





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