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VfR Garching – Zeit für Leitplanken – Sport in der Region

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Mit Benjamin Flicker als neuem Trainer bereitet sich der Regionalligist auf den Abstiegskampf vor. Zum Trainingsstart kehrt auch ein alter Bekannter zurück.

Als die Entscheidung fiel, war Benjamin Flicker am Ende der Welt. Der Trainer weilte in die Flitterwochen auf den Seychellen. Er genoss die Zeit mit seiner Frau Julia, die seine Fußballbegeisterung teilt und sich nicht ziert, ihn auch auf Auswärtsfahrten zu begleiten, deren Ziel keine Trauminsel im Indischen Ozean ist. So dürften die beiden wohl in paradiesischem Ambiente letzte Details des Engagements beim VfR Garching besprochen haben.

Flicker will länger bleiben: „Sollten wir absteigen, würde ich das gerne selbst korrigieren.“

Mittlerweile ist der 33 Jahre alte Coach zurück und damit beschäftigt, sein neues Team auf die verbleibenden 14 Partien dieser Regionalligasaison vorzubereiten. Die Aufgabe könnte leichter sein, nur 15 Punkte hat der VfR in den ersten 20 Partien gesammelt, der Rückstand des Tabellenletzten aufs rettende Ufer beträgt acht Punkte. Der Relegationsplatz 16 ist fünf Zähler entfernt; allerdings hat man im Vergleich zur Konkurrenz noch zwei Spiele nachzuholen. „Ich weiß, die Aufgabe ist ambitioniert und schwer, aber ich werde versuchen, der Mannschaft den nötigen Glauben zu vermitteln, dass wir das packen können“, sagt Flicker, der in der Hinrunde noch den niederbayerischen Landesligisten TSV Aiglsbach trainierte und auf Vermittlung eines Spielerberaters in Garching landete. „Er wurde mir angeboten“, sagt Sportdirektor Ludwig Trifellner, der daraufhin „Informationen aus meinen Netzwerken im Raum Ingolstadt“ einholte. Diese seien positiv gewesen. „Unser erstes Telefonat hat gleich eine Stunde gedauert, dann haben wir uns zweimal getroffen und alles, was Benni gesagt hat, hatte Hand und Fuß.“

An alter und neuer Wirkungsstätte: Trainer Benjamin Flicker beim Trainingsauftakt des VfR Garching.

(Foto: Claus Schunk)

Bald war klar, dass Trifellner dem jungen Coach zutraut, dem Team den nötigen Schwung zu geben, um den Abstieg zu vermeiden. Auch für den negativen Fall hat man sich verständigt: Flicker würde bleiben, sollte es in die Bayernliga runtergehen. „Ich kann mir gut vorstellen, länger hier zu arbeiten. Sollten wir absteigen, würde ich das gerne selbst korrigieren.“

Ausgeschlossen ist der Klassenverbleib nach Meinung der Verantwortlichen keineswegs. Sportdirektor Trifellner, 61, hatte nach dem Rücktritt von Ex-Profi Philipp Bönig in den letzten drei Partien vor der Winterpause das Coaching selbst übernommen und festgestellt, dass „wir etwa mit dem 1:1 gegen Bayreuth, aber auch bei der knappen 1:3-Niederlage gegen Türkgücü zeigen konnten, dass wir mit allen Gegnern in der Liga mithalten können“.

Stürmer Manuel Eisgruber.

(Foto: Claus Schunk)

Und doch fehle es der Mannschaft an einer „einheitlichen Spielphilosophie“, wie Flicker betont. „Ich bin ein Verfechter von offensivem Spiel, aber das funktioniert nur, wenn die ganze Mannschaft die gleichen Gedanken hat, man die Laufwege und Ideen der Kollegen kennt“, sagt der Fußball-Lehrer, der zudem als stellvertretender Leiter einer Fußballschule im Nachwuchsleistungszentrum des FC Ingolstadt arbeitet. Bei den Schanzern hat Flicker auch seine ersten Gehversuche als Trainer gemacht. Während seiner aktiven Zeit beim TSV Wolnzach war er dort zunächst Leiter eines Feriencamps, von 2011 an Co-Trainer der U15; der Kontakt war über den heutigen Ingolstädter U-21-Trainer Alex Reifschneider zustande gekommen. In den folgenden Jahren arbeitete Flicker in verschiedenen Trainerfunktionen im Jugendbereich des FCI; als er 2016 seine aktive Karriere beendete, übernahm er für zwei Jahre als verantwortlicher Coach die U16.

Sigurdsson verlängert

Hannes Sigurdsson und der FC Deisenhofen haben sich vorzeitig auf eine Verlängerung ihrer Zusammenarbeit für die kommende Saison verständigt. Der ehemalige isländische Nationalspieler war mit dem FC in seiner ersten Saison in die Bayernliga aufgestiegen, wo das junge Team als Tabellenzweiter überwintert.

„Der ganze Verein ist sehr zufrieden mit der aktuellen Entwicklung“, sagt Teammanager Alexander Schleicher. Nun habe man früh Planungssicherheit. In sieben Tagen beginnt die sechswöchige Vorbereitung, das erste Punktspiel des Jahres wird dann das Spitzenspiel gegen den FC Pipinsried. Andreas Liebmann

Es folgte der Wechsel in den Herrenbereich, zum niederbayerischen Kultverein Aiglsbach, zu dessen Heimspielen stets zwischen 400 und 600 Fans kommen. „Ein fußballverrücktes Dorf“, sagt Flicker, dem es gelang, das Team in seiner ersten Saison zurück in die Landesliga zu führen. „Das entscheidende Tor fiel in der 96. Minute im Relegationsspiel – da war die Hölle los.“ In der laufenden Saison coachte er den Neuling trotz bescheidenen Budgets und ohne namhafte Neuzugänge auf den zwölften Tabellenplatz zur Winterpause – perfekte Referenzen für einen Wechsel nach oben.

Beim VfR Garching leitete er am Sonntag den Trainingsstart. Auch der erste Zugang war dabei: Stürmer Manuel Eisgruber, 31, ist nach seinem Intermezzo beim Kreisligisten Maisach zurückgekehrt. Die Planstelle war frei geworden, weil die Verträge mit Kevin Feucht und Elias Kollmann im Winter aufgelöst wurden. Nun soll noch „mindestens ein Torwart“ (Trifellner) kommen, weil Dominic Dachs wegen Rückenproblemen bis auf weiteres nicht zur Verfügung steht und Mario Stockenreiter den Klub mit unbekanntem Ziel verlassen hat.

„Jeder ist jetzt gefordert, 100 Prozent abzurufen“, mahnt der Sportchef. „Wer nicht bereit ist, mitzuziehen, der hat keine Chance mehr. Störfaktoren können wir nicht gebrauchen.“ Coach Flicker drückt sich etwas weniger hart aus, betont aber, sehr „konsequent“ zu sein: „Wir wollen den VfR in der Liga halten, keiner ist wichtiger als der Verein. Wir geben die Leitplanken vor, in denen sich die Spieler zu bewegen haben.“



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Interviews bei Ski-Weltcup dürfen nur aus 1,5 Metern Entfernung stattfinden

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FC Bayern ohne Lewandowski: Ende der Unverwundbarkeit – Sport

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Die Schmerzen, deren Folgen der FC Bayern wochenlang spüren wird, kamen verzögert, in den frühen Morgenstunden. Der Angreifer, der sich im Laufe der Jahre einen Ruf der Unverwundbarkeit erworben hat, spielte 90 Minuten lang am Dienstag gegen den FC Chelsea, er war beim anschließenden Auslaufen dabei, auch noch beim nächtlichen Bankett; gewohnt ehrgeizig marschierte er in den Ballsaal eines Londoner Hotels an dritter Stelle, nur Kapitän Manuel Neuer und Doppeltorschütze Serge Gnabry ließ er den Vortritt. Doch in den frühen Morgenstunden endete die Wirkung des Adrenalins. Und der Schmerz kam, nicht einmal der angeblich unverwundbare Körper von Robert Lewandowski konnte ihm standhalten.

Doch wann genau der Schmerz kam, ist für die Verantwortlichen des FC Bayern nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass der Schmerz überhaupt gekommen ist. Beim einzigen Feldspieler der Mannschaft, der als unersetzlich gilt.

Champions League Schockmomente für den englischen Fußball

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Die Resultate in der Königsklasse zeigen, dass die Bundesliga gegenüber der Premier League aufgeholt hat. Nur ein Verein scheint noch über allen zu schweben.


Kommentar von Klaus Hoeltzenbein


An diesem Samstag, beim Auswärtsspiel der Münchner bei der TSG Hoffenheim, beginnt die längste Phase des Vereins ohne Lewandowski: Voraussichtlich vier Wochen wird der 31 Jahre alte polnische Nationalstürmer ausfallen, nach dem Spiel in Hoffenheim noch bei drei weiteren Bundesligapartien, dazu am kommenden Dienstag im Pokal-Viertelfinale bei Schalke 04 sowie am 18. März im Rückspiel des Achtelfinals in der Champions League gegen Chelsea. Seit seinem Wechsel 2014 von Dortmund zum FC Bayern hat Lewandowski bislang insgesamt gerade einmal zwölf Pflichtspiele verpasst.

Joshua Zirkzee hat Trainer Flick bislang eher als Joker gesehen

Direkt nach der Landung am Mittwoch in München hatte Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt den Angreifer untersucht, die Diagnose: Anbruch der Schienbeinkante am linken Kniegelenk. Zehn Tage lang muss Lewandowski nun einen Gips tragen, dann geht es laut offiziellem Bulletin des Vereins ins Aufbautraining. Ende März steht eine Länderspielreise an, ob Lewandowski an dieser teilnehmen kann und darf, ist noch offen.

Direkt danach, Anfang April, beginnen für den FC Bayern die entscheidenden Wochen: Am 4. April spielt der Bundesliga-Tabellenführer, der aktuell einen Punkt Vorsprung vor Leipzig hat, in Dortmund; in den beiden Wochen danach stehen die Viertelfinalduelle in der Champions League an, für die der Klub nach dem 3:0 am Dienstag in London nahezu sicher qualifiziert ist.

Am Mittwochabend bedankte sich Lewandowski in den sozialen Netzwerken auf Englisch für all die aufmunternden Worte, er bat darum, ihm die Daumen zu halten. Er schrieb: „Ich werde bald zurück sein, und ich werde bereit sein zu kämpfen.“ Seine selbst wiederum aufmunternde Mitteilung beendete er mit zwei gegeneinanderstoßenden Fäusten.



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