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Verdi kritisiert Pflegepläne

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Kurz vor der geplanten Verabschiedung einer Pflegereform im Bundestag hat die Gewerkschaft Verdi vor Enttäuschung bei den Pflegekräften gewarnt.

«Es ist leider völlig offen, ob die für heute erwartete Verabschiedung einer gesetzlichen Regelung zu den Löhnen in der Altenpflege tatsächlich Wirkung entfaltet», sagte Verdi-Chef Frank Werneke der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Mit dem Gesetz wollen Union und SPD erreichen, dass Beschäftigte in der Altenpflege bundesweit Tariflöhne erhalten und dass die Eigenanteile für ein Heimplatz sinken.

Dabei soll der Eigenanteil um mehrere hundert Euro sinken können. Denn Heimbewohner sollen ab 1. Januar 2022 neben den Zahlungen der Pflegekasse einen neuen Zuschlag bekommen. Mit längerer Pflegedauer soll der Zuschlag steigen. Der Eigenanteil für die reine Pflege soll damit im ersten Jahr im Heim um 5 Prozent sinken, im zweiten Jahr um 25, im dritten um 45 und ab dem vierten Jahr um 70 Prozent.

Eine der dpa vorliegende Beispielrechnung zeigt, was dies bedeuten würde, wenn der Eigenanteil im Bundesdurchschnitt von 911 Euro liegt. Die Entlastung läge ab dem 1. Monat bei 45 Euro. Bei mehr als 12 Monaten soll der pflegebedingte Eigenanteil um 228 auf 683 Euro sinken. Die Entlastung steigert sich auf 638 Euro bei mehr als 36 Monaten: Dann soll der pflegebedingte Eigenanteil nur noch bei 273 Euro liegen – dazu kommen unverändert Kosten unter anderem für Unterkunft und Verpflegung, so dass das gesamte Heimentgelt in dem Beispiel bei 1510 Euro liegen würde.

Kritik an den Plänen kam von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Im ersten Jahr der Reform werde sich die finanzielle Situation der 900 000 Pflegeheimbewohner gar nicht verbessern, sagte Vorstand Eugen Brysch der dpa.

Die Pflegekräfte sollen vom 1. September 2022 an – das ist die zweite große Änderung der Reform – auf sicherer Basis entlohnt werden. Die Einrichtungen sollen nur noch dann Versorgungsverträge abschließen dürfen, wenn sie nach Tarifverträgen oder mindestens in entsprechender Höhe bezahlen. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll dies vor allem für Pflegekräfte in Ostdeutschland spürbare Unterschiede machen – etwa in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Werneke kritisierte die im Gesetz enthaltenen Regelungen allerdings als «missbrauchsanfällig».

«Es gibt im Gesetz keinen Mechanismus, der Gefälligkeitstarifverträge zwischen Pseudogewerkschaften und Pflegeanbietern, die weiterhin keine fairen Löhne zahlen wollen, ausschließt», sagte der Verdi-Chef. «Andere Arbeitgeber könnten dann ebenfalls auf Dumping-Tarifverträge abstellen, und so würde ein niedriges Entgeltniveau zementiert.»

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Bundesregierung im Vergleich: Klöckner hat klimaschädlichsten Dienstwagen

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Bundesregierung im Vergleich

Klöckner hat klimaschädlichsten Dienstwagen

Dienstwagen sollen klimafreundlicher werden, fordert die Bundesregierung regelmäßig. Doch geht sie mit gutem Beispiel voran? Nicht immer, sagen Experten und kritisieren, dass die angegebenen CO2-Werte häufig nicht der Realität entsprechen. Diese Minister sind mit den klimaschädlichsten Fahrzeugen unterwegs.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner von der CDU fährt aktuell den klimaschädlichsten Dienstwagen der Bundesregierung. Ihr verlängerter Audi A8 Diesel (Audi A8 L 50 TDI Quattro) stößt 191 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Das geht aus der Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die dem „Tagesspiegel“ vorliegt. Auf Platz zwei folgt demnach Kanzleramtsminister Helge Braun von der CDU, der mit seinem BMW 730Ld 150 Gramm ausstößt. Seit 2020 gilt in der EU für Hersteller ein CO2-Flottengrenzwert von 95 Gramm.

CDU-Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, SPD-Justizministerin Christine Lambrecht und SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil pusten alle drei mit einem Audi A8 jeweils 66 Gramm in die Atmosphäre. Bei Verkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU sind es über seinen BMW 745 nur 60 Gramm. SPD-Umweltministerin Svenja Schulze verfügt ebenfalls über ein solches Modell, berichtet die Zeitung. Mit einem anderen Motor stößt sie aber nur 52 Gramm aus. Ales einziges Mitglied der Bundesregierung fährt sie zudem zusätzlich ein reines Elektroauto, das 0 Gramm CO2 ausstoßen soll – ein Mercedes EQC 400.

Die Ministerriege kann auch auf gepanzerte Fahrzeuge zurückgreifen. Bei diesen 14 „sondergeschützten Limousinen“ liegt der CO2-Ausstoß wegen des hohen Gewichts, das mit der großen Sicherheit einhergeht, zwischen 260 und 421 Gramm CO2 pro Kilometer. Mit diesen Autos können auch Angela Merkel, Olaf Scholz, Horst Seehofer, Heiko Maas und Annegret Kramp-Karrenbauer unterwegs sein. Sie sind in der Einzelliste nicht aufgeführt, heißt es in dem Bericht.

Die CO2-Werte, die die Bundesregierung auf dem Papier angibt, dürften in der Realität allerdings noch höher ausfallen. „In unseren Dienstwagenumfragen zeigen wir jedes Jahr: Die Emissionen der Dienstwagen im Realbetrieb sind bei Verbrennerfahrzeugen wesentlich höher und damit gleichzeitig auch die CO2-Emissionen“, erklärt Barbara Metz, stellvertretenden Geschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem „Tagesspiegel“.

Bei Plug-in-Hybriden sei es besonders drastisch. „Auf dem Papier ein Klimagewinn, auf der Straße ein Spritschlucker. Denn gerade die dienstlich genutzten Fahrzeuge werden häufig nicht geladen, der Löwenanteil der Strecke wird im Verbrennungsmodus gefahren.“



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Marc Jacobs Sets Fall 2021 Live Runway Show Return – WWD

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After a two-season hiatus from the runway, Marc Jacobs will return with a live event June 28 in New York City.

That’s all that has been confirmed so far by the brand; further details will be released in the coming weeks.

When Jacobs did not design a runway collection in September 2020 or February 2021, the industry wondered if it was a sign of distress for a company that’s had several challenging years, with high-profile exits of executives and designers, and a reduction of store count by nearly half from an all-time high of more than 250 worldwide.

But buoyed by the 2020 success of Marc Jacobs Perfect, Coty Inc.’s biggest fragrance launch in 15 years, the LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton-owned brand began plotting a return to growth — and the runway — earlier this year, starting with a new retail concept for its streetwear line Heaven.

A Heaven pop-up store opened in Los Angeles in April, featuring the brand’s cheerfully subversive mix of clothing and lifestyle products steeped in grunge, anime, rave culture and Marc’s own ’90s fashion history, now being discovered by a new generation of fans.

“We are concentrating our focus on U.S. retail this year. Every month, we will be opening a new store, and each time the format will be adapted to the local customer,” chief executive officer Eric Marechalle told WWD at the time. He joined from Kenzo in 2017, noting the new stores, adding to 130 globally, will be mixes of runway, Heaven, The Marc Jacobs line and off-price outlets.

“Marc will be giving his vision every season; that’s something we will restart soon,” said Marechalle, who in 2020 managed to guide the brand to profitability for the first time in five years.

“I feel very secure with Eric. I think he’s doing an incredible job,” said Jacobs. “The changes we’ve made, with online, with creating more accessibility, and from a financial sense, are setting us up to be able to do runway,” the designer added, sharing that his new runway collection will incorporate learnings from the brand’s new digital savvy and swing to more accessible product.

Showing the collection in June skews him more toward a see now, buy now model, which is being embraced by many brands as the shifting retail framework puts more of an emphasis on direct, in-season sales.





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Nach Rassismusvorwürfen: Nordmazedonischer Verband fordert Strafe für Arnautovic

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Nach Rassismusvorwürfen

Nordmazedonischer Verband fordert Strafe für Arnautovic

Nach seinem Ausraster im Spiel gegen Österreich fordert der Fußball-Verband von Nordmazedonien nun Konsequenzen für Marko Arnautovic und verlangt von der UEFA die „schärfste Strafe“ für den österreichischen Nationalspieler. Arnautovic selbst weist Rassismusvorwürfe indes weiter zurück.

Der Fußball-Verband von Nordmazedonien hat eine Bestrafung des Österreichers Marko Arnautovic nach dessen Torjubel beim 3:1-Sieg im EM-Vorrundenspiel am Sonntag verlangt. Arnautovic hatte zuvor Kritik an seinem emotionalen Torjubel zurückgewiesen.

Der frühere Bremer soll nach seinem entscheidenden Tor den mazedonischen Spieler Ezgjan Alioski beleidigt und dabei auch rassistische Äußerungen getätigt haben. „Ich bin kein Rassist und werde niemals einer sein“, betonte Arnautovic nach der Rückkehr ins Teamquartier im österreichischen Seefeld.

Der nordmazedonische Verband teilte dagegen am Montagabend auf seiner Facebook-Seite mit, er habe ein offizielles Schreiben an die Europäische Fußball-Union UEFA gerichtet, „in dem wir die schärfste Strafe für den österreichischen Nationalspieler“ fordern. Man sei immer „gegen Nationalismus, Diskriminierung und alle anderen Formen von Beleidigungen und Ausbrüchen, die nicht im Sinne des Fußballs und der Werte stehen, für die wir alle zusammenstehen“. Man werde immer aufstehen und die Interessen und Würde der mazedonischen Nationalspieler verteidigen, wo immer sie auftreten würden.

Arnautovic sprach dagegen von einem „Wortgefecht in den Emotionen, von der einen wie von der anderen Seite“. Politik oder Rassismus hätten dabei aber definitiv keine Rolle gespielt. „Meine Freunde, die zu meiner Familie herangewachsen sind, sind von überall auf der Welt“, sagte Arnautovic, der für seine Emotionalität bekannt ist.

Serbische und kroatische Medien berichteten nach dem Spiel, dass man an Arnautovic‘ Lippen deutlich erkennen könne, dass er gerufen habe: „Ich f***e deine Shiptar-Mutter“. Auch in den sozialen Medien wollen Nutzer die Beschimpfungen erkannt haben. Die Spieler Nordmazedoniens oder die UEFA bestätigten dies bisher nicht. Auf Serbisch wird „Shiptar“ als eine abwertende rassistische Beleidigung für Albaner gebraucht.

Arnautovic ist in Wien geboren und aufgewachsen, aber seine Familie stammt aus Serbien und viele Verwandte wohnen dort. Wie er selbst einmal sagte: „In mir steckt ein Serbe.“ Seine mutmaßlichen Beleidigungen im Anschluss an das Tor richteten sich wohl speziell gegen Ezgjan Alioski, der für Leeds United spielt und eine albanische Herkunft hat. Beide Spieler hatten sich während der Partie vorher in einer Art Privatduell schon mehrfach beharkt. Im Anschluss an die Partie unterhielten sich Arnautovic und Alioski auf dem Feld in Ruhe.



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