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Wirtschaft

Verbund, EVN, Immofinanz und Lenzing stark

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WIEN (dpa-AFX) – Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit klaren Zuwächsen geschlossen. Der heimische Leitindex ATX legte um 1,01 Prozent auf 3183,99 Einheiten zu. Auch an den europäischen Leitbörsen gab es Kursgewinne zu beobachten. Die Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) lieferten kaum sichtbare Impulse. Wie allgemein erwartet, beließ die Notenbank den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent.

Am heimischen Aktienmarkt präsentierte sich die Verbund-Aktie sehr stark. Die Titel des Stromversorgers gewannen satte 5,6 Prozent an Wert. Beim Branchenkollegen EVN gab es ein deutliches Plus von 3,9 Prozent zu sehen. Weit oben in der Gunst der Anleger stand auch die Lenzing-Aktie nach einer erhöhten Gewinnschätzung und legte deutliche 3,5 Prozent zu. Der Faserhersteller startete zudem besser als erwartet in das Geschäftsjahr 2021. Das vorläufige Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Quartal 2021 um 36,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 94,5 Millionen Euro.

Nach der Vorlage von Geschäftszahlen gewannen Immofinanz 3,9 Prozent. Trotz eines hohen Verlusts von 165,9 Millionen Euro im Vorjahr wegen pandemiebedingten Abwertungen will das auf Büro- und Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Unternehmen nach einem dividendenlosen Jahr 2019 nun für 2020 wieder Geld an die Aktionäre zahlen. Die Immofinanz verfügt zudem nach eigenen Angaben über mehr als eine Milliarde Euro an liquiden Mitteln und damit über genug Geld für die geplante Übernahme des kleineren Konkurrenten s Immo.

Polytec verbesserten sich um 2,9 Prozent. Der oberösterreichische Autozulieferer hat 2020 die Coronakrise zu spüren bekommen. Gewinn und Umsatz sind gesunken. Der Umsatz sank um 16,8 Prozent auf 522 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern fiel auf 9,5 Millionen Euro, nach 23,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Addiko Bank gaben 0,4 Prozent auf 12,70 Euro ab. Die Analysten von Wood & Company haben die Bewertung der Aktien mit „Buy“ neu aufgenommen. Als Kursziel errechneten die Experten 18,10 Euro.

Raiffeisen Bank International (RBI) schlossen mit minus 0,6 Prozent. Die Hauptversammlung der RBI hat die vom Vorstand beabsichtigte Dividende in der Höhe von 48 Cent je Aktie bestätigt.

Andritz verteuerten sich um 2,2 Prozent. Der Grazer Maschinenbauer hat den Auftrag zur Lieferung eines neuen Rückgewinnungskessels für das BillerudKorsnäs-Werk in Frövi in Schweden erhalten. Über den Auftragswert wurde Stillschweigen vereinbart, allerdings sind vergleichbare Anlagen erfahrungsgemäß im Wert von rund 100 Millionen Euro.



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Raus aus der Strafzinsfalle: Wie schwer ist die Börse?

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Raus aus der Strafzinsfalle

Wie schwer ist die Börse?

Immer mehr Banken brummen ihren Sparern ein sogenanntes Verwahrentgelt auf. Sie geben also Strafzinsen direkt an die Kunden weiter. Welche Alternativen gibt es zum Sparbuch oder Festgeldkonto? Warum fällt es vielen Sparern schwer, sich am Aktienmarkt zu engagieren? Und wie eignen Sparer sich gutes Börsenwissen an?

Tipps für passende Anlagestrategien, richtige Depotmischungen und wichtige Regeln für die Finanzmärkte erfährt Bianca Thomas von Kemal Bagci von BNP Paribas und Sven Gundermann von Taunus Investments in dieser Folge des „Zertifikate“-Podcasts.



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Industrieroboter werden zunehmend zur Option für Mittelständler

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Roboter von Universal Robots

Die einfachen Tätigkeiten übernimmt bei VEMA künftig der kollaborative Roboter.


(Foto: Universal Robots)

München Den ersten Arbeitstag des neuen Mitarbeiters feierte der deutsche Mittelständler Vema mit einem kleinen Empfang. Die anderen Beschäftigten sollten keine „monotone, stumpfe Arbeit verrichten“, sondern sich auf wichtigere Dinge konzentrieren, sagte Vema-Geschäftsführer Christian Veser. Die einfachen Tätigkeiten übernimmt künftig der neue kollaborative Roboter, den Vema von Universal Robots gekauft hat. Es war bereits der 50.000. verkaufte Cobot des dänischen Pioniers.

Seit Jahren schon hatte die Robotikbranche den Durchbruch der kollaborierenden Cobots prophezeit, die direkt neben dem Menschen arbeiten. Doch gerade Mittelständlern waren die Maschinen oft noch zu kompliziert und zu teuer.

Corona könnte nun den Durchbruch bringen. Denn in der Pandemie ermöglichten es Roboter vielerorts, die Produktion aufrechtzuerhalten. Das ist auch eine Chance für Deutschland. Der Markt für schwere Industrieroboter werde von japanischen und chinesischen Anbietern dominiert, sagt Olaf Gehrles vom Deutschen Robotik Verband (DRV). „In der Leichtbaurobotik sieht die Welt ganz anders aus.“ In der bunt gemischten Riege der Hersteller spielen auch deutsche Start-ups wie Franka Emika und Hahn Robotics eine wichtige Rolle.

Entscheidend für den Durchbruch wird sein, dass es leichter wird, die Cobots zu bedienen. Firmen wie Artiminds, Drag&Bot und Robominds arbeiten an einfacher Programmierung. Einige von ihnen konzentrieren sich ganz auf die Software und bauen keine eigene Hardware mehr.

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Das Darmstädter Start-up Energy Robotics zum Beispiel entwickelt eine Software, die Roboter anderer Hersteller intelligenter machen soll. Die mobilen – mal hunde-, mal menschenähnlichen – Roboter von Boston Dynamics, die im Netz für viel Furore sorgten, können damit auf Wartungsarbeiten geschult werden.

30

Prozent

wird der Markt für kollaborierende Roboter im Schnitt bis 2025 jährlich wachsen. (Quelle: Research-and-Markets)

Inzwischen sind auch die traditionellen Roboterhersteller aufgewacht. So entwickelt Kuka ein neues Betriebssystem für seine gesamte Roboterpalette. 2022 sollen die ersten Cobots präsentiert werden, die mithilfe dieser Plattform einfach programmiert, bedient und in die Produktionsabläufe eingebaut werden sollen können.

Die Cobots übernehmen derzeit vor allem „Pick-and-Place“-Aufgaben. Sie ergreifen also etwas und platzieren es, etwa einen Akku in ein Prüfgerät. Bislang habe bei kleinen Firmen und Handwerkern oft der Mut gefehlt, Schritte in Richtung Automatisierung zu gehen, sagt der DRV-Vorsitzende Helmut Schmid. Dank der einfachen, günstigen Lösungen bekämen nun auch die kleinen Firmen den „überfälligen Zugang zur Robotik“. Die Inbetriebnahme dauert oft nur eine halbe Stunde – Mitarbeiter mit Spezialkenntnissen sind nicht notwendig.

Noch machen die Cobots nur etwa fünf Prozent des Robotergesamtmarkts von 373.000 Auslieferungen (2019) aus. Die Experten von Research-And-Markets erwarten bis 2025 aber ein jährliches Wachstum von 30 Prozent.

Bei Vema sind nun bereits vier Cobots im Einsatz. Die Beschäftigten haben ihren blechernen Kollegen sogar Namen gegeben. Die ersten heißen Elfriede, Günther und Bruno. Den neuen tauften sie Jürgen – schließlich war Universal-Robots-Präsident Jürgen von Hollen zur Inbetriebnahme extra nach Krauchenwies-Göggingen gereist.

Mehr: Diese 75 Ideen bringen Deutschland in den kommenden Jahren voran



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Wirtschaft

Unionsfraktionsvize will deutlich höheren CO2-Preis schon ab 2022

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Andreas Jung

Der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Jung fordert eine zeitnahe massive Erhöhung des CO2-Preises.

(Foto: Reuters)

Berlin Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Andreas Jung, schlägt vor, den CO2-Preis auf Öl und Gas bereits im kommenden Jahr um 20 Euro auf 45 Euro zu erhöhen. Wie er in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erläuterte, wären das 15 Euro mehr als nach den aktuellen Plänen vorgesehen.

Für 2023 schlägt Jung 55 Euro vor (20 Euro mehr als geplant) und für 2024 dann 65 Euro. Nach 2025 solle dann der „Übergang zum Markt“ folgen – zwei Jahre früher, als bisher geplant. Gleichzeitig müsste der Strom aber zur Entlastung der Haushalte billiger werden, erklärte Jung weiter.

Vorschläge zu einem höheren CO2-Preis hatte Anfang Mai auch der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, gemacht. Auch die Grünen plädieren für einen höheren CO2-Preis.

Seit Jahresbeginn gilt im Verkehr sowie bei Gebäuden ein CO2-Preis in Höhe von 25 Euro pro ausgestoßener Tonne Kohlenstoffdioxid. Er verteuert fossile Energieträger und soll einen Anreiz dafür schaffen, auf klimafreundlichere Alternativen umzusteigen.

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Nach Angaben der Bundesregierung ergibt sich etwa für Benzin in diesem Jahr ein Aufschlag von sieben Cent pro Liter. Ein CO2-Preis von 45 Euro würde den Liter Benzin um etwa 12,7 Cent verteuern. Nach den aktuellen Plänen soll der CO2-Preis bis 2025 schrittweise auf 55 Euro pro Tonne steigen.

Bundesumweltministerin lehnt zeitnahe Erhöhung ab

Unionsfraktionsvize Jung ist dieser Plan zu unambitioniert, um die am vergangenen Mittwoch beschlossenen höheren Klimaziele der Bundesregierung erreichen zu können. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) lehnt eine zeitnahe CO2-Preis-Erhöhung bislang ab und argumentiert, dass es zunächst ausreichend Alternativen zu fossilen Brennstoffen geben müsse.

Der soziale Ausgleich sei wichtig, es könne nicht darum gehen, Menschen einfach nur finanziell zu belasten, erklärte Schulze am Mittwoch. Auch der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Klaus Müller, warnte am Samstag im „Spiegel“ vor sozialer Ungerechtigkeit durch steigende CO2-Preise.

„Alle zusätzlichen Einnahmen aus der Bepreisung von CO2 müssen an die Bürger – idealerweise pro Kopf – zurückfließen“, sagte Müller dem Nachrichtenmagazin. Auch andere Forscher und Klimaaktivisten schlagen vor, die Kosten für den CO2-Preis mit einer Prämie für alle Bürger zu kompensieren.

Mehr: Merkel lehnt Änderung des Beschlusses zum Kohleausstieg ab



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