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Wirtschaft

Verbraucherpreise in der Euro-Zone steigen um 2,2 Prozent

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Inflationsrate

Die Teuerungsrate kletterte im Juli leicht über das EZB-Ziel hinaus.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Im Euro-Raum sind die Preise für Verbraucher im Juli im Schnitt um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Die vorläufigen Zahlen teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag mit. Damit liegt die Teuerungsrate leicht über dem Zielbereich der Europäischen Zentralbank (EZB). Mittelfristig zielt die EZB auf eine Inflationsrate von zwei Prozent ab.

Mit Blick auf ihre neue Strategie und das leicht angehobene Inflationsziel zwingt der aktuelle Anstieg Notenbankpräsidentin Christine Lagarde noch nicht zum Handeln. Im Juni war die Inflation im Währungsraum noch langsamer gestiegen – auf 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die deutsche Inflationsrate war im Juli so stark gestiegen wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Die Verbraucherpreise legten um 3,8 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Vormonat lag die Rate des Verbraucherpreisindexes (VPI) bei 2,3 Prozent. Die Bundesbank geht für den weiteren Jahresverlauf für Deutschland davon aus, dass die Inflationsraten in Richtung fünf Prozent gehen.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen Industriestaaten steigt die Sorge vor einer anhaltenden Inflation. In den USA kletterte die Teuerungsrate zuletzt um 5,4 Prozent. Das Ziel der US-Notenbank Fed war damit bei Weitem übertroffen – und auch die Erwartungen des Marktes.

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Die Europäische Zentralbank dagegen erklärte im Vorfeld: „Unsere Situation ist völlig anders als in den USA. Dort liegt die Inflation deutlich über fünf Prozent. Für den Euro-Raum erwarten wir den Höhepunkt im November mit etwa 3,0 Prozent“, sagte EZB-Vizechef Luis de Guindos dem Handelsblatt.

Mehr: Gerechtfertigte Warnungen oder „übliche Paranoia“? Ökonomen streiten über die Inflationsgefahr



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Wirtschaft

Zehnjährige Pannenserie: Boeing Himmelsstürmer 787 ist weiter flügellahm

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Zehnjährige Pannenserie

Boeing Himmelsstürmer 787 ist weiter flügellahm

Der 787 “Dreamliner” ist einst Boeings Hoffnungsträger auf eine neue Ära hypermoderner Langstreckenjets. Nach zahlreichen Produktionsproblemen und Flugverboten entwickelt sich das Modell jedoch immer mehr zum Pannenprojekt.

Vor zehn Jahren lieferte Boeing seinen ersten Langstreckenjet vom Typ 787 “Dreamliner” aus – nach großen Anlaufschwierigkeiten und mehrfachen Verschiebungen erreichte der US-Flugzeugbauer damit einen Meilenstein. Aktuell bereitet das Modell dem Airbus-Rivalen aber wieder Probleme: Wegen technischer Mängel können viele 787 seit Monaten nicht mehr an die Kundschaft gebracht werden. Im Juli musste Boeing deshalb sogar die Produktion drosseln.

Es ist jedoch nur das jüngste Kapitel einer jahrelangen Pannenserie. Schon bevor der erste “Dreamliner” am 26. September 2011 feierlich an die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways übergeben wurde, hatte Boeing viel Ärger mit der Baureihe. Über drei Jahre verzögerte sich die erste Auslieferung des Hoffnungsträgers, mit dem die Amerikaner nach der großen Branchenkrise im Zuge der Anschläge vom 11. September 2001 wieder zu geschäftlichem Erfolg zurückfinden und den aufstrebenden Rivalen Airbus auf Distanz halten wollten. Doch statt Boeing die Vormachtstellung am Himmel zu sichern und zum Symbol einer neuen Ära hypermoderner Langstreckenjets mit höherem Komfort und geringerem Spritverbrauch zu werden, entwickelte sich der “Dreamliner” schon nach kurzer Zeit zu einem milliardenteuren Pannenprojekt.

Boeing lagerte zunächst umfangreiche Teile des Fertigungsprozesses an Zulieferer aus, was sich als teurer Fehler entpuppte. Einen Teil der Arbeiten holte der Konzern später wieder zu sich, weil die Partner damit offenbar überfordert waren. Boeing musste die Verzögerungen im Zeitplan teuer bezahlen – angesichts Hunderter Bestellungen für die 787 mussten die wartenden Fluggesellschaften für viel Geld entschädigt werden. Das jahrelange Hickhack kratzte schon damals am Image des einstigen US-Vorzeigekonzerns. Entsprechend groß war die Erleichterung, als die erste Maschine endlich übergeben werden konnte. “Jetzt, da das Flugzeug fertig zur Auslieferung ist, kann das ganze Team feiern”, sagte “Dreamliner”-Programmchef Scott Fancher im September 2011. Doch es sollte noch dicker kommen.

Batterien schmorten

Anfang 2013 zogen die Aufsichtsbehörden den “Dreamliner” wieder aus dem Verkehr, weil gleich in zwei Fällen die neuartigen Batterien schmorten, die die Bordsysteme mit Strom versorgten. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verhängte ein Flugverbot für die Boeing 787, dem sich Regulierer weltweit anschlossen. Schon damals kamen erhebliche Bedenken am Zulassungsverfahren der FAA und an den engen Verbindungen zwischen Boeing und Aufsehern auf, die später im Zusammenhang mit dem Debakel rund um den Absturzflieger 737 Max für viel Kritik sorgen sollten.

Angesichts der pannenreichen Vorgeschichte scheint es fast konsequent, dass der “Dreamliner” aktuell schon wieder ganz oben auf der Problemliste von Boeing steht. Während der Krise rund um den Bestseller 737 Max – der wegen zwei Abstürzen mit 346 Toten ab März 2019 rund 20 Monate am Boden bleiben musste – war die 787 noch eine wichtige Ertragsstütze für Boeing gewesen. Doch seit 2020 gibt es auch hier mal wieder nichts als Ärger.

Nach Berichten über Produktionsmängel stellte die FAA eine Reihe neuer Probleme fest. Im Juli teilte Boeing mit, dass weitere Inspektionen und Reparaturen bei etlichen 787-Fliegern nötig seien, die noch nicht an Kunden übergeben wurden. Das Unternehmen rechne damit, dieses Jahr weniger als die Hälfte seiner derzeit gelagerten 787-Maschinen ausliefern zu können. Deshalb werde auch die Produktion des Modelltyps vorübergehend gedrosselt.

Lieferstopp zieht sich hin

Anfang September berichtete das “Wall Street Journal” unter Berufung auf Insider, dass sich der Lieferstopp noch bis mindestens zum späten Oktober hinziehen dürfte, da die FAA Boeings Plänen zur Mängelbeseitigung nicht zugestimmt habe. Für den US-Konzern wird die Situation damit immer kritischer.

Boeing 221,39

Eigentlich hatte sich Boeing nach der Doppelbelastung aus 737-Max-Krise und Pandemie gerade wieder etwas berappelt. Doch da viele “Dreamliner” wegen verschiedener Probleme inzwischen schon seit geraumer Zeit nicht ausgeliefert werden können, ergibt sich für Kunden zunehmend die Möglichkeit, Kaufvereinbarungen nachzuverhandeln sowie Boeing mit Stornierungen zu drohen und teure Zugeständnisse abzuringen.

Zuletzt hatte Boeing rund 100 “Dreamliner” auf Lager, der Listenpreis pro Maschine liegt bei rund 250 Millionen Dollar. Was konkret im Argen liegt, dazu halten sich sowohl Boeing als auch die FAA relativ bedeckt. Seit über einem Jahr gibt es Berichte über Untersuchungen der Aufsicht aufgrund womöglicher Produktionspannen und Kontrolldefizite. Im Februar ordnete die FAA Überprüfungen von rund 222 “Dreamlinern” an, weil die Gefahr von Schäden an sogenannten Dekompressionspaneelen zur Abtrennung des Passagierbereiches bestehe. Der Defekt könnte der Behörde zufolge fatale Folgen haben, etwa wenn Luftfracht Feuer fängt. Inzwischen soll es jedoch auch um Konflikte beim Inspektionsverfahren zur Freigabe der Jets durch die FAA gehen.



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Wirtschaft

Tarifkonflikt an Kliniken weiter ungelöst

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Der Tarifkonflikt an Berliner Kliniken mit den landeseigenen Klinikkonzernen Charité und Vivantes geht in die nächste Runde. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte vor gut zwei Wochen zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Die Kliniken müssen deshalb unter anderem planbare Operationen verschieben, die Notfallversorgung ist nicht betroffen.

Die Streiks in Vivantes-Tochtergesellschaften würden fortgesetzt, kündigte die Dienstleistungsgesellschaft Verdi am Samstag an. “Das am Freitag vorgelegte Angebot der Arbeitgeber ist nicht einigungsfähig”, sagte Verdi-Verhandlungsführer Ivo Garbe. Die Tarifkommission habe die Offerte einstimmig zurückgewiesen und die Fortsetzung des Arbeitskampfs beschlossen. Damit drohen auch in der kommenden Woche Störungen im Klinikbetrieb.

“Wir bedauern sehr, dass Verdi auch in dieser Verhandlungsrunde nicht zu einer Einigung bereit war”, sagte Dorothea Schmidt, Geschäftsführerin Personal bei Vivantes. Mit dem Angebot im Volumen von rund 47 Millionen Euro sei das Unternehmen an die Grenze des Machbaren gegangen. Die Verhandlungen betreffen laut Vivantes rund 1250 Beschäftigte.

Kein Fortschritt auch bei den Verhandlungen in der Charité: Gespräche zu einem Eckpunktepapier seien zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen, hieß es dort. Das Angebot habe einen Aufbau von 700 Vollzeitkräften in der Pflege einbezogen, “die Charité ist damit an die Grenze des Machbaren gegangen”. In einer Vielzahl von Verhandlungspunkten sei das Universitätsklinikum der Gewerkschaft deutlich entgegengekommen.



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Wirtschaft

U18-Wahl: Ergebnisse der Jugend-Bundestagswahl 2021

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Die Ergebnisse der U18-Wahl 2021 im Überblick:

  • Die Grünen: 21,02 Prozent
  • SPD: 19,21 Prozent
  • CDU/CSU: 16,92 Prozent
  • FDP: 12,03 Prozent
  • Die Linke: 7,51 Prozent
  • AfD: 5,85 Prozent
  • Tierschutzpartei: 5,65 Prozent
  • Sonstige: 11,8 Prozent

Seit Montag, den 20. September 2021, stehen die Endergebnisse der U18-Bundestagswahl fest: 21 Prozent der jungen Menschen in Deutschland hätten ihr Kreuz bei der Partei von Annalena Baerbock und Robert Habeck gemacht, teilten das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) und der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) am Dienstag offiziell mit. 

Knapp dahinter rangiert die SPD mit 19,2 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von der Union mit 16,9 Prozent. Die FDP landete demnach mit zwölf Prozent auf dem vierten Rang. Die Linke kam auf 7,5 Prozent der Stimmen. Für die AfD stimmten 5,9 Prozent, für die Tierschutzpartei 5,7 Prozent. Auf die sonstigen Parteien verteilten sich 11,8 Prozent der Stimmen.

Hintergründe zur Jugendwahl 2021

Bundesweit stimmten nach Angaben des DBJR rund 262.000 Menschen unter 18 Jahren ab. Damit habe sich eine Rekordzahl an Kindern und Jugendlichen beteiligt. Das große Interesse an Politik sei ein deutliches Zeichen dafür, die Wahlaltersgrenzen in Deutschland abzusenken, teilte das DKHW mit. Zusammen mit dem DBJR und weiteren Jugendverbänden organisiert das Kinderhilfswerk die Wahlen.

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Fakt ist: Die Debatte um eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre hält sich seit Jahren – Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen oder die FDP sind starke Befürworter einer solchen Reform.

Lesen Sie dazu: Wir sollten mit 16 schon die Welt retten dürfen

Immer neun Tage vor einem offiziellen Wahltermin stimmen die Heranwachsenden bei den U18-Wahlen ab. Alle Minderjährigen – unabhängig ihrer Staatsangehörigkeit – können an den Wahlen teilnehmen. Ausgewertet werden ausschließlich die Zweitstimmen. Das 1996 in Berlin gegründete Format existiert sowohl auf Europa- als auch auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene.

Mehr: Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Bundestagswahl



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