Connect with us

Wirtschaft

US-Politiker legen Gesetzentwürfe gegen Amazon, Google & Co vor

Published

on


Amazon

Besonders dem Onlinehändler wird vorgeworfen, seine Marktmacht auf der eigenen Plattform zu missbrauchen.


(Foto: AFP)

New York Es wird ungemütlich für die Technologie-Riesen in den USA. Am Freitag haben Vertreter beider Parteien insgesamt vier Gesetzesentwürfe vorgelegt, die die Macht von Big Tech reduzieren sollen. Zwei davon richten sich gegen Plattformen wie Amazon und Google, die in Konkurrenz mit ihren eigenen Kunden stehen. Ein Gesetzentwurf geht sogar soweit, den Verkauf einer Sparte zu fordern, wenn das Unternehmen seine eigenen Produkte auf der Plattform bevorzugt.

Ein anderer Gesetzesentwurf sieht für diesen Fall eine heftige Strafe vor. Sie sollen in Zukunft 30 Prozent des US-Umsatzes in der betroffenen Sparte als Strafe zahlen. Vor allem Amazon wird von vielen Dritthändler vorgeworfen, sich die Daten über den Verkauf von externen Produkten zu Nutze zu machen, um dann eigene, meist günstigere Konkurrenzprodukte auf den Markt zu bringen.

„Von Amazon und Facebook bis zu Google und Apple, ist klar, dass diese unregulierten Tech-Giganten zu groß geworden sind, um sich darum zu kümmern und zu mächtig, um je den Menschen über den Profit zu stellen“, sagte Pramila Jayapal, der für die Demokraten im Repräsentantenhaus sitzt. Doch die Vorhaben haben auch die Unterstützung der Republikaner.

Noch ist unklar, ob es die Entwürfe wirklich durch das Abgeordnetenhaus und den Senat schaffen und so zum Gesetz werden. Das Vorhaben macht jedoch deutlich: Die Kritik an Big Tech ist eines der wenigen Felder, in denen sich Demokraten und Republikaner einig sind – wenn auch nicht immer aus den selben Gründen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Der neue Gesetzesentwurf kommt zu einer Zeit, in der Amazon weltweit und in der Heimat bereits stark unter Druck steht. Ende Mai hatte sogar die Staatsanwaltschaft der US-Hauptstadt Washington gegen den Konzern geklagt. Auch dabei ging es um das Geschäft von Amazon als Onlinehändler.

US-Wirtschaft

Ein neues Gesetz soll die Marktmacht der US-Tech-Unternehmen einschränken.


(Foto: AP)

Die Staatsanwälte werfen dem Konzern vor, dass er es unabhängigen Händlern, die über Amazon Waren verkaufen, verbiete auf anderen Plattformen bessere Konditionen anzubieten. Damit nutze Jeff Bezos’ Konzern seine Marktmacht aus und treibe die Preise, was schlecht für den Wettbewerb und die Verbraucher sei, so die Argumentation.

Auch in Deutschland hat das Bundeskartellamt vor einer Woche ein Verfahren gegen Amazon eingeleitet, um dessen Marktposition zu prüfen. 

Die G7-Staaten wollen die Technologie-Konzerne stärker zur Kasse bitten

Auch die G7 könnten Big Tech mit ihren Vorschlägen in Zukunft stärker regulieren: Zum einen soll eine weltweite Mindeststeuer von 15 Prozent für alle Unternehmen verhindern, dass Konzerne in Steueroasen flüchten.

Und zum anderen sollen Konzerne mit einer Gewinnmarge von mehr als zehn Prozent ein Fünftel ihrer Profite dort versteuern, wo sie ihre Umsätze machen. Das Problem dabei: Amazon kommt gar nicht auf diese Mindest-Schwelle. Deshalb gibt es bereits Erwägungen, ob man das profitable Cloud-Geschäft von Amazon Web Services (AWS) getrennt vom margenschwächeren Online-Handel betrachten sollte.

Noch müssen die Gesetzesvorschläge in beiden Kammern diskutiert werden. Die Märkte zeigten sich gelassen. Die Aktien von Google und Amazon lagen am Freitagabend nur leicht im Minus.

Mehr: Die G7-Länder erwägen, Amazons lukratives AWS-Cloud-Geschäft für die Besteuerung getrennt zu betrachten. Das ist moralisch verständlich, aber juristisch äußerst fraglich.



Quelle

Continue Reading
Advertisement
Click to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Wirtschaft

Aktien New York Schluss: Zinsängste und drohender US-Zahlungsausfall belasten

Published

on



NEW YORK (dpa-AFX) – Sorgen über steigende Zinsen und einen Zahlungsausfall der USA haben den amerikanischen Börsen am Dienstag zum Teil die deutlichsten Verluste seit Mai eingebrockt. Besonders unter Verkaufsdruck standen die Technologiewerte an der Nasdaq, während Ölaktien ihre Aufwärtsbewegung fo



Quelle

Continue Reading

Wirtschaft

N26 zahlt Millionenstrafe wegen Mängel bei der Geldwäsche-Prävention

Published

on


N26

An N26 sind unter anderen der deutsche Versicherungskonzern Allianz, der Staatsfonds GIC aus Singapur, der chinesische Internet-Riese Tencent, Earlybird und der deutsch-amerikanische Investor Peter Thiel beteiligt.


(Foto: imago images / photothek)

Berlin Die Berliner Internetbank N26 bekommt eine teure Quittung für ihre Mängel bei der Geldwäsche-Prävention und muss eine Millionenstrafe an die Finanzaufsicht BaFin zahlen. Ein im Juni wegen verspäteter Geldwäscheverdachtsmeldungen erlassenes Bußgeld in Höhe von 4,25 Millionen Euro sei beglichen worden, teilte das Geldhaus am Dienstagabend mit.

Es gehe um weniger als 50 Fälle in den Jahren 2019 und 2020. Alle von der BaFin geforderten Maßnahmen zur rechtzeitigen Meldung verdächtiger Aktivitäten seien umgesetzt worden. Die BaFin selbst hat sich bisher nicht geäußert und war zunächst nicht erreichbar. N26 steht schon seit 2019 im Visier der Behörde wegen mangelhafter Vorbeugung von Geldwäsche.

Bereits im Mai hatte die Finanzaufsicht bei N26 genauer hingeschaut und einen Sonderbeauftragten eingesetzt, der die Verbesserung der internen Abläufe und IT-Systeme überwacht. Konkret geht es um die Behebung von Mängeln bei der Transaktionsüberwachung und bei der Identifizierung und Verifizierung von Kunden.

N26 räumte in diesem Zusammenhang im Mai ein, dass die kriminellen Aktivitäten beim Onlinehandel seit Beginn der Corona-Pandemie zugenommen hätten. Betrüger manipulierten Dritte, neue Konten zu eröffnen, um diese für betrügerische Zwecke zu verwenden, hieß es.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Nun betonte das Unternehmen, zahlreiche weitreichende Maßnahmen ergriffen sowie Strukturen und Prozesse etabliert zu haben, die den höchsten Standards entsprächen und gleichzeitig neue Standards in der Branche setzten. Damit sei die Internetbank auch künftig gut gegen die weltweit weiterhin stark zunehmenden kriminellen Aktivitäten aufgestellt.

An N26 sind unter anderen der deutsche Versicherungskonzern Allianz, der Staatsfonds GIC aus Singapur, der chinesische Internet-Riese Tencent, Earlybird und der deutsch-amerikanische Investor Peter Thiel beteiligt. Das 2013 gegründete Unternehmen, das bei seinen Investoren bisher 570 Millionen Dollar eingesammelt hat, wird mit 3,6 Milliarden Dollar bewertet. Insidern zufolge verhandelt N26 seit Monaten mit Investoren über eine weitere umfangreiche Geldspritze.

Mehr: Smartphone-Bank N26 verliert ihren Deutschlandchef



Quelle

Continue Reading

Wirtschaft

Johnson mit Großbritannien in Versorgungskrise

Published

on



Ausverkauft-Schilder an britischer Tankstelle

Die meisten der 8000 Tankstellen in Großbritannien hatten zu Wochenbeginn keinen Treibstoff mehr.


(Foto: action press)

London An der Zapfsäule der Shell-Tankstelle im Südwesten Londons steht „Sorry, außer Betrieb“. Fahrer Rowan ist frustriert: „Es ist schon die vierte Tankstelle, die kein Benzin hat.“ Es ist Dienstagmorgen, acht Uhr. Der Honda-Fahrer hat noch Kraftstoff für 100 Meilen, aber er will sicherheitshalber auftanken. Er brauche das Auto für die Arbeit. Der Tankwart erklärt, er habe „keine Ahnung“, wann die nächste Lieferung komme.

An der BP-Tankstelle einige Blocks entfernt sagt die Frau an der Kasse: „Wir wissen nicht, wann wir Nachschub bekommen. Versuchen Sie es beim Sainsbury’s“. Vor der Tankstelle der Supermarktkette stehen die Autos Schlange. „Ich kann nicht garantieren, dass es für alle reicht“, sagt der Mann, der die Autos einweist. „Stellen Sie sich am besten hinten an.“

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im

Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.

Weiter

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im

Web und in unserer App für 6 Wochen.

Weiter



Quelle

Continue Reading

Trending

We use cookies in order to give you the best possible experience on our website. By continuing to use this site, you agree to our use of cookies.
Accept