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Wirtschaft

US-Notenbankchef erwartet nur vorübergehenden Preisschub

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Jerome Powell

Die vierjährige Amtszeit des Notenbankchefs läuft Anfang 2022 ab.


(Foto: AP)

Washington Der erwartete Preisschub im Zuge einer Erholung der US-Wirtschaft wird aus Sicht von US-Notenbankchef Jerome Powell nur vorübergehend zu einer stärkeren Inflation führen. Bei den Preisen werde es voraussichtlich Druck nach oben geben, sagte Powell am Donnerstag in einer Diskussionsrunde auf dem Frühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Dieses würden die Verbraucher in Form von Preiserhöhungen wohl spüren. „Wir denken, dass dieser Effekt vorübergehend sein wird“, fügte er hinzu. Die Teuerungsrate sei 25 Jahre lang niedrig gewesen.

Es gebe einen Unterschied zwischen einem einmaligen Anstieg der Preise und einer anhaltenden Inflation, so Powell. Falls die Teuerungsrate entgegen den Voraussagen der Notenbank dennoch deutlich zulegen und anhaltend über zwei Prozent liegen sollte, werde die Fed darauf reagieren.

Zudem werde die Notenbank auch weiterhin der Wirtschaft bei der Erholung von der Pandemie unter die Arme greifen. „Wir müssen die Wirtschaft weiter unterstützen und wir werden das tun“, sagte Powell.

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Auf die Frage nach einer zweiten Amtszeit sagte Powell: „Ich verwende keine Zeit dafür, daran zu denken.“ Seine vierjährige Amtszeit läuft Anfang 2022 ab. US-Präsident Joe Biden muss noch in diesem Jahr entscheiden, ob er sich Powell für eine zweite Amtszeit wünscht. Powell war von Bidens Vorgänger Donald Trump nominiert worden, war im Laufe seiner Amtszeit allerdings auch wiederholt von Trump scharf kritisiert worden.

US-Finanzministerin Janet Yellen, die vor Powell die US-Notenbank geleitet hatte, warnte anlässlich der IWF-Tagung, dass die Volkswirtschaften rund um den Globus im Zuge der Pandemie permanent auseinanderzudriften drohten. „Die Covid-19-Krise hat den Trend einer zunehmenden Einkommensungleichheit verschärft, was die Sorgen hinsichtlich unterschiedlicher Entwicklungen innerhalb und zwischen den Ländern zunehmen lässt.“ Diese Themen, wozu sie auch den Klimawandel zählte, könnten nur durch starke internationale Kooperation gelöst werden.

Mehr: EZB erwartet Preisschub – aber nur für einen kurzen Zeitraum.



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Wirecard-Skandal: Jörg Kukies „hatte zu keinem Zeitpunkt die Handynummer von Herrn Braun“

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Wirtschaft

Beschäftigte sollten sich selber testen

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Die Südwest-Wirtschaft hat die verschärfte Testpflicht in Unternehmen massiv kritisiert und gefordert, die Beschäftigten stärker in die Pflicht zu nehmen. „Noch kann niemand abschätzen, wie viel die verpflichtenden Testangebote in den Betrieben wirklich bringen, doch schon wird noch mal draufgesattelt: Das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Politik dieser Bundesregierung nähert sich dem Nullpunkt“, sagte Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg, am Mittwoch in Stuttgart.

Es wäre aus Sicht der Wirtschaft besser gewesen, die Beschäftigten zu verpflichten, sich testen zu lassen oder sich selbst zu testen. „Es gleicht einer Bankrotterklärung, wenn Regierungsparteien sich nicht mehr trauen, das Richtige zu tun, nur, weil sie dann auch den Beschäftigten – und Wählern – auf die Füße treten müssen.“ Dick fügte hinzu, dass die Erfahrung zeige, „dass die Testangebote von den Beschäftigten verhaltener angenommen werden, als dies aus Sicht des Infektionsschutzes vielleicht geboten wäre“.

Am Dienstag war die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung in Kraft getreten, die die Betriebe verpflichtet, allen Beschäftigten in Präsenz mindestens einen Schnelltest pro Woche anzubieten. Am Mittwoch beschloss das Bundeskabinett, dass Unternehmen zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen müssen. Falls möglich, muss der Arbeitgeber seinen Angestellten Homeoffice ermöglichen und Arbeitnehmer müssen das normalerweise auch annehmen.



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Wirtschaft

Finanzinvestor KKR will Hensoldt-Aktienpaket abstoßen

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Gebäude des Rüstungskonzerns Hensoldt

Mit etwaigen Interessenten für ein Aktienpaket hat Hensoldt bereits Gespräche über deren strategische Pläne geführt.

(Foto: dpa)

Berlin, München Der US-Finanzinvestor KKR will sich von einem weiteren Aktienpaket am Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt trennen. KKR sei in fortgeschrittenen Gesprächen über einen Verkauf eines Aktienpakets von voraussichtlich bis zu 25,1 Prozent, teilte Hensoldt am Mittwoch mit.

Zu den Interessenten zählten die Rüstungskonzerne Indra aus Spanien, Leonardo aus Italien, die schwedische Saab und die französische Thales. Mit ihnen habe Hensoldt bereits Gespräche über deren strategische Pläne geführt.

Das „Manager Magazin“ hatte berichtet, KKR habe von Thales ein „finanziell hochattraktives Angebot“ bekommen. Thales wolle Sparten zusammenlegen und auf lange Sicht die Führung bei der ehemaligen Airbus-Tochter aus Taufkirchen bei München übernehmen.

Die Bundesregierung war Ende des Jahres mit 25,1 Prozent bei Hensoldt eingestiegen, wenige Monate nach dem Börsengang. KKR hatte dafür rund 450 Millionen Euro kassiert und hält nun noch 43 Prozent. Der deutsche Staat wollte mit der Sperrminorität bei dem Lieferanten von Radar- und Verschlüsselungstechnik für die Bundeswehr „ungewollte strukturelle Entscheidungen abwehren“.

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Er hätte damit ein Mitspracherecht beim Verkauf weiterer Anteile. Bereits damals war Hensoldt ins Visier von Thales und Leonardo geraten.

Mehr: Bertelsmann und KKR wollen gemeinsam Musikrechte kaufen.



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