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Urlauber an deutschen Stränden: Beginn der Badesaison an den Küsten – Sorge vor Coronafolgen – Vermischtes

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Warnemünde/Bad Nenndorf/Kiel (dpa) – Mehr Urlauber an deutschen Stränden, weniger sichere Schwimmer: Rettungsschwimmer blicken mit Sorge auf die Badesaison an den Küsten und Binnengewässern.

«Wir befürchten für die Sommersaison 2021 deutlich mehr Probleme und Zwischenfälle am und im Wasser als bereits in der Saison 2020», sagt DLRG-Pressesprecher Achim Wiese . «Viele unterschätzen, wie viel Fitness verloren gegangen ist, wenn sie lange zu Hause sind und sich über einen langen Zeitraum nicht regelmäßig und ausreichend bewegen.»

An Nord- und Ostsee startet die offizielle Badesaison, in der die Rettungsschwimmer ihre Posten beziehen, Mitte Mai. Die DLRG sorgt etwa in Schleswig-Holstein und Niedersachsen unter anderem an je rund 50 Stränden für sicheres Badevergnügen. Hinzu kommen Hunderte bewachte Badestellen an Binnengewässern. An anderen bewachten Stränden etwa entlang der Kieler Förde oder in Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern ist die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz.

Vor allem wegen des ausgefallenen Schwimmtrainings in der Corona-Pandemie bei Kindern und Schwimmanfängern aber auch bei den Rettungsschwimmern sieht die DLRG eine Gefahr. «Die Rettungsschwimmer, die nun starten, sind seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr geschwommen. Das ist natürlich gefährlich», sagte der Sprecher der DLRG in Niedersachsen, Christoph Penning. Viele hielten sich mit anderen Sportarten fit. Doch Schwimmen könne nur über das Lernen und Trainieren geübt werden. «Selbst wer Marathon-Läufer ist, ist noch kein guter Schwimmer.»

Auch die Arbeitsabläufe der Helfer werden wieder von Corona geprägt sein. Nach wie vor gelte für den täglichen Umgang am Strand und die Gesundheit aller ein Abstand von mindestens 1,5 Metern sowie das Tragen eines Mundschutzes, heißt es etwa beim DRK Rostock. Gespräche und Hilfestellungen fänden vorwiegend im Freien statt. In Warnemünde sind die Rettungsschwimmer der Wasserwacht bereits am Donnerstag in die Saison gestartet. «2020 haben wir beim gemeinsamen Umgang am Strand mit unseren Badegästen fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Daher hoffen wir auch in diesem Jahr, dass alle an einem Strang ziehen», sagte der Koordinator der DRK Wasserwacht Rostock, Manuel Brumme.

Die DLRG erwartet einen ähnlich großen Andrang an den Badeseen und Küsten des Landes wie im vergangenen Jahr. «Wir werden eine Badesaison haben, in der wir noch sehr viel stärker aufmerksam sein müssen als sonst», sagte Penning.

2019 bewahrten die Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer der DLRG 950 Menschen vor dem Tod. Im vergangenen Jahr rettete die DLRG 901 Menschen. Die genaue Leistungsbilanz will die größte Wasserrettungsorganisation der Welt am Mittwoch in einer Pressekonferenz vorstellen. Zudem will sie dann auch unter anderem auf die Auswirkungen und Folgen in der Schwimmausbildung näher eingehen.

Als Folge der Schwimmbadschließungen und fehlenden Ausbildungsmöglichkeiten rechnet die DLRG sowohl mit einem weiteren Anstieg von Kinder, die nicht schwimmen können, als auch mit erhöhten Ertrinkungszahlen speziell in den Sommermonaten. Wie sich schönes Wetter auf die Ertrinkungsfälle auswirken kann, zeigen nach Ansicht der DLRG die Sommermonate 2020. So sei es allein im August durch den verstärkten innerdeutschen Urlaub und Ausflüge an unbewachte Flüsse und Seen zu einem Rekordanstieg mit 117 Opfern gekommen. «Die Rahmenbedingungen haben sich seither nicht wesentlich verbessert. Sie sind durch die anhaltenden Umstände sogar eher schlechter geworden», sagte DRLG-Bundessprecher Wiese. «Wir können die Menschen nur sensibilisieren, ihre körperlichen Kräfte nicht zu überschätzen und ausschließlich an bewachten Abschnitten baden zu gehen.»

Bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie konnten immer weniger Kinder und Jugendliche sicher schwimmen. Die Bäderschließungen im Corona-Jahr 2020 und damit auch der Ausfall von Schwimmunterricht hätten die Situation noch verschlimmert, heißt es etwa beim DLRG.

Allein in Schleswig-Holstein hätten aufgrund der Pandemie rund 30.000 Kinder keinen Schwimmunterricht in der Schule gehabt, sagte der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Schwimmverbandes (SHLV). Die Chancen, dass diese Kinder nach Ende der Pandemie noch eine ausreichend gute Schwimmausbildung bekämen, stünden nicht gut. Die derzeit landesweit vorhandenen Wasserflächen reichten noch nicht einmal aus, den dann aktuell zur Schwimmausbildung anstehenden Jahrgang vollständig ausbilden zu können, wie Weber sagte. Daher sei nun eine Schwimmlernoffensive gestartet worden, um mehr Bäder dazu zu bewegen, bereits jetzt, vor dem Normalbetrieb für alle, wieder für den Schwimmunterricht zu öffnen. Auch in anderen Bundesländern wie Niedersachsen sind ähnliche Angebote geplant.

© dpa-infocom, dpa:210515-99-606166/2



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Queen zeigt sich lächelnd beim Pferderennen in Ascot

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Ascot (dpa) – Die britische Königin hat am Samstag erstmals seit zwei Jahren wieder das Pferderennen in Ascot besucht. Queen Elizabeth II. zeigte ein strahlendes Lächeln, als sie am Nachmittag unter dem Applaus der Besucher im mintgrünen Outfit und passendem Hut eintraf. Die Farbe ihrer Kopfbedeckung ist traditionell Gegenstand von Wetten.

+++ Aktuelle Promi-News +++

Eine Kutschprozession wie sonst üblich gab es in diesem Jahr nicht. Die 95-jährige Monarchin reiste aus dem nahen Windsor per Auto an. Außer ihr wurde von den Royals nur ihr ältester Enkelsohn Peter Phillips gesichtet. Normalerweise lässt sich die Königsfamilie täglich bei dem High-Society-Event sehen.

Die Queen hat selbst vier Pferde im Rennen: „Reach For The Moon“, „Tactical“, „Light Refrain“ and „King’s Lynn“ sollten alle am Donnerstag an den Start gehen.

Das fünftägige Event, das am Samstag zu Ende gehen sollte, ist Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung, bei dem die Rückkehr zu Massenveranstaltungen getestet werden soll. Täglich wurden dafür 12.000 Gäste zugelassen, die sich aber strengen Auflagen unterwerfen mussten.



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„Kein politisches Thema“: STIKO-Chef kritisiert Druck bei Kinderimpfung

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„Kein politisches Thema“

STIKO-Chef kritisiert Druck bei Kinderimpfung

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Corona-Impfung für Kinder nur bei bestimmten Vorerkrankungen. STIKO-Chef Mertens nutzt einen Onlinekongress für Kritik an der politischen Debatte über diese Entscheidung. Seine Rechnung fällt eindeutig aus.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, hat die politische Debatte um eine Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen vor dem neuen Schuljahr kritisiert. Grundsätzlich sei bedauerlich, dass dies zu einem politischen Thema geworden sei, noch bevor es eine Zulassung für einen Impfstoff gegeben habe, sagte Mertens auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin.

„Von diesen ganzen Aussagen war ja praktisch nichts wirklich evidenzbasiert, muss man fairerweise sagen. Und leider Gottes ist in dieser Phase die entscheidende Problematik, nämlich brauchen Kinder und Jugendliche diese Impfung, überhaupt nicht angesprochen worden.“ Infektionen bei dieser Altersgruppe verliefen bekanntlich sehr häufig asymptomatisch oder mild.

Mertens sagte, es habe insgesamt 1849 Fälle gegeben, bei denen es Einweisungen ins Krankenhaus gegeben habe. Dies sei ein Prozent der schon geringen Zahl gemeldeter Fälle. Zum Teil seien Kinder auch wegen Blinddarmentzündungen ins Krankenhaus gekommen und dann positiv getestet worden. Von den Hospitalisierungen sei dann ein Prozent intensivmedizinisch behandelt worden.

Impfdosen hätten Eltern gefehlt

Die Schwere der Krankheitsverläufe steige aber in der Gruppe der über 60-Jährigen stark an. „Wenn man damals, wie ursprünglich geplant, fünf Millionen Impfstoffdosen für Kinder beiseite gelegt hätte, dann wären das ja fünf Millionen Impfstoffdosen gewesen, die für die Impfung der Eltern gefehlt hätten“, so Mertens. „Also ich kann nur noch mal sagen: Vieles von dem, was da auf der politischen Bühne vor der Zulassung schon diskutiert ist, hält eigentlich einer kritischen Betrachtung nicht stand.“

Die STIKO hatte keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung der Bundesrepublik Deutschland betrifft das etwa elf Prozent der Heranwachsenden dieser Altersgruppe – insgesamt rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche.

30 Prozent vollständig geimpft

Die Impfkampagne gegen den Erreger Sars-CoV-2 hat in Deutschland Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Seit Montag vergangener Woche können sich Menschen unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste um einen Termin bemühen.

Inzwischen sind mehr als 30 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Samstag hervor (Stand: 9.45 Uhr). Demnach wurden am Freitag 904.231 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 42 Millionen Menschen (50,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 25,3 Millionen (30,4 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 57,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Neun weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45 Prozent. Das Saarland zählt mit 36,5 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Hessen ist hier mit 28,2 Prozent am Ende der Rangliste.



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Goretzka wichtigster Baustein: Löw, greif‘ an wie Italien!

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Goretzka wichtigster Baustein

Löw, greif‘ an wie Italien!

Der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fehlt im Auftaktspiel gegen Frankreich gerade offensiv die nötige Durchschlagskraft. Wie es besser geht, zeigt die Squadra Azzurra. Sie erzielt sechs Tore in den ersten beiden Spielen und hat ähnliche Spielertypen wie Bundestrainer Löw an Bord.

Ausgerechnet zu den Italienern schauen, wenn es um die Offensive geht? So ist es. Denn die Italiener zeigen aktuell dynamischen Ballbesitzfußball aus dem Lehrbuch. Die Mannschaft von Roberto Mancini überzeugt mit Tempo, schnellen Pässen und einer Grundstruktur, die gut zu den einzelnen Spielertypen passt. Gerade Spielmacher Lorenzo Insigne kann sich voll entfalten und sorgt mit seinen Eins-gegen-eins-Aktionen auch dann für Dynamik, wenn seine Mitspieler sich mal zu wenig bewegen.

All das fehlte der Elf von Joachim Löw nicht nur gegen Frankreich. In den letzten Wochen und Monaten gab es immer wieder Spiele, in denen sich die DFB-Elf mit tief stehenden Gegnern schwertat. Gegen Portugal und insbesondere gegen Ungarn wird man sich aber wieder mit kompakten Defensivreihen auseinandersetzen müssen. Was könnte sich Löw also von den Italienern abschauen, um in diesen Spielen mehr Durchschlagskraft in der Offensive zu erzeugen?

Vor allem die Grundstruktur sollte sich der Bundestrainer genauer ansehen. Die Squadra Azzurra spielt auf dem Papier in einer 4-3-3-Formation. Auf dem Platz interpretieren die Italiener dies aber asymmetrisch: Rechtsverteidiger Giovanni Di Lorenzo positioniert sich meist etwas tiefer und sichert ab, während Linksverteidiger Leonardo Spinazzola sich offensiv deutlich mehr beteiligt. Dadurch kann Insigne stärker einrücken und seine Spielmacherqualitäten einbringen, ohne dass die Mannschaft an Breite auf dem Spielfeld verliert. Italien kann mit einer Dreierkette aufbauen und gleichzeitig offensiv viele Spieler zwischen die Linien des Gegners bringen.

Neue Rollen für Ginter, Gnabry und Sané

Im Zentrum setzt Mancini auf ein dominantes Mittelfeld: Jorginho ist der Taktgeber und Spielmacher des Teams. Er holt sich die Bälle im Sechserraum ab und verteilt sie nach vorn. Nicolò Barella und vor allem Manuel Locatelli sollen von der Achterposition aus ebenfalls auf die Offensive achten. Locatelli stößt aus dem Mittelfeld immer wieder in die Angriffsreihe vor und sorgt dort nicht nur für zusätzliche Torgefahr wie gegen die Schweiz, als er zweimal traf, sondern bringt sich auch mit klugen Pässen ein. Deutschland hat die Spielertypen, um eine ähnliche Grundordnung zu spielen – das könnte gleich mehrere Vorteile mit sich bringen.

Matthias Ginter hat bereits häufiger als Rechtsverteidiger gespielt und kann auf dieser Seite analog zu Di Lorenzo bei den Italienern für defensive Stabilität sorgen. Robin Gosens ist auf der linken Seite ein Außenverteidiger mit Offensivdrang. Er bringt sich gern am gegnerischen Strafraum ein, sucht Kombinationen mit seinen Mitspielern und schließt selbst gern ab. Serge Gnabry ist wiederum jemand, der in seiner Karriere häufig auf den Außenbahnen eingesetzt wurde, von dort aber immer wieder den Weg ins Zentrum und zum Tor sucht. Startet er in der Spielfeldmitte, können sich die Gegenspieler gut auf ihn einstellen. Seine Läufe von außen nach innen kommen hingegen mit mehr Dynamik und lassen sich schwerer verteidigen.

Auf der anderen Seite wäre Leroy Sané der Breitengeber. Noch konnte der Tempodribbler bisher nicht unter Löw überzeugen. Das liegt aber auch daran, dass er meist zu zentral eingesetzt wird. Auch für die Bayern hatte Sané immer dann seine stärksten Spiele, wenn er von außen kommen konnte. Mit Thomas Müller hätte er tatkräftige Unterstützung und nach Verlagerungen könnte der 25-Jährige sein Tempo bestmöglich einbringen.

Taktgeber Kimmich und Goretzka in der Locatelli-Rolle

Im Zentrum wird Joshua Kimmich gebraucht. Auch wenn die Idee, Kimmich auf der Außenbahn gegen die kompakten Franzosen zu bringen, auf dem Papier Sinn ergibt, wurde er im Mittelfeld schmerzlich vermisst. Er wäre in dieser Ausrichtung Löws Jorginho. Auch Leon Goretzka fehlte beim Auftaktspiel spürbar, weil er ein Spieler ist, der wie Locatelli bei den Italienern die Offensive mit tiefen Läufen unterstützt. Er könnte, egal in welcher Ausrichtung, der wichtigste Baustein für den Bundestrainer werden. Nun hat Löw allerdings bereits am Freitagnachmittag mitgeteilt, dass Goretzka nach seiner Verletzungspause die Matchfitness fehle und er deshalb nicht von Anfang an mit ihm plane. Ein Bluff?

Löw ist eigentlich nicht der Typ dafür. Zumal er im Mittelfeld auf einen breiten Kader zurückgreifen kann. Ist Goretzka nicht fit, wäre am ehesten İlkay Gündoğan als nachstoßender Achter geeignet. Er ist zwar ein anderer Spielertyp, aber auch er hat bei Manchester City bewiesen, dass er die Offensive unterstützen kann. Dennoch wäre Goretzka für diese Rolle prädestiniert.

Die größte Baustelle bleibt die Neunerposition. Kai Havertz kann diese Position durchaus spielen, bringt aber nicht die Wucht eines Ciro Immobiles oder vergleichbarer Stürmer mit. Trotzdem kann er seine Beweglichkeit und seine technischen Fähigkeiten besser einbringen, wenn um ihn herum mehr Mitspieler in Bewegung sind. Denn das öffnet ihm wichtige Räume.



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