Anfang Januar dieses Jahres erreicht das Feuilleton der ZEIT eine E-Mail. Sie betrifft einen prägenden Kulturmenschen der jungen Bundesrepublik: den ersten Direktor der Berlinale, Dr. Alfred Bauer, der das Festival von 1951 bis 1976 leitete. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte Bauer die Berlinale als „Schaufenster der freien Welt“ zu einem der wichtigsten internationalen Filmfestivals. Schon in den ersten Jahren holte er Stars wie Sophia Loren, Burt Lancaster und Gina Lollobrigida nach Berlin und prägte den kulturellen Neuanfang der geteilten Stadt.