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„Um Himmels Willen“ geht zu Ende

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Landshut (dpa) – Es wird ein Abend der Abschiede. Ein letztes Mal spinnt Bürgermeister Wolfgang Wöller Intrigen, um das Kloster samt Nonnen loszuwerden. Ein letztes Mal kämpft Schwester Hanna trickreich dagegen an.

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Ein letztes Mal steigt die Benefizgala, die Krönung jedes Staffel-Endes der ARD-Serie „Um Himmels Willen“. Am Dienstag (15.6.) endet um 20.15 Uhr im Ersten die Serie, mit der sich das Team rund um Fritz Wepper (79) als Wöller und Janina Hartwig (60) als Hanna in die Herzen des Fernsehpublikums gespielt hat.

Seit Januar 2002 lockten die Geschichten rund ums fiktive Städtchen Kaltenthal und die Klosterschwestern jedes Mal Millionen Zuschauer an. Nach 260 Folgen ist nun Schluss.

Für viele Zuschauer hatte „Um Himmels Willen“ etwas Tröstliches und Vertrautes, auch weil die Staffeln stets das gleiche Muster hatten und versöhnlich endeten. Bürgermeister Wöller hatte immer neue Ideen, wie er das Kloster beseitigen und aus dem Baugrund Kapital schlagen könnte. Doch die Nonnen boten ihm jedes Mal die Stirn und lösten nebenbei eine Fülle an menschlichen Problemen. Angst, Armut, Trauer und Einsamkeit und natürlich die vielen Facetten der Liebe für den schönen Schuss Romantik.

Wepper erinnert die Serie an eine legendäre Filmreihe, die er liebt: „Ich habe in meiner Jugend in den 1950er Jahren die Filme mit Don Camillo und Peppone gesehen“, schwärmte er im Frühjahr von den Geschichten, bei denen sich ein kommunistischer Bürgermeister und ein energischer Pfarrer ständig in den Haaren liegen. „Da ging es auch um himmlische und um weltliche Macht.“ Als das Angebot für „Um Himmels Willen“ kam, sagte er begeistert zu. „Ich war erfreut, dass diese Drehbücher Ähnliches erzählen.“

Als das Aus der Serie verkündet wurde, war es ein Schock. „Da spielt alles mit, Wehmut, Enttäuschung. Aber das muss man einfach annehmen, es ist halt so“, sagte Wepper, der im Frühjahr eine Krebserkrankung öffentlich gemacht hatte.

Auch Hartwig wurde wehmütig. Sie folgte 2006 auf Jutta Speidel, die Wöller in den ersten fünf Staffeln als Schwester Lotte das Leben schwer gemacht hatte. 15 Jahre lang legte Hartwig jeden Drehtag das Nonnenhabit an. „Das Team ist gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Es wurden Kinder geboren, es sind liebe Menschen gestorben. Es gab Hochzeiten und Trennungen. Man wächst einfach zusammen“, hatte sie mal erklärt. Zu den traurigsten Momenten gehörte 2011 der Tod von Rosel Zech, jahrelang Oberin des Klosters. Nach ihrem Tod ging der Part erst an Gaby Dohm, dann an Nina Hoger.

Gedreht wurde im mittelalterlich geprägten Landshut. Die Stadt will künftig nicht nur mit dem historischen Prunkfest der Landshuter Hochzeit, dem höchsten Backsteinturm der Welt und dem längsten gotischen Straßenzug Europas werben, sondern auch mit einer Stadtführung auf den Spuren von „Um Himmels Willen“. Ab Mittwoch bietet die Stadt auf ihrer Internetseite zudem einen digitalen Spaziergang an – mit Janina Hartwig als Gästeführerin.

Viele Orte dürften Serienfans dabei wiedererkennen. Ansonsten sieht Oberbürgermeister Alexander Putz (parteilos) wenig Parallelen zur Realität. „Die Schlitzohrigkeit von Herrn Wöller ist eigentlich nicht angebracht, wenn man so ein Amt ausübt“, findet er. „Er macht es ja manchmal auf liebenswürdige Art und Weise, zum Vorteil der Gemeinde, manchmal durchaus auch zu seinem eigenen Vorteil. Das sollte man als Politiker grundsätzlich, als Kommunalpolitiker schon gar nicht tun.“

Was bleibt den Zuschauern am Dienstag? Sind Serien mit versöhnlichem Ende ein Auslaufmodell, wie so manche Fans von „Um Himmels Willen“ befürchten? Nein, heißt es bei der ARD, die auf Formate wie „In aller Freundschaft“ oder „Die Kanzlei“ verweist. „Man sollte sich immer bemühen, solche Krisen aufzulösen und einen gemeinsamen Weg daraus zu finden. Diese Handlungsmaxime ist vom Zeitgeist unabhängig.“

Nun also das wehmütige Finale von „Um Himmels Willen“. „Da flossen Tränen, auch bei mir“, bekannte Wepper („Derrick“, „Der Kommissar“, „Cabaret“). Gefühle, die man ihm ansieht, wenn er in der Schlussszene bei der Benefizgala ein allerletztes Mal mit Hartwig auf der Bühne steht und beide voller Inbrunst das „Dirty Dancing“-Hit-Duett „I’ve had the Time of my Life“ singen – Ich hatte die Zeit meines Lebens.



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Dirigent der Royal Philharmonics fordert Brexit-Visalösung

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London (dpa) – Vor seinem ersten Auftritt mit dem Royal Philharmonic Orchestra hat Dirigent Wassili Petrenko ein Ende des Brexit-Streits um Visa für Künstler zwischen der EU und Großbritannien gefordert.

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„Es gibt offensichtlich einige Hindernisse und es ist schwieriger als es war“, sagte der 45-Jährige der Nachrichtenagentur PA. Er hoffe, dass beide Seiten eine Lösung finden, zumal die neuen Visaregeln viel Geld kosten und auf die Honorare drücken. Petrenko warb für eine rasche Entscheidung. Schließlich sei das Orchester ein wichtiger Botschafter für Großbritannien in der Kulturszene.

„Dieser Moment, wenn man Kultur aus London, aus dem Vereinigten Königreich, in andere Länder bringt, ist wahrscheinlich eines der besten Instrumente für sogenannte Soft Power“, sagte der Russe. „Das ist heutzutage lebenswichtig.“ Seit dem Brexit müssen EU-Bürger, die in Großbritannien arbeiten wollen, teure Visa beantragen – das gilt auch für die Gegenrichtung. Künstler wie Elton John fordern mit Nachdruck Ausnahmen, da sich unter den bestehenden Bedingungen Tourneen und Konzerte kaum rechnen. Noch immer gibt es aber zwischen der EU und Großbritannien keine Einigung, beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld daran.

Petrenko warb zudem für internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie sowie für die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen und Impfzertifikaten. „Wir alle hoffen, dass jeder einzelne Impfstoff, der sich als erfolgreich erwiesen hat, in jedem Land akzeptiert wird.“ Die Frage dürfe nicht politisiert werden, mahnte der Dirigent. Die ganze Welt sitze im selben Boot. „Jede Regierung sollte es akzeptieren und versuchen, zusammenzuarbeiten, wie ein Orchester zusammenarbeitet – stellen Sie sich es so vor: Wenn die Fagotte die erste Geige hassen, gibt es keine Musik.“

Petrenko folgt auf den Schweden Charles Dutoit, zuvor war er Chefdirigent des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. Mit dem Londoner Royal Philharmonic Orchestra hat er an diesem Mittwoch seinen ersten Auftritt.



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Kulturszene: Dirigent der Royal Philharmonics fordert Brexit-Visalösung

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Dirigent der Royal Philharmonics fordert Brexit-Visalösung

Vor seinem ersten Auftritt mit dem Royal Philharmonic Orchestra fordert Dirigent Wassili Petrenko ein Ende des Brexit-Streits um Visa für Künstler. Foto: Graham Flack/Royal Philharmonic Orchestra/PA Media/dpa

© dpa-infocom GmbH

Wegen des Brexit müssen Künstler, die in Großbritannien arbeiten wollen – oder andersherum – teure Visa beantragen. So rechnen sich Tourneen und Konzerte oft nicht. Wassili Petrenko fordert eine schnelle Lösung.

Vor seinem ersten Auftritt mit dem Royal Philharmonic Orchestra hat Dirigent Wassili Petrenko ein Ende des Brexit-Streits um Visa für Künstler zwischen der EU und Großbritannien gefordert.

«Es gibt offensichtlich einige Hindernisse und es ist schwieriger als es war», sagte der 45-Jährige der Nachrichtenagentur PA. Er hoffe, dass beide Seiten eine Lösung finden, zumal die neuen Visaregeln viel Geld kosten und auf die Honorare drücken. Petrenko warb für eine rasche Entscheidung. Schließlich sei das Orchester ein wichtiger Botschafter für Großbritannien in der Kulturszene.

«Dieser Moment, wenn man Kultur aus London, aus dem Vereinigten Königreich, in andere Länder bringt, ist wahrscheinlich eines der besten Instrumente für sogenannte Soft Power», sagte der Russe. «Das ist heutzutage lebenswichtig.» Seit dem Brexit müssen EU-Bürger, die in Großbritannien arbeiten wollen, teure Visa beantragen – das gilt auch für die Gegenrichtung. Künstler wie Elton John fordern mit Nachdruck Ausnahmen, da sich unter den bestehenden Bedingungen Tourneen und Konzerte kaum rechnen. Noch immer gibt es aber zwischen der EU und Großbritannien keine Einigung, beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld daran.

Petrenko warb zudem für internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie sowie für die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen und Impfzertifikaten. «Wir alle hoffen, dass jeder einzelne Impfstoff, der sich als erfolgreich erwiesen hat, in jedem Land akzeptiert wird.» Die Frage dürfe nicht politisiert werden, mahnte der Dirigent. Die ganze Welt sitze im selben Boot. «Jede Regierung sollte es akzeptieren und versuchen, zusammenzuarbeiten, wie ein Orchester zusammenarbeitet – stellen Sie sich es so vor: Wenn die Fagotte die erste Geige hassen, gibt es keine Musik.»

Petrenko folgt auf den Schweden Charles Dutoit, zuvor war er Chefdirigent des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. Mit dem Londoner Royal Philharmonic Orchestra hat er an diesem Mittwoch seinen ersten Auftritt.

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Lollapalooza-Festival sagt Auftritte des Rappers DaBaby ab

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Ein amerikanisches Musikfestival hat die Auftritte des Rappers DaBaby aus dem Programm genommen. Dieser hatte falsche Behauptungen über HIV verbreitet und Frauen beleidigt.

Nach umstrittenen Aussagen des US-Rappers DaBaby über Homosexuelle und Menschen mit Aids hat das US-Musikfestival Lollapalooza alle Auftritte des Künstlers abgesagt. „Lollapalooza wurde auf der Basis von Vielfalt, Inklusivität, Respekt und Liebe gegründet. In diesem Sinne wird DaBaby nicht mehr im Grant Park auftreten“, erklärten die Initiatoren des Festivals in Chicago am Sonntag (Ortszeit) bei Twitter. Anstelle des Musikers sollen die Rapper Young Thug und G Herbo auftreten.

DaBaby, der mit bürgerlichem Namen Jonathan Lyndale Kirk heißt, hatte Ende Juli bei einem Konzert in Miami für Empörung gesorgt, weil er falsche Informationen über das HI-Virus und die Krankheit Aids verbreitete.

Späte Entschuldigung auf Instagram

Der Rapper rief seine Fans auf, ihre leuchtenden Smartphones in die Höhe zu halten und sagte: „Wenn ihr heute nicht mit HIV, Aids oder einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit hergekommen seid, an der ihr in zwei, drei Wochen sterben werdet, dann haltet eure Handy-Lichter hoch“. Zudem machte er homophobe Bemerkungen und beleidigende Aussagen über Frauen.

DaBaby entschuldigte sich später in einer Videobotschaft bei Instagram für seine Aussagen. Doch seine Entschuldigung sorgte erneut für Kritik, weil der Rapper sagte, seine homosexuellen Fans hätten kein Aids, weil sie „Klasse“ hätten und keine „Junkies“ seien.

Mehrere Künstler distanzierten sich nach dem Vorfall von DaBaby. Die Musikerin Dua Lipa, die zusammen mit dem Rapper den Song „Levitating“ veröffentlicht hat, schrieb bei Instagram, sie sei „überrascht und entsetzt“ über dessen Aussagen.

Der Musiker Elton John warf DaBaby vor, Fehlinformationen zu verbreiten und damit zur Stigmatisierung der Krankheit beizutragen. „HIV-Fehlinformationen und Homophobie haben keinen Platz in der Musikindustrie“, teilte die Stiftung des Künstlers bei Twitter mit.



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