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Trotzige Bayern suchen den „Killerinstinkt“

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München (dpa) – Nach der bitteren Niederlage auf dem angestrebten Weg zur Titelverteidigung richtete Champions-League-Sieger FC Bayern den Blick sofort nach vorne.

„Wir haben noch ein Spiel in Paris und wir werden alles bündeln, um es in ein positives Ergebnis zu wenden. Wir wollen ins Halbfinale, daran ändert auch dieses Ergebnis nichts“, erklärte der entschlossene Bayern-Trainer Hansi Flick nach einem schmerzhaften 2:3 (1:2) gegen Paris Saint-Germain. Für Flick war es die erste Niederlage in der Champions League – und das gegen den vor mehr als sieben Monaten noch mit 1:0 im Endspiel bezwungenen Gegner.

Zwei Tore von Kylian Mbappé und eines von Kapitän Marquinhos ließen das gnadenlose PSG-Ensemble mit Vorlagengeber Neymar jubeln, dagegen fehlte den Münchnern ohne ihren verletzten Weltfußballer Robert Lewandowski diese Effizienz. „Wenn wir den Killerinstinkt an den Tag legen, den wir oft sonst zeigen, sähe alles anders aus“, haderte Thomas Müller, der wie Lewandowski-Ersatz Eric Maxim Choupo-Moting nach 0:2-Rückstand für die Bayern auf dem Weg zum 2:2-Zwischenstand traf. „Wir haben uns das Ei selbst ins Nest gelegt. Jetzt müssen wir dem Rückstand hinterherlaufen.“

Das mussten die Bayern schon am Mittwoch im Schneetreiben in der Münchner Arena. Mit beeindruckender Mentalität und haufenweise Chancen kämpften sich Müller & Co. nach einem 0:2-Rückstand nach nicht einmal einer halben Stunde aber zurück. „Die Mannschaft fightet 90 Minuten auf dem Platz, gibt nicht auf“, lobte Flick und konnte auf 31 Torabschlüsse seines Teams verweisen. PSG hatte deren nur sechs.

„Vor allem die Effizienz hat den Ausschlag gegeben“, sagte Weltmeister Mbappé, bei dessen 1:0 der im Finale von Lissabon herausragende Manuel Neuer im Bayern-Tor unglücklich aussah. „Aber noch ist nichts gewonnen, es gibt noch das Rückspiel“, sagte der schon im Achtelfinale gegen Barcelona treffsichere Mbappé.

Auf das Rückspiel hoffen auch die Bayern, obwohl am Dienstag in Paris bei der Kür des Halbfinalgegners für Manchester City oder Borussia Dortmund gleich vier Leistungsträger fehlen könnten. Nachdem Flick im Hinspiel außer auf den am Knie verletzten Lewandowski auch auf Serge Gnabry nach einem positiven Corona-Test verzichten musste, plagen sich nun die schon in der ersten Spielhälfte ausgewechselten Leon Goretzka und Niklas Süle mit muskulären Problemen herum.

„Ich weiß nicht, wie es nächste Woche ausschaut“, sagte Flick. Mit einer überraschenden Blitz-Rückkehr von Lewandowski rechnet der 56-Jährige zudem ebenso wenig wie der Super-Torjäger selbst. „Nein, das ist immer noch zu früh“, sagte Lewandowski.

Ausgeschlossen ist nach Vereins-Votum, dass der für Süle eingewechselte Jérôme Boateng nach zehn Jahren beim FC Bayern seinen auslaufenden Vertrag doch noch verlängert. Sportvorstand Hasan Salihamidzic verkündete diese „gemeinsame Entscheidung der Vereinsführung“ schon vor dem mitreißenden Viertelfinal-Hinspiel. Flick ließ bei der Frage, ob ihn eine solche Bekanntgabe kurz vor einem wichtigen Spiel störe, Interpretationsspielraum.

„Ich muss hier professionell Fragen beantworten. Alles muss ich jetzt auch nicht beantworten, weil ich es auch nicht möchte“, sagte Flick. „Ich muss da ein bisschen Schauspielern auch. Gehört auch dazu zum Trainerjob.“ Die Spekulationen um seine Zukunft im Verein, wo der Löw-Nachfolge-Kandidat Flick einen Vertrag bis 2023 hat, werden dadurch nicht weniger.



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Alba will alleinigen Pokal-Rekord – Bayern in Terminhatz

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Das Finalturnier um den deutschen Basketball-Pokal in München ist knapp eine Stunde vor dem geplanten Beginn für dieses Wochenende abgesetzt worden.

Nach einem Corona-Fall bei einem ungenannten Spieler der teilnehmenden BG Göttingen sollen die Spiele zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, wie die Bundesliga mitteilte.

Das Gesundheitsamt München habe entschieden, dass wegen der ermittelten Kontakt- und unklaren Gesamtsituation das Team aus Niedersachsen nicht spielen dürfe, hieß es weiter. Die BG sollte am Abend (19.30 Uhr) im zweiten Halbfinale auf Titelverteidiger Alba Berlin treffen.

Göttingen stellte einen Antrag auf Verlegung der Partie. Diesem stimmte die Basketball-Bundesliga zu. Ein neuer Termin im engen Spielkalender soll nach Angaben der BBL nun frühestmöglich bekanntgegeben werden.

Der Bus mit dem Team der Bayern war knapp zwei Stunden vor dem geplanten Beginn der Halbfinal-Partie gegen ratiopharm Ulm am Samstagnachmittag bereits am Audi Dome vorgefahren, die Spieler gingen in die Halle. Knapp 60 Minuten vor dem avisierten Start erfolgte dann die offizielle Absage durch die Liga.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wird der Pokal in dieser Spielzeit in einem geänderten Modus veranstaltet. Die vier Halbfinal-Teilnehmer hatten sich in vier regionalen Turnieren qualifiziert. Die Bayern treffen am Dienstag im ersten von maximal fünf Viertelfinals der Euroleague auf Mailand. Die Münchner haben sich als erstes deutsches Team für die K.o-Runde der europäischen Königsklasse qualifiziert.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-236204/6

dpa



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Gladbach-Sportdirektor Eberl über Hütter-Verhandlungen: „Hartnäckigkeit ist eine Qualität, die ich habe“

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Es ist ein Duell mit Beigeschmack: Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter trifft am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf seinen zukünftigen Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach. Und beide Teams befinden sich mitten im Kampf um Europa. Der hessische Tabellenvierte hat sieben Punkte Vorsprung auf Rang fünf und liegt auf Kurs Königsklasse. Gladbach liegt mit vier Punkten Rückstand auf einen Europacup-Platz auf Platz acht. Der Wechsel von Hütter zu den Gladbachern war in dieser Woche offiziell bestätigt worden. Fohlen-Sportdirektor Max Eberl gab nun Einblicke in die Vertrags-Verhandlungen mit dem Österreicher. „Wir haben nach der Entscheidung von Marco (Rose, Anm. d. Red.) unser Interesse hinterlegt“, so der Gladbach-Boss vor dem Spiel am Sky-Mikrofon.

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Dabei habe sich insbesondere ausgezahlt, dass der 47-Jährige sich nicht von Rückschlägen hat abbringen lassen. „Hartnäckigkeit ist eine Qualität, die ich habe“, erklärte Eberl und sprach von einem Treffen mit dem SGE-Coach. „Wir haben uns sehr intensiv ausgetauscht und die gegenseitige Wertschätzung gespürt“. Im Gespräch mit Hütter, dessen Weg man bereits „lange verfolgt“ habe, habe man „Fakten geschaffen“ und den Transfer letztlich über die Bühne gebracht. „Adi Hütter hat bei uns keine Klausel. Er hat einen reinen Drei-Jahres-Vertrag“, hatte Eberl bereits am Freitag verraten.

Den Fokus richtete Eberl trotz des Wirbels um die Trainerposition voll auf den Saison-Endspurt. Der langjährige Gladbach-Macher betonte die Wichtigkeit des Duells mit Frankfurt und seinem zukünftigen Arbeitskollegen. „Vom Papier her wird es ein spannendes und interessantes Spiel. Es ist kein ‚alter Trainer gegen neue Mannschaft‘, sondern es geht darum, dass wir das Spiel gewinnen möchten„, schärfte Eberl die Sinne. Das Ziel sei auch nach dem bereits seit Februar feststehenden Abgang des aktuellen Trainers Marco Rose klar. „Wir sind alle sehr sehr professionell. Wir wollen mit Marco Rose auch noch nach Europa kommen.

Ähnlich ambitioniert geht auch Hütter in seine Abschiedstournee bei der SGE. Geschenke will der Frankfurt-Trainer dabei nicht verteilen. Denn klar ist: Sowohl für seinen Noch-Klub als auch für seinen zukünftigen Verein steht enorm viel auf dem Spiel. Mit dem vierten Sieg in Serie würden die Hessen die Chance der Borussia auf einen Europacupplatz erheblich minimieren – und die eigene auf den Einzug in die Champions League optimieren. „Wir wollen das Duell für uns entscheiden„, versicherte Hütter. „Das Wichtigste ist, dass ich mit der Mannschaft etwas Historisches erreichen kann. Dann kann ich Frankfurt leichten Herzens verlassen.“





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St. Pauli fertigt Würzburg ab und rückt an Spitze heran

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2. Liga  

Hamburg (dpa) – Der FC St. Pauli hat seine Siegesserie als beste Rückrunden-Mannschaft der 2. Fußball-Bundesliga ausgebaut. Die Hamburger gewannen im heimischen Millerntor-Stadion gegen die Würzburger Kickers mit 4:0 (3:0) und sprangen vorerst auf den sechsten Tabellenplatz.

Die Tore für die Gastgeber erzielten Omar Marmoush (4. Minute), Rico Benatelli (18.), Leart Paqarada (22.) und Daniel-Kofi Kyereh (50.). Die Norddeutschen feierten ihren vierten Sieg in Serie und den elften Erfolg in den vergangenen 14 Spielen. Dagegen schwinden die Hoffnungen der Würzburger auf den Klassenerhalt. Der Tabellenletzte hat sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz bei fünf ausstehenden Spielen.

Die überforderten Würzburger wollten nach dem überraschenden 2:1 bei Hannover mutig den zweiten Auswärtssieg binnen zehn Tagen. Stattdessen kassierten sie ihre höchste Saisonniederlage. In der Abwehr ließ das Team von Interimstrainer Ralf Santelli den spielfreudigen und wendigen Hamburgern zu viel Raum. Bei der mit 59 Gegentoren löchrigsten Abwehr der 2. Liga herrschte Daueralarm.



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