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Treffen mit EU-Spitzen: Darum geht es bei Bidens Besuch in Brüssel

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Treffen mit EU-Spitzen

Darum geht es bei Bidens Besuch in Brüssel

Auf seiner Europa-Tour kommt US-Präsident Joe Biden in Brüssel auch mit den Spitzen der EU-Institutionen zusammen. Das Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel am Dienstag soll das Ende der konfliktreichen Beziehung mit Bidens Vorgänger Donald Trump markieren. Einige Streitpunkte im Wirtschaftsbereich werden aber auch unter Biden nicht einfach zu lösen sein. Ein Überblick:

Subventionsstreit um Airbus und Boeing

Seit 17 Jahren streiten sich die EU und die USA, weil sie sich gegenseitig vorwerfen, ihre Flugzeugbauer Airbus und Boeing unzulässig zu subventionieren. Anfang März haben beide Seiten nach Bidens Amtsantritt eine Art Waffenstillstand für vier Monate erklärt. Bis zum 11. Juli verzichten sie darauf, sich mit weiteren Strafzöllen zu belegen, um über eine Lösung des Konflikts zu verhandeln.

Während Trumps Amtszeit bekamen die USA von der Welthandelsorganisation WTO die Erlaubnis, Strafzölle in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar (6,2 Milliarden Euro) gegen europäische Waren und Dienstleistungen zu verhängen, darunter 25 Prozent auf Weine und Spirituosen und 15 Prozent auf Airbus-Flugzeuge. Ein Jahr später erhielt auch Brüssel die Genehmigung der WTO, seinerseits US-Importe mit Strafzöllen im Umfang von 4 Milliarden Dollar zu belegen.

Strafzölle auf Stahl und Aluminium

Die EU hofft, von Biden die Zusage zu bekommen, den Handelskonflikt bei Stahl und Aluminium bis zum 1. Dezember zu lösen. Trump hatte der EU unfaire Handelspraktiken vorgeworfen und Importe in diesem Bereich im Juni 2018 mit Strafzöllen belegt. Europäische Stahlexporte in die USA verteuerten sich dadurch um 25 Prozent und Ausfuhren von Aluminium um 10 Prozent.

Die EU antwortete mit Gegenzöllen auf US-Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro, darunter Whiskey, Jeans, Organgensaft und Harley-Davidson-Motorräder. Dies wog aber nur einen Teil der US-Strafzölle auf. Die Europäer verzichteten nach der Ablösung Trumps aber darauf, ihre Zölle zum 1. Juni wie vorgesehen zu erhöhen. „Jetzt ist es an den USA, den Worten Taten folgen zu lassen“, sagte Vize-Kommissionspräsident Valdis Dombrovskis vergangene Woche.

Digitalsteuer und Datenaustausch

Die EU wirft US-Technologiekonzernen wie Google, Apple, Facebook und Amazon vor, durch geschicktes Verschieben ihrer Umsätze und Gewinne Steuerzahlungen in der EU zu vermeiden. In der EU wird deshalb seit Jahren über eine europaweite Steuer auf Digitalkonzerne diskutiert. Frankreich und andere EU-Länder haben bereits nationale Digitalsteuern eingeführt. Inzwischen konnten sich beide Seiten innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) einigen, Verhandlungen über die Besteuerung digitaler Inhalte zu beginnen.

Brüssel und Washington suchen zudem eine neue Vereinbarung, um den Austausch personenbezogener Daten von der EU in die USA zu ermöglichen. Dies ist für die Geschäftsmodelle der US-Digitalkonzerne wichtig. Der Europäische Gerichtshof hatte im vergangenen Jahr das sogenannte Privacy-Shield-Abkommen gekippt, weil es europäische Daten nicht ausreichend vor dem Zugriff von US-Behörden und Geheimdiensten schützte.

Gaspipeline Nord Stream 2

Die neue Gaspipeline von Russland nach Deutschland war nicht nur Trump ein Dorn im Auge. Sie soll die Kapazität der russischen Lieferungen durch die Ostsee verdoppeln. Washington und osteuropäische EU- und NATO-Länder kritisieren, dass das Vorhaben die Abhängigkeit von russischem Gas erhöht – und damit Moskau ein politisches Druckmittel in die Hand gibt sowie wichtige Einnahmen zur Finanzierung seines Militärs.

Der geplante Start von Nord Stream 2 hatte sich durch US-Sanktionen unter Trump verzögert. Bidens Regierung verzichtete aber in einer Geste an Berlin Ende Mai darauf, das Betreiberunternehmen Nord Stream 2 AG und seinen deutschen Geschäftsführer mit Sanktionen zu belegen. Washington wollte damit Raum schaffen für Gespräche mit der Bundesregierung.

Beziehungen zu China

Die EU und China hatten sich zum Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im Dezember nach jahrelangen Verhandlungen grundsätzlich auf ein Investitionsschutzabkommen verständigt. Dass die Europäer hier nicht Bidens Amtseinführung abwarteten, um sich mit dem neuen US-Präsidenten abzustimmen, wurde in der neuen US-Regierung als unfreundlicher Akt gesehen. Denn auch Biden will von den Europäern mehr Unterstützung, um den Rivalen China in Schach zu halten.

Allerdings liegt das Investitionsabkommen inzwischen auch auf Eis. Nachdem die EU Sanktionen wegen der Lage der muslimischen Minderheit der Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang verhängte, reagierte Peking mit Gegensanktionen gegen EU-Politiker und Wissenschaftler. Daraufhin weigerte sich das Europaparlament, das Abkommen zu ratifizieren.



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„Ein kleines Wunder“: Youtube-Star Dagi Bee wird Mutter

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„Ein kleines Wunder“

Youtube-Star Dagi Bee wird Mutter

Baby-News bei Dagi Bee und ihrem Mann Eugen Kazakov: In einem emotionalen Video mit dem Titel „Ein neues Leben“ zeigt sich die Youtuberin mit einem deutlichen Babybäuchlein. „Wir sind überglücklich“, erklärt die 26-Jährige.

Youtuberin Dagi Bee und ihr Ehemann Eugen Kazakov werden zum ersten Mal Eltern. Ihre Schwangerschaft hat die 26-Jährige in einem persönlichen, knapp fünfminütigen Video verkündet. Der Clip zeigt zunächst einige private Momente des Paares, unter anderem bei der großen Hochzeit, die 2018 gefeiert wurde. Erst zum Ende des Videos werden Aufnahmen von Dagi Bee gezeigt, auf denen ein deutlicher Babybauch zu sehen ist. „Ein neues Leben“, schreibt sie dazu.

Auch ein emotionaler Moment, in dem die Youtuberin einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hält, wurde mit einer Kamera festgehalten. Ehemann Eugen umarmt seine Frau immer wieder und legt seine Hände behutsam auf ihren Bauch. „Ein kleines Wunder“, ist am Ende zu lesen, während im Hintergrund der Herzschlag ihres Babys zu hören ist. „Wir sind überglücklich“, postet Dagi unter das Video. Der Geburtstermin oder das Geschlecht des Kindes sind bis jetzt nicht bekannt.

Fans der 26-Jährigen sind total begeistert und beglückwünschen Dagi Bee und ihren Ehemann: „Mir kamen die Tränen, zu schön! Ich wünsche euch alles Liebe und ein wunderschönes, gesundes Leben als kleine Familie“, lautet einer der unzähligen Kommentare.

Dagi Bee hat fast vier Millionen Youtube-Abonnenten und mehr als sechs Millionen Instagram-Follower. Die 26-Jährige ist auch immer wieder im Fernsehen zu sehen. Sie hatte unter anderem bereits Auftritte in Shows wie „Grill den Henssler“ und „Schlag den Star“. Zudem hatte sie auch schon in mehreren Filmen Rollen, darunter in „Fack ju Göhte 2“.



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Das gab es bei Olympia noch nie: Hochspringer einigen sich auf doppeltes Gold

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Das Hochsprung-Finale der Männer ist einmalig in der langen olympischen Historie der Leichtathletik. Nicht wegen eines Weltrekords, sondern weil der Italiener Gianmarco Tamberi und Mutaz Essa Barshim aus Katar für einen außergewöhnlichen Sportmoment sorgen. Und nun gemeinsam Olympiasieger sind.

Eigentlich sind die Regeln im Hochsprung eindeutig. Wenn es zwei Athleten gibt, die nicht nur dieselbe Höhe übersprungen haben, sondern auch dieselbe Zahl an Fehlversuchen produziert haben, dann muss ein Stechen her. Denn zwei Sieger sind nicht vorgesehen, die Vorgaben des Weltverbandes sehen einen alleinigen Sieger vor. Im Finale der Olympischen Spiele von Tokio trat genau dieser Fall ein. Der Italiener Gianmarco Tamberi und Mutaz Essa Barshim aus Katar hatten alle Höhen bis einschließlich 2,37 Meter im Gleichschritt gemeistert, scheiterten anschließend dreimal an 2,39 Meter. Und sorgten mit einer Absprache für eine Premiere in der langen olympischen Historie des Hochsprungs und damit der Leichtathletik.

Ein kurzer Videoausschnitt zeigt die beiden im Gespräch mit einem Kampfrichter, der offenbar den Modus für das Stechen erklären möchte. Ob „zwei Goldmedaillen“ denkbar wären, fragt Barshim darin, der Offizielle überlegt kurz, antwortet dann „das ist möglich“. Barshim und Tamberi schauen sich an, scheinen sich ohne Worte zu verständigen. „Wenn ihr euch dazu entscheidet …“, leitet der Kampfrichter noch ein, aber die Entscheidung ist längst gefallen. „Das ist Geschichte“, sagt Barshim, während Tamberi ausholt, um auf die Einigung einzuschlagen. Dann fallen sich die beiden Hochspringer, die in diesem Moment zu zwei Olympiasiegern werden, in die Arme.

Es ist einer der großen Momente der olympische Historie, den der irische Journalist Gavan Reilly auf Twitter als „die wahre Essenz des Sports“ zusammenfasst. Natürlich gibt es Kritik, die beiden Sportler hätten einen alleinigen Sieger ausspringen sollen, so wie es die Regeln eben vorgeben. Tamberi aber erklärte anschließend, warum er „niemals mit einem anderen meine Medaille geteilt hätte“, mit Barshim aber schon: „Mutaz hat dasselbe erlebt wie ich“, sagt er nach dem Wettkampf und meint dabei die schwere Knöchelverletzung, die beiden in den vergangenen Jahren zurückgeworfen hatte: „Es ist eine magische Nacht.“

Barshim betonte in Interviews nach dieser Einigung, dass „niemand entschieden“ habe, „wir haben uns einfach angeschaut.“ Viel mehr sei es „ein großartiges Gefühl, das Gold mit Marco zu teilen“. Die Konkurrenten betonten dazu wiederholt ihre Freundschaft, die trotz der zahllosen Wettkämpfe gegeneinander mit der Zeit gewachsen sei. Tamberi jubelte anschließend mit einem Gips, den er nicht nur von seiner Verletzung behalten hatte, sondern sogar mit ins Stadion genommen hatte. „Road to Tokyo“ stand darauf geschrieben, die „2020“ durchgestrichen, darunter eine „2021“. Ein Weg, an dessen ein Moment steht, in dem Sportgeschichte geschrieben wurde.

Tamberi schreit anschließend seine Freude in das weitgehend menschenleere Olympiastadion heraus, als er ungläubig zu Boden. Die Spiele in Rio 2016 hatte der Italiener, der oftmals mit seinem ungewöhnlichen Bart – eine Gesichtshälfte rasiert, die andere nicht – für Aufsehen sorgt, als amtierender Hallen-Weltmeister und Freiluft-Europameister verletzungsbedingt verpasst, war seitdem nie mehr so hoch gesprungen wie im olympischen Finale am heutigen Sonntag. Barshim hatte 2012 in London Bronze gewonnen, 2016 in Rio dann Silber, jetzt sind beide Olympiasieger. „Es ist ein Traum, der wahr geworden ist“, erklärt er anschließend, auch Tamberi spricht von einem Traum. Den sich nun beide gemeinsam erfüllen konnten, auf eine bemerkenswerte und außergewöhnliche Art und Weise.



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Amazon’s Rough Week – WWD

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Amazon is having a rough ride this week.

Alongside second-quarter results that fell short of expectations and triggered a plunge in shares, the company disclosed that Europe just levied a gobsmacking 746 million euro fine, or roughly $887 million, in its earnings filings with the Securities and Exchange Commission.

The record-breaking penalty, first unearthed by Bloomberg on Friday, was imposed by the Luxembourg National Commission for Data Protection, the top privacy regulator covering Amazon in the EU Luxembourg is home of the tech company’s EU headquarters. On July 16, the CNPD determined that the tech company’s processing of user data runs afoul of Europe’s privacy regulations.

According to Amazon’s 10-Q filing, the CNPD “issued a decision against Amazon Europe Core S.à r.l. claiming that Amazon’s processing of personal data did not comply with the EU General Data Protection Regulation. The decision imposes a fine of 746 million euros and corresponding practice revisions.”

The issue apparently stems from the company’s budding advertising business. Amazon wrote that the decision was “without merit” and vowed to defend itself “vigorously,” and elaborated in a statement to the media: “Maintaining the security of our customers’ information and their trust are top priorities. There has been no data breach, and no customer data has been exposed to any third party. These facts are undisputed. We strongly disagree with the CNPD’s ruling, and we intend to appeal.

“The decision relating to how we show customers relevant advertising relies on subjective and untested interpretations of European privacy law, and the proposed fine is entirely out of proportion with even that interpretation,” it said.

The maximum cap for fines under the GDPR is 4 percent of a company’s revenue. The CNPD’s sanction comes in at 4.2 percent of Amazon’s 2020 net income of $21.3 billion. But it’s just 0.2 percent of its overall net sales in 2020, which amounted to $386.1 billion. In other words, by some counts, the company could have faced punitive measures totaling as much as $1.54 billion.

Even so, the sheer size of the penalty is stunning. As recently as last month, pundits anticipated that CNPD would go for less than half, or some $425 million. Amazon appears to be on the hook for more than twice that amount.

The nature of the case puts Amazon on the hot seat once again over data. While this particular situation hinges on users’ personal data, recurring accusations against the e-commerce giant claim that it uses third-party merchant data to compete with them.

In congressional testimony from July 2020, former chief executive officer Jeff Bezos said corporate policy prohibits that, but admitted that he didn’t know if violations occurred. In November, EU commissioners said they believe this is precisely what the retail business has done in France and Germany, essentially accusing Amazon of misusing non-public data to unfairly compete with outside sellers.

That’s fundamentally different from the personal data privacy issues that plague online advertising titans Facebook and Google. Both regularly face questions about how they treat user data, and Amazon will need to get used to that sort of scrutiny as its advertising business grows. In the second quarter, the latter reported ad sales of $7.9 billion, a whopping 87 percent jump over the same time last year.

What happens next is not at all clear, especially to Amazon, which already appears nervous over what the future holds. The company, now under the helm of a new CEO, shared concerns with investors about slowing e-commerce growth in the latter half of the year.

That may not happen, given flattening COVID-19 vaccination levels and rising infections due to the Delta variant complicating, possibly even rescinding, full reopenings. But even if the country’s bad news translates to good news for Amazon and keeps the flow of e-commerce gushing — as well as Amazon advertising — the company still has logistics challenges to work out, from supply chains to having enough warehouse workers to meet demand. And those will be even harder to plan for, because of all the uncertainty on the public health front.

Amazon could still try to throw money at the problems. It will just have a little less of it to work with now.





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