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„The Irishman“: Robert De Niro noch einmal als Mafioso | NDR.de – Kultur

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Stand: 14.11.2019 16:30 Uhr

The Irishman

, Regie: Martin Scorsese

Vorgestellt von Katja Nicodemus

Über 20 Jahre lang arbeiteten Robert De Niro und Martin Scorsese zusammen an unzähligen Mafiafilmen. 1995 stand De Niro dann das letzte Mal vor der Kamera von Scorsese. Im Film „Casino“ spielte De Niro 1995 den halbseidenen Gangster Ace, der im Auftrag der Mafia ein Casino in Vegas führt. 24 Jahre später ist De Niro endlich wieder in einem Scorsese-Film zu sehen: „The Irishman“.


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Mafia-Boss Russell Bufalino (Joe Pesci, l) und Frank Sheeran (Robert DeNiro) haben einiges zu besprechen.

In „Casino“ verschaffte Scorsese seinem Stammschauspieler einen explosiven Auftakt. Im knalligen Jackett und mit pinkfarbener Krawatte fliegt De Niro samt seinem schicken Schlitten durch eine allmächtige Feuersbrunst. Es ist eine stilisierte, die viel über Martin Scorseses Haltung zu seinen kleinen und großen Gangstern sagt. Seine Mafiosi sind nicht die großen Paten, sie strahlen keinen Glamour aus, vielmehr stehen die Handlanger und Erfüllungsgehilfen im Mittelpunkt seiner Gangsterfilme. Ein Rädchen im Getriebe des Verbrechens ist Frank Sheeran, die titelgebende Figur in „The Irishman“.

„The Irishman“: Ungewöhnliche Anfangsszene für einen Mafiafilm

Zu dem Song „In The Still Of The Night“, der zu den Räumlichkeiten nicht so recht passen will, erkundet die Kamera zu Beginn von Scorseses neuem Film ein Altersheim – und bleibt schließlich vor einer offenen Tür stehen. Eine Großaufnahme zeigt das Gesicht von Robert De Niro in der Rolle eines greisen Mannes mit grauen Haaren. Wann hat je ein Mafia-Film so begonnen? Verweist die körperliche Gebrechlichkeit nicht auch auf eine andere, tiefere Versehrtheit? Wie verändern die Verbrechen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens begangen hat, dessen Psyche? Das sind die Fragen, die der Film stellt. Der alte Mann beginnt, seine Lebensgeschichte zu erzählen. Nicht in chronologischer Reihenfolge. Eher assoziativ sind seine Erinnerungen.

Robert De Niro in Titelrolle, Joe Pesci als Mafiaboss

Frank Sheeran arbeitet als Lastwagenfahrer, gerät in den 50er-Jahren auf kriminelle Abwege und imponiert damit der Mafia. Ehe er sich versieht, sitzt er plötzlich am Tisch des mächtigen Bosses Russell Bufalino. Gespielt wird Bufalino von einem Mitglied von Scorseses filmischer Wahlfamilie: Joe Pesci muss als Mafioso keine großen Worte verlieren. Ein kurzes Hallo, und er bringt die richtigen Leute am Telefon zusammen.

Ein durchdringender Blick, eine kleine Bemerkung von Pescis Bufalino, und schon wird sich Sheeran – fast wie ferngesteuert – sein nächstes Opfer vornehmen.

„The Irishman“: Töten als Handwerk


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Als Soldat war es Franks Aufgabe, Menschen zu töten.

Schon im Zweiten Weltkrieg habe er im Auftrag der Armee getötet – wird Sheeran aus dem Off erzählen. Für diesen Mann ist das Töten eine ganz normale Arbeit. Dementsprechend nüchtern wird die Gewalt in „The Irishman“ in Szene gesetzt. Nicht eruptiv und explosiv, überhöht und stilisiert wie in früheren Scorsese-Filmen, sondern als Handwerk mit präzise ausgeübten Verrichtungen.

Jeder Tote hinterlässt seine Spuren im Mörder, jeder Mord lässt Frank Sheeran innerlich weiter abstumpfen. Wenn er mit seiner Familie am Tisch sitzt, blicken ihn die Töchter wie einen Fremden an. Diesen Mann können sie nie um Hilfe bitten, weil er alle Probleme mit exzessiver Gewalt löst – oder zu lösen glaubt. Die Töchter wenden sich ab. Ein Vater wird entmachtet. Dies ist nur eine von vielen Szenen, in denen Sheerans Selbstbild dekonstruiert wird. Ohnehin ist „The Irishman“ eine großangelegte Untersuchung und Entlarvung von Männerbildern.

Frank Sheeran wird eine Marionette der Mafia


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Moderne Technik macht es möglich: Der Film zeigt De Niro im Alter von 30 bis 70 Jahren.

Als Größenwahnsinnigen und hemmungslosen Narzissten legt Al Pacino den einflussreichen und zwielichtigen Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa an. Der sich aufregt, wenn man sich bei einem Treffen mit ihm verspätet – und dann noch im Freizeit-Outfit kommt.

Frank Sheeran ist der Verbindungsmann zwischen dem organisierten Verbrechen und Hoffas Lastwagenfahrergewerkschaft, eine Marionette der Mafia, deren Einfluss auf die amerikanische Politik und Gesellschaft sich dadurch weiter vergrößert.

Scorseses großer Abgesang auf die Mafia

„The Irishman“ zeigt, wie Männer andere Männer benutzen, wie sich Männergemeinschaften bilden, wie Männer einander und damit auch sich selbst zerstören. Mit fließender Eleganz und visueller Wucht bringt Martin Scorsese diesen großen Abgesang auf die Mafia auf die Leinwand. Nie war sein Blick auf diese Welt, von der er seit fast einem halben Jahrhundert erzählt, ernüchternder.

„The Irishman“ in norddeutschen Kinos

Die Netflix-Produktion „The Irishman“ wird nur kurze Zeit und in sehr wenigen Kinos gezeigt (Termine ohne Gewähr):

Hamburg – Passage
Do 14.11. 19.30 Uhr, Fr. 15.11. 19.30 Uhr, Sa. 16.11. 11 und 22 Uhr, So. 17.11. 19.30 Uhr

Hamburg – Savoy
Do, 14.11. 19:45 Uhr, Sa. 16.11.: 12, So. 17.11. 19.45 und Mo. 18.11. 19:45 Uhr

Bremen – Schauburg
Fr. 15.11. 19:30, So. 17.11. 12 Uhr, Mo, 18.11. 14:45 Uhr

Ab dem 27. November ist „The Irishman“ weltweit auf Netflix verfügbar. Laufzeit 210 Minuten.

The Irishman

Genre:
Thriller
Produktionsjahr:
2019
Produktionsland:
USA
Zusatzinfo:
mit Robert De Niro, Al Pacino, Joe Pesci
Regie:
Martin Scorsese
Länge:
209 Min.
FSK:
ab 16 Jahre
Kinostart:
14. November 2019

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur |
Neue Filme |
14.11.2019 | 07:20 Uhr

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US-Republikaner werfen Demokraten Rachefeldzug vor | ZEIT ONLINE

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Bei der ersten Sitzung zur geplanten Impeachment-Anklage der US-Demokraten im Repräsentantenhaus haben die US-Republikaner den Demokraten einen Rachefeldzug gegen Präsident Donald Trump
vorgeworfen. Der führende Republikaner im Justizausschuss, Doug Collins,
kritisierte bei der zweistündigen Sitzung des Justizausschusses am Mittwochabend, die
Demokraten führten seit Trumps Wahlsieg vor drei Jahren eine „Vendetta“.
Sie wollten Trump durch ein Amtsenthebungsverfahren loswerden, bevor er im nächsten
Jahr erneut die Wahl gewinne. Der demokratische Ausschussvorsitzende
Jerrold Nadler rief seine republikanischen Kollegen erfolglos dazu auf,
die Anklagepunkte gegen Trump zu unterstützen.

Der
Justizausschuss befasste sich erstmals mit den beiden Anklagepunkten gegen den US-Präsidenten, die die Demokraten am Vortag präsentiert
hatten: Machtmissbrauch und Behinderung der Ermittlungen des Kongresses. Diese Punkte sind Voraussetzungen für ein
Amtsenthebungsverfahren. „Wenn wir auf den Machtmissbrauch von Präsident Trump nicht reagieren,
wird sich der Missbrauch fortsetzen“, sagte Nadler. Trump gefährde die
nationale Sicherheit und die Integrität der US-Wahlen. 

Abstimmung über Anklage für Donnerstag geplant

Nadler
warnte, wenn der Präsident seine Macht weiter missbrauchen und den
Kongress an seiner Kontrollfunktion hindern könne,  werde er zu
einem „Diktator“. Er unterstütze daher „schweren Herzens“ die
Anklagepunkte gegen Trump. Collins sprach dagegen von einem
„Schein-Impeachment“. Der republikanische Abgeordnete Steve Chabot
nannte das Verfahren „einen Hohn auf die Gerechtigkeit“. Chabot ging von
einer Abstimmung über die beiden Anklagepunkte im Justizausschuss an
diesem Donnerstag aus. Dann ist die nächste Sitzung geplant.

Es gilt als sicher, dass sich der mehrheitlich demokratische Ausschuss grundsätzlich für
eine Anklage aussprechen wird. Daraufhin müsste das Plenum im Repräsentantenhaus über die Anklagepunkte abstimmen, was
voraussichtlich in der kommenden Woche geschehen wird. Sollten die
Abgeordneten im Plenum mehrheitlich zustimmen, würde das
Amtsenthebungsverfahren gegen Trump formell eröffnet. Eine Zustimmung
ist wegen der Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus absehbar.

Das
eigentliche Verfahren findet voraussichtlich im Januar im Senat
statt, wo die Republikaner die Mehrheit stellen. Für eine
Verurteilung und eine Amtsenthebung des Präsidenten wäre im Senat eine
Zweidrittelmehrheit erforderlich, die derzeit nicht absehbar ist.

Denn dort haben
die Republikaner die Mehrheit und keine Anzeichen erkennen lassen, in
nennenswerter Zahl vom Präsidenten abzurücken.

Hintergrund der Vorwürfe gegen Trump ist die Ukraine-Affäre. Die
Demokraten beschuldigen Trump, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat vom 25. Juli zu Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden
gedrängt zu haben, um die US-Präsidentschaftswahl 2020 zu seinen Gunsten
zu beeinflussen. Sie sehen es als erwiesen an, dass Trump von der
Ankündigung solcher Ermittlungen ein Treffen mit Selenskyj im Weißen
Haus und die Freigabe von Militärhilfe für die Ukraine abhängig gemacht
habe. Die Demokraten werfen Trump außerdem vor, die Impeachment-Untersuchung boykottiert und die Vorladung von Zeugen blockiert zu haben.



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„Tod eines Handlungsreisenden“ am Staatstheater Kassel – Mario Graß

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Zerplatze Träume

Enrique Keil (Willy Loman)
Quelle: N.Klinger

GDN – „Tod eines Handlungsreisenden“ – das wohl bekannteste Drama Arthur Millers hat auch siebzig Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner Aktualität verloren, wie die Inszenierung von Maik Priebe am Staatstheater Kassel zeigt.

Am 28. August 1963 formulierte Martin Luther King Jr. (1929 – 1968) seine Version des „American Dreams“, den er nicht auf materielle Werte reduzierte, sondern die Verwirklichung von Ideen wie Gleichheit, Gerechtigkeit und Brüderlichkeit in das Zentrum rückte. „I Have a Dream” lautet der Titel seiner gefeierten Rede, in der der Bürgerrechtler vor mehr als 250.000 Menschen eine Zukunftsvision für die Vereinigten Staaten, in denen für viele der „American Dream“ geplatzt oder ohnehin unerreichbar ist, entwarf.

Etwa 15 Jahre zuvor erschuf der US-amerikanische Schriftsteller und Drehbuchautor Arthur Miller (1915 – 2005) in seinem Drama „Death of a Salesman“ (dt.: Tod eines Handlungsreisenden) mit Willy Loman – „einen vom Schrecken überwältigten Mann, der in die Leere hinein um Hilfe ruft, die niemals kommen wird“ (Arthur Miller) – eine solche Figur, für die der Wunsch nach Aufstieg und somit der „Amerikanische Traum“ zerrinnt.

Der 63 Jahre alte Vertreter, der seit Jahrzehnten mit seinen Koffern durch den Bundesstaat New York reist, ist ein innerlich zerrissener Mensch, dessen Not sich in seiner Vermischung von Vergangenheit und Gegenwart und seiner Illusion, ein bedeutungsvolles Leben geführt zu haben, angesichts der Erkenntnis, keinerlei Anerkennung geerntet zu haben, offenbart.

1949 verfasste Arthur Miller mit dem „Tod eines Handlungsreisenden“ sein vielleicht bekanntestes und mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnetes Drama. Seitdem sind siebzig Jahre, in denen die USA bis zur derzeitigen Präsidentschaft Donald Trumps eine bewegte Geschichte durchlebt hat, vergangen. Die „Abgehängten“, jene an den gesellschaftlichen und eigenen Erwartungen Gescheiterten sind geblieben. In seiner Inszenierung am Staatstheater Kassel gelingt Regisseur Maik Priebe ein aktueller Blick auf das ohnehin zeitlose Stück.

Enrique Keil (Willy Loman)
Quelle: N.Klinger

Eingerahmt von Konfettikanonen und herabsinkenden Luftballons, ein Bild, das an US-amerikanische Wahlkampfauftritte erinnert, in denen mit reichlich Pathos große Zukunftsverheißungen verkündet werden, taucht Willy Loman auf, dessen gesellschaftlichen und persönlichen Abstieg die Zuschauer in den folgenden 100 Minuten verfolgen. Der einst aufstrebende Verkäufer verliert im Alter aufgrund nachlassenden Erfolges seinen Arbeitsplatz und vermag die Kraft, diesem Schicksalsschlag zu begegnen und eine realistische Perspektive zu entwickeln, nicht aufzubringen. Stattdessen bleibt er in seinen Träumen verhaftet und flüchtet sich in eine Lebenslüge bis hin zur Auslöschung der eigenen Identität.

Loman zerbricht am sich zu eigen gemachten American Dream, nach dessen Vorstellung jeder Mensch mittels harter, ehrlicher Arbeit seinen Lebensstandard zukünftig verbessern könne. Dabei ist er sicherlich kein Einzelfall, belegen doch aktuelle Studien, die sich mit sozialer Mobilität auseinandersetzen, dass der erreichbare soziale Status eines Menschen in den USA – und ebenso in Deutschland – weniger von seiner Anstrengungsbereitschaft, als vielmehr auf seine Herkunftsfamilie und deren Status zurückzuführen ist und die propagierte Chancengleichheit sich aufgrund der stetig steigenden ökonomischen Ungleichheit gar verringert.

Das aufwendige Bühnenbild (Susanne Maier-Staufen) wandelt sich insbesondere im ersten Teil der Produktion häufig – eine besondere Würdigung verdienen sich an diesem Abend die Bühnentechniker -, wobei teils ausdrucksstarke Bilder entstehen.

Maik Priebe verortet die Geschichte nur vage und erzählt sie nicht streng linear. Ähnlich wie im Innenleben von Willy Lohman vermischen und beeinflussen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Aussagen, Handlungen und Motive wiederholen sich. Willy Lohman lebt in einem Hamsterrad, das von innen aussieht wie eine Karriereleiter, ohne realisieren zu können, dass es für ihn schon lange nicht mehr bergauf geht.

Enrique Keil (Willy Loman)
Quelle: N.Klinger

Enrique Keil (Willy Loman) erweist sich als hervorragende Besetzung. Subtil wechselt er zwischen irrationaler Besessenheit, wachsender Verzweiflung, aufgesetztem Stolz und depressiver Niedergeschlagenheit. Schmerzlich konstruiert er sich sein Leben, dem Bedeutung, Beliebtheit und wirtschaftlicher Erfolg Sinn verleihen sollen. „Es kommt nicht darauf an, was du sagst, sondern wie du wirkst“, lautet sein Erfolgsmotto. Er verklärt die Vergangenheit, verkennt die Gegenwart und fantasiert sich die Zukunft.

Die verheißungsvolle Zukunft überträgt Willy Loman auf seinen Sohn Biff (Hagen Bär). „Willst Du gar nichts WERDEN?“, fragt er ihn vorwurfsvoll, ohne zu verstehen, dass dieser bereits etwas IST. Biff ist diesem Druck, mit dem viele in Form der letztlich belastenden Vorstellung „Du sollst es einmal besser haben als wir“ konfrontiert werden, nicht gewachsen. Biff hat ohnehin den Respekt vor seinem Vater verloren, seit er ihn bei einer Affäre ertappt hat und lehnt sich gegen dessen Ideale auf. „Er hatte den falschen Traum.“

Enrique Keil und Caroline Dietrich
Quelle: N.Klinger

Die folgenreichen Auswirkungen, die Willy Lomans Denk- und Handlungsweisen auf seine Umgebung, vorrangig auf seine Familie, hat, offenbart auch das Verhalten seiner Ehefrau Linda (Caroline Dietrich), die zwar die Nöte ihres Gatten erkennt, sich um ihn sorgt und ihn ermutigt, jedoch ohne dabei zu erkennen, dass sie die Misere durch ihr Verhalten verstärkt. Eine wunderbar rätselhafte Gestalt (Aljoscha Langel), die den drohenden gesellschaftlichen Absturz personifiziert, taucht auf, um mit Willy imaginäre Gespräche zu führen. Umrahmt wird die Handlung von Willys Beerdigung, bei der nur wenige Trauernde zugegen sind, und der bohrend desillusionierten Frage: „Warum ist denn niemand gekommen?“

Aljoscha Langel (Ein Fremder)
Quelle: N.Klinger

Warum kommt kaum jemand zu Willys Trauerfeier? Warum zeigen derart wenige Menschen ihren Respekt…? Willy wurde im Verlauf seines Lebens an den Rand gedrängt— ähnlich wie Obdachlose, Senioren, Kranke oder Migranten. Wer ist Mitglied der Gemeinschaft und wer wird ausgestoßen … und wer entscheidet über diese Frage? Linda Loman fordert gleichen Respekt und gleiche Sorge für JEDEN Menschen – eine Forderung, die im Amerika Donald Trumps unerreichbar erscheint.

Mit Willy scheint auch der amerikanische Traum, samt der Illusion vom fortwährenden Fortschritt sowie das Versprechen, jeder könne den materiellen Aufstieg schaffen, zu Grabe getragen werden. „Im Grunde entscheidet ein Münzwurf, ob es einem besser geht als den Eltern“, resümiert der Wirtschaftsprofessor Raj Chetty die Ergebnisse seiner Studie zur sozialen Durchlässigkeit. Die Chance auf Teilhabe am Wohlstand sei keineswegs für alle Amerikaner identisch. Forschungen haben vielmehr gezeigt, dass die soziale Klasse für den Biografie einer Person ein entscheidender Faktor ist, so ist etwa das durchschnittliche Einkommen Schwarzer bis heute nur etwa halb so hoch wie das von Weißen.

Caroline Dietrich und Enrique Keil
Quelle: N.Klinger

12 Jahre bevor Arthur Miller sein Drama „Tod eines Handlungsreisenden“, das bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat, verfasste, bildete Ernest Hemingway den Gegenbegriff des „American Dream“ und sprach in seinem Roman „To Have and Have Not” vom „American Nightmare“.
Doch was könnte den zerplatzten – „den falschen“ (Biff Loman) – Traum ersetzen? Möglicherweise war Martin Luther King 1963 bereits auf dem richtigen Weg, doch dessen Ideale scheinen seit der Präsidentschaft Donald Trumps und in einer Welt voll wachsender religiöser und kultureller Intoleranzen weiter entfernt denn je.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



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