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Ist Indonesiens Millionenmetropole noch zu retten?

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Es gibt Titel, die möchte man nicht unbedingt haben. So gilt die indonesische Hauptstadt Jakarta als am schnellsten absinkende Metropole weltweit. Tatsächlich sind die Veränderungen dort gewaltig. Während beispielsweise der Boden unterhalb von Venedig jährlich um zwei Millimeter absinkt, sind es im Fall der indonesischen Wirtschaftsmetropole stolze 25 Zentimeter. Historische Daten belegen dies. Als der Hafen von den niederländischen Kolonialherren ausgebaut wurde, befand sich die Stadt noch deutlich oberhalb des Meeresspiegels. Die Flüsse und Kanäle konnten also einfach in den Ozean fließen. Heute hingegen liegt ein Großteil der Stadt unterhalb des Wasserspiegels und wird nur durch Seemauern geschützt. Riesige Pumpen sorgen dafür, dass die Stadt nicht einfach mit Wasser voll läuft.

Die indonesische Hauptstadt Jakarta wächst in die Höhe und sinkt doch ab.

Ohne Wasser sinkt der Boden in sich zusammen

Doch warum sinkt die Stadt überhaupt so stark ab? Dies liegt zum einen daran, dass der Ort nicht besonders gut geeignet ist, um dort eine Millionenmetropole zu errichten. Denn der Boden ist nicht sehr fest, sondern besteht aus Sand- und Lehmschichten, in denen auch das Grundwasser gespeichert ist. Durch den Hafen wurden allerdings dennoch viele Menschen angelockt, die dort Behausungen errichteten. Weil die öffentliche Wasserversorgung aber unzureichend war und ist, begannen Privatleute und Unternehmen Wasser aus dem Boden zu pumpen. Dadurch wurde dem Boden Feuchtigkeit entzogen und der Untergrund sinkt nach und nach in sich zusammen. Verstärkt wird das Problem dadurch, dass die unterirdischen Schichten nicht neu mit Regenwasser befüllt werden können, weil die meisten Flächen in der Stadt durch Beton versiegelt sind.

Die Lösung des Problems muss drei Dimensionen berücksichtigen

Experten gehen davon aus, dass ein signifikanter Teil der Stadt in rund zehn Jahren im Meer versinken wird – sofern nicht zeitnah Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Problematisch ist allerdings, dass die Lösung drei Dimensionen berücksichtigen muss:

1. Die technische Seite: Rein theoretisch ist es nicht besonders schwer die Entwicklung zu stoppen. Es muss schlicht dafür gesorgt werden, dass kein Grundwasser mehr nach oben gepumpt wird. Dass dies möglich ist, zeigt das Beispiel Tokio. Dort gelang es den Stadtvätern in den 1960er Jahren eine ähnliche Entwicklung zu stoppen.

2. Die soziale Komponente: Damit die Einwohner kein Wasser mehr aus der Erde pumpen und keine Abflüsse mehr blockieren, müssen sie allerdings eine Alternative haben. Sprich: Es müssten Sozialwohnungen entstehen, die an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind. Berechnungen haben allerdings ergeben, dass dort rund 13 Euro Miete fällig wären – zu viel für viele Einwohner der Stadt.

3. Die politische Dimension: Die Verwaltung in Indonesien ist nicht besonders leistungsfähig. Schon innerhalb des vorhandenen Leitungsnetzes gibt es zahlreiche Lecks, die für enorme Wasserverluste sorgen. Die Privatisierung verschlimmerte dieses Problem noch. Alle Einwohner an die Wasserversorgung anzuschließen, dürfte daher keine leichte Aufgabe werden.

Die Regierung plant schon eine neue Hauptstadt

Die Regierung Indonesiens plant daher im Notfall ein gigantisches Bauprojekt. Ein vierzig Kilometer langer und befahrbarer Deich soll die Bucht vor der Stadt vom Meer abschneiden und so die Gefahr von Überflutungen bannen. Geschätzte Baukosten: 35 Milliarden Dollar. Aufgebracht werden soll das Geld unter anderem mithilfe von privaten Investoren, die dafür die Straße auf dem Damm als Mautstrecke betreiben dürften. Noch gilt der gigantische Bau aber nur als Notfalllösung. Die Regierung Indonesiens hat für sich ohnehin ganz andere Pläne. Sie will im Osten der Insel Borneo eine komplett neue Hauptstadt errichten. Dort gibt es nicht nur weniger Erdbeben, sondern es besteht auch keine Gefahr, dass die Stadt einfach im Meer versinkt. Für Jakarta bringt dies aber nur eine geringe Entlastung. Schätzungen gehen davon aus, dass nur rund ein Zehntel der heutigen Bevölkerung mit umziehen würde.

Via: DLF

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YOUTH AND THE DIGITAL ECONOMY | | Kigali Convention Center 11 October 2019

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| Kigali Convention Center 11 October 2019
Lead: MINICT, Smart Africa

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Sind diese Forderungen noch zu vertreten?

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Nach dem Anschlag in Halle fordern mehrere Politiker von CDU und CSU mehr Befugnisse für Sicherheitskräfte im Internet. Dazu sollen Behörden Zugriff auf verschlüsselte Nachrichten bekommen, die über WhatsApp und andere Messenger verschickt werden. Doch es regt sich bereits erster Widerstand.


Bildquelle: GIGA.

Union: WhatsApp-Nachrichten sollen entschlüsselt werden

Wenn es nach der Unionsfraktion im Bundestag geht, dann sollen Messenger-Betreiber wie Facebook gezwungen werden, die Inhalte von einzelnen Nachrichten an die Behörden auszuliefern. Trotz einer mittlerweile verbreiteten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sollen auf richterliche Anordnung hin auf Inhalte zugegriffen werden können. Unter anderem Bundesinnenminister Horst Seehofer sieht hier die bestehenden Regelungen als unzulänglich an, berichtet das ZDF.

Die Forderung ist als direkte Folge des rechtsterroristischen Angriff auf eine Synagoge in Halle zu sehen. Sicherheitskräfte müssten neue Befugnisse bekommen, meint auch Matthias Middelberg, der als innenpolitischer Sprecher für die Unionsfraktion im Bundestag arbeitet: „Da heute nicht mehr so viel klassisch telefoniert wird, müssen wir eben auch an die Messenger-Dienste, wie zum Beispiel WhatsApp ran.“

Unklar ist derweil noch die konkrete Ausgestaltung. Behörden müssten einen direkten Zugriff auf die Handys der Betroffenen erhalten, da bei einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch der Betreiber nichts über den Inhalt weiß. Facebook bietet mit WhatsApp und dem Facebook Messenger die beliebtesten Apps in diesem Bereich. Aber auch kleinere Anbieter wie Threema und Telegram dürften davon betroffen sein.

Die besten Tipps rund um WhatsApp findet ihr hier im Video:

Zugriff auf Nachrichten: SPD warnt vor Aktionismus

Während einige Politiker von CDU und CSU nach stärkeren Gesetzen rufen, warnt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil vor Aktionismus: „Bevor man gleich wieder hysterisch Gesetze verschärft, sofort den Sicherheitsapparat ausbaut, müssen wir ganz genau hinschauen, was sich am rechten Rand tut.“ Die Wahrung der Privatsphäre sei wichtig und mit einem Einmischen bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht kompatibel.

Was WhatsApp noch besser machen könnte, erfahrt ihr in der Bilderstrecke:


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Das können andere Messenger besser als WhatsApp.

Auch Datenschützer sehen ein Problem der bei der Forderung der Union, da sie schlicht „nicht erfüllbar“ seien, ohne damit die Sicherheit aller Nutzer zu gefährden. Die zuvor von den drei Ländern USA, Großbritannien und Australien geforderte offengelassene Hintertür für Regierungen sei gefährlich, da so auch weitere Akteure in den Besitz sensibler Daten gelangen könnten. Was sagt ihr zu dem Thema?



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