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Steuerhinterziehung in Millionenhöhe: Spezialkräfte verhaften Masken-Händler

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Spezialkräfte der Polizei haben in Hamburg einen Maskenhändler wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verhaftet.

Der mehrfach vorbestrafte 30-Jährige habe im Mai vergangenen Jahres zusammen mit 3 Komplizen 23 Millionen Atemschutzmasken an das Bundesgesundheitsministerium verkauft, teilte die Hamburger Finanzbehörde am Donnerstag mit.

„Besonders dreister Fall“

Dafür hätten sie dem Ministerium 109 Millionen Euro in Rechnung gestellt, davon 17,5 Millionen Umsatzsteuer. Nach Abzug der Vorsteuer hätten die Verdächtigen etwa vier Millionen Euro an das Finanzamt abführen müssen, was sie aber nicht getan hätten. Das Geld hätten sie stattdessen in hochwertige Autos der Marken Rolls-Royce, Lamborghini und Bentley gesteckt. Die Verdächtigen betreiben den Angaben zufolge eigentlich einen Autohandel.

Steuerfahnder und Spezialkräfte hätten am 13. April mehrere Objekte in Hamburg durchsucht und dabei hochwertige Fahrzeuge und Rolex-Uhren sichergestellt. Der 30-Jährige sitze seit seiner Verhaftung in Untersuchungshaft, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Zu den Beschuldigten gehören auch 3 Männer im Alter von 22, 31 und 45 Jahren. Ihnen werde bandenmäßige Umsatzsteuerhinterziehung vorgeworfen. Um die Qualität der FFP2- und OP-Masken gehe es in diesem Verfahren nicht, sagte die Erste Staatsanwältin Liddy Oechtering.

„Dieser besonders dreiste Fall zeigt, dass die Corona-Pandemie leider auch von Straftätern ausgenutzt wird“, erklärte Finanzsenator Andreas Dressel. Der SPD-Politiker forderte: „Gegenüber solchen gemeinschädlichen Taten und Tätern muss gerade in der Pandemie die ganze Härte des Gesetzes greifen!“

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Sächsische Staatskapelle Dresden: Ehrendirigent Blomstedt leitet Sonderkonzert

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Dieses Mozartkonzert mit ihrem Ehrendirigenten Herbert Blomstedt mag für die Sächsische Staatskapelle Dresden ein wahres Labsal gewesen sein, in musikalischer wie mentaler Hinsicht. Von Anfang an lagen eine entspannte Stimmung (nicht mit Oberflächlichkeit zu verwechseln) und Spielfreude über dem Ganzen. Sicher, inzwischen sind Blomstedts Schritte bedächtiger geworden – er ist immerhin im 94. Lebensjahr –, aber wenn er dann auf dem Podium steht, und das tat er im wörtlichen Sinne die ganze Zeit, und zu dirigieren beginnt (meist auswendig), dann strahlt er nach wie vor ungebrochene, ansteckende Vitalität aus, Begeisterung für die ausgewählten Werke, reifes Können, was am Ende zu qualitativen Höchstleistungen bei allen Beteiligten führt. Aufgenommen wurde das Konzert in der Semperoper, zu hören war es bei Deutschlandfunk Kultur, MDR Kultur und MDR Klassik.

Mit Mozarts Sinfonie Nr. 38 D-Dur, der „Prager“, wurde eine gedankliche Brücke in Blomstedts erstes Chefjahr 1975 geschlagen, als er schon einmal dieses Werk mit dem Orchester erarbeitete, wovon noch heute eine Rundfunkaufnahme zeugt. Zwischen dem Erfolg von „Le nozze di Figaro“ in Prag und der ein dreiviertel Jahr später dort stattfindenden Uraufführung des „Don Giovanni“ führte Mozart sie erstmals im Januar 1787 im Prager Ständetheater auf – dreisätzig, also ohne Menuett (vielleicht weil man es damals in Prag so liebte), eine Sinfonie voller Leidenschaft und emotionaler Zerrissenheit, in drei Sonatensätzen kompositorisch dicht, dramatisch ungeheuer spannend und in Mozarts symphonischen Schaffen gleichsam einem Quantensprung entsprechend.

Musiker in Hochform

Was das herausgehobene Niveau der Wiedergabe durch die Staatskapelle und Herbert Blomstedt ausmacht, war die ungekünstelte Natürlichkeit, in der Schroffheiten genauso Platz hatten wie die kontrapunktischen Finessen und die von allen begeistert ausgekosteten dynamischen Kontraste. Man war hingerissen vom ersten bis zum letzten Ton. Blomstedts Einschätzung „sehr schön gespielt“ kann man nur zustimmen.

Die Bläser der Kapelle liefen sämtlich zur Hochform auf. Und der von den Damen und Herren um den 1. Konzertmeister Roland Straumer gewebte, unglaublich flexible Streicherteppich suchte seinesgleichen. In die auf gegenseitiger Wertschätzung und künstlerischer Verehrung beruhende Harmonie zwischen Herbert Blomstedt und der Kapelle passt auch nach so vielen Jahren kein Blatt.

Musikalische Delikatesse

Das traf auch auf die weiteren Werke des Konzerts zu, etwa die andere Sinfonie. So richtig erklären lässt es sich nicht, warum die C-Dur-Sinfonie (KV 338), Mozarts letzte Salzburger Sinfonie, im Schatten ihrer berühmten Schwestern, auch der „Prager“, steht. In barock anmutender Üppigkeit treffen hier oft völlig abrupt wechselnde Themen und dynamische Entwicklungen aufeinander. Herbert Blomstedt und seine Mitstreiter nahmen sich dieses Wechselbads der Gefühle ausgesprochen detailreich an, edel im Klang. Da waren das vor Energie berstende Allegro vivace zu Beginn, das präzise ausbalancierte Streicher-Andante und schließlich das in virtuoser Pracht dahin eilende Finale.

Mit dem A-Dur-Violinkonzert KV 219 stammte auch der solistische Beitrag von Mozart, wobei das Besondere des Stückes gerade darin besteht, dass solistische und orchestrale Passagen aufs Engste miteinander verquickt sind. Die Norwegerin Vilde Frang hatte 2018 als Einspringerin bei der Staatskapelle debütiert und durfte sich nun über eine weitere Einladung freuen. Es ist das letzte der Mozart’schen Violinkonzerte und bedeutet zugleich auch das Ende von seiner Geigerkarriere. Vilde Frang zeigte sich bestens vertraut mit dem sehr beliebten, melodisch einprägsamen Stück. Sie brachte vor allem technische Souveränität und eine Riesenportion unbestechlichen Geschmacks mit. Bei ihr atmete das Adagio keine triefende Sentimentalität, sondern offenbarte seine Größe ganz aus sich selbst heraus. Voller Schwung und geigerischer Delikatesse musizierte sie die Ecksätze, wobei ihr die Kapelle und natürlich Herbert Blomstedt die sensibelsten und inspirierendsten Partner waren, die man sich vorstellen kann.

Von Mareile Hanns



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Papst prangert Kindesmissbrauch als „psychologischen Mord“ an

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Papst Franziskus hat sexuellen Kindesmissbrauch als eine Art seelischen Mord bezeichnet. Die Taten würden etwa in Schulen, beim Sport, in Freizeiteinrichtungen und Religionsgemeinschaften sowie bei Einzelpersonen verübt und müssten konsequent aufgedeckt werden, sagte das katholische Kirchenoberhaupt.

„Kindesmisshandlung ist eine Art „psychologischer Mord“ und in vielen Fällen eine Auslöschung der Kindheit“, mahnte Franziskus am Samstag im Vatikan. Der Papst äußerte sich bei einer Audienz für Mitglieder des italienischen Anti-Missbrauchsvereins mit dem Namen Meter. Der Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung sei eine Pflicht aller Staaten. Diese müssten sowohl Menschenhändler als auch Täter von Missbrauchsverbrechen verfolgen und bestrafen, sagte Franziskus. Der 84-Jährige kritisierte die Werbung für Kinderpornografie, die über das Internet und verschiedene Soziale Medien stattfinde.

Die katholische Kirche selbst steht auch immer wieder in der Kritik, weil sie Fälle von Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen vertuscht hatte. Außerdem wird ihr vorgeworfen, dass Würdenträger Vorwürfe nicht schnell genug aufarbeiten würden.





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Sonderkommission gegen Linksextremismus: Sachsens LKA soll mit Nazis kooperieren

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Als das rechtsextreme Magazin Compact eine strittige Behauptung über die Linken-Politikerin Juliane Nagel veröffentlichte, entbrannte daraus ein Rechtsstreit, der derzeit weiter vor dem Landgericht Leipzig behandelt wird. Wie das Leipziger Stadtmagazin „kreuzer“ berichtet, begründete Compact die Behauptung, indem es die angebliche Quelle dafür offenlegte: Ein Beamter des LKA Sachsens.

Gab es regen Informationsaustausch zwischen dem LKA und der rechtextremen Szene?

Der ehemalige NPD-Kreischef, Ex-Stadtrat und mehrfach vorbestrafte Enrico Böhm erklärte in einer eidesstattlichen Versicherung, dass er die Informationen über Nagel von einem Beamten bekommen habe, der im Bereich des Staatsschutz arbeiten soll. Sogar den Namen des betroffenen Mannes habe er dafür nennen können. Gegen ihn wurde nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ob die Behauptungen Böhms der Wahrheit entsprechen, bleibt derzeit allerdings weiter fraglich.

Nach Recherchen des „kreuzers“ sollen Unterlagen des LKA Sachsen jedoch beweisen, dass zumindest in die andere Richtung ein reger Informationsaustausch geherrscht habe. So verwende das LKA seit 2018 in mehreren Ermittlungsverfahren Material über vermeintliche Linksextreme, das direkt aus dem persönlichen Umfeld von Enrico Böhm stammen soll – obwohl er in keins dieser Verfahren involviert war.

14-seitiges Dossier über vermeintliche Linksextreme

Beispielsweise soll die ehemalige Lebensgefährtin des Politikers im Oktober 2018 ein 14-seitiges Dossier mit Namen, Fotos und Personenbeschreibungen aus der vermeintlichen linken Szene Leipzigs vorlegt haben. Zusätzlich habe sie mehr als eine Stunde erklärt, warum sie die genannten Personen als relevant für die Arbeit des LKAs ansah. Auch woher sie ihre Informationen hatte, habe die Frau offengelegt: In den Akten der Ermittlungen gegen einen befreundeten Neonazi habe sie die Handynummer eines potenziell Linksextremen gefunden. Anschließend habe sie dessen Profilbilder in verschiedenen Messengerdiensten gespeichert und in den sozialen Netzwerken weitere Informationen gesammelt.

Jahrelang soll das LKA und die dazugehörige Soko Linx immer wieder auf dieses Dossier zurückgegriffen haben, wie weitere Unterlagen zeigen sollen, die dem „kreuzer“ vorliegen. In wie vielen Fällen diese juristisch fragwürdigen Erkenntnisse tatsächlich genutzt wurden, sei allerdings unklar. Eine Anfrage beantwortete das LKA mit dem Hinweis, dass man sich nicht zu laufenden Ermittlungen äußern könne.

„Mehr als fragwürdige Arbeitsmethoden“

Der Innenexperte der Sächsischen Grünen, Valentin Lippmann, kritisiert diese möglichen Verwicklungen mit der rechtsextremen Szene stark: „Sollte die Soko Linx derartige Informationen ohne weitere Ermittlungen und Überprüfungen in Ermittlungsverfahren verwenden, wäre dies nicht nur fachlich bedenklich, sondern auch mit Blick auf die politische Brisanz ein weiterer Beleg für mehr als fragwürdige Arbeitsmethoden dieser Soko“, so Lippmann.

Er warnt weiter, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, dass Ermittlungsbehörden zum politischen Handlanger von verfassungsfeindlichen Strukturen gemacht werden würden. Man müsse gerade in Sachsen besonders wachsam sein, da die örtlichen Behörden bereits in der Vergangenheit durch ihren „hohen Verfolgungseifer gegenüber der linken Szene“ und „immer wieder fragwürdige und rechtswidrige Ermittlungsmethoden“ aufgefallen sei, erklärt der Grünen-Politiker im Gespräch mit dem „kreuzer“.

Lesen Sie auch: Polizei zeigt sich entsetzt – Punktesystem für Straftaten: Linksextreme Gruppen wetteifern um „Randale-Preis“





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