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Stasi-Gefängnis für 25 Millionen Euro umgebaut und saniert

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Berlin. Mit Vollendung des zweiten Bauabschnitts ist die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen für insgesamt 25 Millionen Euro umgebaut und saniert worden. Der von der Staatssicherheit der DDR als Untersuchungshaftanstalt genutzte Komplex ist aus Sicht von Berlins Kultursenator Klaus Lederer ein „authentischer Ort der Aufarbeitung“ wie es nur wenige in Deutschland für diese Zeit gebe. Hier seien Menschen inhaftiert worden, die psychisch gebrochen werden sollten, sagte der Linke-Politiker am Mittwoch in Berlin.

Besucherbereich mit Café und Seminarräumen

Nach Umbau und Sanierung verfügt die Gedenkstätte nun über einen Besucherbereich mit Café und Seminarräumen, die in früheren Garagen eingebaut wurden. Im Gefängnistrakt entstanden einige Medienräume, zudem musste für modernen Brandschutz in den alten Gebäuden gesorgt werden, der gleichzeitig nicht die historische Anmutung zerstören sollte.

Die Gedenkstätte besuchen nach Angaben ihres Direktors Helge Heidemeyer jährlich etwa eine halbe Million Menschen. Das nimmt historische Einrichtungen wie etwa Bodenbeläge oder Tapeten in den schmalen Gängen extrem in Anspruch. „Wir wollen viele Besucher haben, aber die hinterlassen auch ihre Spuren“, sagte Heidemeyer, „diesen Zwiespalt muss man aushalten.“ Davon betroffen sind zwei Stockwerke mit Haftzellen und den damals so genannten Vernehmerzimmern. Als Konsequenz kündigte Heidemeyer etwa an, künftig keine Rucksäcke mehr bei den Führungen zuzulassen. Für die historische Überlieferung bleibt eine Etage in Hohenschönhausen für Besucher verschlossen.

Die neue Medienausstattung ist auch eine Konsequenz daraus, dass bei Führungen zunehmend Videos von Zeitzeugen eingesetzt werden sollen. Der 77 Jahre alte Hans-Jochen Scheidler etwa war selbst in Hohenschönhausen inhaftiert, nachdem er ein Flugblatt mit Hilfe von Stempelkissen für Kinder gegen den sowjetischen Einmarsch in Prag hergestellt hatte. Seit Jahren engagiert er sich ehrenamtlich in Hohenschönhausen und führt Schulklassen und andere Gruppen. In den multimedialen Einsätzen sieht Scheidler „die einzige Chance, die Rolle von Zeitzeugen in der Zukunft fortzusetzen“.



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In Indien wütet Covid-19 jetzt auf dem Land – Leichen treiben auf dem Ganges

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Im schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Indien sind die offiziellen Infektionszahlen auf hohem Niveau etwas gesunken. Am Freitag wurden laut den indischen Behörden in der größten Demokratie der Welt mehr als 343.000 neue Fälle und 4000 Tote binnen 24 Stunden erfasst. Bis vor wenigen Tagen hatte Indien noch mehr als 400.000 Fälle pro Tag erfasst.

Allerdings verlagert sich die Pandemie zunehmend von den großen Städten aufs Land, wo die Gesundheitsversorgung deutlich schlechter ist und es weniger Tests gibt. So dürfte die Dunkelziffer hoch sein. Indische Medien verbreiten Bilder aus ländlichen Krankenhäusern, die es bislang vor allem in den großen Metropolen des Landes zu sehen gab: Um Luft ringende Menschen, die vor den Kliniken verzweifelt warten, weil es keine freie Betten und keinen Sauerstoff mehr gibt. Zuletzt berichteten Behörden von Dutzenden Leichen, die auf dem Fluss Ganges trieben – zumindest teils von Corona-Opfern, deren Familien zu arm für eine traditionelle hinduistische Einäscherung waren.

Impfstoff knapp in der „Apotheke der Welt“

Bislang sind weniger als drei Prozent der 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner Indiens ganz geimpft. Der Impfstoff ist angesichts der großen Bevölkerung knapp, obwohl Indien eigentlich als „Apotheke der Welt“ bekannt ist und massenhaft Impfstoff herstellt. Ein Gesundheitsberater der Regierung sagte allerdings am Donnerstagabend, dass zwischen August bis Dezember mehr als 2 Milliarden Impfstoffdosen für das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land bereitstehen sollten.

Am Freitag wurde in Indien wohl erstmals eine im Ausland produzierte Impfdose verabreicht – Sputnik V, wie der der staatliche russische Direktinvestmentfonds RDIF, der das Vakzin im Ausland vermarktet, bekannt gab. Bislang hatte Indien seine Bevölkerung nur mit in Indien produziertem Astrazeneca-Impfstoff sowie mit einem einheimisch entwickelten Vakzin geimpft.

Seit Pandemiebeginn sind in Indien mehr als 24 Millionen Corona-Infektionen erfasst worden. In absoluten und bekannten Zahlen ist das Land am zweitmeisten von der Pandemie betroffen.

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Die Coronazahlen in der Türkei sind auf einem Rekordhoch. Präsident Recep Tayyip Erdogan hat scharfe Lockdown-Regeln erlassen, die er und seine Minister jedoch regelmäßig brechen. Dass er nun auch noch ein Alkoholverbot erlassen hat, erzürnt das Volk noch mehr. Hier mehr lesen.
  • Die eskalierende Gewalt im Nahost-Konflikt war das bestimmende Thema der letzten Tage. Zahlreiche deutsche Politiker hatten die Terror-Angriffe der Hamas öffentlich verurteilt. Auch Annalena Baerbock zeigte sich von den Raketenangriffen von palästinensischer Seite betroffen. FOCUS-Kolumnist Jan Fleischhauer äußert jedoch Kritik an Baerbocks Reaktion. Mehr im Video:





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Bodensee: Wirte und Hoteliers fürchten „totales Chaos“ durch Öffnungen

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Angesichts unterschiedlicher Öffnungsschritte in Gastronomie und Tourismusbetrieben fordern Wirte und Hoteliers rund um den Bodensee eine Angleichung der Regeln. In der Vierländerregion seien die „derzeit bestehenden und voneinander abweichenden Regelungen immer besonders herausfordernd“, sagte der Geschäftsführer der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH, Jürgen Amman, in Konstanz. Die Regeln sollten unbedingt harmonisiert werden. Entsprechende Forderungen kamen auch aus dem Allgäu.

Tourismus und Gastronomie kritisieren: „Dies führt zu enormen Wettbewerbsnachteilen“

Vor allem die Bindung an eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner löst auf deutscher Seite Kritik aus. Während eine baldige Öffnung von Tourismus und Gastronomie damit in weiten Teilen des Allgäus und dem Bodenseekreis in Baden-Württemberg unwahrscheinlich scheint, sind Tagesausflüge nach Österreich und in die Schweiz wieder möglich. Mit einem negativen Corona-Test können sich zudem Urlaubsrückkehrer aus den beiden Ländern bei der Einreise von der Quarantänepflicht befreien.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass man durch die derzeitigen Beschlüsse konzeptbasierte Öffnungen außerhalb Deutschlands akzeptiere, der Neustart hierzulande aber an die Inzidenz gebunden sei, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, Maria Rita Zinnecker, am Freitag. „Dies führt zu enormen Wettbewerbsnachteilen.“ In den Nachbarländern könnten Gäste urlauben, in Bayern aber nicht.

Österreich plant die Öffnung von Tourismusbetrieben am 19. Mai. In der Schweiz sind Hotels, Bergbahnen und Außengastronomie schon geöffnet. „Der Gast geht da hin, wo er hingehen darf“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Bodenseekreis, Horst Müller. „Wenn’s blöd läuft, gibt das ein totales Chaos. Dann hat man genau das, was man nicht wollte: viele Menschen am gleichen Ort.“ Schon innerhalb von Baden-Württemberg sei wegen unterschiedlicher Inzidenzen ein „Landkreis-Hopping“ zu befürchten.

 

Unterschiedliche Regelungen führen zu Chaos

Zwar habe das baden-württembergische Sozialministerium bei der am Donnerstag beschlossenen Öffnungsstrategie durchaus auf die Belange des Gastgewerbes gehört, sagte Müller. „Aber die unterschiedlichen Regeln führen natürlich zu einem Riesen-Durcheinander. Die Gäste brauchen eigentlich Gewissheit, dass ihr Urlaub auch stattfindet.“

Die Allgäu GmbH kritisierte, ihre Konzepte für eine verlässliche Öffnung von Gastronomie und Tourismus seien bei den bayerischen Ministerien bisher ohne Resonanz geblieben. „Es ist nicht einzusehen, warum bei der Entscheidung für mögliche Öffnungsschritte im Tourismus weiterhin und ausschließlich der Inzidenzwert das Maß der Dinge ist“, schrieb Aufsichtsratschefin Zinnecker am Freitag an Ministerpräsident Markus Söder: „Unsere Nachbarländer zeigen uns sehr eindrucksvoll und seriös, wie eine konzeptbasierte Öffnungsstrategie erfolgreich funktioniert.“





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Fest & Flauschig: Podcast-Hit feiert fünfjähriges Jubiläum

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Fest & Flauschig
Podcast-Hit feiert fünfjähriges Jubiläum

„Fest & Flauschig“ mit Jan Böhmermann (l.) und Olli Schulz

© Spotify/David Daub/Wildfox Running

Einer der beliebtesten deutschen Podcasts feiert Geburtstag: „Fest & Flauschig“ von Jan Böhmermann und Olli Schulz wird fünf Jahre alt.

Fünf Jahre ist es also nun schon her, dass Jan Böhmermann (40) und Olli Schulz (47) am 15. Mai 2016 ihren Podcast „Fest & Flauschig“ als Nachfolger zum Radioformat „Sanft & Sorgfältig“ gestartet haben. Hier einige Zahlen und Fakten zu einem der beliebtesten deutschsprachigen Podcasts.

325 Folgen voller Charme und Witz

Das auf Spotify erhältliche Format war weltweit der erste exklusive Podcast des Streaminganbieters – und das Jubiläum feiern die beiden Allroundtalente mit ihrer mittlerweile 325. Episode von „Fest & Flauschig“. Laut Spotify entspricht dies etwa 20.000 aufgezeichneten Podcast-Minuten. Zwar waren die beiden meist unter sich, sie durften bisher aber auch rund 25 prominente Gäste begrüßen – darunter Barbara Schöneberger (47), Bastian Pastewka (49), Tim Mälzer (50) und Virologe Christian Drosten (48).

Und die in dem entsprechenden Jahr beliebtesten Folgen der Hörer? „Aufbau West“ (2016), „Wir hassen Internet“ (2017), „Kotze in der Kuschelecke“ (2018), „Ich lauf doch schon so schnell ich kann“ (2019) und „Weihnachten zuhause“ (2020). Eines der wohl erfolgreichsten Jahre für „Fest & Flauschig“ war unterdessen 2018. Im damaligen Jahresrückblick war das Format der international meistgestreamte Exklusiv-Podcast auf der Plattform. 2019 reichte es noch zum vierten Platz.

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