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Spanien besiegt Tschechien in Hauptrunde souverän

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Spanien schlägt Tschechien souverän

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Julen Aguinagalde und die Spanier feiern den nächsten klaren Sieg
© Getty Images

Lesedauer: 2 Minuten

Die spanische Nationalmannschaft marschiert weiter souverän durch die Europameisterschaft. Auch im ersten Hauptrundenspiel gibt sich der Topfavorit keine Blöße.

Europameister Spanien bleibt auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung auf Kurs.

Im ersten EM-Hauptrundenspiel in der Wiener Stadthalle gewannen die Iberer gegen Tschechien mit 31:25 (14:9) und übernahmen damit zunächst die Tabellenführung in der Gruppe 1. 

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Die Spanier hatten bereits ihre drei Vorrundenspiele gewonnen und dabei unter anderem Deutschland mit 33:26 besiegt.

Linkshänder Alex Duschebajew im rechten Rückraum und Linksaußen Angel Fernandez Perez, beim polnischen Meister KS Kielce Teamkollege von Deutschlands Nationaltorhüter Andreas Wolff, waren mit je fünf Toren Spaniens erfolgreichste Werfer.

Achtmal traf Tschechiens Spielmacher Ondrej Zdrahala, bei der EM 2018 in Kroatien mit 55 Treffern Torschützenkönig des Turniers.

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Russlands Leichtathleten vor Ausschluss aus Weltverband – Sport

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Die Maßnahmen gegen die suspendierten russischen Leichtathleten sollen ein knappes halbes Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio noch verschärft werden. Die unabhängige Integritätskommission Aiu des Weltverbandes World Athletics sprach am Mittwoch die Empfehlung aus, die seit Dezember 2015 wegen des Dopingskandals ausgesprochene Sperre gegen den russischen Verband Rusaf aufrechtzuerhalten und ihm sogar die Mitgliedschaft im Weltverband zu entziehen, sollten sich die jüngsten Anschuldigungen bewahrheiten.

Die Aiu hatte den Fall Russland erneut überprüft, nachdem Ende November ein neuer Dopingskandal um Topspringer Danil Lysenko bekannt geworden war. Lysenko war unmittelbar vor der EM 2018 in Berlin suspendiert worden, weil er den Dopingermittlern seine Aufenthaltsorte für mögliche Tests nicht genannt hatte. Der Rusaf wird vorgeworfen, Lysenko gedeckt und sich der Vertuschung schuldig gemacht zu haben. „Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, empfehlen wir, die strengstmöglichen Sanktionen in Erwägung zu ziehen“, teilte die Aiu am Mittwoch mit.

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World Athletics nahm die Empfehlungen zur Kenntnis und erörterte das weitere Vorgehen. Demnach werde der Weltverband zunächst einen Brief an die Rusaf sowie den neuen russischen Sportminister (Posten derzeit vakant) senden und um eine abschließende Stellungnahme bitten. Sollten die Russen weiterhin auf ihre Unschuld verweisen, werde der Weltverband den Fall vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas bringen. Sollten die Russen die Vorwürfe einräumen, werde auf der nächsten Council-Sitzung über neue Maßnahmen beraten. Eine Kündigung der Mitgliedschaft stehe dabei noch nicht zur Debatte. Allerdings könnte es zu einem neuen Aufnahme-Prozedere für neutrale Einzelathleten aus Russland kommen.

Die Aiu hatte im November Anklage wegen „ernsthafter Verstöße“ gegen die Anti-Doping-Richtlinien gegen die Rusaf erhoben. Sieben Personen, darunter Lysenko und der mittlerweile zurückgetretene Rusaf-Präsident Dimitri Schljachtin wurden mit sofortiger Wirkung vorläufig gesperrt. Die Offiziellen sollen Ermittlungen behindert und „nicht kooperiert“ haben.

Zur Sonderregelung, dass russische Leichtathleten nur nach eingehender Prüfung durch World Athletics als sogenannte „Neutrale Athleten“ bei internationalen Wettbewerben starten dürfen, äußerte sich die Aiu nicht. Weltverbands-Präsident Sebastian Coe hatte im November in Erwägung gezogen, diese außer Kraft zu setzen. Die bisher letzte russische Mannschaft hatte bei der WM 2015 in Peking an einem internationalen Großereignis teilgenommen.

Im Dezember war die russischen Anti-Doping-Agentur Rusada von der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) erneut ausgeschlossen worden und Russland damit für vier Jahre für gewisse sportliche Großereignisse wie die kommenden beiden Olympischen Spiele gesperrt worden.

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Von Johannes Knuth




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BVB: Wechsel von Paco Alcácer droht zu platzen

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Geschmollt, verhandelt, geeinigt – und am Ende wird wohl doch geschmort. Der anvisierte Wechsel von Paco Alcácer noch in diesem Winter von Borussia Dortmund zum FC Valencia kommt offenbar nicht zustande.

Dabei waren sich der Spanier und der Klub aus seiner Heimatregion bereits einig. Die Alcácer-Seite verhandelte in erster Linie mit dem La-Liga-Klub, der Stürmer wäre sogar zu Einbußen beim Gehalt (derzeit rund sechs Millionen Euro) bereit gewesen (SPORT1 berichtete). Es hakte jedoch bei der Ablösesumme.

Das letzte Angebot der „Blanquinegros“ lag unter den Vorstellungen des BVB. Ein Nachbessern wäre wohl nur möglich, wenn Valencia seinerseits den spanischen Angreifer Rodrigo an den FC Barcelona abgeben würde. Doch dieser Stein im Transfer-Domino scheint nicht zu fallen: Übereinstimmenden spanischen Medienberichten zufolge ist Barca nicht gewillt, die von Valencia geforderten 60 Millionen Euro für den möglichen Luis-Suárez-Ersatz auszugeben.

Ganz vom Tisch ist Alcácers Abschied aber nicht, denn urplötzlich zeigt auch der FC Villarreal Interesse. Laut Marca will der Tabellenachte der spanischen Liga den BVB-Stürmer bis zum Saisonende ausleihen – samt Kaufoption. Allerdings dürfte diese Version bei den BVB-Verantwortlichen keine ernszhafte Alternative sein. 

Stand jetzt steht für den Angreifer also ein weiteres Halbjahr in Dortmund bevor. Welche Folgen hat das für ihn, den BVB – und auch Emre Can? SPORT1 gibt einen Überblick.

Der Preis für Alcácer wird kaum steigen

Kurz bevor der Alcácer-Transfer in weite Ferne gerückt war, griff der spanische Radiosender „Cadena Ser“ die Einigung zwischen Spieler und Klub auf und spekulierte, dass der Deal sogar für 60 Millionen Euro über die Bühne gehen könnte.

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Gelingt der Transfer im grundsätzlich hochpreisigen Wintertransferfenster nicht, wird sich Dortmund von der Aussicht auf eine solch hohe Ablöse wohl verabschieden müssen.

Welcher Klub würde im Sommer ohne Not in diese Millionen-Regionen vordringen, um einen Abwanderungswilligen loszueisen?

Zumal sich Alcácer nach aktuellem Stand in der Rückrunde wenig Chancen bieten werden, sich ins Rampenlicht zu spielen und mit Toren und guten Auftritten seinen Preis in die Höhe zu treiben.

Haaland, der neue Liebling – Alcácer außen vor

Denn das Verhältnis Alcácers zu Lucien Favre ist nicht unterkühlt, es ist nicht existent.

Der Trainer der Borussia setzt nicht auf den einstigen Super-Joker der Bundesliga. In den beiden bisherigen Rückrundenspielen beim FC Augsburg (5:3) und gegen den 1. FC Köln (5:1) durften vorne Thorgan Hazard, Jadon Sancho und Marco Reus ran.

Obendrein hat Dortmund einen neuen Super-Joker, der demnächst auch von Beginn an erste Wahl und gesetzt sein dürfte: Transferkracher Erling Haaland, der mit seinen fünf Toren in 57 gespielten Minuten Rekorde aufstellt und Fans und Fachleute gleichermaßen begeistert.

Alcácer wird wie in der Hinrunde nur der Platz auf der Bank bleiben, wo er neben einem gewissen Mario Götze ein unzufriedenes Duo bilden wird.

EM-Teilnahme in Gefahr – Ansporn für Alcácer?

Damit rückt auch ein großes Ziel Alcácers in weite Ferne: die Teilnahme mit der spanischen Nationalmannschaft an der Europameisterschaft im Sommer.

Nachdem er bereits die EM 2016 und die WM 2018 verpasste, droht der 26-Jährige nun auch das nächste große Turnier mit der „Furia Roja“ zu verpassen, sollte er in der Rückrunde nicht Spielpraxis sammeln und starke Auftritte zeigen können.

Doch genau dieses Szenario könnte Ansporn genug sein, sich – anders als zuletzt – nicht hängen zu lassen. Während Alcácer in den letzten Wochen durch augenscheinliche Lustlosigkeit und Abkapselung auffiel, besteht die Chance, dass vollendete Tatsachen auf dem Transfermarkt für ein Umdenken sorgen werden.

Nach SPORT1-Informationen wirkt sein Umfeld bereits auf ihn ein, in der Rückrunde alles zu geben, auch wenn dies auf dem Trainingsplatz in Brackel geschehen muss – und auch Alcácer selbst hat signalisiert, sich aufraffen und Gas geben zu wollen.

Der BVB beweist Stärke

Sollte der Spanier seine Formkrise überwinden und durch Engagement und starke Leistungen auch Coach Favre davon überzeugen, wieder auf ihn zu bauen, darf sich die Bundesliga womöglich auf noch mehr schwarz-gelbe Ballershows gefasst machen.

Während Haaland danach lechzt, auch von Beginn an alles in Grund und Boden zu schießen, hat Alcácer bereits bewiesen, dass er ähnlich bemerkenswerte Joker-Qualitäten hat. Der BVB hätte zwei torhungrige Knipser in seinen Reihen – die erhoffte Kader-Korrektur, nachdem Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der Mitgliederversammlung im November eingestanden hatte, bei den Sommertransfers „einen Fehler gemacht“ zu haben.

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Und noch an anderer Stelle würde ein Alcácer-Verbleib die Dortmunder Linie untermauern. „Wir haben eine klare Ansage gemacht. Der nächste Spieler, der Zicken macht oder streiken will, den lassen wir schmoren“, hatte Watzke vor knapp einem Jahr ein Machtwort gesprochen.

Dass der BVB trotz des schmollenden Stürmers nicht einknickt und ihn für einen Schleuderpreis auf Teufel komm raus abgibt, beweist Stärke.

Was wird aus Emre Can?

Bleibt noch die Frage nach Emre Can: Kommt der Mittelfeldspieler von Juventus Turin noch doch nicht zur Borussia?

Klar ist: Mit den Millionen, die ein Alcácer-Verkauf eingebracht hätte, wäre ein Transfer des deutschen Nationalspielers sowie dessen wohl üppiges Gehalt leichter zu stemmen gewesen, zumal bereits für Haaland 20 Millionen Euro nach Salzburg überwiesen wurden.

Dennoch: Die sinnvolle Verstärkung mit Can sollte nicht am Ausbleiben zeitgleicher Transfereinnahmen scheitern. Mit 26 Jahren ist der gebürtige Frankfurter zudem nicht nur eine Sofortlösung für die Rückrunde, sondern wäre eine Investition mit Blick auf die kommenden Jahre.

Der BVB lebt nicht von der Hand in den Mund, sondern kann mittel- und langfristig planen. Ein Can-Transfer ist nicht vom Tisch – zumal im Sommer eine dreistellige Millionen-Summe für Jadon Sancho ins Haus flattern dürfte.



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