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So jung, so wild, so abgeklärt: Deutschland dreht Auftakt gegen Belarus

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So jung, so wild, so abgeklärt

Deutschland dreht Auftakt gegen Belarus

Die ersten Minuten bei der EM sind wenig verheißungsvoll. Nach zehn Minuten liegt Deutschland gegen Belarus mit 2:7 zurück. Zur Halbzeit sind die Handballer dran. Danach zeigen sie Mentalität, geben die Führung nicht mehr her. Belarus findet keine Antwort auf die souverän agierenden Deutschen.

Die neu formierten deutschen Handballer haben sich mit einem mühsam erarbeiteten Erfolg in die Europameisterschaft gekämpft. Das junge Team von Bundestrainer Alfred Gislason setzte sich in seinem Auftaktspiel am Freitagabend nach großen Anfangsschwierigkeiten mit 33:29 (17:18) gegen Belarus durch. Beste Werfer der deutschen Mannschaft waren Kai Häfner und Marcel Schiller mit jeweils acht Toren. Vor der zweiten Vorrundenpartie am Sonntag (18 Uhr/ARD) gegen Österreich liegt die DHB-Auswahl damit dank des gelungenen Starts auf Kurs Hauptrunde.

Zu Beginn lief vor 1291 Zuschauern in Bratislava allerdings so gut wie nichts nach Plan. Anstatt den erfahrenen Andreas Wolff zu bringen, setzte Gislason im Tor zunächst auf Turnier-Neuling Till Klimpke – was sich alles andere als auszahlte. Der 23-Jährige von der HSG Wetzlar hielt in der Anfangsphase nicht einen Ball. Auch deswegen lag die DHB-Auswahl nach einer frühen 2:1-Führung in der elften Minute plötzlich mit 2:7 zurück. Und Gislason reagierte prompt: Früher als geplant kam Wolff auf die Platte, auch der schwache Sebastian Heymann musste zunächst weichen.

Achterbahnfahrt

Dass etliche Neulinge im deutschen Kader ihr erstes EM-Spiel bestreiten würden, hatte schon vorher festgestanden. Wie sie sich im Ernstfall schlagen würden, zeigte sich dann erst auf dem Spielfeld. Erst nach den teils hochnervösen Anfangsminuten steigerte sich Gislasons Umbruch-Team. Mit den 2016-Europameistern Wolff und Julius Kühn gewann die DHB-Auswahl an Stabilität und Erfahrung. Das Ergebnis: Nach 21 Minuten lag sie mit 11:10 in Führung, zur Pause waren dann wieder die abgezockten Belarussen vorne. Das Spiel blieb zunächst eine Achterbahnfahrt.

„Wir müssen viel kompakter in der Abwehr sein, aggressiver sein“, sagte Teammanager Oliver Roggisch in der Halbzeit der ARD. „Mehr Hilfe, das muss jetzt kommen. Die Torhüter werden jetzt auch kommen.“ Zumindest Routinier Wolff steigerte sich tatsächlich ein wenig, seinen besten Tag erwischte aber auch der 30-Jährige nicht. Trotzdem wurde die DHB-Auswahl besser. Das lag zum einen daran, dass das gefürchtete Kreisläufer-Spiel der Belarussen über ihren Weltklasse-Spieler Artsem Karalek nicht mehr ganz so gut wie im ersten Durchgang funktionierte. Zum anderen verwertete das deutsche Team nun seine Chancen konsequenter.

Zumindest zunächst. Denn obwohl die Belarussen auch konditionell immer mehr abbauten, konnte sich Gislasons Team erst mal nicht deutlich absetzen. Der Isländer tigerte wie gewohnt am Seitenrand entlang, lud mal lautstark seinen Frust ab, mal kaute er nervös auf seinen Fingernägeln. Auch erfahrenere Akteure wie Timo Kastening konnten ihre Anspannung nicht ablegen und vergaben am Ende doch wieder teils beste Gelegenheiten. Wirklich zur Ruhe fand der Trainer deshalb erst spät im Spiel. Dann setzte sich die DHB-Auswahl doch noch ab. Und am Ende stand verdient die Grundlage für den angepeilten Einzug in die Hauptrunde.



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Aurora James, Founder of the 15 Percent Pledge, Signs With UTA – WWD

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Aurora James — the fashion designer, creative director and founder of the 15 Percent Pledge — has signed with United Talent Agency.

The 38-year-old, a Toronto-native based in New York, is the founder of Brother Vellies, the luxury accessories brand worn by the likes of Rep. Alexandria Ocasio-Cortez, Beyoncé, Meghan Markle, Rihanna and Zendaya. Launched in 2013, the fashion line is handmade by artisans who utilize traditional African designs.

“Aurora is a visionary whose creativity and passion are transcending boundaries and shaping culture,” Darnell Strom, UTA’s partner and head of culture and leadership, told WWD in a statement. “We are excited to work with Aurora and expand her influence across multiple verticals.”

In 2020, following the murder of George Floyd, sparking the Black Lives Matter movement, James created the 15 Percent Pledge — a nonprofit that encourages retailers to pledge at least 15 percent of their shelf space to Black-owned businesses, while offering consulting services. In the first year about 30 companies, including Sephora and Macy’s Inc., have signed the pledge, shifting nearly $10 billion of revenue to Black-owned businesses, according to the organization.

Recognized for her work and activism, James has received the Council of Fashion Designers of America Founder’s Award, CFDA/Vogue Fashion Fund prize, British Fashion Award, as well as two CFDA Emerging Talent nominations and a CFDA American Accessories Designer of the Year nomination. She also made Time’s 2021 100 list of most influential people.

At UTA, she joins a roster of clients that include Timothée Chalamet, Kevin Hart, Will Ferrell, Tiffany Haddish, Ben Stiller, Paris Hilton and Jessica Alba, as well as content creators Emma Chamberlain, Bretman Rock and the D’Amelio family. In the world of fashion, the agency represents British Vogue’s Edward Enninful and model Gisele Bündchen.





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Wegfall von Corona-Test für 2G: EU-Staaten wollen Regeln für Einreise lockern

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Wegfall von Corona-Test für 2G

EU-Staaten wollen Regeln für Einreise lockern

Die Omikron-Variante dominiert ganz Europa. Deshalb ist aus Sicht der Mitgliedsstaaten ein verpflichtender Test für Geimpfte und Genese auf Reisen durch die EU nicht mehr sinnvoll. In einer Erklärung verweisen sie darauf, dass „Europa insgesamt grenzenlos mobil bleiben“ soll.

Die Mitgliedstaaten wollen das Reisen für Bürger mit einem gültigen Corona-Zertifikat innerhalb der EU einfacher gestalten. Sie sprachen sich dafür aus, dass Geimpfte oder Genesene keinen zusätzlichen Corona-Test für die Einreise in ein anderes EU-Land brauchen. Derzeit verlangt etwa Italien für die Einreise von vollständig Geimpften oder Genesenen noch einen zusätzlichen negativen Corona-Test.

„Reisende, die im Besitz eines gültigen digitalen Corona-Zertifikats der EU sind, sollten keinen zusätzlichen Einschränkungen bei der Reisefreiheit unterworfen sein“, hieß es in einer Erklärung der 27 Mitgliedstaaten. Dies kommt allerdings nur einer Empfehlung gleich, da die einzelnen EU-Länder bei der Gesundheitspolitik weitgehend selbst das Sagen haben.

Es sei wichtig, dass „wir in Europa insgesamt grenzenlos mobil bleiben“, sagte die deutsche Europa-Staatssekretärin Anna Lührmann am Rande des Ministerrats in Brüssel. Die EU-Kommission rief die Mitgliedsländer auf, den Beschluss umzusetzen, da die Omikron-Variante inzwischen in ganz Europa dominierend sei. Deshalb seien zusätzliche Auflagen nicht mehr gerechtfertigt, da sie „Reisen in der ganzen EU erschwerten“, erklärte die Kommission.

Ab dem 1. Februar gelten EU-Bürger in der Regel nur noch dann als vollständig geimpft, wenn ihre letzte Dosis höchstens 270 Tage – also rund neun Monate – zurückliegt. Ansonsten wird für ein gültiges Corona-Zertifikat eine Booster-Impfung nötig. Auch in Deutschland tritt diese Regel zum Monatswechsel in Kraft. Nach Angaben des europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sind inzwischen im Schnitt fast 70 Prozent der Europäer vollständig geimpft.



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Wirbelsäule, Oberschenkel, Knie: Bernal kämpft nach Horror-Crash um Karriere

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Wirbelsäule, Oberschenkel, Knie

Bernal kämpft nach Horror-Crash um Karriere

Bei einem offenbar ungebremsten Zusammenstoß mit einem stehenden Bus verletzt sich der kolumbianische Radsport-Star Egan Bernal schwer. Nach mehreren Operationen entscheiden nun die kommenden Tage, welche Auswirkungen der Unfall auf seine Laufbahn hat.

Gebrochene Wirbelsäule, gebrochener Oberschenkel, offener Bruch der Kniescheibe: Das medizinische Bulletin nach dem schweren Sturz von Radprofi Egan Bernal liest sich wie ein Report des Schreckens und verdeutlicht auch jedem Laien, dass der frühere Sieger der Tour de France um die Fortsetzung seiner Karriere kämpft. Nach mehreren Operationen kam in der Nacht zu Dienstag immerhin eine leichte Entwarnung der Clinica Universidad de La Sabana nördlich von Bogotá. Bernal sei stabil, alles Weitere werden die kommenden 72 Stunden zeigen.

„Gute Besserung Champ“, schrieb der deutsche Radprofi Simon Geschke auf Twitter und reihte sich damit in die weltweit enorme Anteilnahme in der Radsportszene ein. „Mein Freund, ich wünsche dir eine schnelle Genesung. Du bist ein Champion und du wirst es noch einmal beweisen“, schrieb der zweimalige spanische Tour-Sieger Alberto Contador. „Egan, ich freue mich darauf, wieder mit dir Rennen zu fahren“, sagte der dreimalige Weltmeister Peter Sagan.

Auch Kolumbiens Präsident Iván Duque wünschte dem Radsport-Star eine schnelle Genesung. Seit Bernal 2019 als erster Südamerikaner die Tour gewann, ist er ein Nationalheld. Die Fahrervereinigung CPA mahnte, dass Bernals Unfall einmal mehr zeige, wie riskant der Sport ist und wie viel noch für die Sicherheit getan werden müsse.

Trainingskollegen stehen entsetzt daneben

Allein die Bilder nach dem Crash sorgen für Gänsehaut. Bernals Rad liegt völlig zerstört auf einer Straße nahe seiner Geburtsstadt Bogotá, sein Oberschenkel ist unnatürlich verformt, seine Trainingskollegen stehen entsetzt daneben, und ein roter Bus hat einen enormen Blechschaden am Heck. Bernal war am Montag mit seinem Zeitfahrrad in den stehenden Bus geknallt. Spekulation bleibt, ob es eine Unachtsamkeit des Giro-Siegers war, die zu dem folgenschweren Aufprall führte.

Bernal liegt nun für mindestens drei Tage auf der Intensivstation. Nach der Operation an den Brustwirbeln teilte die Klinik mit, dass die Funktionalität und die neurologische Unversehrtheit erhalten werden konnte. Die Folgen für sein Leben und seine Karriere sind noch überhaupt nicht absehbar. Dass Bernal in diesem Jahr noch einmal bei einem Rennen zu sehen ist, klingt zumindest unwahrscheinlich. Sein Team Ineos schrieb am Nachmittag bei Twitter, Bernals Zustand sei stabil, auf der Intensivstation würden seine weiteren Verletzungen behandelt.

Der Unfall erinnert an den schweren Crash des früheren Ineos-Fahrers Chris Froome. Der viermalige Tour-Sieger war im Juni 2019 bei der Dauphiné bei der Streckenbesichtigung des Einzelzeitfahrens von einer Windböe erfasst und gegen eine Hauswand geschleudert worden. Froome hatte dabei unter anderem einen komplizierten Oberschenkelbruch erlitten und konnte bis heute nicht wieder sein früheres Leistungsniveau erreichen. Ob dieses Schicksal auch Bernal droht, ist völlig offen. Der 25-Jährige dürfte zumindest davon profitieren, dass er zum Zeitpunkt seines Unfalls fast zehn Jahre jünger war als Froome.



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