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Series X und S – Rundum unaufgeregt: Die neue Xbox-Generation im Test

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Berlin (dpa/tmn) – Die Unaufgeregtheit der neuen Xbox-Konsolen äußert sich schon im Design. Das größere Modell Xbox Series X: ein schwarzer Monolith mit leichten grünen Akzenten. Die kleinere Xbox Series S: ein kleiner, weißer Block mit einem großen, schwarzen Kreis an der Seite. Diese Konsolen passen zumindest optisch in fast jedes Wohnzimmer.

Und auch sonst gibt es wenig, was beim Test wirklich aufregend ist – doch das heißt nicht, dass Microsoft mit seiner neuen Generation an Heimkonsolen schlechte Arbeit geleistet hat. Denn beide Versionen bringen entschiedene Verbesserungen gegenüber den Vorgängern mit sich, an die sich die Spielenden im besten Fall schon nach kurzer Zeit gewöhnen.

Schneller Speicher lässt Ladezeiten schmelzen

Da wären zum einen die drastisch reduzierten Wartezeiten. Beide Konsolen haben nun schnellen SSD-Speicher eingebaut, die Ladezeiten sollen dadurch stark sinken. In der Series X stecken 1 Terabyte (TB) Speicher, in der Series S sind es 512 Gigabyte (GB), wobei sich beide mit einem extra erhältlichen Zusatz-Modul für rund 240 Euro um 1 TB erweitern lassen.

Das Ergebnis dieses schnellen Speichers: Die Konsolen fahren im Test schneller hoch als der angeschlossene Fernseher, Level im Spiel werden teilweise in wenigen Sekunden geladen. Auch die Funktion „Quick Resume“ wird durch die SSDs ermöglicht, also ein schneller Wechsel zwischen Apps und Spielen, die im Hintergrund geöffnet bleiben. Dies funktioniert jedoch nur mit entsprechend optimierten Spielen.

Auch Spiele könnten sich durch die schnellen Ladezeiten künftig verändern, denn die Entwicklerstudios müssten keine Ladezeiten mehr kaschieren. Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis Spiele auf den Markt kommen, die wirklich für diese Generation und ihre neuen Features entwickelt wurden.

Hochauflösende, flüssige Bilder

Natürlich hat sich unter der Haube noch mehr getan. Beide Konsolen haben aktuelle Prozessoren und Grafikkarten, wobei die Series S etwas weniger Rechenpower mitbringt. Durch die neue Technik soll die Series X 8K-Darstellung mit 60 Bildern pro Sekunde (fps) schaffen, 4K (Ultra HD) gar mit 120 fps. Dafür braucht es aber auch einen entsprechenden Fernseher oder Bildschirm.

Die Series S kommt auf eine Maximalauflösung von 1440p bei 120 fps. Außerdem hat sie kein optisches Laufwerk für 4K-Blurays.

Wenig geändert hat sich auch am Controller. Schon der Vorgänger wurde von vielen Fans als Ideal-Controller gefeiert. Das Steuerkreuz wurde gegen einen großen, runden Knopf ausgetauscht. In der Mitte wurde ein Share-Button hinzugefügt, mit dem die Spielenden einfach Screenshots und Aufzeichnungen anfertigen können. Betrieben wird der Controller weiter mit zwei AA-Batterien.

Viele Apps – aber keine Exklusivspiele

Weiter lassen sich beide Konsolen auch als Medien-Zentrale nutzen. Streaming-Apps wie Netflix, Spotify, Apple TV+, Youtube, Amazon Prime oder Disney+ sind über den Microsoft Store kostenlos herunterladbar, zur Nutzung sind natürlich entsprechende Mitgliedschaften nötig.

Das Wichtigste bei neuer Hardware sind jedoch wohl die Spiele. Und hier geht Microsoft einen eher unüblichen Weg: Zum Start gibt es keine exklusiven, neuen Spiele. Das eigentlich als Launchtitel angekündigte „Halo Infinite“ wurde auf 2021 verschoben.

Stattdessen will die Xbox mit dem enormen Spielekatalog der vergangenen Generationen punkten: Nahezu alle Spiele bis zur ersten Xbox, die bereits auf der Xbox One laufen, sollen auch auf den neuen Konsolen spielbar sein. Ausgenommen sind Spiele, die auf die Bewegungssteuerung Kinect angewiesen sind. Der Hersteller listet aufseiner Internetseiterund 580 abwärtskompatible Spiele auf.

Optimiert wird nach und nach

Einerseits erleichtert das den Umstieg auf die neue Generation: Wer ein Spiel auf der Xbox One noch nicht fertig hat, kann einfach auf der Series X/S weiterspielen – der Spielstand kommt automatisch aus der Cloud.

Andererseits macht das den Umstieg – abgesehen von der neuen Technik – auch eher unnötig. Viele Spiele werden erst in den kommenden Monaten so für die neue Generation optimiert, dass sich die neue Technik in der Darstellung tatsächlich bemerkbar macht. Zum Launch sind 30 Spiele für die neue Generation angepasst, darunter „Forza Horizon 4“, „Gears 5“, „Ori and the Will of the Wisps“ sowie „Sea of Thieves“.

Spiele, die das Label „Smart Delivery“ haben, lassen sich dabei kostenlos von der Xbox-One-Version auf die Version der neuen Konsolen upgraden.

Wichtiger Punkt in der Strategie von Microsoft ist auch das Spieleabo Game Pass. Für einen monatlichen Betrag von etwa zehn Euro bekommen Abonnierende Zugang zu über 100 Spielen.

Konsolenstart zum Kampfpreis

Lohnt es sich also, zum Start eine dieser Konsolen zu kaufen? Das kommt drauf an. Wer bereits einen der Vorgänger besitzt, hat zunächst einmal bis auf kürzere Ladezeiten und hübschere Grafik kaum Vorteile. Gerade mit der nur rund 300 Euro teuren Series S war der Einstieg zum Start in eine neue Konsolengeneration jedoch noch nie so günstig. Für die meisten Spielefans dürfte das die Konsole der Wahl sein.

Wer technisch alles aus seinen Speiel herausholen möchte, kann rund 500 Euro in die Series X investieren – braucht aber gleichzeitig auch einen Bildschirm, der das auch entsprechend darstellen kann. Außerdem können hier wegen des optischen Laufwerks auch gebrauchte Spiele genutzt werden, was die höhere Investition über die nächsten Jahre rechtfertigen kann.

Die Unaufgeregtheit um diese neuen Konsolen ist deshalb auch ein guter Grund, einfach noch ein wenig mit der Anschaffung zu warten. Auf exklusive Spiele, auf mehr optimierte Inhalte, eventuell sogar auf sinkende Hardware-Preise. Dann wird sich auch die wahre Kraft dieser neuen Generation wirklich zeigen.

Xbox Series X und Xbox Series S erscheinen weltweit am 10. November. Beide Konsolen wurden dpa vorab zu Testzwecken von Microsoft leihweise zur Verfügung gestellt.



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So viel Zucker steckt in Lebensmitteln

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Gesunde Ernährung
So viel Zucker steckt in Lebensmitteln

Die leckere Schwarzwälder-Kirsch-Torte gehört zu den Zuckerbomben

© Andrea Warnecke / Picture Alliance

Zucker ist ein fester Bestandteil unserer Ernährung. Übermäßiger Konsum kann jedoch ein Risiko für unsere Gesundheit darstellen. Wie viel Zucker wirklich in einigen Lebensmitteln steckt, zeigt unsere Grafik.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt in einer Richtlinie aus dem Jahr 2015 eine tägliche Zuckeraufnahme von nicht mehr als 25 Gramm Haushaltszucker – das entspricht einer Menge von rund acht Stück Würfelzucker. Viele Lebensmittel kommen dieser Menge sehr nah oder übersteigen sie sogar deutlich. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Deutschen Diabetes-Hilfe. So reicht bereits der Verzehr eines Stückes Schwarzwälder-Kirschtorte aus, um die empfohlene Tageszufuhrmenge knapp zu überschreiten.

Gleiches gilt rechnerisch für zwei Schaumküsse oder drei Äpfel. Fruchtgummis oder Milchschokolade sollten nur in geringen Mengen genossen werden, da sie besonders viel Zucker enthalten. Auf Obst sollte man dennoch nicht verzichten, denn generell sind frische und naturbelassene Nahrungsmittel den industriell hergestellten vorzuziehen: sie enthalten wertvolle Bestandteile wie Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralien.

Gesunde Ernährung: So viel Zucker steckt in Lebensmitteln

In Deutschland bezifferte sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker im Jahr 2017/18 auf rund 34,6 Kilogramm – dies entspricht einer täglichen Menge von rund 95 Gramm. Als Zusatz in vielen Lebensmittel oder Getränken wird Zucker als beliebter Geschmacksverstärker in der Ernährungsindustrie eingesetzt. Ein Großteil des Zuckerbedarfs wird von vielen Konsumenten daher „unbewusst“ gedeckt. Als häufige gesundheitliche Risiken eines übermäßigen Zuckerkonsums treten Adipositas und Diabetes auf. Doch auch in anderen Staaten ist ein Anstieg des Zuckerkonsums zu beobachten.

tis / Statista



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Corona-Impfung: Biontech-Mitgründerin Türeci hält dritte Dosis für wahrscheinlich nötig

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Nachlassende Immunantwort
Biontech-Mitgründerin Türeci hält dritte Corona-Impfdosis für wahrscheinlich nötig

Özlem Türeci, Mitgründerin des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech

© Bernd von Jutrczenka / DPA

Mit zwei Pieksen ist es wohl langfristig nicht getan: Erst äußerte sich Pfizer-Chef Albert Bourla über eine mögliche dritte Corona-Impfdosis – jetzt zieht Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci nach. Im US-Fernsehen verwies sie auf einen bekannten Mechanismus des Immunsystems.

Zwei Impfdosen im Abstand von bis zu sechs Wochen: Das Corona-Vakzin „Comirnaty“ von Biontech/Pfizer zählt zu den meistgenutzten Corona-Impfstoffen weltweit. Özlem Türeci, Mitgründerin des Mainzer Biotech-Unternehmens Biontech, sagte am Mittwoch im Gespräch mit dem US-Fernsehsender CNBC, dass Menschen wahrscheinlich eine dritte Dosis des Corona-Impfstoffs benötigen werden. Als Grund nannte Türeci, dass die Immunantwort des Körpers mit der Zeit nachlasse.

„Wir sehen dieses Nachlassen der Immunantworten auch bei Menschen, die gerade erst infiziert waren, und wir erwarten es auch mit dem Impfstoff“, sagte die medizinische Geschäftsführerin. Türeci stellte zudem jährliche Corona-Impfungen in Aussicht, ähnlich denen gegen die saisonale Influenza. Jedes Jahr oder alle zwei Jahre könnte dann eine Impfung nötig werden.

Pfizer-Chef hält dritte Dosis für „wahrscheinlich“ nötig

Türecis Aussagen decken sich weitgehend mit der Einschätzung von Pfizer-Chef Albert Bourla. Dieser hatte bereits Mitte April – ebenfalls im Gespräch mit CNBC – betont, dass „wahrscheinlich“ eine dritte Dosis innerhalb eines Jahres nötig sei. Ein „wahrscheinliches Szenario“ sei demnach eine dritte Dosis binnen sechs bis zwölf Monaten und danach jährliche Auffrischungsimpfungen, so Bourla.

Unklar ist derzeit, wie lange der Immunschutz nach einer vollständigen Immunisierung anhält. Pfizer veröffentlichte diesen Monat eine Studie, wonach sein Covid-19-Impfstoff bis zu sechs Monate nach der zweiten Dosis mehr als 91 Prozent wirksam gegen eine Infektion und mehr als 95 Prozent wirksam gegen schwere Krankheitsverläufe war. Daten, die längere Zeiträume abdecken, gibt es bislang allerdings nicht.

Nachlassende Immunantwort: Biontech-Mitgründerin Türeci hält dritte Corona-Impfdosis für wahrscheinlich nötig

Studienergebnisse liegen auch für den Corona-Impfstoff aus dem Hause Moderna vor. Probanden, die zwei Dosen des „Covid-19 Vaccine“ erhalten hatten, hätten sechs Monate nach der zweiten Impfung in allen Altersklassen ein weiterhin hohes Niveau an Antikörpern gegen Covid-19 gezeigt, heißt es im „New England Journal of Medicine“. Der Impfstoff von Moderna ist wie das Biontech/Pfizer-Vakzin ein mRNA-Impfstoff – er enthält einen Bauplan für das Spike-Protein des Virus.

Corona-Impfungen in Deutschland

In Deutschland wurden nach RKI-Angaben bislang rund 23.660.000 Impfstoffdosen gegen das Coronavirus verabreicht – mehr als 17.930.000 Erstimpfungen und 5.720.000 Zweitimpfungen. Mindestens 21,6 Prozent der Bevölkerung haben damit eine Erstimpfung erhalten. Der Anteil vollständig immunisierter Personen liegt bei 6,9 Prozent.

Den größten Anteil macht dabei das Vakzin „Comirnaty“ von Biontech/Pfizer mit rund 17,4 Millionen verabreichten Dosen aus. An zweiter Stelle folgt „Vakzevria“, der Vektorimpfstoff des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens Astrazeneca (5 Millionen Dosen). Von Modernas „Covid-19 Vaccine“ wurden bislang knapp 1,3 Millionen Dosen verwendet.

ikr



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Livestream: Nina Eichinger erklärt, warum Moore gut fürs Klima sind

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Sechsteilige Klima-Staffel
Jetzt Live: Nina Eichinger von Klima vor acht erklärt, warum Moore so wichtig sind


Die Klimaberichterstattung vorantreiben – das ist das Ziel der gemeinnützigen Initiative Klima vor acht. In sechs Video-Beiträgen wollen sie zeigen, wie konstruktiver Klimajournalismus funktionieren kann. Verfolgen Sie die erste Folge hier im Livestream.

cl



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