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Sein Optimismus ist nicht ansteckend | ZEIT ONLINE

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Alles ist unter Kontrolle, das geht schon wieder weg – so in etwa versucht Donald Trump die Amerikaner zu beruhigen. Im Kampf gegen das Coronavirus habe seine Regierung „viel Talent und Hirnschmalz“ aufgefahren, sagte der US-Präsident schon während seiner Indienreise in dieser Woche. Und jetzt noch einmal in einer eigens angesetzten Pressekonferenz: Das Land sei „sehr, sehr vorbereitet“, das Risiko „sehr gering“ und der Ausbruch bald vorbei.

Die Experten, die sich in dieser Woche an die Öffentlichkeit wandten, sehen die Lage etwas anders. Die Behörde für Seuchenkontrolle und -prävention CDC geht davon aus, dass sich das Virus weiter in den USA ausbreiten und das alltägliche Leben beeinträchtigen wird. „Es ist weniger eine Frage, ob das noch geschehen wird, sondern eher eine Frage, wann genau das geschehen wird und wie viele Menschen in diesem Land schwer krank sein werden“, sagte die Direktorin des Nationalen Zentrums für Immunisierung und Atemwegserkrankungen, Nancy Messonnier, und warnte: „Wir bitten die amerikanische Öffentlichkeit, sich auf die Erwartung vorzubereiten, dass es schlimm wird.“

Selbst in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump konterkarierten die Fachleute am Mittwochabend den fröhlichen Optimismus des Präsidenten. Die Vizedirektorin des CDC, Anne Schuchat, und der Minister für Gesundheitspflege und soziale Dienste, Alex Azar, bestätigten einmal mehr: Es wird weitere Fälle geben, bislang sind 60 in den USA bestätigt, ohne tödlichen Ausgang. Die Arbeit an einem Impfstoff werde noch weit mehr als ein Jahr dauern, und die weitere Entwicklung sei ungewiss. CDC-Direktor Robert Redfield wurde in einer Anhörung im Kongress gefragt, ob er Trump zustimme und das Coronavirus bis April verschwunden sein werde. Die klare Antwort: Nein, „es wäre vernünftig, davon auszugehen, dass wir noch für einige Zeit mit diesem Erreger werden leben müssen“. 

„Wir haben die großartigsten Experten der Welt“

Die US-Börsen, die Trump so gern als Gradmesser seiner Politik in Anspruch nimmt, reagierten zuletzt mit schweren Verlusten eher auf die berechtigten Sorgen als auf die Beschwichtigungen des Präsidenten. Die Befürchtung, er nehme die Bedrohung nicht ernst, gründet auch nicht allein auf seinen Versuchen, die Gefahr herunterzuspielen. Sie hängt auch damit zusammen, dass die Regierung in den vergangenen Jahren viele Ressourcen, die nun gebraucht würden, ausgehöhlt hat. Das betrifft Personal, Finanzierung und Entscheidungsstrukturen, die 2018 besonders drastisch beschnitten wurden. Trump versicherte in seiner Pressekonferenz: „Wir haben die großartigsten Experten der Welt.“ Selbst wenn das stimmte: Können die auch so effektiv arbeiten, wie sie müssten?

Im Nationalen Sicherheitsrat wurde das Team, das globale Gesundheitsgefahren und potenzielle Epidemien beobachtete und Reaktionen koordinierte, 2018 vollständig aufgelöst. Im Heimatschutzministerium wurde das entsprechende Epidemieteam ebenfalls komplett entlassen und nicht ersetzt. In vielen Behörden wurden die Budgets für die globale Krankheitsbekämpfung reduziert, Mitarbeiter und Kapazitäten fehlen nun. Einen Notfallfonds der Regierung, um schnell auf komplexe Krisen reagieren zu können, gibt es nicht mehr.

Aktuell haben die Gesundheitsbehörden die bereitstehenden Mittel in Höhe von 105 Millionen Dollar für Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus bereits ausgeschöpft. Trump forderte deshalb zuletzt eine neue Finanzierung von 2,5 Milliarden Dollar, die im Kongress bewilligt werden muss. Selbst viele Republikaner halten das für zu wenig, die Demokraten schlugen im Senat ein zusätzliches Budget von 8,5 Milliarden Dollar vor. Der Präsident gab sich zumindest offen für das Angebot, man werde ausgeben, was auch immer angemessen sei. Der aktuelle Haushaltsentwurf der Regierung, vorgelegt vor zwei Wochen, lässt daran wiederum zweifeln: Die jährlichen Mittel für das CDC sind darin noch einmal um ein Sechstel gekürzt, und das Gesundheitsministerium bekäme ein Zehntel weniger.

„Panikmache der demokratischen Präsidentschaftskandidaten“

Die wachsende Kritik an Trumps Umgang mit dem Virus scheint dennoch etwas bewegt zu haben: Vizepräsident Mike Pence soll nun alle Maßnahmen von oben koordinieren. Der habe „ein gewisses Talent“ dafür, sagt Trump. Allerdings ist Pence in seiner Zeit als Gouverneur von Indiana eher durch Kürzungen im öffentlichen Gesundheitsbereich aufgefallen, die Kritiker für einen starken Anstieg von HIV-Infektionen verantwortlich machen. Ohnehin wird er im Grunde bei null anfangen müssen – oder eher an derselben Stelle, an der 2014 Barack Obama stand. Der damalige Präsident hatte aus dem Ebola-Ausbruch in Westafrika den Schluss gezogen, die Reaktion der Regierung auf eine drohende Pandemie müsse besser abgestimmt und klarer organisiert sein. Er versuchte die Strukturen im Weißen Haus, in den Ministerien und Behörden zu optimieren, mit einigem Erfolg – diese Fortschritte drehte Trump 2018 zurück.

Dessen größte Sorge scheint derzeit zu sein, die Coronakrise könne die Wirtschaft derart schwächen, dass seine Wiederwahl im November in Gefahr geriete. Den Medien hatte Trump zuletzt immer wieder vorgeworfen, die Bedrohung zu übertreiben. Die hohen Börsenverluste der vergangenen Tage schrieb er nun dem politischen Gegner zu: Sie seien eine Reaktion auf die „Panikmache der demokratischen Präsidentschaftskandidaten“. Dabei scheint es eher Trump zu sein, der langsam in Panik gerät, trotz seiner optimistischen Äußerungen. Wenn das am Ende dazu führt, dass der Präsident das Virus wirklich ernst nimmt, wäre das vielleicht gar nicht schlimm. Aber wie so oft hat er sich vor allem selbst in diese Lage gebracht.



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Coronavirus News am Donnerstag: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19

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Weltweit sind mehr als 1,5 Millionen Corona-Fälle registriert

00.50 Uhr: In manchen Ländern scheint der Höhepunkt der Virus-Welle bereits erreicht. Weltweit jedoch hat die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus die Marke von 1,5 Millionen nun überschritten. Das ging am Mittwochabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore in den USA hervor. Das bis vor gut drei Monaten praktisch noch unbekannte Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen. In Folge der Pandemie wurden bereits mehr als 87.700 Corona-Tote verzeichnet.

Die meisten bekannten Infektionen gab es der der Universität zufolge mit mehr als 420.000 Fällen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle folgte Spanien mit rund 150.000 bekannten Infektionen. In Italien waren es rund 140.000. Dahinter folgten Frankreich, Deutschland, China und Iran.

Gericht in Berlin bestätigt Verbot von Gottesdiensten

00.40 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat den Eilantrag eines religiösen Vereins abgelehnt, der gegen das Verbot öffentlicher Gottesdienste vorgehen wollte. Nach Auffassung des 11. Senats am OVG führt die aktuelle Regelung nicht zu einer unverhältnismäßigen Einschränkung der im Grundgesetz verbrieften Religionsfreiheit.

Das OVG bestätigte damit eine Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts. Dieses habe beanstandungsfrei dargelegt, dass die Gottesdienste, die die Antragsteller in der Karwoche sowie an Ostern feiern wollten, die erhebliche Gefahr weiterer Infektionen bergen würden. Der klagende Verein wollte Gottesdienste unter Einhaltung von Mindestabständen feiern und die Kontaktdaten der Besucher aufnehmen.

Verkäufe brechen ein – Starbucks kassiert Jahresprognose

00.25 Uhr: Große Teile der USA befinden sich im Lockdown. Für die Gastronomiebranche bedeutet das erhebliche Einbußen. Davon ist auch Starbucks nicht ausgenommen. Die weltgrößte Café-Kette streicht wegen ungewisser Aussichten ihre Jahresprognose. Zwar habe sich das Geschäft in China wieder erholt, dafür sei aber inzwischen der US-Heimatmarkt stark von der Ausbreitung des Virus betroffen, teilte Starbucks am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit.

Seit 12. März gingen die Verkaufszahlen in Amerika zurück, der Abwärtstrend habe sich seitdem mit zunehmenden Ausgangsbeschränkungen und Filialschließungen im Land verstärkt. Bei Anlegern kam dies nicht gut an, der Aktienkurs gab nachbörslich zunächst deutlich nach. Ein ausführlicher Quartalsbericht soll am 28. April folgen.

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AfD will Geschäfte bald wieder öffnen

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Kanu-Unfall in Kennedy-Familie: Einsatzkräfte finden Leiche des achtjährigen Gideon McKean

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Fast eine Woche nach dem Kanu-Unfall von zwei Mitgliedern des Kennedy-Clans in den USA haben Einsatzkräfte die Leiche des noch vermissten Jungen geborgen. Nach tagelanger Suche sei der leblose Körper des achtjährigen Gideon McKean am Mittwoch im Wasser gefunden worden – rund 600 Meter vom Fundort der Leiche seiner Mutter, teilte die zuständige Polizei im US-Bundesstaat Maryland mit.

Gideon war der Sohn der Enkelin des US-Senators Robert F. Kennedy, Maeve Kennedy Townsend McKean. Mutter und Sohn galten seit vergangenem Donnerstag als vermisst. Die Leiche der 40-Jährigen war bereits am Montag geborgen worden.

Die McKeans, die zu der in den USA legendären Kennedy-Familie gehören, waren wegen der Corona-Pandemie aus der Hauptstadt Washington zeitweise in ein Haus der Familie an der Chesapeake Bay gereist – einer Bucht, die in den Atlantik mündet. Die Kinder sollten dort nach Angaben von McKeans Mann David mehr Platz haben. Mutter und Sohn kehrten am Donnerstag nicht zu dem Anwesen der Familie zurück; sie hatten mit einem Kanu einen Ball aus der Bucht holen wollen. Augenzeugen berichteten später, sie hätten zwei Paddler in einem Boot gesehen, die mit starken Böen zu kämpfen gehabt hätten.

Nach Tagen vergeblicher Suche hatte David McKean in einen emotionalen Beitrag auf Facebook geschrieben: „Die Chance, dass sie überlebt haben, ist unglaublich klein. Maeve war mein Alles.“

Der Kennedy-Clan hat über die Jahre etliche tragische Vorfälle gesehen. Zahlreiche Mitglieder der Politiker-Dynastie starben frühzeitig.

  • McKean’s Großvater Robert „Bobby“ Kennedy (1925-1968) fiel während des Vorwahlkampfes um die Präsidentschaft 1968 in Los Angeles einem Attentat zum Opfer.

  • Fünf Jahre zuvor war sein älterer Bruder und damaliger US-Präsident John F. Kennedy bei einer Fahrt durch Dallas im Bundesstaat Texas ermordet worden.

  • Im Juli 1999 starben der Präsidentensohn John F. Kennedy Junior, seine Ehefrau Carolyn Bessette-Kennedy und deren Schwester Lauren Bessette bei einem Flugzeugabsturz vor der Ostküste der USA.

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