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Schwimmen — Neuaufbau im Schnee — Sport in der Region

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Münchens Leistungsgruppe bereitet sich im Schnalstal auf die deutsche Kurzbahn-Meisterschaft in einer Woche vor. Fast alle Top-Schwimmer der SG haben aufgehört oder sind zu anderen Vereinen. Die Cheftrainerin Sheela Schult plant den Neuaufbau.

Sheela Schult ist gerade im Schnalstal bei Meran, die Cheftrainerin der SG Stadtwerke München bereitet dort gerade ihre Schwimmer in der Höhe auf die neue Saison vor. Drei Wochen lang sind sie dort, «wir sitzen schon im Schnee», sagt Schult nach der Trainingseinheit am Freitag. Das war natürlich nur sprichwörtlich gemeint, die SG-Sportler steigen in Südtirol nicht auf Schneeschuhe um, sondern trainieren schon im Wasser. Aber Wandern und Schlittenfahren gehören auch zum Programm.

In einer Woche ist die deutsche Kurzbahn-Meisterschaft in Berlin, und Schult ist gerade sehr zufrieden, wie es mit ihrer Gruppe läuft. Das liegt vor allem daran, dass sich die Trainingsbedingungen seit dem Ende der Sommerferien deutlich verbessert haben. Seither können die SG-Schwimmer wieder in der frisch renovierten Olympiaschwimmhalle trainieren. «Wir sind mega glücklich, dass wir wieder mehr Platz haben. In der vergangenen Saison war die Situation eher eine Katastrophe», sagt Schult. Zwar gebe es noch Kinderkrankheiten in der für die Leistungsschwimmer so wichtigen Trainingsstätte mit ihrer 50-Meter-Bahn (der einzigen in einem öffentlichen Hallenbad in der Stadt), aber insgesamt sei die Zusammenarbeit auch mit den Stadtwerken «super kooperativ», sagt Schult. Sie hat inzwischen ein eigenes Büro im Olympiabad.

Die Kinderkrankheiten betreffen das Becken des Zentralen Hochschulsports, wo der Hubboden derzeit streikt, außerdem ist es wegen der noch andauernden Fassadenarbeiten manchmal ziemlich kühl in der Halle. «Ein bisschen doof» findet Schult, dass anstelle sehr hochwertiger Startblöcke solche mit nicht ganz so guter Qualität an den Beckenrand gebaut wurden, was den Leistungsschwimmern die Arbeit erschwert.

Schult reist am kommenden Mittwoch mit elf Schwimmern zur Kurzbahn-DM nach Berlin, die größten Chancen haben Julia Tietze und Andreas März, die womöglich schon in ein A-Finale vorstoßen können. Nachdem fast alle Top-Schwimmer der SG aufgehört oder wegen der schlechten Bedingungen München den Rücken gekehrt haben, plant Schult den Neuaufbau. «Ich will die Kleinen nach oben ziehen», sagt sie.



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Soccer (M) | 6'2 CM Levin Gerhardt | Wagner&Woolf

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CM / CDM / CAM
6’2
German
E-Mail: rwagner@wagnerandwoolf.com

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Videos, pictures and success stories of our athletes can be found on:

www.wagnerandwoolf.com

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Davis Cup: Kampf um die Deutungshoheit — Sport

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Die neue Davis-Cup-Finalwoche war keinen halben Tag alt, da gab es das erste spannende Duell. «Nicht die größte Zuschauerzahl … bislang. 15 Leute sitzen auf dieser Seite der Tribüne», schrieb der frühere French-Open-Halbfinalist Filip Dewulf bei Twitter und veröffentlichte ein Foto von «Stadium 3» in der Veranstaltungsanlage Caja Magica. Daraufhin konterte Gerard Piqué, federführende Figur bei der Reform, es sei leicht, ein Bild zu nehmen, ehe Spieler kämen, und dann «zu kritisieren». Der Spanier, Fußballprofi beim FC Barcelona, löschte seinen Eintrag wieder, um den nächsten an Dewulf, Belgiens Teamchef, zu richten. Nun präsentierte Piqué ein Foto, auf dem mehr Fans zu sehen war. «Bist du sicher, da sind nur 15?», textete er, dahinter vier Smiley-Emojis, die vor Lachen weinen. Doch umgehend wurde aus dem Duell ein Dreikampf. Alizé Cornet klinkte sich ein, die französische Spielerin, und schrieb: «Lieber Gerard, ich sehe, du warst noch nie bei einem ECHTEN Davis Cup. Und dieser ist es nicht.» Das saß.

So kindisch dieser Austausch erschien, so sehr entblößten die Sticheleien, worum es jetzt geht: Der Kampf um Bilder und Deutungshoheit zum sogenannten «Davis Cup by Rakuten» ist mit dem ersten Aufschlag in Madrid in vollem Gange.

Tennisprofi Stefanos Tsitsipas

Er grinst wie Jack Sparrow

Stefanos Tsitsipas wirkt etwas schräg, kann im Tennis aber Großes gewinnen. Nach seinem Sieg bei den ATP Finals will der Grieche nun die großen drei attackieren.


Von Gerald Kleffmann


Noch ist der Ausgang nicht klar, möglicherweise wird es auch nach dem Endspiel am Sonntag kein Fazit der Eintracht geben, zu konträr stehen sich die Lager gegenüber. Fakt ist: Der Davis Cup, der älteste Team-Wettbewerb im Tennis, ist nach 119 Jahren erstmals in der Hand von Investoren. Ein Konsortium (Kosmos Group) aus reichen Menschen (Lionel Messi, Larry Elison) und Firmen (Rakuten), formiert von Piqué, hat sich von der International Tennis Federation (ITF) die Rechte für den Wettbewerb gesichert, dank irre anmutender Garantien. Nicht weniger als drei Milliarden Dollar über 25 Jahre wollen sie liefern — selbst Philipp Kohlschreiber, der an diesem Mittwoch mit der deutschen Mannschaft gegen Argentinien startet, hat sich schon mal über diese Zusage in einer komplexen, sich ständig verändernden Wirtschaftswelt gewundert und gerätselt, wie das funktionieren soll.

«Diese Leute sind krank im Kopf», sagt Ion Tiriac: «Die haben noch nie einen Tennisball geschlagen.»

Nun ist die Lage aber so, und unter dem Motto «Creating the Future of Sports and Entertainment» wurde das altbekannte Format des Davis Cups auf den Kopf gestellt. Das K.o.-System mit Heim- oder Auswärtsspiel gilt nur in Runde eins. Nun gab es erstmals eine K.o.-Runde, dann stand das Feld für Madrid: die zwölf Sieger, zwei Wildcards-Begünstigte, vier Gesetzte (die Halbfinalisten des Vorjahres) stellen die 18 Teams, die in sechs Dreiergruppen in drei Hallen die acht Viertelfinalisten ermitteln: die sechs Erstplatzierten und die zwei besten Zweitplatzierten. Madrid ist für zwei Jahre Ausrichter.

Die Entscheidung, an einem fast neutralen Ort das Turnier auszutragen (Spanien ist dabei), rief natürlich auch die Traditionalisten auf den Plan. Die Faszination des Davis Cups zuvor lag ja für viele darin, dass es eben Heimvorteil gab und der Gastgeber Rambazamba machen konnte, während die Gastmannschaft sich beweisen musste. Unvergessen, wie Boris Becker mit der Fahne durch die Halle in Hartford joggte, nachdem er John McEnroe nach 6:21 Stunden besiegt hatte. Jetzt? Gibt es nicht mal mehr drei Gewinnsätze. Und bei allen drei Partien am Dienstag war das Duell nach zwei Einzeln entschieden. Ein Stimmungskiller, der sich auf den Tribünen widerspiegelte.

ITF-Präsident David Haggerty führte oft an, der Davis Cup habe überholt werden müssen. Tatsächlich krankte der Wettbewerb. Zu oft fehlten Topspieler. Eine Wahrheit, warum Haggerty so für Kosmos warb, war aber, dass der Amerikaner einen Erfolg brauchte, um wiedergewählt zu werden (wie es dann auch geschah). Zu viele Nationen konnten den Millionen, mit denen gewedelt wurde, nicht widerstehen. Eine andere Wahrheit ist, dass der Motor der Veranstaltung nicht mehr Ehre und Ruhm ist, sondern ein zeitgemäßer — was einige erzürnte. Die ITF ruiniere «120 Jahre Tradition. Nur für Geld. Was hat das mit Sport zu tun? Es ist das Lächerlichste, das ich je erlebt habe», polterte Ion Tiriac, Beckers Ex-Manager und einer der reichsten Rumänen, im Tennis Magazin, «diese Leute sind krank im Kopf. Die haben noch nie einen Tennisball geschlagen».

Manche sagen dazu nicht ganz zu Unrecht: Ausgerechnet Tiriac! Der bei seinem eigenen ATP-Turnier in Madrid mal auf blauem Sand spielen ließ, weil es die Farbe eines Sponsors war! Doch Tiriac korrigierte das, als er sah, dass die Widerstände zu groß waren. Am Dienstag mischte Tiriac noch mal mit beim Deutungskampf. Just zum Start twitterte sein Madrider ATP-Turnier ein Foto, welches das volle Hauptstadion der Caja Magica im Mai zeigte, dazu der provozierende Gruß: «NOTHING like this!» Da auch dieses Bild wieder gelöscht wurde, lässt sich annehmen, dass im Hintergrund doch einige Köpfe geraucht hatten.

«Von dem alten Gefühl muss man sich wohl verabschieden.»

«Ein globales Event», das ist das, was der trommelnde Piqué anstrebt, er soll daher Rafael Nadal und Novak Djokovic Extra-Prämien zugestanden haben, damit sein Event, das rund 20 Millionen Dollar ausschüttet, mehr strahlt; Roger Federers Schweiz ist nicht qualifiziert, Alexander Zverev boykottiert den Cup, beide touren gerade für Showkämpfe durch Südamerika, fast eine subversive Gegenreaktion. Michael Kohlmanns erster Eindruck auf der Anlage war wiederum neutral. «Die Trainingsbedingungen sind hervorragend», sagte der Teamchef der Deutschen der SZ, «es ist wie ein normales Turnier mit Mannschaften.» Das Davis-Cup-Gefühl? «Es ist neu, dass plötzlich 18 Teams herumlaufen. Von dem alten Gefühl muss man sich wohl verabschieden.» Der DTB war gegen die Reform, will ihr aber eine Chance geben.

In der Nacht zum Dienstag hat sich Piqué übrigens wieder gemeldet. Mit der Sängerin Shakira, seiner Frau, feierte er in einem Twitter-Video knuddelnd den bedeutungslosen Sieg Kolumbiens im Doppel gegen Belgien. Die Macht der Bilder will Gerard Piqué ganz sicher nicht anderen überlassen.

Tennis Piqué bezirzt Federer und Zverev

Piqué bezirzt Federer und Zverev

Die Kritik an seiner Davis-Cup-Revolution hat den Fußballer des FC Barcelona getroffen. Nun wirbt er persönlich um prominente Spieler — und macht Lionel Messi zum Patron seiner Reform.


Von Javier Cáceres




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Kevin De Bruyne wettert über Modus der EM 2020

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