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Schwangerschaft: Hebamme verrät die größten Ängste von Frauen

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Hebamme erzählt
Frauen mit Angst vor der Schwangerschaft: „Gruselig, dass etwas Lebendiges in mir wächst“

Angst vor der Schwangerschaft ist nicht selten – und oft kann etwas dagegen unternommen werden

© eclipse_images / Getty Images

Manche Frauen haben Angst vor einer Schwangerschaft – und das aus zweierlei Gründen, weiß Jana Friedrich. Im Interview verrät die Hebamme, wie man Ängste bekämpfen kann.

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle bei brigitte.de.

Freude, Glück, Liebe, sind Gefühle, die Menschen mit der Verkündung einer Schwangerschaft verbinden. Und Angst.

Nur dass letztere weniger gern thematisiert wird als ihre positiven Mitbewerber. Schließlich gilt das neue Wesen noch immer als kleines Wunder, das man selbst zur Welt bringt – und über das man sich zu freuen hat. 

Angst vor der Schwangerschaft? Du bist nicht alleine

Viele Frauen verspüren Nervosität vor einer Schwangerschaft, den Veränderungen des Körpers und der Geburt. Das ist in dieser turbulenten Zeit völlig normal – doch bei manchen Frauen ist diese Sorge ausgeprägter als bei anderen. Sie entwickelt sich zu einer wahrhaftigen Angst. „Das passiert häufiger als man denkt“, weiß Jana Friedrich. Sie ist seit mittlerweile über 20 Jahren Hebamme, betreut Frauen und Familien in einer der wohl aufregendsten Zeiten ihres Lebens.

„Ich habe auf meinem Blog mal einen Artikel dazu geschrieben und es ist der Wahnsinn, wie viel der immer noch kommentiert wird. Frauen finden sich wieder und sind ganz glücklich“, verrät Jana Friedrich im Interview mit BRIGITTE.de. Denn mit dem Wissen, dass die Angst vor einer Schwangerschaft existiert, kommt die Erleichterung, nicht alleine mit ihr zu sein.

Und wie es so oft mit Ängsten ist – spricht man sie aus, thematisiert sie und lässt sie damit real werden, schrumpfen sie plötzlich auf Normalgröße an. Nur dass der Weg dahin nicht immer einfach ist, wie die Hebamme weiß. Sie hat in ihrer Laufbahn vor allem zwei Ängste bei werdenden Müttern oder sogar noch vor einer Schwangerschaft beobachtet. 

Zwei Ängste – und beide haben mit Veränderungen zu tun

Im eigenen Körper entwickelt sich ein neues Leben. Was für manche die Definition des Glücks bedeutet, beschert anderen Bauchschmerzen – und das schon bei dem Gedanken daran: „Eine Angst ist die vor den körperlichen Veränderungen. Diese Frauen finden es oft sehr gruselig, dass etwas Lebendiges in ihnen wächst“, erklärt Jana Friedrich. Der wachsende Bauch, die ersten Bewegungen, auf die andere Eltern sehnlichst warten, jagen werdenden Müttern bei dieser Form eine wahnsinnige Furcht ein. 

Doch dann gibt es noch eine andere Seite, eine Angst vor den unsichtbaren Veränderungen, die eine Schwangerschaft mit sich bringt. „Manche Frauen haben Angst, dass sich ihr Leben verändert“, beschreibt die Hebamme eine weitere Angstform, bei der es mehr um den Verlust der Selbstständigkeit geht: „Sie fürchten, in die Mutterrolle gepresst zu werden und die Verantwortung. Dass nur die Frau das Kind kriegen kann, macht das Ganze ja schon etwas ungleich. Man ist allein aufgrund der körperlichen Begebenheiten die, die erst einmal aussetzen muss.“   

Hier sei die Gesellschaft zwar schon viel fortgeschrittener als früher, doch noch heute zeigten sich viele Unternehmen großzügiger gegenüber Frauen, was die Elternzeit angeht. Jana Friedrich kann die damit verbundene Angst verstehen: „Dann stand man fest im Berufsleben und plötzlich sitzt man da und die eigene Karriere liegt auf Eis und man ist zu Hause. Das kann eine wunderschöne, aber auch schreckliche Vorstellung sein.“ 

Wie Ängste rund um die Schwangerschaft bekämpft werden können

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Beide Ängste müssen einer Schwangerschaft nicht im Weg stehen. Steht die Angst vor der klassischen Rollenverteilung im Fokus, hilft manchmal schon ein klärendes Gespräch, um zu beruhigen: „Es ist sehr wichtig, sich mit dem Partner oder der Partnerin auszutauschen, wie die Perspektiven für beide sind und was man schon früh machen kann, um nicht in eine Rolle zu rutschen“, rät Jana Friedrich.

Geht es um die körperliche Angst, ist oft professionelle Hilfe nötig. „Die negativen Gefühle, die man hat, sind real und extreme Ängste können zu einer Krankheit werden“, weiß die Hebamme und rät zu psychologischer Beratung. Dabei kann der Angst auf den Grund gegangen – und sie gelöst werden. 

Zuletzt gibt es noch eine Sache, die Jana Friedrich werdenden Müttern mit auf den Weg geben möchte: „Ich glaube, dass man viel erreicht, wenn man mit der Hebamme und anderen Müttern spricht.“ Denn insbesondere rund um die Geburt schüren sich noch einmal neue Ängste. 

Frau wird schwanger als sie bereits schwanger ist

„Die Geburt ist ein existenzielles Erlebnis“

Deswegen sollten zum Ende der Schwangerschaft positive Geburtsberichte im Fokus stehen. Denn ja, es gibt sie, Frauen, die schöne Geburten hatten – und davon eine ganze Menge. Jana Friedrich hat ihren Geschichten sogar ein ganzes Buch gewidmet, das passenderweise den Titel „Jede Geburt ist einzigartig“ trägt. Und genau das möchte sie auch anderen Frauen vermitteln: „Eine Geburt ist ein existenzielles Erlebnis – aber es ist auch nur ein Tag und er geht vorbei. Man kann es als eine persönliche Herausforderung sehen, als wenn man bei Olympia teilnimmt!“, erzählt die Hebamme und erinnert sich dabei auch an ihre eigenen Geburten.

Nach beiden blieb ein unglaubliches Gefühl von Stolz zurück. Denn Frauen sollten nie vergessen, welche Stärke sie eigentlich in sich tragen: „Man sollte auf sich selbst vertrauen. Denn das vergisst man oft: Die Geburt ist etwas Natürliches. Frauen haben schon immer Kinder bekommen, das ist ganz normal. Und heutzutage ist es so sicher wie nie!“

mjd



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Warum die Pandemie dafür verantwortlich ist, dass Kalifornien erstmals schrumpft und Texas stark wächst

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Warum die Pandemie dafür verantwortlich ist, dass Kalifornien erstmals schrumpft und Texas stark wächst

Erstmals hat der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat Kalifornien im vorigen Jahr an Einwohnerinnen und Einwohner verloren. Dafür verantwortlich war auch Corona.

Kalifornien verlor letztes Jahr über 180’000 Einwohner. Im Bild: Long Beach.

Keystone

So etwas hat die Immobilienmaklerin Chrissy Mallouf noch nie erlebt. Derart überhitzt sei der Häuser-Markt im Verwaltungsbezirk Denton County (Texas) derzeit, dass sie für jede neue Immobilie, die zum Verkauf stehe, 10 bis 20 reelle Angebote bekomme. Und nicht selten lägen diese Gebote weit über dem ursprünglichen Preis.

«Bis zu 70’000 Dollar mehr» wollten potenzielle Kunden bezahlen, erzählt Mallouf, um mögliche Konkurrenten auszustechen. «Das ist absolut irre», sagt die Immobilienhändlerin im Gespräch, bevor sie lacht. Denn eigentlich will sie sich nicht über diesen Boom in ihrer Heimat beklagen.

Denton ist Teil des rasant wachsenden Ballungsraums Dallas-Fort Worth, in dem heute fast 8 Millionen Menschen wohnen – oder umgerechnet 20 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Allein im vergangenen Jahr zogen unter dem Strich mehr als 30’000 Menschen in den gleichnamigen Verwaltungsbezirk, der verkehrstechnisch äusserst günstig im Norden der Mega-Agglomeration liegt.

Zwar machen sich alteingesessene Bewohner von Denton, einem Universitätsstädtchen, bereits Sorgen um den Charme des Vorortes. Aber letztlich nutzen die lokalen Wirtschaftsförderer die Bevölkerungsexplosion, um aggressiv neue Arbeitgeber anzuwerben. Denn neue Jobs ziehen Neuzuzüger an.

Elon Musk macht es vor: Von Kalifornien nach Texas

Besonders eifrig buhlen texanische Standort-Promotoren dabei um Betriebe und Unternehmer aus Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat in Amerika. Diese Kampagne scheint Erfolg zu haben, gemessen am grossen Echo in den Medien.

So verkündete im vorigen Jahr der eigenwillige Technologie-Milliardär Elon Musk, dass er seinen Wohnsitz aus dem Silicon Valley nach Texas verlege – auch weil seine Firmen Tesla (Autos) und SpaceX (Raketen) im «Lone Star State» ein Standbein aufbauen. In der Nähe des Flughafens von Austin entsteht derzeit eine neue Tesla-Fabrik, die mehr als 1 Milliarde Dollar kosten soll.

Natürlich fällt es einem schwerreichen Unternehmer wie Musk – geschätztes Vermögen: gegen 150 Milliarden Dollar – leicht, seine Zelte abzubrechen. Aktuelle Erhebungen zeigen allerdings, dass er bei weitem nicht der einzige Kalifornier ist, der dem «Golden State» und den hohen Lebenshaltungskosten in Städten wie San Francisco oder San José den Rücken zukehrte.

So verlor der Bundesstaat im vorigen Jahr, als die Pandemie an der Westküste besonders stark wütete und das öffentliche Leben viele Monate lang praktisch stillstand, netto gegen 182’000 Bewohnerinnen und Bewohner.

Angesichts der 39,5 Millionen Menschen, die immer noch in Kalifornien wohnen, ist dieser Dämpfer zwar verschmerzbar; der Staat aber war lange stolz auf seine Magnetwirkung. «Go West, young man», lautete der legendäre Slogan aus früheren Zeiten, mit dem Kalifornien inoffiziell Neuzuzüger in den «Wilden Westen» lockte.

Nun ist dieser Trend gebrochen, vielleicht zum ersten Mal seit der Gründung des Bundesstaates im Jahr 1850. Zahlen der nationalen Statistikbehörde, die von der Denkfabrik Public Policy Institute of California ausgewertet wurden, zeigen: 2020 zogen 4,9 Millionen Menschen nach Kalifornien, während 6,1 Millionen wegzügelten.

Keine neue «Great Migration»

Und obwohl diese Zahlen darauf hindeuten, dass die Coronapandemie zu einer neuen «Great Migration» führte, einer massiven Wanderungsbewegung von einem Landesteil in den andern, sind sie doch mit Vorsicht zu geniessen. Zwar stimmt es, dass Städte an der West- und Ostküste im vorigen Jahr Einwohner einbüssten.

Eine Analyse der «New York Times», die auf 30 Millionen Adressänderungen der amerikanischen Post beruht, deutet aber auch darauf hin, dass von der Binnenmigration nur einige urbane Grossräume betroffen waren. Vor allem das Silicon Valley und New York City verzeichneten im vorigen Jahr einen überdurchschnittlich grossen Bevölkerungseinbruch – Städte also, in denen die Lebensqualität in den vergangenen Monaten stark zurückging.

Klar ist: Nebst Ballungsräumen wie Dallas-Fort Worth oder Austin profitierten im vorigen Jahr vor allem kleine Städte im Westen des Landes von den Neu-Zuzügern, Provo (Utah) beispielsweise oder Boise (Idaho). Dafür verantwortlich ist in erster Linie eine boomende lokale Wirtschaft, die sich von der Coronakrise weitgehend erholt hat.

In Utah belief sich die Arbeitslosenquote im März bloss auf 2,9 Prozent oder mehr als 3 Punkte weniger als im nationalen Durchschnitt. Bereits wird die Gegend um Provo im Volksmund «Silicon Slopes» genannt, eine Anspielung auf die zahlreichen Technologie-Firmen, die sich bereits in der herrlichen Bergwelt der Rocky Mountains angesiedelt haben.



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Postapokalypse: Survival-Game «Ashwalkers»: Moral und Konsequenzen im Ödland – Spiele

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Berlin (dpa/tmn) – Eine postapokalyptische Zeit, riesige Aschewolken verdunkeln die Erde und mittendrin vier Reisende mit unbekanntem Ziel.Und wie kam es überhaupt zu dieser Katastrophe? Willkommen bei «Ashwalkers», einem düsteren Survival-Game.

Spielerinnen und Spieler begleiten eine Gruppe von Überlebenden einer globalen Katastrophe. Sie suchen eine neue sichere Unterkunft, nachdem ihre Schutzkuppel zu bröckeln beginnt. Auf der Reise haben sie nicht nur mit ständig fallender Asche, Säureregen und eisiger Kälte zu kämpfen – es stehen auch moralische Fragen an und die Folgen einmal getroffener Entscheidungen.

Viele Entscheidungen, viele mögliche Lösungen

Ob und wie die Gruppe ihren Weg durch die kalte Asche bestreitet und das Ende ihrer Mission hängen von Spielerentscheidungen ab. Insgesamt gibt es 34 mögliche Enden, die alle auf unterschiedlichsten Wegen erreicht werden können.

Aber nicht nur die Entscheidungen bei Konflikten sind wichtig für den Spielverlauf. «Ashwalker» ist auch ein Survival-Game. Spielerinnen und Spieler müssen die Nahrungsvorräte, Erschöpfungslevel, mentale Gesundheit und die Gruppendynamik ihrer Reisegruppe im Blick behalten.

Im Laufe der Reise stößt die Gruppe immer wieder auf Ruinen und Spuren der früheren Menschheit. Neben wichtigen Gegenständen gibt es hier kurze Textsequenzen – so erfährt man, was eigentlich mit der zerstörten Welt von «Ashwalkers» passiert ist.

«Ashwalkers» läuft ausschließlich unter Windows und kostet rund 12 Euro. Eine Altersfreigabe gibt es noch nicht.

© dpa-infocom, dpa:210512-99-574477/2




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Corona-Pandemie in den USA: Biden ermutigt zum Impfen von Kindern und Jugendlichen – Politik

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Washington (dpa) – Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs von Pfizer /Biontech in den USA für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren hat US-Präsident Joe Biden zur Impfung dieser Altersgruppe aufgerufen.

«Ich ermutige die Eltern, sicherzustellen, dass sie die Impfung bekommen», sagte Biden im Weißen Haus. Auch diese Altersgruppe könne sich mit dem Coronavirus infizieren und Freunde, Geschwister, Eltern und Großeltern anstecken. Biden versprach, dass Impfmöglichkeiten für die 12- bis 15-Jährigen schnell bereitgestellt würden. Schon von diesem Donnerstag an könnten sie sich in 15 000 Apotheken im ganzen Jahr impfen lassen.

«Dies ist ein weiterer großer Schritt in unserem Kampf gegen die Pandemie», sagte Biden. Bislang konnten sich in den USA Jugendliche erst im Alter ab 16 Jahren impfen lassen. Der US-Präsident kündigte zugleich an, dass die Marke von 250 Millionen verabreichten Corona-Impfdosen seit seinem Amtsantritt am 20. Januar überschritten werde. Insgesamt sind in den USA nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC vom Mittwoch inzwischen mehr als 117 Millionen der rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft.

Ein CDC-Expertengremium hatte sich für die Verabreichung des Corona-Impfstoffs von Pfizer/Biontech für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren ausgesprochen. Bereits zuvor hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA das Vakzin für diese Altersgruppe zugelassen. Die bereits bestehende Notfallzulassung zur Verabreichung ab 16 Jahren wurde entsprechend angepasst und erweitert.

Vor den USA hatten schon Kanada und andere Länder den Impfstoff auch für 12- bis 15-Jährige freigegeben. Bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA liegt ebenfalls ein entsprechendes Gesuch, die Prüfung könnte noch bis kommenden Monat dauern. In der EU darf das Mittel von Pfizer/Biontech bislang nur Menschen ab 16 Jahren gespritzt werden.

Die Unternehmen hatten vor einigen Wochen mitgeteilt, dass eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren in den USA eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt habe. Die Impfung sei zudem auch gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen.

Laut FDA wurden den US-Behörden in den vergangenen Monaten etwa 1,5 Millionen Corona-Infektionen von Personen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren gemeldet. Die Impfung von Minderjährigen gilt als sehr wichtig für die Annäherung an die sogenannte Herdenimmunität, mit der die Pandemie unter Kontrolle gebracht werden soll.

© dpa-infocom, dpa:210513-99-579388/3




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