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Schottland „nicht bereit, nach Hause zu gehen“

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Darlington (dpa) – Nach dem viel gelobten Unentschieden gegen Titelkandidat England hofft Schottlands Fußball-Nationalmannschaft auf den Einzug in die erste K.o.-Runde einer Europameisterschaft.

„Wir haben nach dem Spiel gesagt, dass wir noch nicht bereit sind, jetzt nach Hause zu gehen. Wir wollen im Turnier bleiben“, sagte Co-Trainer Steven Reid im Teamquartier in Darlington. „Das war ein gutes Gefühl für den Moment, aber das sagt nichts für den Dienstag aus. Dann brauchen wir ein Ergebnis.“

Dann wollen die Schotten durch einen Sieg gegen Kroatien im heimischen Glasgow einfahren. „Hoffentlich machen wir ein oder zwei Tore, denn sonst geht es nach Hause“, sagte der Assistenztrainer. Nach dem 0:0 gegen England verzichteten die Bravehearts am Samstag auf das Training. Zahlreiche Spieler entspannten auf dem Golfplatz. „Man hätte denken können, dass dort draußen um den Ryder Cup gespielt wurde“, sagte Reid. Man habe lautstarke Rufe von den Plätzen gehört.

Schottland, das zum Auftakt 0:2 gegen Tschechien verlor, ist erstmals seit 25 Jahren wieder bei einer EM dabei. Ein Unentschieden oder eine Niederlage gegen Kroatien bedeuten das Aus. Bei einem Sieg müssen die Schotten entweder auf eine Niederlage Englands gegen Kroatien hoffen und dabei die schlechtere Tordifferenz gegenüber dem britischen Rivalen aufholen – oder unter die besten vier Gruppendritten kommen.



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Lehren aus dem Großen Preis von Ungarn

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Budapest (dpa) – Für die Frustbewältigung hat Sebastian Vettel knapp vier Wochen Zeit. Über fünf Stunden, nachdem er den turbulenten Großen Preis von Ungarn als Zweiter beendet hatte, kam die schlechte Nachricht: Zu wenig Sprit im Aston Martin. Vettel wurde disqualifiziert.

Schmaler Grat zwischen Vettel-Freud und Vettel-Leid

Schon im Ziel war Sebastian Vettel zwiegespalten. Platz zwei, zum zweiten Mal in dieser Saison. Eine gute Nachricht, zumal er den Start alles andere als gut hinbekommen hatte. Aber halt auch nur der erste Rang hinter dem Sieger. An Esteban Ocon im Alpine kam Vettel nicht ran. Egel, was er im Aston Martin probierte. Platz zwei also auch ein Grund für ein „bisschen“ Enttäuschung. Dass die zwei Stunden vor Mitternacht in totalen Frust umkippen würde, damit dürfte er nicht gerechnet haben. 0,3 Liter Sprit stellten die Kontrolleure nur fest, 1,0 müssen es sein. Futsch war der zweite Platz.

Seine Bilanz in der ersten Saisonhälfte im neuen Team liest sich auch durchwachsen. Sechsmal in elf Rennen kam er nicht in die Top Ten, einmal wurde er (und blieb auch) Zweiter, einmal Fünfter, einmal Neunter, dazu ein Ausfall in Silverstone und nun die Disqualifikation.

Der Zoff wird nicht enden

Red Bulls Teamchef Christian Horner ergriff die nächste Gelegenheit. Der erneute Unfall zum Leidwesen seines Teams, diesmal verursacht von Valtteri Bottas im Mercedes, konnte wahrlich keinen befriedenden Beitrag zum Stänkerduell zwischen dem einstigen Serien-Weltmeister und dem aktuellen Branchenführer Mercedes leisten. Seien es die Kosten für die Reparaturen, die fehlenden Punkte – Horner ließ nichts aus, verständlicherweise, weil weder Verstappen noch Sergio Perez auch nur den Hauch einer Schuld am Massencrash auf dem Hungaroring traf. Und Verstappen betonte genervt: „Schon wieder ein Mercedes.“

„Das geht auf uns“, räumte Mercedes-Teamchef Toto Wolff auch uneingeschränkt ein, nachdem Bottas durch einen Fehler „wie in einer Formel-Nachwuchsklasse“ (Horner) den Unfall mit mehreren Autos ausgelöst hatte. Dass das Schuldeingeständnis beschwichtigend wirkt, bleibt stark zu bezweifeln. Fortsetzung folgt nach der Sommerpause.

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Bottas muss immer mehr bangen

So wirbt kein Pilot für eine Weiterbeschäftigung. Mit seinem kapitalen Fahrfehler hat Valtteri Bottas seine Chancen auf ein weiteres Jahr an der Seite von Superstar Lewis Hamilton im Mercedes, der nach letztlich Platz zwei mit acht Punkten Vorsprung auf Max Verstappen die WM-Führung zurückeroberte, weiter geschmälert. Die Spekulationen um den potenziellen Nachfolger George Russell waberten auch in den Tagen vor dem Ungarn-Rennen durchs Fahrerlager bei Budapest. Und während Bottas sich reumütig sogar bei seinen Kontrahenten entschuldigte, raste Russell im unterlegenen Williams bis auf Platz neun – und rückte durch Vettels Sprit-Verstoß auch noch auf Position acht vor. Das fällt schon eher unter Eigenwerbung.

Alonso kann es immer noch

40 Jahre und immer besser in Form. Den sensationellen Sieg hatte der 24 Jahre alte Franzose Esteban Ocon auch seinem routinierten Teamkollegen zu verdanken. An Alonso kam Lewis Hamilton bei seiner rasanten Aufholjagd über mehrere Runden hinweg einfach nicht vorbei. „Er hatte knapp 1,5 Sekunden Vorteil gegen mich und das schnellere Auto. Aber er hat das nicht ausnutzen können und hat auch ein paar kleine Fehler gemacht. Deswegen ist er lange hinter mir geblieben“, sagte Alonso beim Sender Sky. Mit Platz vier am Ende fuhr der Weltmeister von 2005 und 2006 seit seiner Rückkehr in die Formel 1 zu dieser Saison nach einer zweijährigen Pause das beste Ergebnis ein. „Mir haben viele Leute einiges über Fernando erzählt, bevor er ankam, aber ich kann sagen, sie haben alle falsch gelegen. Die Zusammenarbeit ist fantastisch“, sagte Ocon.



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Aus im Viertelfinale von Olympia: Deutsche Hockey-Frauen erstmals seit 21 Jahren ohne Medaille

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Aus der Traum von der fünften Olympia-Medaille in Serie: Deutschlands Hockey-Damen kehren erstmals seit 21 Jahren ohne Edelmetall von Sommerspielen zurück. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger verlor am Montag in Tokio im Viertelfinale gegen Argentinien mit 0:3 (0:2) und schied aus. Agustina Albertarrio in der 27. Minute, Maria Jose Granatto (29.) und Valentina Raposo (52.) schossen den verdienten Sieg für die klar überlegenen Südamerikanerinnen heraus.

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Die DHB-Damen waren 2000 in Sydney letztmals ohne Medaille bei Olympia geblieben. Danach hatte es zweimal Gold (2008, 2012) und zweimal Bronze (2004, 2016) gegeben. Edelmetall war auch in Tokio das Ziel – doch es sollte nicht sein.

Die deutsche Mannschaft, die die Vorrunde als Zweiter hinter dem WM-Zweiten Niederlande abgeschlossen hatte, geriet gleich zu Beginn der Partie in die Defensive. Argentinien dominierte das Geschehen und ließ die ganz in Schwarz spielenden DHB-Damen bei schwüler Hitze von über 30 Grad kaum zur Entfaltung kommen.

Der Offensivwucht der Südamerikanerinnen hatte Deutschland wenig entgegenzusetzen. Immerhin stand die Abwehr zunächst sicher, so dass selbst drei Strafecken im ersten Viertel schadlos überstanden wurden. Auch im zweiten Viertel blieb Argentinien am Drücker. Torfrau Julia Sonntag musste einige Male ihr ganzes Können aufbieten, um zunächst einen Rückstand zu verhindern. Im deutschen Spiel wirkte dagegen vieles zufällig. Gefährliche Angriffe: Fehlanzeige.

Deutschland verpasst den Anschluss

So war es nur eine Frage der Zeit, bis der zweimalige Weltmeister aus Argentinien erstmals jubeln konnte. Albertarrio schloss eine schöne Kombination aus Nahdistanz ab. Kurz vor der Pause erhöhte Granatto. Nach dem Wechsel kam das deutsche Team mit mehr Energie auf das Feld zurück und drückte nun auf den Anschluss. Doch die Bemühungen blieben im dritten Viertel erfolglos, weil die wenigen Möglichkeiten nicht verwertet wurden.

So blieb nur die Hoffnung auf einen erfolgreichen Schlussspurt, der jedoch ausblieb. Immer wieder liefen sich die deutschen Spielerinnen an der kompakten Abwehr des Gegners fest. Das dritte Gegentor durch Raposo nach einer Strafecke besiegelte endgültig den Olympia-Knockout des EM-Zweiten, dessen Widerstand nun endgültig gebrochen war.





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Kugelstoßerin Raven Saunders könnte Strafe drohen

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Der amerikanischen Kugelstoßerin Raven Saunders könnte Ärger ins Haus stehen. Grund ist eine Geste bei der Siegerehrung, die Solidarität für unterdrückte Menschen ausdrücken sollte.

Der amerikanischen Kugelstoßerin Raven Saunders könnte die erste Strafe wegen eines „politischen“ Protests bei einer Siegerehrung während der Olympischen Spiele in Tokio drohen. Die 25-Jährige, die am Sonntag Silber gewonnen hatte, kreuzte auf dem Podium ihre über den Kopf erhobenen Arme. Mit der „X-Geste“ habe sie Solidarität für die Rechte „unterdrückter Menschen“ ausdrücken wollen.

Die schwarze Athletin Saunders tritt öffentlich vor allem für die Belange von „PoC“ (People of Color) ein, zudem ist sie für die LGBTQ-Community (lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer) engagiert. Beim olympischen Finale hatte sie einen grellen Auftritt mit einer furchteinflößenden Maske und knallig gefärbten Haaren hingelegt.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte seine strikt ablehnende Haltung gegenüber politischen Protesten während der Spiele aufgeweicht, duldet friedvolle Gesten vor dem Wettkampf. Die deutsche Hockey-Kapitänin Nike Lorenz durfte mit Erlaubnis des IOC mit einer Regenbogen-Binde am Stutzen spielen. Politische Proteste bei Siegerehrungen hat das IOC indes untersagt.



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