verbinde dich mit uns: uacentr@gmail.com

Geschaeft

Russland vergibt offenbar 125.000 Pässe an Ost-Ukrainer | ZEIT ONLINE

Avatar

Veröffentlicht

auf


Unmittelbar vor Beginn des Ukraine-Gipfels in Paris hat das russische Innenministerium erstmals Zahlen zu den von ihm ausgegebenen russischen Pässen an Einwohner der von Separatisten kontrollierten Regionen Donezk und Luhansk veröffentlicht. Demnach haben dort in diesem Jahr rund 160.000 Menschen nach Darstellung Moskaus die russische Staatsbürgerschaft beantragt – 125.000 von ihnen haben ihren neuen Pass bereits erhalten.

Die umstrittene Passregelung geht auf einen Erlass von Russlands Präsident Wladimir Putin zurück, den dieser im vergangenen April unterzeichnet hatte. Seitdem ist es für Menschen in den umkämpften Gebieten Luhansk und Donezk leichter, an die russische Staatsbürgerschaft zu kommen. Das Verfahren wurde vereinfacht, die entsprechenden Vorgaben entschärft.

Die Ukraine hatte gegen diese neuen Regelungen protestiert und erkennt die neuen Pässe nicht an. Die Regierung in Kiew bietet im Gegenzug politisch verfolgten Russen die ukrainische Staatsbürgerschaft an. Wie viele Russen dies bislang beantragt haben, ist allerdings nicht bekannt.

Putin und Selenskyj treffen sich erstmals

Die Gebiete Donezk und Luhansk mit ihren insgesamt 6,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern stehen seit 2014 im Mittelpunkt eines Konflikts zwischen Regierungstruppen und den von Russland unterstützten Separatisten, die Teile der beiden sogenannten Oblaste kontrolliert. Bei Kämpfen zwischen beiden Seiten wurden nach Schätzungen der Vereinten Nationen bislang rund 13.000 Menschen getötet.

Kurz nach Beginn des Konflikts wurde unter Vermittlung von Deutschland und Frankreich ein Friedensplan
für die Ost-Ukraine
erarbeitet. Umgesetzt wurde er bislang aber noch nicht. Mit einem neuen Gipfeltreffen im sogenannten Normandie-Format – dem ersten seit drei Jahren – wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an diesem Montag einen neuen Versuch starten, die Konfliktparteien zu einem Kompromiss zu bewegen. Für Putin und seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj sind die Beratungen in Paris zugleich das erste persönliche Aufeinandertreffen.



Quelle

Geschaeft

Deutschlands gute Dienste | ZEIT ONLINE

Avatar

Veröffentlicht

auf

von


Eines nur vorweg: Bei der Berliner Konferenz ging es um
Libyen, nicht um Deutschland
. Die Kanzlerin muss daran zuallerletzt erinnert
werden, aber vielleicht doch der eine oder andere Großstratege, der begeistert registriert,
endlich melde sich Deutschland auf der weltpolitischen Bühne zurück. Das Land
stelle nun unter Beweis, dass es ihm ernst sei mit der so oft angekündigten
Bereitschaft, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Letzteres stimmt ja und ist zu begrüßen. Was die
Bundesregierung getan hat, und wofür man sie uneingeschränkt loben kann: In
einer heillos verfahrenen Situation hat sie ihre guten Dienste angeboten. Sie
hat das professionell, mit hohem persönlichen Einsatz und bisher auch
erfolgreich getan. Gemessen aber wird der Erfolg am Ende daran, ob Libyen zum
Frieden findet; erst dann kann auch die deutsche Außenpolitik mit sich
zufrieden sein.

Als Bundeskanzlerin Merkel am Sonntag vor dem Kanzleramt
ihre Gäste begrüßte, stand jedes Mal UN-Generalsekretär António Guterres neben
ihr. Was eine nicht unwichtige Symbolik hatte. Wenn es bei der Lösung des
Libyenkonflikts wirklich vorangehen soll, dann wird dies nur unter dem Schirm
und mit dem Mandat der Vereinten Nationen gelingen. Allein sie können durch
Beschlüsse des Sicherheitsrates die notwendigen Schritte legitimieren, die Überwachung
des Waffenembargos ebenso wie die Absicherung eines noch auszuhandelnden
Waffenstillstandes.

Der Berliner Prozess wird deshalb rasch zum New Yorker
oder zum Genfer Prozess werden. Schon in wenigen Tagen sollen sich in Genf
jeweils fünf Vertreter der Kriegsparteien treffen, deren Anführer im Kanzleramt
noch nicht miteinander sprechen wollten. Aus gutem Grund saßen alle ständigen
Mitglieder des UN-Sicherheitsrates in Berlin mit am Tisch, ohne sie wird es
nicht gehen. Sie stehen weltpolitisch nun einmal dauerhaft in der
Verantwortung, auch wenn sie in Libyen bisher besonders unverantwortlich
agierten, wie Russland, oder sich schlicht desinteressiert zeigten, wie die
Vereinigten Staaten.

Aber auch die Bundesregierung steht nun, da sie sich
entschieden hat, den Berliner Prozess anzustoßen, besonders in der Pflicht.
Wahrscheinlich auf viele Jahre, über das Ende der großen Koalition und über die
Kanzlerschaft Merkel hinaus. Sie wird vermitteln und moderieren müssen. Und
immer wieder Druck machen. Sie darf sich nicht einschüchtern und nicht
einwickeln lassen.

Viel Glück kann man da nur wünschen, und zwar mit vollem
Ernst und ohne jeden Zynismus. Mehr Glück als beim letzten Mal. Im Jahr 2011
hatte sich Berlin der militärischen Intervention von Franzosen, Briten und – skeptischeren
– Amerikanern zum Sturz Gaddafis verweigert. Rückblickend mag sich die deutsche
Politik im Recht sehen, denn danach versank das Land im Chaos. Aber die
Bundesregierung stand vor neun Jahren bei den engsten Verbündeten vollkommen
isoliert da, ein diplomatischer Albtraum. Es wäre ein Irrtum zu glauben, die
damalige Zurückhaltung verleihe der Berliner Libyenpolitik heute größere Glaubwürdigkeit.



Quelle

Weiterlesen

Geschaeft

„Upright Go“ im Test: Wenn die Rückenwanze brummt

Avatar

Veröffentlicht

auf

von



Die Rückenwanze brummt und will, dass ich gerade sitze. Beziehungsweise es vibriert ein daumengroßer Plastikkasten, den ich mir zwischen die Schulterblätter auf die Haut geklebt habe. Der Kasten sitzt dort und lauert. Wenn sich mein Rücken biegt und die Schultern hängen, wenn ich am Schreibtisch sitze und mit dem Kopf in den Bildschirm krieche, gibt’s Ärger. Die Rückenwanze soll mir helfen, gerade zu sitzen, nicht gekrümmt wie ein Croissant.

Für 70 Euro verspricht “Upright Go” ein besseres Leben: Mit dem Sensor auf dem Rücken und der App auf dem Handy soll ich eine gesunde Haltung trainieren. Schon zwei Wochen unter Kontrolle der Rückentechnologie sollen Ergebnisse liefern: Aufrecht soll ich sitzen, größer aussehen, aufmerksamer sein. Wer wollte das nicht?

Ausprobiert habe ich das erste Modell, mittlerweile gibt es einen minimal kleineren Nachfolger, mit größerer Klebefläche und neuem Sensor, für 100 Euro. Die Grundfunktion ist dieselbe.

Schmerzende Rücken zählen neben schlechtem Filterkaffee zu den größten Büroleiden. Um richtiges Sitzen ist eine Industrie gewachsen: Im Angebot sind höhenverstellbare Tische, ergonomische Fußeinlagen, verstärkte Funktionswäsche. Dazu gibt es Ratgeberbücher und Sessions beim persönlichen Haltungscoach. Ich möchte drohenden Rückenleiden in Eigenverantwortung vorbeugen – und investiere in Haltung.

Überwachen und strafen

“Time to be upright!”, pingt mich mein Handy an – höchste Zeit, mich aufzurichten. Die Rückenwanze hat verraten, dass ich über mehrere Minuten nicht auf meine Haltung geachtet habe und schlaff im Bürostuhl liege. So ertappt, strecke ich den Rücken durch und hebe mein Kinn. Aber zu spät: Die Minuten landen, rot markiert, im Tagesprotokoll der zugehörigen App.

Im Trainingsmodus brummt die Wanze schon nach wenigen Sekunden schlappen Hängens. Training ist anstrengend, zweimal zehn Minuten verordnet mir die App. Das Ding nervt, genau dafür ist es gemacht. Ansonsten schaltet sich die Wanze in einen Lauermodus: Sie überwacht weiter meine Haltung, schlägt nur nicht gleich Alarm. Wenn ich mich aber über einen längeren Zeitraum gehen lasse und nach vorne neige, pusht mich die App übers Handy an.

Ausgerechnet, denn meine Handy-Haltung scheint noch schlimmer zu sein als mein Sitzen: Ziehe ich das Telefon aus der Hosentasche und schaue auf den Bildschirm, könnten Skispringer auf meinem Rücken Olympia feiern. Das gibt rot. Nach zwei Tagen trage ich das Telefon hoch vor meinem Kopf. Für Außenstehende sehe ich blind aus. Dafür stehe ich aufrecht.

Vermutlich bin ich genau der richtige Kunde

Dabei lief mein Versuch nur mittelmäßig an: Erst vergesse ich die Rückenwanze zu Hause und verpasse einen Trainingstag. Danach lasse ich sie über Nacht im Büro liegen und lade dort den Akku auf, eine Ladung hält nicht länger als einen halben Tag. Der Klebestreifen ist nach zwei Tagen abgenutzt, muss abgeknibbelt und ersetzt werden. Was ich am dritten Tag auf den Nachmittag verschiebe. Was zusätzlich Arbeit bereitet: Bei jedem Aufsetzen muss die Wanze aktiviert und mit der App verbunden werden, um dann noch die Sitzhaltung zu kalibrieren.

Vermutlich bin ich genau der richtige Kunde. Denn wer einen stählernen Willen und kalte Disziplin mitbringt, kann sich das Geradesitzen selbst auferlegen. Ich nehme die Nachhilfe von “Upright Go” gerne. Nach zwei Wochen, rede ich mir ein, sitze ich aufmerksamer. Ich versuche, dem Alarm des Sensors zu entgehen. Schaffe ich das, fühle ich mich automatisch besser. Bald schon brummt das Gadget weniger, schließlich verschwindet es in einer Schublade. Für einen längeren Einsatz ist mir die Routine aus Laden, Kleben und Kalibrieren zu nervig.

Wer über die Applikation von “Upright Go” nachdenkt, muss noch eine Frage mit sich ausmachen: Mit der präventiven Selbstsorge spielt man einer Gesellschaft im Produktivitätswahn in die Hände: Es gilt, sich um die eigene Leistungsbereitschaft zu kümmern, gesund zu sein für den Arbeitsmarkt, schreibt der Historiker Jürgen Martschukat in seinem Buch “Das Zeitalter der Fitness”. Arbeitsam, attraktiv und stark soll der Mensch sein, sich permanent selbst optimieren. „Wer dies erfolgreich tut, der zeigt, dass er Verantwortung für sich und die Gesellschaft übernehmen kann.”

Zahlt künftig mehr, wer jetzt nicht gerade sitzt? 

Wer nicht mithalten will oder kann, wer nicht gerade sitzt, ist in dieser fiesen Logik kein produktives Gesellschaftsmitglied. Wer dem sozialen Druck und damit dem Fitnesswahn verfällt, ihn gar willentlich befeuert, hängt mit drin und versaut den Invaliden und Faulenzern das Leben. Letztlich gilt das natürlich für alle Formen der Selbstverbesserung per Gadget: Die ersten Krankenkassen bezuschussen nicht nur Fitnesstracker, sondern belohnen den Zugriff auf Gesundheitsdaten.

Bei mir hatte “Upright Go” noch einen Nebeneffekt: Zeitweise saß ich nicht nur aufrecht wie ein französisches Baguette, sondern geradezu erstarrt am Schreibtisch. Die Angst vor der Rückenwanze ließ mich verkrampfen. Ich wollte meinen Aufseher nicht ärgern, keinen Eintrag ins Protokoll – und riskierte dadurch Ärger. Denn ein gesunder Rücken will Abwechslung: Immer nur nach vorne lehnen ist ähnlich verkehrt wie kerzengerade zu verharren.

Zum Glück habe ich das rechtzeitig bemerkt, ganz ohne Gadget.

Icon: Der Spiegel



Quelle

Weiterlesen

Geschaeft

Gefahr aus China | ZEIT ONLINE

Avatar

Veröffentlicht

auf

von


Die rätselhafte Lungenkrankheit breitet sich immer weiter aus: Das neue Coronavirus kann zu schweren Atembeschwerden, Lungenentzündungen und hohem Fieber führen. Mehrere Hundert Patienten werden in China behandelt, mehrere Menschen sind bereits gestorben. Und nicht nur da, auch in anderen Ländern wurden bereits Fälle gemeldet wie etwa in Thailand, Südkorea und Taiwan; inzwischen hat die Krankheit auch die USA erreicht. Die Vermutung liegt nahe, dass die ersten Erkrankten sich auf einem Fischmarkt in Wuhan mit dem Virus angesteckt haben – aber nun hat sich herausgestellt, dass das Virus auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die Weltgesundheitsorganisation hat deshalb für heute ihren Notfallausschuss einberufen. Die Experten wollen darüber beraten, ob eine Gesundheitsnotlage ausgerufen werden soll. Was wissen wir eigentlich über diese Krankheiten, und müssen wir uns in Deutschland Sorgen machen? Das erklärt Jakob Simmank aus dem Wissensressort von ZEIT ONLINE.

Deutschland liegt bei der Abdeckung mit LTE im internationalen Vergleich maximal im Mittelfeld – noch hinter Kasachstan, Bolivien und Senegal. Das führt dazu, dass Deutschland bei der Digitalisierung den Anschluss zu verlieren droht, an Attraktivität als Wirtschaftsstandort nachlässt – und in Brandenburg sogar Notrufe scheitern. Diese Probleme sollten eigentlich mit der Einführung des Mobilfunkstandards der vierten Generation, LTE, gelöst werden. Die Grünen fordern inzwischen ein Recht auf Mobilfunk. Doch passiert ist nicht viel. ZEIT-ONLINE-Redakteurin Sara Schurmann erklärt, woran das liegt.  

Und sonst so? Uniformen leider nicht von einer anderen Welt

Mitarbeit: Alena Kammer, Mathias Peer
Moderation: Rita Lauter

Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Wenn Sie uns kontaktieren möchten, erreichen Sie uns per Mail unter wasjetzt@zeit.de.



Quelle

Weiterlesen

Trending

//onvictinitor.com/afu.php?zoneid=2954224
Auch auf dieser Seite werden Cookies verwendet. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Das ist für uns wichtig, denn unser Angebot finanziert sich über Werbung. Die Nutzung der Seite gilt als Zustimmung zur Cookie-Nutzung.
Accept