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RKI-Zahlen am Freitag: 76.414 Neuinfektionen – Inzidenz bei 438,2

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Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat wieder einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Freitagmorgen 76.414 Fälle in 24 Stunden.

Vor genau einer Woche waren es 52.970 erfasste Neuinfektionen gewesen. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 438,2 an – ebenfalls ein Höchstwert.

357 Todesfälle binnen 24 Stunden

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 419,7 gelegen, vor einer Woche bei 340,7 (Vormonat: 113,0). Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.32 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 357 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 201 Todesfälle.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.650.170 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Hospitalisierungs-Inzidenz am Donnerstag bei 5,79

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 5,79 an (Mittwoch: 5,74).

Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 4.775.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 100.476.

Autor

Deutsche Presse-Agentur (dpa)

Quelle

Covid-19-Dashboard des RKI, online abgerufen am 26.11.2021 https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4





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Autobiografie „1000 Jahre Freud und Leid“

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„Ich habe nicht alles gelesen, was er geschrieben hat.“ Ai Weiweis Satz über die Lyrik seines Vaters Ai Qing verblüfft. Fast die Hälfte seiner gut 400 Seiten starken autobiografischen Erinnerungen „1000 Jahre Freud und Leid“ widmet einer der international bekanntesten Künstler vordergründig der Geschichte seiner Familie und dabei vor allem der seines Vaters, einem bekannten Dichter. Doch dieser Teil ist weit mehr als eine Familiensaga: Ai Weiwei legt die Grundlage für ein tieferes Verständnis seines eigenen rebellischen Lebens.

Ai Weiwei schreibt in einfacher, klarer Sprache

Der Künstler beschreibt mit dem Werdegang seines Vaters angenehm leichtfüßig in einfacher Sprache und klaren Sätzen die Entwicklung und Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert. Die handelnden Personen und einschneidenden Ereignisse sind auch im Westen bekannt. Chinesische Größen wie Mao Tsetung oder Zhou Enlai, aber auch der chilenische Dichter Pablo Neruda kreuzen die Wege der Familie ebenso wie sie historische Ereignisse erleben und erleiden, etwa die brutale Unterdrückung der Kulturrevolution. „Wir waren an Schwierigkeiten so sehr gewöhnt, dass es mir zur zweiten Natur geworden war, die Dinge zu nehmen, wie sie kamen“, schreibt Ai Weiwei an einer Stelle.

„Uch war ein dummer Junge, nicht besonders sensibel“

Bei einer Buchpräsentation in Berlin schildert der Künstler einen Teil seiner Schutzmechanismen. „Als ich jung war, war ich ein dummer Junge, nicht besonders sensibel“, sagt Ai Weiwei. Das habe ihn auch davor bewahrt, verrückt zu werden.

Ai Weiwei: „ich fühle mich unter der Erde wohler“

Mit dem Vater durchlebt er verschiedene Phasen der Verfolgung, sie hausen am Rande einer Wüste, sind in ein Straflager verbannt, müssen eine Zeit in einem Erdloch leben. Ai Weiweis sachlicher Stil nimmt den Schilderungen viel von ihren Schrecken. In Berlin, vor seinem Wechsel nach Großbritannien einige Jahre seine Wahlheimat und noch immer Standort eines riesigen Ateliers, erläutert er Konsequenzen. „Ich fühle mich unter der Erde wohler, deswegen ist mein Atelier in Berlin auch unter der Erde“, sagt der 64-Jährige. Jenseits der Gesellschaft gelebt zu haben, habe der Familie in China auch einen Moment der Sicherheit gegeben.

„Man kann niemandem trauen“ im autoritären China

Der Zusammenhalt etwa mit dem Vater ist keine Selbstverständlichkeit im autoritären China. „Eine Sache, die totalitäre Systeme zerstören, sind menschliche Beziehungen. Man kann niemandem trauen.“ Es gebe Misstrauen zwischen Eltern und Kindern, Lehrern und Schülern, Mann und Frau. „Weil alles berichtet werden könnte.“ So entwickle sich „ein Geist des reinen Überlebens“, der Menschen verändere. Solche Dinge passierten in China heute noch immer, sagt Ai Weiwei. „Menschen verlieren ihre Unschuld.“

Auch Ai Weiwei selbst hat Verfolgung der eigenen Person erlebt in seiner Heimat. 81 Tage lang war er verschwunden in Chinas Sicherheitsapparat, die Weltöffentlichkeit suchte mit Nachdruck nach dem Künstler. Die Schilderungen seiner Erlebnisse mit unsinniger Überwachung, scheinbar willenlosen Soldaten und einem skrupellosen System lassen bei der Lektüre schwanken zwischen verzweifeltem Lachen und blankem Schrecken.

Eiswürfel aus China im New Yorker Siedewasser

Umso größer der Kontrast zu seiner Zeit in den USA, wo er als junger Mann in den 80er Jahren den Dichter Allen Ginsberg ebenso trifft wie den bereits weltberühmten Künstlerkollegen Andy Warhol. In den Gegensätzen dieser Welten sieht sich Ai Weiwei wie ein aus China exportierter Eiswürfel, der im Siedewasser des New Yorker Broadway landet. „Dafür braucht man starke Nerven“, sagt er.

Auch dabei habe ihn seine eigene Dummheit geschützt. „Ich werde ein zweiter Picasso“, sagt er der besorgten Mutter vor dem Flug in die USA. „Meine Mutter ist bis heute nicht davon überzeugt, dass ich ein erfolgreicher Künstler bin.“ Das sei durchaus wichtig für ihn. „Sie ist meine Mutter, ich vertraue auf ihr Urteil“, sagt Ai Weiwei mit einem Schmunzeln. „Also nehme ich die Kunst nicht allzu ernst.“

Ai Weiwei: „1000 Jahre Freud und Leid. Erinnerungen“ , Penguin Verlag, 416 Seiten, 38 Euro

Von Gard Roth



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Vorschau: TV-Tipps am Mittwoch | STERN.de

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Vorschau
TV-Tipps am Mittwoch

“Der Tag, an dem die Erde stillstand”: Welche Pläne verfolgt der Außerirdische Klaatu (Keanu Reeves)?

© Twentieth Century Fox Film Corporation

20:15 Uhr, kabel eins, Der Tag, an dem die Erde stillstand, Sci-Fi

1951: Ein unbekanntes Flugobjekt landet mitten im Central Park; an Bord ist der Außerirdische Klaatu (Keanu Reeves). Kommt er in friedlicher Mission? Stellt er eine Bedrohung dar? Die US-Regierung ist alarmiert und stellt ein Team aus Wissenschaftlern zusammen, um Klaatus Absichten zu untersuchen. Unter ihnen ist auch die Biologin Helen (Jennifer Connelly), der Klaatu zu vertrauen scheint.

20:15 Uhr, RTL, Danke Mirco, Sondersendung

Anlässlich des überraschenden Todes, des mit 52 Jahren viel zu früh aus dem Leben gerissenen Ausnahmekünstlers Mirco Nontschew, widmet RTL dem Comedian die zweistündige Sondersendung “Danke Mirco”. Populäre Szenen und unvergessliche Auftritte, unter anderem aus der Kult-Comedy “RTL Samstag Nacht”, zeigen die Person und das unnachahmliche Talent des gebürtigen Berliners.

20:15 Uhr, ZDFneo, Wilsberg: Russisches Roulette, Krimi

Wilsberg (Leonard Lansink) schuldet dem Finanzamt mehrere tausend Euro an Nachzahlungen. Dazu wird er auch noch in einen Autounfall verwickelt, bei dem eine junge Anhalterin zu Tode kommt. Woher kommen die 20.000 Euro, die die Verstorbene bei sich trug? Und was hat es mit dem Unfallfahrzeug auf sich? Der Fahrer des LKWs ergreift die Flucht, und aus dem Laderaum klettern spärlich gekleidete russische Damen, die sofort im Wald verschwinden.

20:15 Uhr, Tele 5, Apartment 212, Horror

Jennifer (Penelope Mitchell) will neu anfangen: Nach einer traumatischen Beziehung gibt sie in ihrem Heimatstädtchen alles auf und zieht in ein Apartment in die anonyme Großstadt. Aber die junge Frau findet keine Ruhe. Nach zahllosen durchweinten Nächten begeht ihre Nachbarin einen unerklärlichen Selbstmord. Danach wird ihr Zuhause auch für Jennifer zum Horrorkabinett.

20:30 Uhr, Das Erste, Ein Hauch von Amerika: Freunde und Feinde, Historienserie

Nach der Rückkehr von einer “Engelmacherin” bricht Erika (Franziska Brandmeier) vor ihrem Elternhaus zusammen und wird vom Notarzt abgeholt, während Marie (Elisa Schlott) und George (Reomy D. Mpeho) ihre erste Liebesnacht genießen. Zurück auf der Base, muss sich George den rassistischen Schikanen von Sergeant Hoskins (Tim Kalkhof) aussetzen. Marie wird von ihrer Familie trotz der Entlobung mit offenen Armen empfangen, von Siegfrieds (Jonas Nay) Mutter Anneliese (Anna Schudt) jedoch rausgeschmissen, als sie Erika im Krankenhaus besucht.

SpotOnNews



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Lenzerheide Marketing hat konkrete Entwicklungspläne

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Bruno Fläcklin bleibt bei der LMS AG, aber nicht mehr als CEO ©LMS AG

Nach zehn Jahren als unternehmerisch geführte Tourismusorganisation stehen bei der Lenzerheide Marketing und Support AG (LMS AG) die nächsten Entwicklungsschritte an. Der Standort soll per innovativer Produkt- und Angebotsgestaltung weiterentwickelt werden. Hierzu wird die zweiköpfige Geschäftsleitung um eine Person erweitert, die für den dritten Bereich Produkt- und Angebotsgestaltung zuständig sein wird.

Aufgrund seines aktuellen Gesundheitszustands wird Bruno Fläcklin als langjähriger CEO nicht wie geplant in die Geschäftsführung der LMS AG zurückkehren können. Seine Position wird daher per sofort ausgeschrieben.

Im Oktober 2020 informierte die LMS AG über die schwere Krebserkrankung von Bruno Fläcklin und den vorübergehenden Ausfall des Geschäftsführers und Tourismusdirektors. Ein stufenweiser Wiedereinstieg in seine Tätigkeit war ab Sommer 2021 geplant, seine Aufgaben wurden ad interim an Domenico Bergamin übertragen.

Trotz positivem Heilungsverlauf schreitet die Regeneration von Bruno Fläcklin nicht wie gewünscht voran, sodass ein Wiedereinstieg in seiner bisherigen Funktion nicht mehr möglich ist. Bruno Fläcklin bleibt der Ferienregion Lenzerheide aber dennoch erhalten und stellt der LMS AG sein grosses Know-how in einem reduzierten Arbeitspensum weiterhin zur Verfügung. «Ich bin froh, dass ich mich um meine vollständige Genesung kümmern und gleichzeitig meine Erfahrung in reduziertem Pensum in die Destination eingeben kann», sagt der abtretende Tourismusdirektor.

Domenico Bergamin, Geschäftsführer ad interim Foto: LMS AG

Domenico Bergamin wird bis zu seinem Austritt Ende Januar 2022 weiterhin die Geschäftsführung behalten. Zum 1. März 2022 wird er dann als Geschäftsführer von Allegra Tourismus eine neue Herausforderung wahrnehmen. Der Verwaltungsrat gratuliert Domenico Bergamin zur neuen Herausforderung und bedankt sich für sein grosses Engagement in den vergangenen Monaten: «Domenico hat in den sehr anspruchsvollen letzten Monaten mit der Pandemie und Brunos Krankheit die LMS AG umsichtig geführt und weiterentwickelt. Wir arbeiten sehr gerne mit ihm zusammen», unterstreicht Verwaltungsratspräsident Daniel Stiefel.

Die LMS AG sucht ab sofort eine Nachfolge für den Geschäftsführer-Posten. Damit soll die Führungsstruktur gemeinsam mit der Geschäftsleitung gestärkt und optimal an die Bedürfnisse der Region angepasst werden. Marc Schlüssel, Leiter Marketing und Kommunikation, wird wie Bruno Fläcklin die Geschäftsleitung weiterhin unterstützen. Im Zuge der Neuorganisation werden die Aufgaben innerhalb der Leitung neu verteilt.

Zudem will das LMS AG-Team die Zukunft der Ferienregion Lenzerheide noch aktiver mitgestalten, um die Destination zu einem ganzjährig-lebendigen Ferien-, Wohn-, Lebens- und Arbeitsort zu entwickeln.

Gemeinsam mit dem lokalen Gewerbe und allen Leistungsträgern gilt es, bedürfnisorientierte, innovativere Angebote zu entwickeln und diese erfolgreich am Markt zu platzieren. Die LMS AG wird sich von der reinen Marketingorgansiation zur innovativen Destinationsentwicklerin wandeln. (MICE-tip)



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