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Qual der Wahl: Sind aktive oder passive Fonds besser? – Wirtschaft

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Frankfurt/Berlin (dpa) – Fonds gibt es für alle Branchen, Länder, Gebiete und Bedürfnisse. Wer sich entschieden hat, kann zwischen aktiven und passiven Fonds wählen.

Bei Ersteren beschäftigen sich Fondsmanager aktiv mit dem Aktienbestand des Fonds, lassen Unternehmenszahlen und Marktentwicklung in die Kauf- oder Verkaufsentscheidungen einfließen und schichten Aktien um, wenn sie Chancen oder Risiken sehen.

Anders bei passiven Fonds, den Exchange Traded Funds, kurz ETFs. Diese börsengehandelten Indexfonds bilden einen Index nach, wie den deutschen Dax, den US-Börsenindex Dow Jones oder den Weltaktienindex MSCI World. Steigt der Index, steigt der ETF. Aktiv eingegriffen wird nicht. Doch ist das besser?

Die Fondsratingagentur Morningstar hat sich angesehen, wie Indexfonds seit 2011 abgeschnitten haben. Maßstab der Untersuchung war das Morningstar-Sterne-Rating, das das Rendite-Risiko-Profil der Fonds innerhalb einer Kategorie misst. «ETFs auf große Indizes, wie den MSCI Europe , EuroStoxx, den US-Markt oder den weltweiten MSCI World haben eine sehr gute Bilanz», sagt Ali Masarwah , Chefredakteur bei Morningstar.

«Nur fünf bis zehn Prozent aller aktiven Fonds, die sich an einem Index orientieren, können diesen auch schlagen», bestätigt Doris Kappes von der Verbraucherzentrale Hamburg. Zu den oft höheren Anschaffungskosten kommen manchmal noch eine Gewinnbeteiligung und circa fünfmal so hohe laufende Kosten von ein bis zwei Prozent pro Jahr hinzu. Diese Kosten wieder reinzuholen, ist selten möglich.

Indexfonds können Schwächen haben

Es gibt aber auch Indizes mit Schwächen, die der ETF entsprechend übernimmt. «Beim britische FTSE 100 sind Versorger, Energie- und Tabakunternehmen übergewichtet», sagt Masarwah, «da können Fondsmanager eingreifen und bei aktiven Fonds so umschichten, dass sie sich die Unwucht des Vergleichsindex zunutze machen.»

Schwächen haben auch die Indizes in Schwellenländern oder exotischen Märkten. «Jüngere Märkte sind nicht so entwickelt», sagt Stoffel. «Dort gibt es manchmal weniger Publikationspflichten und weniger Kontrollen. Das könnten aktive Fondsmanager durch eigene Informationsbeschaffung ausnutzen.»

In den vergangenen Jahren sieht man das im Ranking bei Morningstar allerdings nur noch bis 2013. Und eine Untersuchung von Finanztest bestätigt: Aktuell schneiden über 60 Prozent der aktiven Fonds für Schwellenlandaktien schlechter ab als ETFs. Aber auch wenn ein Fonds besser abschneidet als der Markt, ist das keine Garantie, dass das so bleibt.

ETFs auch in Corona-Zeiten gut

Das gilt auch für Rentenfonds. Bei ihnen wird mit dem Geld der Anleger in Unternehmens- oder Staatsanleihen investiert. Hier ist die Auswahl an ETFs auf dem Markt deutlich geringer. Beim Morningstar-Rating haben ETFs, die in Anleihen aus Schwellenländern investieren, fast immer überdurchschnittlich abgeschnitten.

Gemischt dagegen die Bilanz bei europäischen und weltweiten Rentenpapieren: Nach den ersten überragenden Jahren haben die Renten-ETFs seit 2016 schlechter performt als der durchschnittlich aktive Fonds. «Fondsmanager können andere Papiere untermischten, die wegen eines höheren Risikos auch höhere Renditen bringen», sagt Masarwah.

Man sollte meinen, in schwierigen Zeiten wie jetzt sei ein aktiver Fonds von Vorteil, weil der Fondsmanager schneller reagiert als der Markt. Finanztest hat aber die Entwicklung der ETFs und Fonds zwischen 2019 und Sommer 2020 untersucht und das so nicht bestätigt.

«Mehr aktive Fonds als sonst konnten beim coronabedingten Einbruch der Aktienmärkte ihren Vergleichsindex schlagen, aber vorher und nachher klappte das nicht so gut», sagt Stoffel. Sein Fazit: «Mit einem normalen ETF sind Anleger langfristig wahrscheinlich unter den 20 Prozent besten Fonds, und es ist unmöglich, aktive Fonds zu finden, die garantiert besser sein werden.»

© dpa-infocom, dpa:210504-99-464589/5



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33. Bundesliga-Spieltag: Lewandowski egalisiert 40-Tore-Rekord von Müller – Schlaglichter

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Freiburg (dpa) – Weltfußballer Robert Lewandowski vom FC Bayern München hat Gerd Müllers Bundesliga-Rekord von 40 Treffern in einer Saison eingestellt.

Der 32 Jahre alte Pole erzielte im Spiel des deutschen Meisters beim SC Freiburg in der 26. Minute per Foulelfmeter sein Saisontor Nummer 40 und egalisierte damit Müllers Bestmarke aus der Spielzeit 1971/72. Diese galt jahrzehntelang als unerreichbar.

Den Strafstoß verwandelte Lewandowski flach und sicher. Nach seinem Treffer präsentierte er ein schwarzes T-Shirt mit dem Konterfei Müllers und der weißen Aufschrift «4EVER GERD» unter seinem Trikot. Spieler und der Trainerstab der Bayern bildeten vor der Auswechselbank an der Seitenlinie ein Spalier für ihn und applaudierten. «Souverän verwandelt. Hat er sich verdient, hat er sich erarbeitet. Glückwunsch zu diesem Rekord und dem 40. Tor», sagte Lothar Matthäus in der Halbzeit beim Pay-TV-Sender Sky.

Für Lewandowski ist es ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere als Profi. Schon fünfmal war er Bundesliga-Torschützenkönig: 2014, 2016, 2018, 2019 und 2020. Seine bisherige Saisonbestmarke waren 34 Tore. «Es hilft nicht, wenn du es zu sehr willst», hatte er vor einer Woche nach seinem Dreierpack beim 6:0 des deutschen Meisters gegen Borussia Mönchengladbach zu seiner Rekordjagd gesagt.

«Man sieht, dass er in einer grandiosen Form ist», sagte Kapitän Manuel Neuer nach der Lewandowski-Show gegen Gladbach. Der herausragende Liga-Akteur weiß freilich, dass er für die Bestmarke nicht alleine verantwortlich ist. «Ich kann dankbar sein, dass ich so viele Vorlagen von meinen Kollegen bekomme», bemerkte Lewandowski.

Die erfolgreiche Rekordjagd ist auch deswegen besonders hoch zu bewerten, weil der Weltklasse-Angreifer nach einer Knieverletzung Ende März vier Bundesliga-Partien verpasst hatte. Lewandowski fehlte den Bayern auch schmerzlich beim Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain. Bei der Münchner 1:2-Niederlage in Mainz kehrte er vor drei Wochen auf den Platz zurück und erzielte sein 36. Saisontor.

Mit nun 276 Bundesliga-Toren liegt der ehemalige Spieler von Borussia Dortmund hinter dem ehemaligen Bayern-Stürmer Müller (365 Tore) auf Platz zwei der ewigen Torschützenliste. Womöglich kann Lewandowski auch diese Bestmarke in den kommenden Jahren noch angreifen. Sein aktueller Vertrag in München läuft noch bis zum 30. Juni 2023.

© dpa-infocom, dpa:210515-99-609285/6




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Revelle Balmain vor 26 Jahren verschwunden: Polizei setzt Belohnung von 640.000 Euro aus

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Cold Case aus Australien
Escort-Dame verschwindet vor 26 Jahren – hilft eine Belohnung von 640.000 Euro, den Fall zu lösen?

Revelle Balmain aus New South Wales gilt seit dem 5. November 1994 vermisst. Ermittler glauben, dass die damals 22-Jährige einem Verbrechen zum Opfer fiel

© Police New South Wales

1994 verschwand die damals 22-jährige Revelle Balmain aus einem Vorort von Sydney. Die Polizei ging von einem Verbrechen aus. Doch trotz umfangreichen Ermittlungen wurde das Model nie gefunden. Jetzt haben Polizei und Regierung eine Belohnung von 640.000 Euro ausgesetzt.

Vor 26 Jahren verschwand eine junge Frau im australischen Kingsford. Lediglich einige wenige persönliche Gegenstände wurden von ihr gefunden. Die Polizei ging davon aus, dass die 22-jährige Revelle Balmain ermordet und ihre Leiche entsorgt wurde. Doch trotz umfangreicher Ermittlungen wurde der Fall nie aufgeklärt. Jetzt hat die Mordkommission und die Regierung des Bundesstaates New South Wales eine hohe Belohnung ausgesetzt, um den Fall zu lösen.

Wie der australische Sender „news.com.au“ berichtete, hatte sich Balmain sechs Wochen zuvor verliebt. Am Tag nach ihrem Verschwinden hätte sie eine sechswöchige Tanztournee durch Japan antreten wollen. Die Tänzerin, die als Model und Escort arbeitete, wurde zuletzt am 5. November 1994 lebend gesehen. An diesem Samstagnachmittag setzte sie der Fahrer ihrer Agentur an einer Adresse in Kingsford ab, einem Vorort von Sydney. Am Abend wollte sie sich mit ihrem Freund in einer Bar treffen. Doch dort kam sie nie an. 

Revelle Balmain wird seit dem 5. November 1994 vermisst

Am nächsten Tag wollte sie sich mit ihrer Mutter in Newcastle treffen, um sich vor ihrer geplanten Tanz-Tournee noch einmal zu verabschieden. Doch die wartete vergeblich auf ihre Tochter. Am Montag fand man einige von Balmains persönlichen Gegenständen – darunter eine Kosmetiktasche, Schlüssel und ihre Schuhe – alles in vier Straßen verstreut. Eine gerichtliche Untersuchung im Jahr 1999 ergab, dass die junge Frau durch die Hand einer oder mehrerer unbekannter Personen gestorben sein musste und der Fall wurde zur weiteren Untersuchung an die Abteilung für ungelöste Mordfälle übergeben. 

Zwar geriet zwischenzeitlich auch ihr letzter Kunde in Verdacht, jedoch hatte der vehement jede Verwicklung in ihr Verschwinden bestritten und in den Augen der Polizei hatte er auch kein plausibles Motiv. Trotz umfangreicher Ermittlungen durch die örtliche Polizei zu dieser Zeit und über die Jahre hinweg, wurde niemand im Zusammenhang mit dem Verschwinden der jungen Frau angeklagt. 

Polizei und Regierung setzten eine Million australische Dollar Belohnung aus

Jetzt erhofft sich die Polizei durch eine großzügige Belohnung neue Hinweise. Eine Million australische Dollar, also rund 640.000 Euro, winken der Person, die zur Aufklärung des Falles beitragen kann. „Der Minister für Polizei und Notfalldienste, David Elliott, gab heute bekannt, dass die Belohnung für Hinweise zur Lösung des Falles von 250.000 Dollar auf eine Million Dollar erhöht wurde“, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung der Polizei New South Wales. 

Die erneute Untersuchung von Balmains Verschwinden soll demnach von einem leitenden Kriminalbeamten mit großer Ermittlungserfahrung durchgeführt werden. „Ich bin optimistisch, dass die deutliche Erhöhung der Belohnung den Ermittlern helfen wird, neue Informationen über das Verschwinden von Frau Balmain zu erhalten und hoffentlich jemanden zur Rechenschaft zu ziehen“, so Elliott. „Frau Balmain war erst 22 Jahre alt, und ihr plötzliches Verschwinden hat ihre Familie und Freunde seit mehr als 26 Jahren tief getroffen“.

Cold Case aus Australien: Escort-Dame verschwindet vor 26 Jahren – hilft eine Belohnung von 640.000 Euro, den Fall zu lösen?

Bailmans Halbschwester hofft, dass das Verbrechen durch die Belohnung endlich aufgeklärt werden kann. „Viele Jahre lang hat unsere Familie unermüdlich daran gearbeitet, herauszufinden, was mit meiner Schwester passiert ist – aber leider sind sowohl unsere Mutter als auch Revelles Vater Ivor verstorben, ohne jemals zu erfahren, was mit ihrem kleinen Mädchen passiert ist“, sagt Suellen Simpson. Es ist meine persönliche Hoffnung, dass diese Belohnung uns auch helfen wird, Revelle zu finden – damit ich endlich für ihre letzte Ruhe sorgen kann“.

Quellen: Polizei New South Wales, News.com.au



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Nach Messerangriff: Streit über Kinderlärm eskaliert: Zwei Schwerverletzte – Vermischtes

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Bad Essen (dpa) – Bei einem Streit über Kinderlärm in einem Mehrfamilienhaus in Bad Essen in Niedersachsen soll ein 24-Jähriger zwei Menschen mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben.

Vorausgegangen war am Freitagabend eine Auseinandersetzung mit einer 25 Jahre alten Nachbarin, die mit ihrem 1-jährigen Sohn in dem Haus wohnt. Angesprochen auf Kinderlärm zog die Frau ihre ebenfalls im Haus lebende 63 Jahre alte Großmutter hinzu, auch ein 34 Jahre alter Nachbar schaltete sich ein. Der Streit eskalierte: Der 24-Jährige soll zum Messer gegriffen und Großmutter und Nachbarn durch Schnitt- und Stichverletzungen lebensgefährlich verletzt haben. Beide waren am Samstag nach medizinischer Behandlung außer Lebensgefahr.

Der Tatverdächtige flüchtete zunächst, konnte aber nach kurzer Zeit und einer Öffentlichkeitsfahndung am Samstag gefasst werden. Der Mann sei von Kräften der Osnabrücker Polizei in Preußisch Oldendorf in Nordrhein-Westfalen ausfindig gemacht und festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Die Tatwaffe hatten die Beamten bereits vorher sichergestellt. Die Polizei richtete direkt nach dem Vorfall eine Mordkommission ein und stufte die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein.

Auch die 25 Jahre alte Mutter erlitt schwere Verletzungen, die aber nicht auf die direkte Attacke des Täters zurückzuführen sind. In ihrer Not sprang die junge Frau mit ihrem kleinen Sohn aus einem Fenster im 1. Obergeschoss. Dabei zog sie sich schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen am Bein zu, das Kind blieb unverletzt. Alle Betroffenen wurden vom Rettungsdienst und von Notärzten in Krankenhäuser gebracht.

© dpa-infocom, dpa:210515-99-607155/7

  • Pressemitteilung 1 15.5.2021
  • Pressemitteilung 2 15.2.2021




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