Connect with us

Wirtschaft

Premium-Marke für Champagner: LVMH lässt mit Jay-Z die Korken knallen

Published

on



Premium-Marke für Champagner

LVMH lässt mit Jay-Z die Korken knallen

Schon 2006 hält Rapper Jay-Z in einem Musikvideo die charakteristischen Metallflaschen in die Kamera. Einige Jahre später kaufte der Rapper die kleine Kelterei Armand de Brignac. Doch das Luxusgut Champagner hat es schwer: Jetzt beteiligt sich der Konzern LVMH an der High-End-Firma.

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH will mithilfe des Rappers Jay-Z mehr Champagner verkaufen. Der Konzern, zu dem Champagner-Marken wie Moët&Chandon, Krug oder Dom Pérignon gehören, beteiligt sich dazu mit einem Anteil von 50 Prozent an der Marke des US-Rappers, Armand de Brignac. Er heiße die Familie Arnault willkommen, teilte der Musiker und Unternehmer in Anspielung auf den LVMH-Großaktionär mit. Zu finanziellen Details der Transaktion äußerten sich die Beteiligten nicht.

LVMH 544,70

Die Marke des Rappers, eine der jüngsten in der berühmten Sektregion, ist bekannt für ihre Metallflaschen, die Hunderte von Dollar pro Stück kosten. Die Investition zielt darauf ab, Armand de Brignac über die globalen Vertriebsnetze von LVMH zu vermarkten und gleichzeitig die enormen Ressourcen des Konglomerats im Weinland Champagne zu nutzen.

Das Luxusgut Champagner hat es zurzeit schwer: Wegen der Pandemie fallen Hochzeiten, Soireen und andere Gelegenheiten, die Korken knallen zu lassen, aus. Der Absatz des Schaumweins ist im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent gesunken. 2019 wurden weltweit noch rund 500.000 Flaschen verkauft.

Die Partnerschaft zeigt, wie europäische Luxusmarken schwarze Künstler und die Hip-Hop-Kultur einbeziehen, um eine jüngere, diverse Kundschaft anzusprechen. Gemeinsam mit Rihanna brachte LVMH bereits die Kosmetiklinie Fenty Beauty auf den Markt. Der Rapper Gucci Mane und die gleichnamige Luxusmarke, das italienische Modehaus Gucci, haben gemeinsam an einer Kollektion gearbeitet. Und Dior, eine Marke aus dem Haus LVMH, hat den Rapper A$AP Rocky als Model für mehrere Herrenmode-Kollektionen eingesetzt. Die sogenannte Streetwear ist zu einem Grundelement der Luxusmode geworden.

Jay-Z erwartet, in Zukunft auch bei anderen Projekten mit LVMH zusammenzuarbeiten. Die Anziehungskraft von Luxus für Rapper, sagte er, komme von dem Wunsch zu feiern, nachdem sie die Verzweiflung der Innenstadt überlebt hätten. „Wenn man sich in die Menschen hineinversetzt, die aus diesen Vierteln kommen, kann man verstehen, warum jemand, nachdem fünf seiner sechs Freunde verstorben sind, das Leben feiern möchte“, sagte Jay-Z. „Wir verbinden uns mit Dingen, die gut gemacht sind, und mit Dingen, die überleben.“

Jay-Z hatte die kleine Kelterei in der französischen Champagne im Jahr 2014 gekauft. Er hatte die Premiummarke – ausgeschenkt in charakteristischen Metallflaschen mit einem Pik-Ass-Logo und daher auch Ace of Spades genannt – schon im Jahr 2006 entdeckt und öffentlichkeitswirksam in seinem Musikvideo „Show Me What You Got“ präsentiert.



Quelle

Continue Reading
Advertisement
Click to comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wirtschaft

Dax erholt sich leicht von Vortagesverlusten

Published

on


FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Dax hat nach zwei schwächeren Tagen wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Der deutsche Leitindex profitierte am Mittwoch von moderaten Kursgewinnen an der tonangebenden Wall Street und schloss 0,44 Prozent höher bei 15 195,97 Punkten. In den vergangenen beiden Tagen hatte das Börsenbarometer gut 2 Prozent eingebüßt. Der MDax der mittelgroßen Werte rettete sich zur Wochenmitte knapp ins Plus und legte am Ende um 0,02 Prozent auf 32 545,76 Zähler zu.

Gegen eine kräftige Erholung des hiesigen Aktienmarktes sprechen laut Marktteilnehmern rasant steigende Corona-Infektionszahlen in einigen Ländern. Anleger fürchten, dass anziehende Infektionszahlen zu weiteren Lockdowns führen könnten und sich dadurch die weltweite Wirtschaftserholung hinauszögere. Auch dürften einige Investoren nach der Kursrally der vergangenen Monate erst einmal Kasse machen. Immerhin war der Dax seit Jahresbeginn in der Spitze um rund 13 Prozent auf über 15 500 Punkte gestiegen.



Quelle

Continue Reading

Wirtschaft

Freibetrag verdoppelt: Mehr Steuervorteile für Startup-Mitarbeiter

Published

on




Freibetrag verdoppelt

Mehr Steuervorteile für Startup-Mitarbeiter

Firmengründungen werden in Deutschland weiter stark gefördert. Mitarbeiter von Startups können sich künftig über einen höheren Steuerfreibetrag freuen, was Unternehmensbeteiligungen angeht. Für Startups soll der vom Finanzausschuss beschlossene Schritt Anreiz und Bindung zugleich erleichtern.

Startups sollen künftig ihre Mitarbeiter mit steuerlichen Vorteilen enger an sich binden können. CDU/CSU und SPD haben sich dazu im Bundestag auf Details geeinigt, wie beide Regierungspartner mitteilten. Diese wurden vom Finanzausschuss beschlossen. Damit gilt eine Zustimmung im Plenum als gesetzt. Die finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Antje Tillmann, sprach von einem guten Tag für die Startup-Szene, also neu gegründete und oft innovative Firmen.

Die Bundesregierung wollte den steuerlichen Freibetrag für Mitarbeiterbeteiligungen auf 720 Euro im Jahr verdoppeln. Im Bundestag wurde nun beschlossen, dies nochmal auf 1440 Euro zu verdoppeln. „Damit soll die Gewinnung und Bindung qualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch Startups erleichtert werden“, sagte SPD-Politikerin Wiebke Esdar. „Beschäftigte von Startups müssen ihre Einkünfte auf der Übertragung von Vermögensbeteiligungen am Unternehmen des Arbeitgebers zunächst nicht versteuern. Die Besteuerung soll erst zu einem späteren Zeitpunkt, in der Regel im Zeitpunkt der Veräußerung, bei einem Arbeitgeberwechsel oder spätestens nach dem Ablauf einer Frist von zwölf Jahren erfolgen.“

Früheren Regierungsangaben zufolge sollen die Neuregelungen ab dem 1. Juli 2021 gelten. Der Bundestag soll nun bereits am Donnerstag formal dem sogenannten Fondsstandortgesetz zustimmen. Tillmann sagte, auch der Anwendungskreis der betroffenen Firmen sei ausgeweitet worden. „Entgegen dem Regierungsentwurf können nun auch zwölf Jahre alte Unternehmen von der neuen Regelung profitieren.“ Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte zuletzt gesagt, Ziel sei es, der Startup-Szene einen Schub zu geben und hier international eine Spitzenposition einzunehmen. „Wichtig ist mir, dass die Beschäftigten auch am Erfolg der Unternehmen teilhaben können.“ Bisher müssen Beschäftigte Vorteile aus den Beteiligungen sofort versteuern.



Quelle

Continue Reading

Wirtschaft

Gamestop-Schock sitzt tief: Leerverkäufer fürchten Kleinanleger-Mob

Published

on




Gamestop-Schock sitzt tief

Leerverkäufer fürchten Kleinanleger-Mob

Der Leerverkauf von Aktien gehört zum Standardrepertoire von Hedgefonds, um auf den Niedergang eines Unternehmens zu wetten. Doch der Umfang dieser Wetten ist massiv eingebrochen. Die Manager zittern vor Kleinanlegern, die sich schon einmal im Internet zur Rebellion verabredet haben.

Der Aufstand der Kleinanleger gegen die Leerverkäufer von der Wall Street hat offenbar anhaltend Eindruck auf die Hedgefonds-Profis gemacht. Deren Standardmethode, um auf den Misserfolg von Unternehmen und auf Kursverluste von deren Aktien zu wetten ist auf den niedrigsten Stand seit nahezu 17 Jahren zurückgegangen. Bei diesen Leerverkäufen werden Aktien verkauft, die der Verkäufer gar nicht besitzt, sondern nur geliehen hat, in der Hoffnung sie dann später zu einem günstigeren Kurs kaufen und zurückgeben zu können. Laut Daten der Investmentbank Goldman Sachs sind aktuell bei Firmen aus dem US-Leitindex S&P500 im Mittel nur Aktien im Wert von 1,6 Prozent der Marktkapitalisierung (also dem Wert aller Aktien eines Unternehmens zusammengezählt) leer verkauft. In Europa ist diese sogenannte Short-Rate so stark eingebrochen wie noch nie, wie Bloomberg unter Berufung auf Daten von Morgan Stanley berichtet.

Dabei gäbe es aus Sicht der Hedgefonds derzeit gute Gründe, gegen zumindest einige Branchen und Unternehmen zu wetten. Während die Pandemie sich in vielen Teilen der Welt noch immer weiter ausbreitet und Unternehmen belastet, sind die Börsenkurse vielerorts auf Rekordstände gestiegen. Das Verhältnis von Aktienkurs und Gewinn vieler Firmen befindet sich auf einem Niveau, das an die Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende erinnert. Selbst Optimisten rechnen damit, dass es zumindest kurzfristig zu Kurseinbrüchen kommen könnte. Der Anteil von Optionsgeschäften zur Absicherung gegen Kursverluste des S&P500 ist zuletzt gestiegen gegenüber solchen, die auf Kursgewinne setzen.

Dennoch wagt sich derzeit kaum ein Fondsmanager an Leerverkäufe. „Niemand will mehr seinen Kopf abgerissen bekommen durch einen Leerverkauf“, zitiert Bloomberg Benn Dunn. Damit meint der Chef der Finanzberatungsfirma Alpha Theroy Advisors die Milliardenverluste, die einige Hedgefonds mit der Aktie des Spiele-Händlers Gamestop erlitten.

Die Aktie gehörte aufgrund der schlecht laufenden Geschäfte und der nach Ansicht vieler Anlageprofis noch schlechteren Aussichten für den stationären Handel zu den am häufigsten leer verkauften an den US-Börsen. Tausende Kleinanleger, darunter passionierte Gamer und Kunden von Gamestop, sahen das jedoch anders und verabredeten sich über das Forum „Wallstreetbets“ auf der Onlineplattform Reddit, um gemeinsam in die Aktie zu investieren und den Kurs in die Höhe zu treiben. Damit erwischten sie die Hedgefonds auf dem falschen Fuß. Diese mussten die leer verkauften Aktien nun zu horrenden Preisen nachkaufen. Ein sogenannter Shortsqueeze entstand und katapultierte das Papier, das vergangenes Jahr noch bei unter fünf Dollar notierte zeitweise auf mehr als 480 Dollar. Aktuell werden die Aktien immer noch für gut 158 Dollar gehandelt.

Was manche als unlautere Kursmanipulation verurteilten, feierten andere als Sieg von Kleinanlegern über die Machenschaften elitärer Wall-Street-Zirkel. Insgesamt verloren institutionelle Leerverkäufer mehr als 14 Milliarden Dollar. Wie die eingebrochene Zahl solcher Wetten zeigt, wirkt der Schrecken dieser Verluste nach.



Quelle

Continue Reading

Trending

We use cookies in order to give you the best possible experience on our website. By continuing to use this site, you agree to our use of cookies.
Accept