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Pandemie: Kulturszene – „Geht um Existenz der Menschen“

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Berlin (dpa) – Mit der Anrechnung von ausgefallenen Umsätzen für Soloselbstständige kann die Kulturszene auf neue Unterstützung in der Corona-Krise bauen.

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Kulturstaatsministerin Monika Grütters freut sich über eine „eigene Strecke für Soloselbstständige“. Nach ihrer Einschätzung dürfte „die größte Zielgruppe neben anderen Branchen aus der Kreativwirtschaft kommen“.

Nach Angaben der CDU-Politikerin geht es im Kultur- und Kreativbereich um die Existenz von gut 1,5 Millionen Menschen, die mehr als 100 Milliarden Euro an Wertschöpfung zum Bruttoinlandsprodukt beitragen.

Das neue Gesamtpaket der Bundesregierung umfasst zehn Milliarden Euro. Direkt betroffene Soloselbstständige können nach Angaben vom Donnerstag 75 Prozent ihres Umsatzes aus einem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ansetzen. Andere staatliche Leistungen werden gegebenenfalls angerechnet.

Für eine solche Unterstützung hatten die Kulturminister auch der Länder seit den ersten coronabedingten Einschränkungen im Frühjahr geworben. „Es ist ein sehr wichtiges Signal“, sagte Grütters der dpa. Soloselbstständige wie etwa Künstler oder Musiker können nun eine Förderung bis zu 5000 Euro direkt beantragen. „Dies ist auch eine Anerkennung ihrer Lebens- und Arbeitsweise.“ Erst jenseits dieser Grenze ist ein Steuerberater notwendig – und damit die von vielen Kulturschaffenden befürchtete Bürokratie.

Nach dem ersten allgemeinen Hilfspaket des Bundes und zahlreichen Initiativen in einzelnen Ländern gab es bereits Unterstützung eigens für die Kultur- und Kreativszene. Das eine Milliarde Euro umfassende Hilfspaket, im Hause Grütters „Neustart Kultur“ getauft, wird aktuell an einzelne Betroffene und Institutionen geleitet.

Alleingelassen fühlten sich lange Zeit freischaffende Künstler, die wie in einigen anderen Branchen auch als Soloselbstständige arbeiten. Sie konnten zum Beispiel keine laufenden Betriebskosten geltend machen, etwa wenn ihre Wohnung auch der Ort für Arbeit oder Übungen war. Damit waren sie meist auf die eigens geöffnete Grundsicherung Hartz IV angewiesen, wo sich viele Betroffene nicht sahen.

„Dysfunktional“ nennt etwa Zoë Claire Miller vom Berufsverband Bildender Künstler*innen (BBK) in Berlin solche Wege. Aus Sicht des Verbandes drohen ohne weitere Hilfen deutliche Konsequenzen für die Betroffenen. „Es geht um die Existenz der Menschen“, sagte Miller der Deutschen Presse-Agentur. Die Einschränkungen würden sich auch über den nun betroffenen November hinaus auswirken. Entsprechend müsste auch ein fiktiver Unternehmerlohn für Soloselbstständige weiter in Anspruch genommen werden können.

Für den Deutschen Kulturrat sind die neuen Hilfen ein Schritt in die richtige Richtung. „Die Politik hat erkannt, dass sie ihre harte Haltung nicht aufrecht erhalten kann“, sagte der Geschäftsführer der Dachorganisation der Bundeskulturverbände, Olaf Zimmermann, der dpa in Berlin. Soloselbstständige in Kulturbereich seien „besonders gebeutelt“. Mit der nun geöffneten Tür könne über die Bedingungen gesprochen werden. Dabei komme es darauf an, „die Hilfe nicht mit bürokratischen Hürden zu verstellen“.

Für Grütters werden die Bedürfnisse jetzt richtig anerkannt. „Es ist geplant, die Hilfen ganz unmittelbar, unbürokratisch und einfach beantragen zu können“, sagte sie. „Das ist ein Fortschritt im Bemühen, die Krise zu bewältigen, und vor allen Dingen ist es ein Zeichen der Wertschätzung für viele, die in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig sind und dort viel für unser Gemeinwesen leisten.“

Zudem sollten auch indirekt Betroffene Überbrückungshilfe bekommen können. „Das betrifft gerade auch den Kulturbereich. Es gibt viele in der Kultur- und Kreativwirtschaft, die sichtbar auf der Bühne der Kultur stehen, aber es gibt häufig viel mehr im Hintergrund Beschäftigte, die die künstlerische Leistung erst ermöglichen. Sie werden berücksichtigt, wenn sie 80 Prozent ihres Einkommens im Kontext der direkt betroffenen Betriebe erwirtschaften.“

Öffentliche Hilfen allein reichen an vielen Stellen nicht. Deswegen gibt es bundesweit zahlreiche Initiativen, über die private Spenden für die Betroffenen gesammelt werden. Auch am Donnerstag erfolgte wieder ein Aufruf: Die Gesellschaft der Freunde der Berliner Akademie der Künste warb für einen seit April 2020 bestehenden Nothilfefonds. Bisher flossen daraus mehr als 56.000 Euro an 43 Künstlerinnen und Künstler aus 22 Ländern.



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Oscar-Preisträgerin Cloris Leachman ist tot

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Hollywood trauert um eine große Schauspielerin: Ihre Karriere als umspannte über 70 Jahre, ihre Rollen waren vielfältig. Nun ist Cloris Leachman gestorben.

Foto-Serie mit 35 Bildern

Die amerikanische Schauspielerin Cloris Leachman, die mit einem Oscar und neun Emmy-Trophäen ausgezeichnet wurde, ist tot. Die vielseitige Darstellerin starb am Mittwoch eines natürlichen Todes im kalifornischen Encinitas, wie ihre Sprecherin mitteilte. Leachman wurde 94 Jahre alt.

Nach ihrem Kinodebüt 1955 in dem Krimi „Rattennest“ und Fernsehauftritten in „Lassie“, „Rauchende Colts“ und der „Mary Tyler Moore Show“ holte sie 1972 den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle als gefrustete Ehefrau in Peter Bogdanovichs „Die letzte Vorstellung“. 

Danach war sie häufig in Komödien zu sehen, darunter die Gruselfilm-Parodie „Frankenstein Junior“ von Mel Brooks, „Die Beverly Hillbillies sind los“ und „Spanglish“. Bis ins hohe Alter stand sie vor der Kamera. Mit 82 Jahren wirkte sie auch noch bei der TV-Tanz-Show „Dancing with the Stars“ mit.



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Dreharbeiten angelaufen: Kristen Stewart zeigt sich als Prinzessin Diana in «Spencer»

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Dreharbeiten angelaufen
Kristen Stewart zeigt sich als Prinzessin Diana in «Spencer»

Schauspielerin Kristen spielt in dem Film «Spencer» die Hauptrolle. Foto: Nathan Denette/The Canadian Press via AP/dpa

© dpa-infocom GmbH

«Twilight»-Star Kristen Stewart zeigt sich in einem Set-Foto von einer royalen Seite.

In einem Set-Foto vom Film «Spencer» verwandelt sich Kristen Stewart täuschend echt in Prinzessin Diana – mit leicht geneigtem Kopf und scheuem Blick unter einem schwarzen Hut mit Schleier. Die US-Produktionsfirma Neon stellte das Bild ins Netz.

Unter der Regie des Chilenen Pablo Larraín seien die Dreharbeiten zu «Spencer» jetzt angelaufen, berichtete «Variety». Als Drehorte werden Deutschland und Großbritannien genannt. Die deutsche Firma Komplizen Film ist an dem Projekt beteiligt.

Die Besetzung der Hauptrolle mit Stewart war 2020 bekannt geworden. Das Drehbuch stammt von Steven Knight («Verschwörung»). «Spencer», nach Dianas Mädchennamen, dreht sich um ein langes Weihnachtswochenende auf dem königlichen Landsitz Sandringham Anfang der 90er Jahre, als Diana den Beschluss fasste, sich von Prince Charles zu trennen.

Charles und Diana hatten 1981 in einer Märchenhochzeit geheiratet, nach einem langen Rosenkrieg ließen sie sich 1996 scheiden. Ein Jahr später starb Diana bei einem Autounfall in Paris.

Stewart, die als 18-Jährige nach ihrem «Twilight»-Erfolg plötzlich im Rampenlicht stand, spielte zuletzt in vielen Independent-Filmen mit, darunter «Certain Women» und «Jean Seberg – Against all Enemies». Regisseur Larraín holte in «Jackie» Natalie Portman als Jacqueline Kennedy vor die Kamera.

dpa



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Sohn von „Dschungelkönig“ Costa Cordalis geht ins RTL-Camp

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Hürth (dpa) – Der Sänger Lucas Cordalis (53) will in die Fußstapfen seines Vaters Costa treten und im kommenden Jahr bei der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ mitmachen.

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„2022 werde ich gemeinsam mit euch nach Australien fahren und ins Dschungelcamp gehen“, sagte er am Mittwochabend in der Dschungelcamp-Ersatzshow. Sein 2019 gestorbener Vater Costa Cordalis („Anita“) hatte 2004 als erster RTL-Dschungelkönig Fernsehgeschichte geschrieben.

„Ich habe eigentlich immer gedacht: Ein König pro Haushalt reicht“, sagte Lucas Cordalis, der mit Reality-Star Daniela Katzenberger verheiratet ist. Aus Respekt vor seinem Vater habe er die Anfragen von RTL, auch in den australischen Dschungel zu reisen, bislang abgelehnt. Aber jetzt sei der Moment da. Auch seine gleichaltrige Schwiegermutter Iris Klein war schon Kandidatin in der Show. Seine Schwägerin, Katzenberger-Schwester Jenny Frankhauser, wurde 2018 Dschungelkönigin.

Weil der Kölner Privatsender das Dschungelcamp aus Australien wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr absagen musste, läuft derzeit die RTL-„Dschungelshow“, bei der Cordalis junior zu Gast war. Der Sieger der Show hat einen Platz in der Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ im kommenden Jahr sicher.

Am Mittwochabend wurde das erste Halbfinale ausgestrahlt. Nach der Personalie Cordalis gerieten die ermittelten Finalisten allerdings zur Nebensache. Reality-TV-Kandidat Mike Heiter („Love Island“) wurde ins Finale gewählt – ebenso „Prince Charming“-Gewinner Lars Tönsfeuerborn. Für die Sängerin Lydia Kelovitz („Deutschland sucht den Superstar“) und Model Zoe Saip („Germany’s next Topmodel“) war der Traum vom australischen Dschungel ausgeträumt. Die übrigen beiden Finalisten sollen beim zweiten Halbfinale am Donnerstag ermittelt werden.

In der Episode gab es auch einen Rückblick auf die allererste Staffel der Erfolgsshow, die Cordalis senior damals gewann. Sein Mit-Camper, der Ex-Leichtathlet Carlo Thränhardt, erinnerte sich an seine legendär gewordene nächtliche Lästerei mit Moderatorin Caroline Beil. Er habe sich damals wirklich nicht vorstellen können, dass das alles gesendet wird, sagte er. Seine Vorstellung vom Dschungelcamp sei eine ganz andere gewesen. Er habe gedacht es handle sich um eine „Tarzan-Nummer“.

Er zeigte sich melancholisch bei der Erinnerung an den 2019 gestorbenen Costa Cordalis – auch weil er nicht der einzige Kandidat aus der ersten Staffel ist, der nicht mehr lebt. Auch der als Gottlieb Wendehals bekannt gewordene Sänger Werner Böhm ist schon gestorben. Sänger Daniel Küblböck verschwand 2018 im Alter von 33 Jahren vor der Küste Kanadas von einem Kreuzfahrtschiff. Die Ermittler gingen von Suizid aus. Die Moderatorin der Show, Sonja Zietlow, erinnerte an ihren Kollegen und Co-Moderator Dirk Bach, der den Dschungel gemeinsam mit ihr moderierte bis er im Jahr 2012 starb.



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