verbinde dich mit uns: uacentr@gmail.com

Unterhaltung

Nie mehr intellektuelle Putzfrau | ZEIT ONLINE

Avatar

Veröffentlicht

auf


Am Montag, den 27. Januar 2020, ist
der Essay Sprache und Sein der Aktivistin und Journalistin Kübra Gümüşay erschienen. Es war
der gleiche Tag, an dem in den Nachrichten, in Essays und in sozialen
Netzwerken an den 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz
durch die Rote Armee erinnert wurde. Eine Vokabel tauchte in dem Zusammenhang
immer wieder auf: die der Entmenschlichung der in Auschwitz inhaftierten und
ermordeten Juden. 

Der Begriff der Entmenschlichung und
das ihm zugehörige Verb kommt auch in Gümüşays Buch vor, auf 208 Seiten 14 Mal. Sie verwendet ihn, um eine Grunderfahrung all jener
zu schildern, die insbesondere in Deutschland rassistisch behandelt werden. Das
reicht von Anpöbeleien bis hin zu Morddrohungen und -anschlägen, von ablehnendem
Desinteresse bis hin zu struktureller Gewalt in Behörden. Entscheidend ist für Gümüşay,
dass Rassismus stets mit sprachlichem Handeln beginnt, das die Existenz anderer
lächerlich macht, ihr Leben bedroht und vor allem erschwert.

Rassismus
bedeutet, andere unter Rechtfertigungsdruck zu setzen, letztlich dafür, warum
sie so sind, wie sind, da, wo sie sich aufhalten. Gümüşay erzählt, wie sie
bereits als dreizehnjähriges Mädchen in der U-Bahn nach ihrem Kopftuch gefragt
wird, sich für dieses Zeichen ihrer Religionszugehörigkeit ebenso rechtfertigen
muss wie für die Terroranschläge des 11. September 2001, die kurz zuvor
stattfanden.

Später wurden die Herkunft ihrer Eltern aus
der Türkei und ihr muslimischer Glaube zum Anlass dafür genommen, sie stets mit
diesem einen Thema zu konfrontieren: wie es denn so sei, als „die junge
muslimische Frau in Deutschland. Die moderne muslimische Frau. Die
feministische muslimische Frau.“ Gümüşay benennt, was die Festlegung auf eine
einzige, von außen zugeschriebene Identität als eine Kolonisierung ihrer
Energien bedeutet: eine systematische Behinderung der freien Wahl ihrer
Interessen, zusammengefasst: einen an ihr verübten Machtmissbrauch.

Ihr reicht’s

Ihr Langessay Sprache und Sein bettet die autobiografische
Erzählung von dieser Erfahrung in eine konstruktivistische Grundthese ein: Die
Zuschreibung einer Identität geschieht stets durch die Unterscheidung von
„Benannten“ und „Unbenannten“. Die Unbenannten genießen das Privileg, sich
selbst als so oder anders beschreiben zu dürfen, die Benannten sind diejenigen,
die wie sie ständig mit Attributen belegt werden, die sie damit beschäftigen,
sich gegen irgendeinen Kollektivsingular wie „die Muslima“ oder „der Türke“ als
Individuum zu behaupten.

Diese existenzielle Dimension von
Sprache, um die es Gümüşay geht, betrifft aber nicht allein die
Auseinandersetzung mit Positionen, derer sie sich erwehren muss oder musste.
Ihr geht es auch um die Sprache der Literatur oder Philosophie,
die ihr besonders am Herzen liegt und die sie auf fast jeder Seite zitiert. Ihr
Buch ist auch eine Auseinandersetzung mit dem, was sie als poetisch empfindet,
mit den Worten, in denen sie ihre Gefühle äußert, und die all diejenigen
Sprachen, die sie verwendet, verschieden konnotieren: „Türkisch ist für mich
die Sprache der Liebe und Melancholie. Arabisch eine mystische, spirituelle
Melodie. Deutsch die Sprache des Intellekts und der Sehnsucht. Englisch die
Sprache der Freiheit.“

Es wäre wünschenswert, dass sich
möglichst viele Leserinnen und Leser, die möglichst verschieden von Gümüşay sind,
autobiografische Berichte wie ihren möglichst genau durchlesen und eine
Inventur dessen vornehmen, was sie als selbstverständlich erleben dürfen. Wer
hat in ihrem Leben als „intellektuelle Putzfrau“ dienen müssen, „die den
anderen vergeblich ihren Bullshit hinterherräumt, die mit Zahlen, Daten, Fakten
und gesundem Menschenverstand dagegenhält“? Niemand? Schön wär’s ja. Gümüşay hat
diese Rolle oft übernommen, und ihr reicht’s.

Immer live aus dem Gebäude

Die Figur der intellektuellen
Putzfrau verwendete
sie sehr prominent auch in ihrem Vortrag Organisierte Liebe
,
den sie auf dem re:publica-Festival 2016 hielt. Damals sprach sie sich vor
allem gegen Hassrede aus, sehr bewegt und eindringlich legte sie so den
Grundstein für vieles, was sich nun auch in Sprache und Sein wiederfindet. Dazu
gehört vor allem der Appellcharakter, der sich mit allem, was sie schreibt, verbindet:
„Wir müssen uns mit
der Architektur der Sprache beschäftigen, die unsere Realität erfassen soll.
Damit wir aussprechen können, was ist. Damit wir sein können, wer wir sind.
Damit wir sehen können, wer die jeweils anderen sind.“ Dagegen ist überhaupt nichts
einzuwenden, außer, dass es Schwierigkeiten bereitet, zu verstehen, wie Gümüşay meint,
selbst der Aufgabe nachzukommen, sich mit der Architektur der Sprache zu
beschäftigen.

Zu Beginn ihres Buches wählt sie einen linguistisch inspirierten Zugang,
vergleicht den Bedeutungsreichtum einzelner Vokabeln aus verschiedenen Sprachen
und diskutiert die Schwierigkeit, all ihre Konnotationen in andere Sprachen zu
übersetzen. Von diesem Ansatz verabschiedet sie sich im Laufe des Buches jedoch
immer mehr zugunsten der Auseinandersetzung mit den von ihr beobachteten Formen
von Selbst- und Fremdbeschreibung, und schließlich geht es ihr lange um
verletzende Sprechakte „im Internet“. Um sich mit „der Architektur“ dieser
Aspekte zu beschäftigen, wäre es nur vermutlich notwendig, einen Schritt
zurückzutreten und die Strukturen zu betrachten, aus denen diese Architektur
besteht. Gümüşay berichtet aber sozusagen die ganze Zeit live aus dem Gebäude.



Quelle

Unterhaltung

„Hitzewelle“ in der Antarktis: Nasa zeigt erschreckende Vorher-Nachher-Bilder

Avatar

Veröffentlicht

auf

von



„Hitzewelle“ in der Antarktis: Diese Satellitenbilder zeigen, wie stark sich der Kontinent innerhalb weniger Tage verändert.

Das erste Bild entsteht am 4. Februar 2020.

Das zweite Foto wird neun Tage später, am 13. Februar 2020, aufgenommen.

In diesem Zeitraum (am 6. Februar 2020) werden im Norden der Antarktischen Halbinsel Rekordtemperaturen von bis zu 18,3 Grad Celsius gemessen.

Im direkten Vergleich erkennt man einen Rückgang von Eis und Schnee.

Zuvor schneebedeckte Inseln und Felsen sind wesentlich besser zu erkennen.

Es bilden sich sogar Seen mit Schmelzwasser.

„In der Antarktis habe ich Schmelzwasserseen sich noch nie so schnell bilden sehen. Diese Art des Abschmelzens kann man in Alaska oder Grönland beobachten, aber normalerweise nicht in der Antarktis.“ – Mauri Pelto, Gletscherforscher, Nichols College

Die Aufnahmen stammen vom NASA-Erdbeobachtungssatelliten „Landsat 8“.

Die US-Raumfahrtbehörde veröffentliche die Aufnahmen in den sozialen Netzwerken und auf der Webseite des „NASA Earth Observatory“.

Dazu schreibt die Behörde: „Solche anhaltende Wärme war bis ins 21. Jahrhundert nicht typisch für die Antarktis, trat in den letzten Jahren aber wesentlich häufiger auf.“

Seit 1957 ist die Oberflächentemperatur der Antarktis stetig gestiegen.

Laut Polar- und Klimawissenschaftler Andrew Shepherd von der University of Leeds hätte ein Verschwinden des gesamten Antarktis-Eises einen Anstieg des globalen Meeresspiegels um 58 Meter zur Folge.



Quelle

Weiterlesen

Unterhaltung

Ratestar – Wer steht hier so allein im Wald? – Leute

Avatar

Veröffentlicht

auf

von


Ein Fräulein steht im Walde …

Statt eines purpurroten Mänteleins trägt unser Ratestar aber einen orangefarbenen Badeanzug. Der steht ihr auch ausgezeichnet: Anmutig schmiegt er sich um den Knackpo und lässt freie Sicht auf den Sideboob. Dass diese junge Frau 42 Lenze zählt, mag man kaum glauben.

Wo das Ehepaar auch auftaucht: Es wird garantiert zum Hingucker. ER: elegant und schnittig. SIE: sexy und verdammt stylish. Auf Instagram teilt die 42-Jährige beinahe täglich Fotos mit ihren 650 000 Abonnenten, die ihren Hammer-Body in Szene setzen.

In der Öffentlichkeit fast vergessen: Unser Ratestar war von 2000 bis 2005 Tänzerin bei der Band Bellini. Seitdem gehört sie zum bekanntesten Gesicht bei ProSieben, moderiert eine bekannte Magazin-Sendung.

Na, kommen Sie darauf, um wen es sich handelt?

Es ist Annemarie Carpendale!


Von 2002 bis 2004 war Annemarie Carpendale mit Oliver Pocher liiertFoto: Getty Images

Diese Frau steht für Glamour im deutschen Fernsehen: Auf ProSieben moderiert sie die Magazine „taff“ und „red!“.

Und auch sonst bewegt sie sich gern im Dunstkreis der weltgrößten Stars: Gemeinsam mit ihren zwei Kollegen Steven Gätjen (47) und Viviane Geppert (28) moderiert Annemarie seit Jahren vom roten Teppich der Oscars.

Bei der diesjährigen Verleihung bekam sie unter anderem Preisträger Brad Pitt (56), Selma Hayek (53) und Laura Dern (53) vor das Mikro.

In ihrer Abendgarderobe muss Annemarie einfach besonders anziehend gewirkt haben: In einem bodenlangen Traumkleid aus Pailletten und Perlen mit tiiiief ausgeschnittenem Rücken strahlte sie am roten Teppich.


Glamour-Paar im deutschen Fernsehen: Wayne und Annemarie Carpendale
Glamour-Paar im deutschen Fernsehen: Wayne und Annemarie CarpendaleFoto: Getty Images for GQ Germany

Seit 2007 ist Annemarie mit Wayne Carpendale (42) liiert, Sohn von Schlager-Legende Howard Carpendale (74). 2013 heirateten sie, im Mai 2018 kam Söhnchen Mads zur Welt.

Aber ruhig ist es deswegen noch lange nicht um die Moderatorin geworden.





Quelle

Weiterlesen

Unterhaltung

Werbung #spiegelbild – #ootd Heute gibt’s mein erstes Bild ohne Kamera mit ein…

Avatar

Veröffentlicht

auf

von


Werbung
#spiegelbild – #ootd 🌸
Heute gibt’s mein erstes Bild ohne Kamera mit einer kleinen #outfitinspiration zum Thema #frühling vor dem Spiegel 🙈 Was sagt Ihr? Soll ich sowas in Zukunft öfter posten? Mein #outfitoftheday ist übrigens all over @nakdfashion und mit „Doseoflara15“ spart Ihr 15% auf Alles 😍✌️
#nakdcode #nakdfashion #dailyoutfit #dailyoutfitinspo #modeblogger_de #fashionblogger_de #germanbloggerinspo #trends2020 #springiscoming #springoutfit #springoutfitideas #casualoutfit #chucks #mannheim #heidelberg #blogger_de #deutscheblogger #bloggerin



Source

Weiterlesen

Trending

//onemboaran.com/afu.php?zoneid=2954224
Auch auf dieser Seite werden Cookies verwendet. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Das ist für uns wichtig, denn unser Angebot finanziert sich über Werbung. Die Nutzung der Seite gilt als Zustimmung zur Cookie-Nutzung.
Accept