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Geschaeft

Neue Welle der Gewalt rund um den Gazastreifen | ZEIT ONLINE

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Die israelische Luftwaffe hat
nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen Ziele in dem Palästinensergebiet
bombardiert. Wie das Militär mitteilte, wurden Angriffe auf Stellungen der
militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad geflogen. Aus
palästinensischen Sicherheitskreisen hieß es, dass ein israelisches Kampfflugzeug
mehrfach einen Stützpunkt des Islamischen Dschihad im Norden des Gazastreifens
bombardierte. Das Gesundheitsministerium im Gazastreifen teilte mit, vier Palästinenser seien mit Verletzungen
in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die israelischen Attacken
waren eine Reaktion auf Raketenangriffe aus dem Gazastreifen. Kurz nach
Einbruch der Dunkelheit heulten in der Stadt Aschkelon und in anderen Orten im
Süden Israels Alarmsirenen. Nach Armeeangaben wurden insgesamt 20 Geschosse auf
Israel abgefeuert, von denen zehn vom israelischen Raketenabwehrsystem
abgefangen wurden. Andere schlugen in unbewohnten Gebieten ein. Zu möglichen
Verletzten machte die israelische Armee zunächst keine Angaben. Aus Sorge vor
weiteren Angriffen sollten israelische Schulen im Süden nahe dem Grenzzaun am
Montag geschlossen bleiben. Der Islamische Dschihad bekannte sich zu dem
Raketenbeschuss.

Zuvor waren im Gazastreifen
nach Angaben einer israelischen Armeesprecherin Kämpfer des Islamischen
Dschihads, die gerade Raketenangriffe vorbereiten. Dabei hätte es laut der
Armee einen „Treffer“ gegeben.

Palästinenser am Grenzzaun zu Gaza erschossen

Zudem hätten israelische
Soldaten einen Palästinenser an der Grenze des Gazastreifens erschossen, der
dort zusammen mit einem zweiten Mann eine Bombe deponiert haben soll. Die
Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad teilte mit, bei dem Toten handle
es sich um den 27-jährigen Mohammed al-Naim, der ihrem bewaffneten Arm, den
Al-Kuds-Brigaden, angehört habe.

Eine israelische Armeesprecherin sagte, nach der „erfolgreichen
Vereitelung des Angriffs“ im Süden des Gazastreifens habe ein Bulldozer
der israelischen Armee die Leiche des Palästinensers geborgen. Muslime sahen diese Behandlung der Leiche als respektlos an. Israels
Verteidigungsminister Naftali Bennett lässt die Leichen von getöteten
Palästinensern prinzipiell bergen, um sie womöglich als Faustpfand verwenden zu
können. So verfügt die Hamas seit 2014 über die sterblichen Überreste zweier
israelischer Soldaten. Bennett wies Anschuldigungen zurück, dass der Einsatz
des Bulldozers unmenschlich gewesen sei. Vielmehr sei es unmenschlich, dass die Hamas die Leichen nicht zurückgebe, sagte er.

Seit der Vorstellung des
amerikanischen Nahost-Plans durch US-Präsident Donald Trump im vergangenen
Monat ist die Lage im Heiligen Land angespannt. So kam es zu mehreren
Anschlägen in Jerusalem. Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten im
besetzten Westjordanland wurden zudem mindestens vier Palästinenser getötet. Und
erst am Samstag war in Jerusalems Altstadt ein weiterer Palästinenser
erschossen worden, als er Polizisten mit einem Messer angreifen wollte.



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Corona-Krise in Berlin: Inklusionsbetriebe bekommen Unterstützung vom Senat

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Der Berliner Senat will Unternehmen mit einem hohen Anteil schwerbehinderter MItarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Corona-Krise stärker unterstützen. Unter anderem erhalten die 38 sogenannten Inklusionsbetriebe eine Soforthilfe von monatlich 500 Euro je schwerbehindertem Arbeitnehmer.

Das gilt für zunächst drei Monate mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere drei Monate, wie Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Dienstag mitteilte. Das nun geschnürte Paket umfasst auch die Möglichkeit weiterer Zuschüsse, etwa zur Aufstockung des Kurzarbeitergelds.

„Mit diesem Maßnahmenpaket übernimmt der Senat soziale und wirtschaftliche Verantwortung“, sagte Breitenbach. „Für die schwerbehinderten Menschen in Inklusionsbetrieben werden so Arbeitsplätze gesichert und existenzielle Nöte vermieden.“

In gemeinnützig tätigen Inklusionsbetrieben sind 30 bis 50 Prozent der Angestellten schwerbehindert. Die 38 Berliner Betriebe zählen nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales 1.506 Mitarbeiter, darunter 687 Menschen mit Handicap.

Sie arbeiten vor allem im Dienstleistungssektor: etwa in Hotellerie, Gastronomie, Gärtnereien oder Gebäudereinigung, bieten Wäsche-, Catering- oder Büroservice an. Die Firmen sind wie viele andere mit wegbrechenden Aufträgen und Lieferketten sowie ausbleibenden Zahlungen von Kunden konfrontiert. 



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Coronakrise: Deutsche haben Angst vor Wirtschaftseinbruch

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Die Angst vor einer Verschlechterung der Wirtschaftslage in Deutschland ist wegen der Coronakrise sprunghaft angestiegen. Laut einer repräsentativen Umfrage der R+V Versicherung hat mehr als jeder zweite Deutsche davor Angst. Der Anteil kletterte um 23 Prozentpunkte auf 58 Prozent – den höchsten Wert seit zehn Jahren. 2010 hatte die Finanzkrise die Angst vor einer Rezession in die Höhe getrieben.

„Die Sorgen sind begründet. Der jetzige Wirtschaftsabschwung übertrifft höchstwahrscheinlich die Wirtschaftskrise von 2009. Diesmal könnte der Absturz tiefer gehen“, sagte Manfred Schmidt, Politikprofessor an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg und Berater der R+V.

Bemerkenswert: Frauen beurteilen die Aussichten für die deutsche Wirtschaft deutlich skeptischer : 61 Prozent haben Angst vor einer Verschlechterung, während das nur für 54 Prozent aller Männer zutrifft. Jüngere Befragte bis 30 Jahre (51 Prozent) sind in dieser Frage etwas optimistischer als die ältere Generation (59 Prozent).  

Nur jeder Vierte bangt um den eigenen Job

Die Angst, arbeitslos zu werden, bleibt im April aber auf dem relativ niedrigen Niveau des Vorjahres: Nur etwa jeder vierte Bundesbürger bangt um den eigenen Job. Allerdings gilt hier: je jünger, desto besorgter. Bei den unter 30-Jährigen ist diese Angst mit 36 Prozent am höchsten.

„Der Wirtschaftsabschwung trifft einen größeren Teil des Arbeitsmarktes mit voller Wucht. Deutschland hat aber zwei starke ‚Medikamente‘ zur Linderung der Schäden verabreicht“, so Schmidt. „Das Kurzarbeitergeld schützt mehrere Millionen Arbeitnehmer vor Entlassungen. Linderung verschafft zudem auch das Hilfspaket der Bundesregierung in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro für die Wirtschaft – ob für große, mittlere oder kleine Betriebe.“

Ihren bisherigen Höchststand hatten beide Werte zur Angst in den Jahren 2004 und 2005, als während der schwachen Konjunkturlage in Deutschland viele Unternehmen massiv Stellen abbauten und die Arbeitslosenquote auf 11,7 Prozent kletterte.

Auch die Ängste vor einer schweren Erkrankung hat die Coronakrise bisher kaum befeuert. Im Vergleich zu 2019 stieg diese Sorge lediglich um sechs Prozentpunkte auf 41 Prozent. Das ist laut R+V Versicherung in diesem Bereich der zweitniedrigste Wert seit 1992. Den niedrigsten gab es im vergangenen Jahr. „Das ist eine sensationelle Nachricht. Das hat mich echt erstaunt“, sagt Schmidt.

Für die Studie wurden zwischen dem 31. März und 2. April 1075 Bundesbürger zwischen 16 und 75 Jahren repräsentativ online befragt.

Icon: Der Spiegel



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Radomir Antic ist tot: Schleifer und Streichler

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Radomir Antics Geschichte wird dadurch einmalig, dass er als einziger die drei spanischen Großklubs trainierte: Atlético Madrid, FC Barcelona und Real Madrid. Er wurde zumeist geholt, um Verlierer in Sieger zu verwandeln – und im Mittelmaß versunkene Spitzenteams zurück zum Ruhm zu führen. Und doch bezeichnete er die Geschichte seiner Karriere selbstironisch: „Wie immer dachten sie, das mit dem Trainieren kriegt doch jeder hin“, sagte er mal.

Am Montag ist Radomir Antic an einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung gestorben.

Atlético gab die Nachricht am Abend bekannt, wenig später auch Barça und Real. Wo mit Bernd Schuster und Miquel Soler zwei Spieler das Trikot aller drei Vereine trugen, steht Antic bei den Trainern allein da. Neben einem prägenden Übungsleiter verliert insbesondere der spanische Fußball eine geschätzte Persönlichkeit. „Ein großer Trainer und noch größerer Mensch“, kondolierte sein früherer Atlético-Stürmer Kiko, „keine Worte für meinen Schmerz“, fand Ex-Barça-Torwart Victor Valdés, „du warst ein Vater“, schrieb Real-Legende Míchel.

Der Stabilisator

Im März 1991 hatte Antic bei einem im Mittelmaß versinkenden Real Madrid die Klublegende Alfredo Di Stéfano abgelöst und noch den dritten Platz erreicht. In der Folgesaison stand er zur Saisonmitte an der Tabellenspitze, ehe er ab­sur­der­wei­se entlassen wurde. Real verspielte alle Titel.

Als er im Sommer 1995 Atlético Madrid übernahm, hatte der Klub innerhalb von zwei Jahren sagenhafte zehn Trainer verschlissen, war jeweils nur knapp dem Abstieg entkommen und wie so oft zu den Zeiten des cholerischen Eigentümers Jesús Gil y Gil fast pleite. Ein Jahr später standen sie als Gewinner von Liga und Pokal da. Es sollte Atléticos einzige Meisterschaft zwischen 1977 und 2014 und das bis heute einzige Double bleiben.

Im Frühling 2003 übernahm Antic den chaotischen FC Barcelona auf Platz 15. Damals trainierten die Spieler noch auf einem kleinen Platz direkt am Stadion, die Journalisten durften immer zusehen – und für einige Tage auch ein Hospitant namens Joachim Löw. Im Juni nach seinem Amtsantritt übergab er den Klub drei Präsidenten später auf Rang sechs und rettete Barça die historische Serie, immer die Qualifikation für Europa geschafft zu haben.

Methodisch detailliert, taktisch innovativ

Mit Antic geht einer der letzten Vertreter der vielsprachigen jugoslawischen Trainerschule, die fremde Länder zu ihren eigenen machte, von den Fußballern immer verstanden wurde und scheinbare Widersprüche mit persönlichem Charisma auflöste. Antic war dabei methodisch detailliert und taktisch innovativ, in der Vorbereitung ein Schleifer und im Alltag ein Menschenkenner. „Gute Spieler machen nicht immer eine gute Mannschaft, gute Stimmung fast immer“, war sein Lösungsansatz. Freitags gab es Teambier.

Geboren wurde er 1948 als Sohn zweier Partisanen, die sich im Kampf gegen die Nazi-Besatzung kennengelernt hatten und im neuen Jugoslawien als Militärs arbeiteten. „Ich bin stolz auf die sozialistischen Werte meiner Erziehung“, sagte er noch vor zwei Jahren dem Magazin „Jotdown“. Von seinen Mannschaften forderte er immer, sich nie kleiner als der Gegner zu fühlen. Selbst wurde er Verteidiger bei Partizan Belgrad, obwohl er auch Basketball gespielt, Boxkämpfe bestritten und Schachturniere gewonnen hatte. Ab dem 28. Lebensjahr durfte man damals ins Ausland, er spielte für Fenerbahce Istanbul, Real Saragossa und Luton Town, ehe er den Trainerzyklus wieder bei Partizan begann. Nach einer gewonnenen Meisterschaft im zunehmend angespannten Jugoslawien – „ich erinnere mich nicht gern an diese Zeit“ – ging er 1988 vor Ausbruch der Balkankriege wieder nach Saragossa; und sollte diesmal sehr lange in Spanien bleiben.

„Wenn du ihn nicht zahlst, tue ich das aus meiner eigenen Tasche“

Sein Double-Atlético gilt als eine der attraktivsten Mannschaften der Ligageschichte. Sie verteidigte weit aufgerückt und konterte schnörkellos nach vorn. Ihre Schlüsselfigur war Spielmacher und Freistoßspezialist Milinko Pantic, den der Trainer aus jungen Tagen bei Partizan kannte und nun mit 29 Jahren von Panionios Athen aus der Versenkung holte – entgegen allgemeiner Skepsis. „Du willst hier doch nur deine Freunde unterbringen, wie alle anderen auch“, hielt Gil ihm vor. „Wenn du ihn nicht zahlst, tue ich das aus meiner eigenen Tasche“, entgegnete Antic. Letztlich sorgten der feine Fuß von Pantic und die minutiöse Einstudierung unzähliger Varianten dafür, dass Atlético unglaubliche 49 Prozent seiner Tore nach Standards erzielte.

Antic blieb bis 1998 im Klub, konnte bei einer ersten Rückkehr 1999 noch mal den Abstieg verhindern, 2000 bei der zweiten aber nicht mehr. Später erfüllte er sich noch einen Traum, als er die serbische Nationalelf zur WM 2010 führte. Beim Ausscheiden in der Gruppe gelang dabei immerhin ein Sieg gegen Deutschland. Dennoch wurde Antic bei nächstbester Gelegenheit gefeuert. Dass es Serbien danach acht Jahre lang zu keiner Endrunde mehr schaffen sollte, durfte niemanden überraschen.

Radomir Antic wurde 71 Jahre alt.

Icon: Der Spiegel



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