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Neu im Aufsichtsrat: Investor Windhorst schickt 100 Millionen und Klinsmann

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Berlin –

Sportlich läuft es für Hertha BSC nur mäßig, finanziell dagegen prächtig. Gestern überwies Investor Lars Windhorst weitere 100 Millionen Euro und hat sich somit für insgesamt 225 Millionen Euro 49,9 Prozent in die Hertha BSC GmbH und Co KGaA, der Tochter des Vereins, eingekauft – und schickt dazu noch Jürgen Klinsmann.

Ab sofort wird der Ex-Bundestrainer die Arbeit von Michael Preetz und Ingo Schiller, den beiden Geschäftsführern der KGaA, beaufsichtigen, mehr aber auch nicht. Er hat keine Macht über die beiden und darf erst recht nicht ins operative Geschäft eingreifen.

Macht der Statuten

So sehen es die Statuten und der strukturelle Aufbau des Bundesligisten vor. Es gibt zwei Herthas, den Verein und die KGaA. Die Klubmitglieder wählen das Präsidium (momentan mit acht Männern und einer Frau besetzt, an der Spitze Boss Werner Gegenbauer) und den Aufsichtsrats des Vereins (fünfköpfig, Chef ist dort Dr. Torsten-Jörn Klein). Dies beiden höchsten Gremien berufen wiederum die Geschäftsführung der KGaA.

Und was ist mit der Hertha-KGaA? Die hat auch einen Aufsichtsrat, doch dieser kontrolliert nur Preetz und Schiller. Dabei ging es mehr oder weniger um das Rechnungswesen, also um Zahlenprüfung. In der Öffentlichkeit sind die Mitglieder bisher selten wahrgenommen worden.
Das wird sich mit Klinsi jetzt ändern. Es ist ein cleverer Schachzug von Windhorst. Mit dem Ex-Nationalspieler als Galionsfigur kann er den bisherigen Schatten-Aufsichtsrat ins Scheinwerferlicht rücken. Außerdem hat er einen Fußballexperten installiert. Klinsmann wird sich sicher nicht um Geschäftsberichte kümmern, sondern um die sportliche Entwicklung der Mannschaft – auch wenn er offiziell allenfalls beraten darf.

Kompetenz im Gremium

Hertha kann davon nur profitieren. Denn bisher sind die Gremien nur ganz dünn mit Sportkompetenz besetzt. Neben Manager Preetz gibt es nur noch einen Ex-Profi mit Andreas Schmidt, der Mitglied des Vereinsaufsichtsrates ist.
Heute wird Klinsi auf der Ehrentribüne im Olympiastadion Platz nehmen, kann sich das Spiel gegen RB Leipzig genau anschauen. Klinsmann: „Ich freue mich, ab sofort Teil des spannendsten Fußball-Projektes in Europa zu sein. Zudem bei einem Verein, mit dem mich emotional viel verbindet.“





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Michael Schumacher: Sebastian Vettel will weiter Formel 1 fahren: Aber will Ferrari ihn noch?

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Interlagos –

Die Formel deutsch schwindet weiter. Von den sieben Fahrern 2010 um Michael Schumacher (50) bleibt 2020 nur noch Sebastian Vettel (32) übrig. Nico Hülkenberg (32) nahm sein Formel-1-Aus vor seinem vorletzten Rennen in Brasilien (Sonntag, 18.10 Uhr, RTL & Sky) immerhin mit Humor.

Nico Hülkenberg: „Dann werde ich halt Frauenarzt“

„Ich weiß noch nicht, was ich nächstes Jahr machen werde. Zur Auswahl stehen: Pizzabäcker, Friseur, Zahnarzt, Schönheitschirurg, Frauenarzt“, sagte der Emmericher, der nach zehn Formel-1-Jahren nun von Renault aussortiert wird.

Dieses Schicksal bleibt Vettel bei Ferrari wohl trotz des erneut verpassten Saisonzieles WM-Titel erspart. Für 2020 hat er noch einen Vertrag – allerdings mit leistungsbezogener Rauswurf-Klausel.

Sebastian Vettel entzaubert von Charles Leclerc

Ob er der als derzeitiger WM-Fünfter (19 Punkte Rückstand auf Ferrari-Rivale Charles Leclerc und fünf Zähler auf Red-Bull-Heißdüse Max Verstappen) entgeht, ist noch fraglich.

Hier lesen: Ferrari-Benzindoping: Sebastian Vettel fährt in Brasilien auch gegen die Betrugsvorwürfe.

Unabhängig davon hatte sich Vettel für eine Fortsetzung seiner Karriere Bedenkzeit wegen der Regel-Revolution des US-Rechteinhabers Liberty Media („Zu schwere Autos.“) erbeten. Die sehe er zwar weiterhin kritisch, doch plötzlich verkündet Vettel in Interlagos via „Sky“: „Aber ich gehe davon aus, dass ich nach nächstes Jahr noch weiter fahre.“

Ist Sebastian Vettel von Lewis Hamilton angestachelt?

Hoppla, woher kommt dieser Sinneswandel? Fühlt er sich durch die Ankündigung von Lewis Hamilton (34) zur Fortsetzung der Karriere angestachelt? „Ich will ein Pionier in dieser neuen Ära sein“, hatte der Sechsfach-Weltmeister zur Regel-Reform erklärt. Zudem will der Brite nach einem siebten WM-Titel 2021 Rekordhalter Michael Schumacher überholen.

Hier lesen: Erstes Interview: Corinna Schumacher spricht über ihren kranken Mann Michael.

Gestatten, die Vettels: Zu seinem 100. Ferrari-Rennen bekam Sebastian Vettel in Interlagos Besuch von brasilianischen Fans.

Es ehrt Vettel, dass er den Rekord seines Kindheitsidols retten will. Doch die Frage muss erlaubt sein: Will Ferrari ihn überhaupt noch für 2021, sollte er im kommenden Jahr erneut scheitern?

Sebastian Vettel ist als Nummer zwei zu teuer

Vettel ist schon diese Saison von Leclerc entzaubert und mit 30 Millionen Euro Jahresgehalt als Nummer zwei zu teuer. Oder welches andere Team würde den dann 34-jährigen Erfolglos-Piloten für so viel Geld verpflichten?

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Ex-Ferrar-Star Eddie Irvine (r.) mit John Watson beim Legenden-Treffen in Monaco

Foto:

imago/Pacific Press Agency

Eddie Irvine: „Sebastian Vettel ein unwürdiger Vierfach-Weltmeister“

Ex-Ferrari-Fahrer Eddie Irvine (54) spricht Vettel schon jetzt die Klasse ab: „Ich finde nicht, dass Vettel ein würdiger Vierfach-Weltmeister ist und habe ihn nie für außergewöhnlich schnell gehalten. Und er macht viele Fehler. Das sehen wir dieses Jahr mit Leclerc, und wir haben es davor schon mit Ricciardo gesehen.“

Der Nordire analysiert: „Wenn er Rad an Rad gegen Hamilton kämpft, ist er jedes Mal zweiter Sieger. Im direkten Duell zerstört ihn Hamilton jedes Mal. Leclerc ist der einzige Fahrer, der Hamilton im Zweikampf herausfordern kann.“

Vettel hat noch 24 Rennen, um das Gegenteil zu beweisen.

Hier lesen: Formel 1 erfindet sich neu: Das sind die neuen Autos, Regeln und Umweltschutzbemühungen der Königsklasse.





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CM Punk wieder im WWE-TV statt bei AEW: Neue Hintergründe

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„I’m gonna break the internet. I’m gonna break the world.“

Auf die Wrestling-Welt bezogen hatte der frühere WWE-Topstar CM Punk durchaus recht mit diesen Worten. Er sprach sie aus, kurz bevor er Realität werden ließ, was sich in den Wochen zuvor zwar angedeutet hatte, aber dennoch eine Sensation ist und bleibt – bei dieser Vorgeschichte.

Fünfeinhalb Jahre, nachdem er die weltgrößte Wrestling-Liga verlassen, sich eine bittere Schlammschlacht mit ihr geliefert und seine Karriere beendet hatte, ist der 41-Jährige nun bei der frisch gestarteten Sendung WWE Backstage wieder aufgetaucht – nachdem er zuvor den Avancen des jungen WWE-Rivalen AEW die kalte Schulter gezeigt hatte.

Ein erster Schritt zur noch weit größeren Sensation, einem Comeback von Punk im WWE-Ring? Oder machen sich seine Fans da doch wieder nur falsche Hoffnungen? Eine klare Antwort auf diese Fragen gibt es noch nicht – aber neue Hintergründe haben sowohl Punk selbst als auch mit der Szene vertrauten Medien mittlerweile geliefert. Unter anderem ist durchgesickert, dass Punks Kontakt zu AEW konkreter war als bislang bekannt. SPORT1 ordnet die Informationslage ein.

Deal mit CM Punk lief über WWE-Sender Fox

In einem von Fox – seit diesem Herbst die US-Heimat von Friday Night SmackDown und der neuen Backstage-Show (auf dem Ableger FS1) – veröffentlichten Video ist zu sehen, wie der Auftritt vorbereitet und Punk mit einem lila Schal getarnt in das Sendestudio in Los Angeles geleitet wurde.

Auf dem Weg dorthin erzählt Punk (bürgerlich: Phil Brooks) vom Zustandekommen des Deals: Wie schon vorher bekannt wurde lief er über Fox, nicht über WWE direkt – Punks Management soll sich von sich aus bei dem Sender gemeldet haben. Die WWE-Verantwortlichen sollen zunächst skeptisch gewesen, sich dann aber nicht in den Weg gestellt haben.

Punk sagt dazu in dem Video nichts, plaudert aber über den Verlauf der Gespräche: Demnach hätte er erst die Vorstellung gehabt, als (Color-)Kommentator von WWE-Matches zurückzukehren (eine Rolle, die er schon zu Independent-Zeiten immer wieder ausgefüllt hatte).

Ein für die Deutung von Punks Absichten nicht unspannendes Detail, denn wer die Abläufe bei WWE kennt, weiß: Eine Rückkehr als Kommentator wäre noch stärker als völlige Wiedereingliederung bei WWE wahrgenommen worden – alle Kommentatoren wichtiger Shows stehen seit Jahr und Tag sehr direkt unter der Fuchtel von WWE-Boss Vince McMahon, der berüchtigt dafür ist, ihnen genaueste Anweisungen und Wortlaute in die Kopfhörer zu diktieren.

„Analyst“ bei TV-Show Backstage – was heißt das?

In Punks tatsächlicher neuer Rolle als wiederkehrender „besonderer Mitwirkender und Analyst“ muss er nicht im selben Maße einverleibt sein. Punk umreißt sie so: „Die Fox-Verantwortlichen haben gesagt: Wir haben A-Rod für Baseball, Troy Aikman für Football“ – bei WWE sei er die Autorität, die alles erlebt hätte.

Was an dem Vergleich allerdings hinkt: Ex-MLB-Star Alex Rodriguez und der frühere NFL-Quarterback Aikman, die für Fox als Experten arbeiten, ordnen dort reale sportliche Ereignisse ein. Punk redet über eine von WWE durchchoreographierte Sport-Show – in einer völlig mit WWE verflochtenen Show über die Show.

Prinzipiell gäbe es an den WWE-Shows zwar auch vieles aus Experten-Sicht zu bewerten – die Qualität der Matches, die Qualität der Show-Segmente. Genau das ist bei Backstage bislang aber nicht passiert: Die von der WWE-Angestellten Renee Young und die ebenfalls vertraglich an WWE gebundenen Legende Booker T moderierte Sendung gibt sich zwar einen journalistischen Appeal. Faktisch ist sie aber ein von WWE vollständig abhängiges Promo-Organ, ein Teil der WWE-Scheinwelt, über das die Promotion sehr offensichtlich die inhaltliche Hoheit hat. Die dort auftretenden WWE-Stars reden dort zwar teilweise „out of character“, noch lief dort aber nichts über den Sender, was nicht im Sinne der Firmenoberen gewesen wäre.

Wie Punk mit seinem nicht erst seit seiner legendären „Pipe Bomb“ gepflegten Ruf als Freigeist und Klartext-Redner sich da einfügt und seine Rolle interpretiert, wird spannend zu beobachten sein. Dass er dort offen sagt „AEW Dynamite hat mir diese Woche besser gefallen“, ist aber doch eher unwahrscheinlich.

Ring-Comeback scheint nicht mehr ausgeschlossen

Was die Wrestling-Fans letztlich mehr beschäftigt: Was will Punk langfristig, nachdem sein Traum, als realer Kämpfer bei der UFC neu durchzustarten, geplatzt ist? Bleibt es beim Backstage-Deal oder ist diese Vereinbarung der Türöffner für Verhandlungen über das Ring-Comeback, das Punk lange ausgeschlossen hatte?

Ausgeschlossen wirkt nun nichts mehr – der gut vernetzte Wrestling Observer hält in seinem aktuellen Newsletter fest: „Die, die im August mit ihm gesprochen haben, haben gesagt, dass er nach einem großen Angebot Ausschau hält, um zurückzukommen.“ Ähnlich würden die Verantwortlichen von AEW die Lage einschätzen. Vizepräsident Cody Rhodes hatte schon im Sommer prognostiziert, dass Punk wieder bei WWE landen könnte.

Eine neue Enthüllung des Observer: Anders als bislang von beiden Seiten dargestellt, hätte Punk im vergangenen Jahr – noch vor der offiziellen Formation von AEW – ein Gespräch mit Gründer und Boss Tony Khan geführt. Der Milliardärssohn hätte ihm ein „money offer“ gemacht, also ein lukratives Angebot.

Punk hatte im Juli zwar auch von einem Angebot von AEW berichtet, erwähnte aber nicht dieses, sondern eine andere, später unterbreitete Offerte, die er als halbgar über Textnachrichten übermittelt darstellte.

Frust bei AEW: „Hat uns wie Dummärsche aussehen lassen“

Wie Punk in dem ESPN-Interview über AEW sprach, sorgte dort für erhebliche Irritationen: Er kritisierte, dass die Verantwortlichen seinen Namen immer wieder öffentlich in den Mund nehmen und damit falsche Erwartungen bei den Fans wecken würden – was Rhodes als unfairen Vorwurf zurückwies.

„Ich weiß, dass er nicht mag, wenn wir über ihn reden“, sagte Rhodes im September bei Collider Live: „Ich habe es ihm aber, glaube ich, auch schon erklärt. Viele Leute fragen uns nach ihm und ich möchte darauf nicht antworten: ‚Kein Kommentar‘.“

Cody betonte im selben Atemzug noch einmal seine Wertschätzung für Punk („Ich mag Phil wirklich“), merkte aber auch an: „Er hat uns schon irgendwo wie Dummärsche aussehen lassen.“

Survivor Series nahe Punks Heimat Chicago

Was ebenfalls erwähnenswert ist: Punks Abgrenzung von AEW geschah damals vor dem Hintergrund der AEW-Show All Out Ende August in Punks Heimatstadt Chicago (wo die Fans WWE jahrelang mit Rufen nach dem abtrünnigen Kultstar malträtierten).

Punk hatte am selben Wochenende einen Auftritt bei der Fan-Convention Starrcast, die mit AEW nicht direkt verbunden ist, aber bislang zu jeder AEW-Großveranstaltung parallel in derselben Gegend lief. Mit seinem Interview versuchte er, enttäuschten Erwartungen vorzubeugen, dass er einen Überraschungsauftritt bei AEW hinlegen würde.

Nun befindet sich Punk mit WWE pikanterweise aber in einer sehr ähnlichen Lage. Der Zeitpunkt seines Auftauchens bei Backstage ist strategisch wohlplatziert, er fällt mitten in den anziehenden Hype um die Survivor Series. Die Traditionsveranstaltung von WWE steigt am 24. November, in weniger als eineinhalb Wochen und fünf Tage nach Punks erstem längeren Backstage-Auftritt kommende Woche.

Schauplatz der Survivor Series: die Allstate Arena in Rosemont, Illinois – 20 Autominuten nordwestlich von Chicago.



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Raffael & Co. feiern Comeback gegen KFC

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