verbinde dich mit uns: uacentr@gmail.com

Unterhaltung

Nachhaltig reisen: Tourismusforscher Torsten Kirstges Interview

Avatar

Veröffentlicht

auf


SZ-Magazin: Herr Kirstges, kann man die Welt bereisen, ohne sie zu zerstören?
Torsten Kirstges: Da muss ich Sie enttäuschen. Der Mensch verschmutzt, so lange er reist. Er tut das auch, wenn er zu Fuß von München über die Alpen wandert. Das Papier seines Müsliriegels, die Verpackung der Nudeln, die er in der Jugendherberge isst, das CO2, das er ausatmet. Trotzdem: Man sollte reisen. Urlauber schaffen Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Reisen ist Verständigung. Auf Menschen, bei denen ich übernachtet habe, schieße ich nicht. Die Erbfeinde Deutschland und Frankreich wurden auch durch gegenseitiges Besuchen versöhnt. Tourismus kann für Tier- und Naturschutz sorgen: Wenn Elefanten lieber Touristen gegen Geld gezeigt statt gejagt werden. Und Reisen kann uns gesund und glücklich machen. Man kann versuchen, die negativen Effekte des Reisens kleinzuhalten und die positiven Effekte groß zu machen.



Quelle

Unterhaltung

Coronavirus: Das passiert, wenn es in Südkorea Mundschutz zum halben Preis gibt

Avatar

Veröffentlicht

auf

von



Am Montagmorgen haben sich Hunderte Personen vor einem Supermarkt in der südkoreanischen Stadt Daegu angestellt, um einen Mundschutz zu ergattern. Die Supermarktkette hatte damit begonnen gut 1,4 Millionen Masken zum halben Preis zu verkaufen. In dem Land herrscht wegen des Coronavirus die höchste Alarmstufe. Südkoreas Vize-Gesundheitsminister Kim Kang-Lip bestätigte am Montag in Sejong: „Besonders in Daegu gibt es eine große Zahl an Neuinfektionen. Wenn wir die Verbreitung in Daegu nicht effektiv stoppen, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass wir bald eine landeweites Problem von vielen Neuinfektionen haben werden.“ Südkorea meldete 161 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Patienten nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Land auf 763. Ein Erkrankter sei an den Folgen des Virus gestorben, womit die Zahl der Todesopfer in Südkorea auf sieben steigt.



Quelle

Weiterlesen

Unterhaltung

Micha El Goehre – Irmgard, er steht!

Avatar

Veröffentlicht

auf



12.02.2020 – ZENTRUM Bayreuth
127. Ausgabe der erfolgreichen Veranstaltungsreihe
Mehr von und über Micha findet ihr hier:
Moderation: Michael Jakob
Kamera: Stefan und Thomas Woidig

Quelle

Weiterlesen

Unterhaltung

„Schwesterlein“: Die Schauspielgeschwister | ZEIT ONLINE

Avatar

Veröffentlicht

auf

von


Sven ist krank, schwer
krank. Er ahnt, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Eine
Knochenmarktransplantation hat er nicht vertragen, nach einem erneuten
Zusammenbruch liegt er nun wieder im Krankenhaus und hat große Schmerzen. Er
wimmert und weint laut. Die Tränen fließen ihm aus den Augen wie bei einem
kleinen, entsetzlich verzweifelten Kind. Man sieht und hört, wie er leidet,
unter den Schmerzen, aber vor allem auch unter seiner Angst. Wie Lars Eidinger
das in dieser Szene in dem Film Schwesterlein spielt, bekommt man als
gesunde Zuschauerin eine Ahnung davon, wie das irgendwann sein mag: sterben zu
müssen.

Es ist furchterregend. Das
empfindet auch Svens Schwester Lisa (Nina Hoss) so, die neben ihrem Bruder am
Krankenbett sitzt und ihm beisteht, seine Stirn kühlt, eine ebenso rührende wie
hilflose Geste. Die Angst vor dem Tod kann sie ihm nicht nehmen. Sie leidet ja
selbst darunter. Das sieht man in einer weiteren Krankenhausszene. Da hat Lisa
gerade eine durchwachte Nacht am Bett ihres Bruders hinter sich und ruft auf
dem Handy rasch ihren Mann an. Ihre Stimme klingt kontrolliert, aber ihre
Bewegungen sind fahrig. Alles an ihr befindet sich in Auflösung: die Haare, die
Kleider. Während sie telefoniert, versucht sie gleichzeitig, sich einen Kaffee
aus einem Automaten zu ziehen. Es klappt nicht. Da kommt ein Mann ganz höflich
von hinten und sucht für sie die notwendigen Münzen zusammen, zieht ihr einen
Kaffee und fragt dann ebenso schlicht, ob sie Zucker möchte. Diese kleine
Hilfsbereitschaft, diese winzige Aufmerksamkeit auf ihre Person, lässt Lisa
dann das erste Mal die Fassung verlieren – und endlich auch ihre Tränen
fließen.

Die beiden Schweizer
Filmemacherinnen Stéphanie Chuat und Véronique Reymond erzählen in ihrem
Berlinale-Wettbewerbsbeitrag Schwesterlein
die Geschichte des Zwillingspaares Lisa, einer Dramaturgin, und Sven, einem
Schauspieler, und derer geschwisterlichen Verbundenheit. Lisa kümmert sich in
Svens letzten Monaten um ihn. Bringt ihn von Berlin, wo er am Theater arbeitet,
in die Schweiz, wo sie inzwischen mit ihrem Mann und den beiden kleinen Kindern
lebt. Erzählt wird das Ganze aus Lisas Perspektive. Der kranke Sven braucht
seine Schwester und sie kümmert sich um ihn. Dass Lisa ihren Bruder genau so
braucht, auch davon handelt der Film.

Die beiden haben eine
beinahe symbiotische Beziehung, wie sie zwischen Geschwistern, insbesondere Zwillingen,
wohl häufig besteht. Vor allem, wenn die Eltern – so wird es in Schwesterlein angedeutet – narzisstisch
oder abwesend waren. Für diese Verbundenheit haben die Autorinnen den beiden
einen geheimen Code ins Drehbuch geschrieben: Manchmal knipst Sven abends an
seinem Bett die Nachttischlampe an und aus, und diese Morsezeichen kann seine
Schwester zuverlässig interpretieren. Oft genügen den beiden wenige Worte, um
zu wissen, was der andere gerade braucht. Auch das stand sicherlich im
Drehbuch. Wie Nina Hoss und Lars Eidinger jedoch einen winzigen
Sekundenbruchteil vor dem Gesagten schon den Kopf wenden, bereits die Hand
ausstrecken, im Spiel mit Lisas Kindern synchron agieren, zeigt noch viel
subtiler, wie die beiden einander zugetan sind.

Im Film arbeitet Sven, wie
früher auch Lisa, an der Berliner Schaubühne – genau wie ihre Darsteller Nina Hoss und Lars Eidinger. Thomas Ostermeier spielt den Regisseur David, unter dem
Eidinger – im Film wie in Wirklichkeit – den Hamlet spielt. Das macht den Film
nicht nur zu einem Vexierbild der Realität, sondern auch zu einer Betrachtung
über die Schauspielkunst und ihre Bedeutung für die Künstler. 



Quelle

Weiterlesen

Trending

//onemboaran.com/afu.php?zoneid=2954224
Auch auf dieser Seite werden Cookies verwendet. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Das ist für uns wichtig, denn unser Angebot finanziert sich über Werbung. Die Nutzung der Seite gilt als Zustimmung zur Cookie-Nutzung.
Accept