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Wirtschaft

Nach Boykottaufruf: The North Face stoppt Werbung auf Facebook

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Eine große Outdoor-Marke wirbt nicht mehr bei Facebook. Das Unternehmen reagiert damit auf eine Forderung von US-Bürgerrechtlern. Viel Zulauf hat deren Aktion allerdings nicht.

Die Outdoor-Modefirma The North Face hat sich als erste größere Marke einer Boykottaktion wegen Facebooks umstrittenen Umgangs mit rassistischen, hetzerischen und manipulativen Inhalten angeschlossen. „Wir sind dabei“, reagierte das Unternehmen auf den Aufruf, aus Protest keine bezahlte Werbung mehr bei der Online-Plattform zu schalten. US-Bürgerrechtsorganisationen hatten die Aktion unter dem Motto „StopHateforProfit“ gestartet.

Facebook 238,79

Facebook wird schon lange vorgeworfen, zu nachlässig mit kontroversen Beiträgen umzugehen. Angesichts der US-Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt ist diese Kritik wieder stark aufgeflammt. Dazu trug auch Mark Zuckerberg wesentlich bei. Der 36-jährige Konzernchef vertrat in einer Debatte um umstrittene Aussagen von US-Präsident Donald Trump den Standpunkt, dass die Tiraden von der Redefreiheit gedeckt seien und Facebook nicht einschreiten müsse. Dafür musste sich Zuckerberg auch vor seinen eigenen Mitarbeitern rechtfertigen.

Zuvor waren einige Angestellte des weltgrößten Internetnetzwerks in den Ausstand getreten, um ihre Unzufriedenheit zu demonstrieren. Ein solch öffentlicher Protest ist bei den großen US-Technologiekonzernen sehr selten. Im Mittelpunkt der Kritik stehen Aussagen Trumps zu den Ausschreitungen in Minneapolis nach dem Tod des US-Amerikaners George Floyd während seiner Festnahme.

Sollte der Boykott größere Ausmaße annehmen, könnte er Facebook dort treffen, wo es für den Internetgiganten am schmerzvollsten ist. Die Werbeerlöse sind Facebooks bei Weitem wichtigste Einnahmequelle, sie machen fast den gesamten Umsatz des Konzerns aus, der im ersten Quartal umgerechnet bei rund 15,9 Milliarden Euro lag. Allerdings deutet bisher wenig darauf hin, dass die Initiative viel Zulauf von Unternehmen erhält.



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Tarifabschluss in der bayerischen Milchwirtschaft

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Nach rund zwölfstündigen Schlichtungsgesprächen gibt es einen Tarifabschluss in der bayerischen Milchwirtschaft. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) und die Arbeitgeber einigten sich am späten Freitagabend, wie die Verhandlungsführer beider Seiten bestätigten. Als Schlichter hatte Harald Wanhöfer, Präsident des Landesarbeitsgerichts München, fungiert.

Der Tarifabschluss umfasst laut NGG Erhöhungen von 2,7 bis 3,1 Prozent in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 12 Monaten für die rund 19 000 Beschäftigten. Hinzu kommt eine einmalige Corona-Prämie von 240 Euro, die im Dezember ausgezahlt wird. Die Ausbildungsvergütung steigt um 120 Euro.

Es sei bis zuletzt eng gewesen, ob eine Einigung zustande komme, sagte der Verhandlungsführer der NGG, Mustafa Öz. Werner Giselbrecht von der Arbeitgeberseite sagte: „Ein Kompromiss ist dann gut, wenn er beiden Seiten weh tut.“



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Chiphersteller Intel enttäuscht: Wall Street geht im Endspurt die Puste aus

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Nach gutem Start geben die Kurse an den US-Börsen zum Handelsschluss teilweise etwas nach. Experten erklären die Zurückhaltung der Anleger mit schwierigen Verhandlungen in Washington. Zu den Gewinnern des Tages gehört Spielzeughersteller Mattel.

Die Wall Street hat zum Wochenende nach einem wechselhaften Geschäft uneinheitlich geschlossen. S&P-500 und die Nasdaq-Indizes verbuchten leichte Gewinne, während der Dow-Jones-Index etwas nachgab. Die Investoren hätten vor dem Wochenende zurückhaltend agiert, hieß es. So befanden sich Demokraten und Republikaner weiter in zähen Verhandlungen um ein neues Konjunkturpaket. Nachdem es zuletzt wieder einige optimistischere Stimmen gegeben hatte, zeigte sich Larry Kudlow vorsichtig. Der ranghöchste Wirtschaftsberater des Präsidenten sagte, es würde sehr schwierig werden, selbst wenn man in den nächsten Tagen eine Vereinbarung erzielte. Auch Marktexperten bezweifelten, dass es tatsächlich vor den US-Präsidentschaftswahlen noch eine Einigung geben wird.

S&P 500 3.465,63

Der Dow-Jones-Index verlor 0,1 Prozent auf 28.336 Punkte, der S&P-500 gewann 0,3 Prozent. Für den Nasdaq-Composite ging es um 0,4 Prozent nach oben.

Zudem gab die global rasant steigende Zahl der Corona-Fälle weiterhin Anlass zur Sorge. Auch in den USA ist deren Zahl mit zuletzt über 70.000 Neuinfektionen an einem Tag auf den höchsten Stand seit Juli geklettert. Seit Beginn der Pandemie gibt es schon rund 8,4 Millionen bestätigte Corona-Fälle in den USA.

Kaum Einfluss dürfte dagegen die letzte US-Fernsehdebatte zwischen dem Demokraten Joe Biden und US-Präsident Donald Trump haben, hieß es. Die beiden Kandidaten hätten ihre unterschiedlichen Standpunkte erneut zum Ausdruck gebracht. Zudem hätten schon rund 47 Millionen Amerikaner ihre Stimme per Briefwahl abgegeben, was den Einfluss der Debatte begrenze.

Weltweite Lockdowns bremsen Ölpreise

Der Euro legte mit unerwartet positiven Industriedaten aus Deutschland zu. Dank der erneut kräftigen Steigerung der Industrie ist die deutsche Wirtschaft im Oktober auf Wachstumskurs geblieben. Die Entwicklung war jedoch zweigeteilt: Während die Industrie boomte, schrumpfte der Servicesektor. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – verringerte sich ganz leicht. Das Konjunkturbarometer signalisierte aber weiter Wachstum. Der Euro tendierte im späten Geschäft mit 1,1864 Dollar nahe seinem Tageshoch.

Die Ölpreise gaben nach. Belastet wurde das Sentiment weiterhin von der global rasant steigenden Zahl an Neuinfektionen und in der Folge immer häufiger verhängten Lockdowns. Dies dürfte sich negativ auf die erwartete konjunkturelle Erholung auswirken. Dazu kommt das weiter herrschende Überangebot auf dem Ölmarkt. So hat der Dienstleister Baker Hughes die fünfte Woche in Folge über eine steigende Zahl aktiver Bohrlöcher in den USA berichtet. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 2,2 Prozent auf 39,74 Dollar, Brent gab 1,8 Prozent ab auf 41,68 Dollar.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 39,66

Der Goldpreis tendierte wechselhaft, am Ende gab er etwas nach. Der Preis für die Feinunze verlor 0,1 Prozent auf 1.903 Dollar. Mit der gestiegenen Risikoscheu stießen die US-Anleihen wieder auf Kaufinteresse. Die Rendite zehnjähriger Titel fiel um 2,6 Basispunkte auf 0,84 Prozent.

Spielzeughersteller Mattel deutlich im Plus

Bei den Einzelwerten ging es für die Intel-Aktie um 10,6 Prozent abwärts. Der Chipkonzern hatte im dritten Quartal mit Umsatz und Gewinn massiv enttäuscht. Der Gewinn sank um 28 Prozent auf 4,3 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz fiel um fast 5 Prozent auf 18,3 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 1,02 Dollar. Der Kreditkartenkonzern American Express hat im dritten Quartal weniger verdient als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und die Markterwartungen verfehlt. Die Einnahmen nach Abzug der Zinsaufwendungen waren trotz eines Einbruchs jedoch höher als erwartet. Für die Aktie ging es um 3,7 Prozent nach unten.

Mattel
Mattel 12,49

Dagegen verbesserten sich Gilead Sciences um 0,2 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat das Medikament Veklury (Remdesivir) zur Behandlung von Covid-19-Patienten zugelassen. Das antivirale Medikament hatte bereits Anfang Mai eine Notfallgenehmigung erhalten. Für die Curevac-Aktie ging es um 2 Prozent aufwärts. Das Biopharma-Unternehmen hat in seinen präklinischen Studien mit dem Impfstoffkandidaten CVnCoV gegen Covid-19 positive Daten gewonnen. Der Impfstoffkandidat wird derzeit in klinischen Studien der Phase 1 und Phase 2a untersucht.

Die Mattel-Aktie erhöhte sich um 9,6 Prozent. Die Drittquartalszahlen des Spielzeugherstellers hatten die Markterwartungen deutlich übertroffen.



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Zurückhaltung am Ende einer eher schwachen Woche

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NEW YORK (dpa-AFX) – Am Ende einer eher von Verlusten geprägten Handelswoche haben die Anleger an der Wall Street vorsichtig agiert. Die wichtigsten Aktienindizes notierten am Freitag leicht im Minus. Im Blick standen eine Reihe gemischt ausgefallener Unternehmensberichte zum abgelaufenen Quartal.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel zuletzt um 0,37 Prozent auf 28 259,95 Punkte. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Verlust von mehr als 1 Prozent an.

Der marktbreite S&P 500 bewegte sich am Freitag mit minus 0,01 Prozent auf 3453,26 Punkte kaum vom Fleck. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 0,25 Prozent auf 11 634,24 Zähler nach.

Nach wie vor warten die Anleger auf positive Signale für ein weiteres Corona-Hilfspaket. Die Hoffnung hält sich zwar hartnäckig, dass ein entsprechendes Wirtschaftspaket noch vor den Präsidentschaftswahlen bekannt gegeben werden könnte. Zuletzt jedoch kamen vom Wirtschaftsberater des Weißen Hauses Larry Kudlow eher skeptische Töne.

Positive Neuigkeiten gab es derweil im Kampf gegen die Virus-Pandemie, denn die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Medikament Remdesivir nun zur Behandlung von Covid-19-Erkankungen zugelassen. Zudem veröffentlichte das an der Nasdaq notierte deutsche Unternehmen Curevac positive präklinische Daten für einen Impfstoffkandidaten. Dessen Aktien stiegen um anderthalb Prozent.

Die Anteilscheine von Gilead profitierten mit einem Plus von knapp ein Prozent von dem Schritt der FDA zur Zulassung von Remdesivir gegen die Lungenkrankheit Covid-19. Bislang hatte das Mittel nur eine Notfallzulassung.

Die Papiere von Intel waren mit einem Minus von knapp elf Prozent der klare Verlierer im Dow. Der Chiphersteller verfehlte in seinem Geschäft mit Rechenzentren im vergangenen Quartal die Markterwartungen. Derweil dürften die länger andauernden Produktionsprobleme in Kombination mit einem ungünstigeren Produktmix die Ertragskraft des Konzerns in den kommenden Quartalen erheblich belasten, schrieb Analyst Ingo Wermann von der DZ Bank.

Zweitschwächster Wert im US-Leitindex waren die Aktien von American Express, die mehr als drei Prozent einbüßten. Geringere Ausgaben von Kreditkartenkunden belasteten das Unternehmen auch im dritten Quartal.

Die Anteilscheine von Mattel hingegen schnellten um rund 12 Prozent in die Höhe. Starke „Barbie“- und „Hot Wheels“-Verkäufe bescherten dem Spielzeughersteller einen kräftigen Gewinnsprung.



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