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Monaco Franze – Das “Spatzl”: Ruth Maria Kubitschek wird 90 Jahre alt

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München/Salenstein (dpa) – Über viele Jahre hinweg hat Ruth Maria Kubitschek das deutsche Fernsehen geprägt. Sie war auf dem ZDF-“Traumschiff” an Bord, spielte im ARD-“Tatort” mit oder in der Serie “Das Erbe der Guldenburgs” im Zweiten.

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Kultstatus erlangte Kubitschek an der Seite von Helmut Fischer als Annette von Soettingen alias “Spatzl” in der TV-Serie “Monaco Franze – Der ewige Stenz” des Bayerischen Rundfunks. An diesem Montag (2. August) feiert sie ihren 90. Geburtstag.

Rückzug ins Privatleben

Seit mehr als 25 Jahren lebt die beliebte Schauspielerin in der Schweiz. Sie malt, gärtnert und genießt ihr Privatleben – in dem sie auch anlässlich ihres runden Geburtstages nicht gestört werden möchte. “Ich gebe keine Interviews mehr, kein einziges”, macht sie in einem kurzen Telefonat mit der Deutschen Presse-Agentur deutlich. Ruth Maria Kubitschek hat offensichtlich genug vom Rampenlicht, genug von Reporterfragen und vermutlich auch genug davon, im öffentlichen Interesse zu stehen.

Geboren wurde Ruth Maria Kubitschek 1931 in Komotau (heute Tschechien) am Rande des Erzgebirges. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges floh die Familie nach Sachsen-Anhalt. Ihren Drang an die Bühne setzte Ruth Maria gegen den Willen ihrer Eltern durch. Nach dem Besuch von Schauspielschulen in Halle und Weimar gab sie ihr Debüt als Fina in Brechts “Herr Puntila und sein Knecht Matti” in Halle. Innerhalb weniger Jahre wurde sie zu einem Star des DDR-Fernsehens und DEFA-Films.

Doch die junge Frau wollte mehr. “Ich bin zu allen Kulturbehörden gegangen und habe erklärt, dass ich andere Rollen spielen wollte, als es in diesem Land möglich war”, berichtete sie im Gespräch mit der “Welt”. Immer wieder sei ihr das verwehrt worden. 1959 ging sie mit ihrem Sohn in den Westen. Ihr Mann, der Opern- und Theaterregisseur Götz Friedrich, blieb in der DDR, durfte aber auch im Westen inszenieren. Ein zweiter wichtiger Mensch an Kubitscheks Seite wurde später der “Traumschiff”-Erfinder Wolfgang Rademann.

Am Schlosstheater in Celle begann Kubitscheks westdeutsche Karriere. Gefördert wurde sie dabei von dem großen österreichischen Theatermann Fritz Kortner. Schon bald folgten Rollen in bundesdeutschen Fernsehproduktionen – Auftritte in “Lysistrata” (1961), “Die Powenzbande” (1973) oder die Titelrolle in “Melissa” (1966).

“Monaco Franze” und “Kir Royal”

Unvergessen bleibt indes ihre Rolle als “Spatzl” in der ARD-Kultserie “Monaco Franze – Der ewige Stenz” unter der Regie von Helmut Dietl. Wie sie großzügig ihrem umtriebigen Fernseh-Ehemann Franz Münchinger (gespielt von Helmut Fischer) jede Eskapade verzieh, gehört zu den amüsantesten Kapiteln deutscher TV-Geschichte.

Mit Dietl drehte sie 1985 auch die Kult-Serie “Kir Royal”, in der die Münchner Schickeria köstlich auf die Schippe genommen wurde. Bis sie 2014 in den Ruhestand ging, war Kubitschek ein Stammgast im Fernsehen – Quoten-Hits wie “Freunde fürs Leben”, “Katrin ist die Beste”, “Teuflisch starke Frauen” und “Das Erbe der Guldenburgs” untermauerten ihre Popularität. 2013 spielte sie in dem Kinofilm “Frau Ella” schließlich ihre letzte Rolle.

Sie hat viele Talente

Langeweile kommt für Kubitschek aber auch abseits von Bühne und Kamera nicht auf. Im Gegenteil. Die Jubilarin ist eine leidenschaftliche Gärtnerin und Malerin und darüber hinaus eine talentierte Roman- und Sachbuch-Autorin (“Im Fluss des Lebens” und “Anmutig älter werden”).

In ihrer Schweizer Wahlheimat lebt sie seit mehr als 25 Jahren, 2013 wurde sie eingebürgert. “Da ich meinen Garten hier habe, habe ich ja auch ein Stück Schweizer Erde”, sagte sie vor fünf Jahren der Deutschen Presse-Agentur und bekannte: “Ich fühle mich hier wirklich zu Hause, ich ticke inzwischen auch wie die Schweizer.”



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Unterhaltung

Literatur: Elke Heidenreich für Poesie im TV

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Literatur
Elke Heidenreich für Poesie im TV

Elke Heidenreich macht sich für Gedichte stark. Foto: Henning Kaiser/dpa

© dpa-infocom GmbH

Warum gibt es keine Gedichte im Fernsehen? Die Welt sähe so etwas besser aus, glaubt die Autorin Elke Heidenreich.

Die Schriftstellerin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich (78) wünscht sich Lyrik und Poesie im Fernsehen.

«Ich habe bei Fernsehsendern immer wieder vorgeschlagen, man solle vor oder nach den Nachrichten drei Minuten für ein Gedicht opfern», sagte sie der «Augsburger Allgemeinen». «Immer gibt es Platz für den Sport, warum nicht für die Kultur? Ich denke, wir würden viele Menschen erreichen, und die Welt sähe etwas besser aus.»

In ihrem neuen Buch «Hier geht’s lang! Mit Büchern von Frauen durchs Leben» zeigt Heidenreich eine weibliche Literaturgeschichte auf: «Ich glaube, dass Männer an Büchern von Frauen weniger interessiert sind als Frauen an Büchern von Männern. Denn viele Männer interessieren sich nicht dafür, was Frauen fühlen und denken.» Natürlich seien Verallgemeinerungen «immer falsch». «Aber manchmal muss man eben verallgemeinern, damit die Diskussion losgeht», so Heidenreich.

Aber es sei auch etwas in Bewegung: «Ich glaube, dass zum Beispiel alle Männer, die ihr Kind mit dem Fahrrad in die Schule bringen, am Leben von Frauen und an den Büchern von Frauen mehr interessiert sind als früher. Denn sie merken, dass ihr eigenes Wohlbefinden davon abhängt, ob man partnerschaftlich miteinander umgeht. Dass es also nicht schaden kann, zu wissen, was Frauen denken. Aber das Gros der Männer, wie ich es etwa im Business oder in der Politik erlebe, ist nach wie vor mehr mit dem eigenen männlichen Kram beschäftigt.»

Gleichberechtigung in der Sprache findet Heidenreich nach wie vor übertrieben: «Ich glaube, dass sich diese Genderei wieder beruhigt. Ich halte auch nichts davon, dass man nachträglich alte Bücher auf das heutige angepasste Reden und Denken frisiert. Das ist Schwachsinn, und das wird hoffentlich wieder aufhören.»

Elke Heidenreich: Hier geht’s lang! Mit Büchern von Frauen durchs Leben, Eisele Verlag, erscheint am 24. September, 192 Seiten, ISBN: 9783961611201

dpa



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ZDF-Freitagskrimi “Jenseits der Spree” startet stark

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Berlin (dpa) – Die neue ZDF-Freitagskrimi-Serie “Jenseits der Spree” mit Seyneb Saleh und Jürgen Vogel ist zum Start gleich die meistgesehene Fernsehsendung zur besten Sendezeit gewesen. Ab 20.15 Uhr schauten im Schnitt 5,27 Millionen die 60 Minuten lange Produktion an, was 20,1 Prozent Marktanteil entsprach.

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Auch sonst lief es am Freitag für das ZDF gewohnt gut: Die Serie “SOKO Leipzig” schalteten ab 21.15 Uhr 4,49 Millionen ein (17,3 Prozent). Die letzte Ausgabe der Satiresendung “heute-show” vor der Bundestagswahl verfolgten ab 22.30 Uhr 3,59 Millionen (18,1 Prozent).

Jan Böhmermann versammelte danach wieder seine treuen Fans vor dem Bildschirm. Das “ZDF Magazin Royale” hatte ab 23.05 Uhr im Schnitt 1,61 Millionen Zuschauer, was 10,3 Prozent Marktanteil entsprach. Die Sendung gilt außerdem als eine der meistgeklickten in der ZDF-Mediathek und gewinnt stets recht viele Zuschauer dadurch hinzu.

Ab 20.15 Uhr landete das Erste auf dem zweiten Platz: Den Film “Käthe und ich: Das Adoptivkind” sahen 3,92 Millionen (15,0 Prozent), die RTL-Show “Lego Masters” 1,60 Millionen (6,2 Prozent), die Sat.1-Spielshow “Paar Wars” mit Ralf Schmitz 1,18 Millionen (5,0 Prozent) und die Science-fiction-Komödie “MIB – Men In Black” von 1997 bei RTLzwei 1,13 Millionen (4,4 Prozent).

Dahinter lagen ProSieben mit der Einbruchkomödie “Logan Lucky” (0,70 Millionen/2,8 Prozent), Vox mit der Krimiserie “Law & Order: Special Victims Unit” (0,57 Millionen/2,2 Prozent) und Kabel eins mit der Krimiserie “Criminal Minds” (0,56 Millionen/2,2 Prozent).



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„Die Orgel hat ihre Persönlichkeit“ – Palastorganist kehrt in den „Kulti“ Dresden zurück

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Als die Eule-Orgel des umgebauten Kulturpalastes eingeweiht wurde, war Olivier Latry, Titularorganist an Notre-Dame-de-Paris, dabei. Er war auch der erste „Palastorganist“. In dieser Spielzeit übernimmt er die Funktion wieder und ist mit vier Programmen zu Gast. Für die DNN sprach Wolfram Quellmalz vor dem ersten Konzert mit ihm.

Frage: Sie haben heute ein Konzert in Dresden, kürzlich kam Ihre neue CD mit Werken von Franz Liszt heraus, dennoch muss meine erste Frage lauten: Wie geht es der Orgel von Notre Dame de Paris?

Olivier Latry: Naja – die Orgel ist natürlich abgebaut und wird restauriert, das wird drei Jahre dauern. Sie soll fertig sein, wenn auch die Kathedrale wiedereröffnet wird. In Notre Dame wird auch gearbeitet, es gibt Gerüste überall – vom Boden bis ganz nach oben und man kann derzeit jeden einzelnen Stein ansehen, bis hinauf zum Dach – das ist unglaublich!

Das heißt, Sie konnten mittlerweile schon nach Notre Dame hinein und sich umsehen?

Ja, aber ich bin nur zweimal hineingegangen seit dem Vorjahr. Die Regeln sind sehr streng und kompliziert wegen der Sicherheit. Wir müssen Einmal-Schutzkleidung tragen und uns danach duschen wegen des Bleis.

In Notre Dame ist jeder einzelne Stein zu sehen

Wie sieht ihr normaler Kirchendienst derzeit aus, wo findet der statt?

Die Liturgie der Kathedrale ist jetzt in der Kirche Saint-Germain-L’Auxerrois, einer sehr schönen Kirche gegenüber dem Louvre, und alle Priester, Sänger und Organisten der Kathedrale sind da. Es gibt natürlich einen eigenen Titularorganisten an Saint-Germain-L’Auxerrois, Michael Matthes, er ist zur Hälfte Deutscher und ein guter Kollege, mit dem wir gemeinsam arbeiten können.

Olivier Latry (Rieger-Orgel der Philharmonie de Paris): Liszt Inspirations, erschienen bei La Dolce Volta
Quelle: Label

Ihre Zeit ist, zusätzlich wegen Corona, anders eingeteilt – war die neue Aufnahme zuvor bereits geplant oder ist sie in der Situation jetzt entstanden?

Nun, ich habe Zeit für Konzerte – wenn es Konzerte gibt. Zum Beispiel ist es möglich, in Europa zu reisen, aber für Asien oder Amerika ist es schwer. Ich werde im nächsten Monat zum ersten Mal nach fast zwei Jahren nach Kanada reisen. Das geht ja allen Musikern so – ich musste bisher 110 Konzerte annullieren!

Aber die CD war schon geplant. Sie entspringt der Bewunderung für Franz Liszt, den ich für einen unglaublichen Musiker halte. Ohne Liszt wäre die Musikwelt heute zweifellos anders. Eigentlich wollte ich schon vor 30 Jahren etwas mit Liszt machen, nur fehlten mir die Zeit und die Opportunität.

Wegen Corona: 110 abgesagte Konzerte

Ich hätte etwas in Notre Dame machen können, doch ich war nicht sicher, ob die Orgel dort die richtige wäre (auch wenn es ein wunderschönes Instrument ist). In der Philharmonie in Paris passte es nun viel besser. Liszt hat sehr viel dafür getan, Musik populär zu machen, hat Werke für Klavier oder Orgel transkribiert, wie alle Sinfonien von Beethoven. Ich denke, für Liszt war die Musik nie „fixiert“, es ist immer etwas in Bewegung. Das ist für mich eine Inspiration, die ich auch auf der CD deutlich machen wollte.

Freiberger Orgel unter den Top 5

Sie spielen an ganz unterschiedlichen Orgeln, große und kleine, historische und neue, in Kirchen und in Konzertsälen – gibt es „Lieblinge“ darunter?

Nein (kategorisch, lacht). Ich bin Organist, das heißt ich mag es, neue, fremde Instrumente zu spielen. Jedes Mal, wenn ich ein anderes Instrument spiele, entdecke ich neue Sachen, auch an Stücken, die ich seit 30 Jahren spiele. Manchmal „zeigt“ mir eine Orgel etwas, was ich noch nie gesehen oder gehört habe, deshalb kann ich auch keine besondere bevorzugen.

Wenn ich aber eine „Top Five“ der besten Orgeln der Welt nennen sollte, natürlich würde ich Notre Dame dazuzählen, aber auch die im Freiberger Dom. Die Orgel der Philharmonie in Paris ist unglaublich schön und sehr musikalisch. Jedes Mal, wenn ich diese Orgel spiele, bin ich überrascht, weil jedes Register allein eine Geschichte erzählen kann.

Hat die Orgel im Kulturpalast auch schon etwas Charakteristisches oder hat sie Ihnen etwas entdeckt?

Ich finde die Orgel sehr „kohärent“, was sehr gut funktioniert, denn es ist musikalisch. Ich habe vorgestern fast sieben Stunden daran geprobt, und es war schön, diese Orgel wieder zu hören – ich war schließlich für zwei Jahre nicht da – und die Klänge wiederzufinden.

„Die Orgel hat auch eine Persönlichkeit“

Gibt es denn ein besonders Stück im Programm?

Ich weiß nicht – das können Sie besser sagen. Wenn ich an eine neue Orgel komme oder zurückkomme, habe ich natürlich einen Klang im Kopf, Vorstellungen vom Rubato und so weiter. Aber die Orgel hat auch eine Persönlichkeit und Musikalität – sie und ich sind wie zwei Kammermusiker. Die Orgel sagt mir auf ihre Weise, wenn ich eine andere Registrierung suchen muss. Zum Beispiel hätte ich bei den Stücken von Bach vorher nicht gedacht, dass ich sie so registrieren würde – ich habe allein drei Stunden nur die Stücke von Bach geprobt.

Mit „Evocation II“ von Thierry Escaich wird es ja auch eine Wiederbegegnung geben.

Ja. Ich habe das Stück einmal als Zugabe gespielt und mir meine Registrierung aufgeschrieben. Später habe ich mich gefragt, warum ich die Registrierung damals so gewählt habe, ich könnte auch etwas anderes machen, und nun habe ich fast alles verändert. Ich denke, das ist schön, dass die Leute, die dieses Stück von mir schon gehört haben, jetzt etwas anderes hören werden.

Sonnabend, 20 Uhr, Kulturpalast: Olivier Latry spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt, Olivier Messiaen u. a.

CD-Tipp: Olivier Latry (Rieger-Orgel der Philharmonie de Paris), „Liszt Inspirations“, erschienen bei La Dolce Volta

Von Wolfram Quellmalz



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