Connect with us

Wirtschaft

Merkel fordert von Putin Truppenabzug an Grenze zur Ukraine

Published

on


Putin und Merkel

Zum Schwerpunkt des Gesprächs machten beide Seiten unterschiedliche Angaben.

(Foto: dpa)

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Russlands Präsident Wladimir Putin zum Abzug russischer Soldaten von der ukrainischen Grenze aufgefordert. Damit solle eine Deeskalation der Lage erreicht werden, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Donnerstag nach einem Telefonat zwischen Merkel und Putin. Zudem sei über weitere außenpolitische Themen gesprochen worden, vor allem über Syrien, Libyen und Bosnien-Herzegowina.

Russland betonte dagegen nach dem Telefonat, Putin habe der Ukraine schwere Vorwürfe gemacht. Das Nachbarland sei für Provokationen in der Ostukraine verantwortlich, durch die die dortige Situation angeheizt werde, erklärte das russische Präsidialamt. Putin und Merkel hätten ihre Besorgnis über die Lage in der Ostukraine geäußert.

Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow wies zudem ukrainische Vorwürfe zurück, der Aufmarsch solle von innenpolitischen Problemen in Russland ablenken. Vielmehr müsse Russland Vorsicht walten lassen, wenn „an unseren Grenzen eine so ruhelose Region mit Konfliktpotenzial wie die Ukraine liegt“, sagte er Reuters.

In den vergangenen Tagen hatte es wiederholt Berichte über russische Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine sowie Kämpfe an der Demarkationslinie zu prorussischen Separatisten gegeben. Die USA besprechen nach eigenen Angaben die Entwicklung mit den Nato-Verbündeten. „Russland hat inzwischen mehr Truppen an der Grenze zur Ukraine stehen als zu irgendeinem Zeitpunkt seit 2014“, sagte Präsidialamtssprecherin Jen Psaki. In dem Jahr hatte Russland die Krim annektiert.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Bei dem Gespräch Merkel/Putin wurde der Regierungssprecherin in Berlin zufolge auch der Fall Alexej Nawalny angesprochen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte zuletzt die Haftbedingungen des russischen Oppositionspolitikers scharf kritisiert. Nawalny ist einer der prominentesten Kritiker Putins. Er hatte 2020 einen Giftanschlag in Russland überlebt und war in Deutschland ärztlich behandelt worden. Bei der Rückkehr in seine Heimat im Januar wurde Nawalny festgenommen und zu mehr als zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Mehr: Selenskyj will mit Nato-Hilfe Konflikt in Ostukraine lösen



Quelle

Continue Reading
Advertisement
Click to comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wirtschaft

Wirecard-Skandal: Jörg Kukies „hatte zu keinem Zeitpunkt die Handynummer von Herrn Braun“

Published

on





Quelle

Continue Reading

Wirtschaft

Beschäftigte sollten sich selber testen

Published

on



Die Südwest-Wirtschaft hat die verschärfte Testpflicht in Unternehmen massiv kritisiert und gefordert, die Beschäftigten stärker in die Pflicht zu nehmen. „Noch kann niemand abschätzen, wie viel die verpflichtenden Testangebote in den Betrieben wirklich bringen, doch schon wird noch mal draufgesattelt: Das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Politik dieser Bundesregierung nähert sich dem Nullpunkt“, sagte Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg, am Mittwoch in Stuttgart.

Es wäre aus Sicht der Wirtschaft besser gewesen, die Beschäftigten zu verpflichten, sich testen zu lassen oder sich selbst zu testen. „Es gleicht einer Bankrotterklärung, wenn Regierungsparteien sich nicht mehr trauen, das Richtige zu tun, nur, weil sie dann auch den Beschäftigten – und Wählern – auf die Füße treten müssen.“ Dick fügte hinzu, dass die Erfahrung zeige, „dass die Testangebote von den Beschäftigten verhaltener angenommen werden, als dies aus Sicht des Infektionsschutzes vielleicht geboten wäre“.

Am Dienstag war die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung in Kraft getreten, die die Betriebe verpflichtet, allen Beschäftigten in Präsenz mindestens einen Schnelltest pro Woche anzubieten. Am Mittwoch beschloss das Bundeskabinett, dass Unternehmen zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen müssen. Falls möglich, muss der Arbeitgeber seinen Angestellten Homeoffice ermöglichen und Arbeitnehmer müssen das normalerweise auch annehmen.



Quelle

Continue Reading

Wirtschaft

Finanzinvestor KKR will Hensoldt-Aktienpaket abstoßen

Published

on


Gebäude des Rüstungskonzerns Hensoldt

Mit etwaigen Interessenten für ein Aktienpaket hat Hensoldt bereits Gespräche über deren strategische Pläne geführt.

(Foto: dpa)

Berlin, München Der US-Finanzinvestor KKR will sich von einem weiteren Aktienpaket am Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt trennen. KKR sei in fortgeschrittenen Gesprächen über einen Verkauf eines Aktienpakets von voraussichtlich bis zu 25,1 Prozent, teilte Hensoldt am Mittwoch mit.

Zu den Interessenten zählten die Rüstungskonzerne Indra aus Spanien, Leonardo aus Italien, die schwedische Saab und die französische Thales. Mit ihnen habe Hensoldt bereits Gespräche über deren strategische Pläne geführt.

Das „Manager Magazin“ hatte berichtet, KKR habe von Thales ein „finanziell hochattraktives Angebot“ bekommen. Thales wolle Sparten zusammenlegen und auf lange Sicht die Führung bei der ehemaligen Airbus-Tochter aus Taufkirchen bei München übernehmen.

Die Bundesregierung war Ende des Jahres mit 25,1 Prozent bei Hensoldt eingestiegen, wenige Monate nach dem Börsengang. KKR hatte dafür rund 450 Millionen Euro kassiert und hält nun noch 43 Prozent. Der deutsche Staat wollte mit der Sperrminorität bei dem Lieferanten von Radar- und Verschlüsselungstechnik für die Bundeswehr „ungewollte strukturelle Entscheidungen abwehren“.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Er hätte damit ein Mitspracherecht beim Verkauf weiterer Anteile. Bereits damals war Hensoldt ins Visier von Thales und Leonardo geraten.

Mehr: Bertelsmann und KKR wollen gemeinsam Musikrechte kaufen.



Quelle

Continue Reading

Trending

We use cookies in order to give you the best possible experience on our website. By continuing to use this site, you agree to our use of cookies.
Accept