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„Medien sollten weder verharmlosen noch alarmistisch werden“ | ZEIT ONLINE

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Bricht eine Seuche wie Corona aus, ist im deutschen Science Media Center die Hölle los. In Naturwissenschaften ausgebildete Journalisten kontaktieren Forscherinnen und bewerten Studien, um Zeitungen, Sendern und News-Sites fundierte Hintergründe zu liefern. Volker Stollorz leitet diese Art Nachrichtenagentur für Wissenschaft. Mit uns hat er über die Risiken der minutiösen Berichterstattung gesprochen.

ZEIT ONLINE: Herr Stollorz, seit mehr als sechs Wochen gibt es täglich neue Erkenntnisse und minütlich Meldungen über das neue Coronavirus. Wie kommt es zu dem Eindruck, dass immer noch so wenig über seine Herkunft und über die Lungenkrankheit, die es auslöst, bekannt ist?

Volker Stollorz: Weil es so viele Unsicherheiten gibt. Zwar lässt sich das Erbgut eines Virus heute bis ins Detail anschauen, doch an diesem Genom des Erregers erkennen die Forschenden noch nicht, wie gefährlich der Erreger ist oder wie er sich verbreitet. Das ist etwas, was man erst Stück für Stück mit einer großen Sammlung an Informationen und vielen Studien herausfinden kann, in denen dann eine Vermutung nach der anderen akribisch überprüft wird. Das dauert seine Zeit. Normalerweise verbringen Forschende damit Monate, wenn nicht Jahre, ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon merkt.

ZEIT ONLINE: Diesmal scheint das anders zu sein. Seit dem Ausbruch sind Hunderte Publikationen zum neuen Virus und seiner Verbreitung erschienen. Aber trägt diese Flut an einzelnen Erkenntnissen wirklich zu Klarheit bei?

Volker Stollorz ist Wissenschaftsjournalist und Redaktionsleiter im Science Media Center Germany
© Peter Saueressig

Stollorz: Ja, zunächst einmal. Viele große Wissenschaftsverlage stellen nun ihre Studien für jeden lesbar ins Internet. So können auch Forscherinnen und Wissenschaftler aus Entwicklungsländern darauf zugreifen und weitere Studien beisteuern. Das ist gut, sorgt aber sicher auch für eine Überflutung mit Informationen, aus der es erst einmal schwierig ist, das herauszufiltern, was wirklich richtig und relevant ist. Während des aktuellen Ausbruchs sorgt sicher auch für Unsicherheit, dass die Behörden in China bestimmte Daten zum Verlauf der Epidemie noch nicht bereitgestellt haben.

ZEIT ONLINE: Zum Beispiel?

Stollorz: Im Januar wurde bekannt, dass sich offenbar Krankenhauspersonal infiziert hatte. Aber wir wissen bis heute nicht, auf welchem Weg es mit dem Virus infiziert wurde. Darüber wurde bisher nichts öffentlich kommuniziert, obwohl das wichtige Informationen wären, mit denen sich besser abschätzen ließe, wie gefährlich das Virus ist und wie es sich verbreitet.

ZEIT ONLINE: Würden Sie deshalb sagen, dass Forscherinnen und Forscher besser auf den Ausbruch hätten reagieren können?

Stollorz: Ich denke, dass die Wissenschaft das Virus in ziemlich atemberaubender Schnelle identifiziert hat, dann isoliert und nun in Zellkultur studieren kann. Sie hat damit überhaupt erst ermöglicht, dass wir bereits jetzt genauer schauen können, wie der Erreger sich verhält oder welche Symptome er verursachen kann. Wir haben jetzt Anfang Februar, und die ersten Meldungen aus China kamen Ende Dezember. Die Menge der Erkenntnisse und Hypothesen ist einzigartig, das hat es meines Wissens so noch nie gegeben.

ZEIT ONLINE: Denken Sie, dass sich der Druck auf die
Wissenschaft, schnell etwas gegen Epidemien wie diese zu tun, im
Zeitalter von Instant-News verändert hat?

Stollorz:
Definitiv. Die gleiche Frage habe ich, als ich noch als freier
Wissenschaftsjournalist gearbeitet habe, dem damaligen Koordinator der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Ausbruch der Schweinegrippe
gestellt. Das war 2009. Seine Antwort in dem Interview für den WDR ist heute noch erstaunlich aktuell: „In der Welt gibt es heute jede
Menge unerfüllbare Erwartungen an Experten. Die übergroße Sehnsucht nach
Gewissheit birgt eine große Gefahr. Taucht eine neue Seuche wie aus dem
Nebel auf, dann wollen Reporter in aller Welt heute unmittelbar wissen,
wie groß das Risiko für die Menschheit wird. Früher dauerte es eine
Weile, bis erste Informationen an die Öffentlichkeit drangen. Die
Experten hatten einen zeitlichen Vorsprung, indem sie sich selbst ein
Bild über die Natur einer Gefahr machen konnten. Diese guten alten
Zeiten sind Geschichte.“ Dem stimme ich zu.

ZEIT ONLINE: Seitdem sind noch einmal zehn Jahre vergangen.

Stollorz: Im Gegensatz zu damals ist
der Drang nach neuen Erkenntnissen heute noch viel größer geworden. Aber richtiges und wichtiges
Wissen zu erheben braucht eben Zeit. Im 24/7-Nachrichtenzyklus wird nicht immer darauf gewartet, sondern die Zwischenzeit mit Spekulationen gefüllt.



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FC Bayern München gewinnt gegen SC Paderborn: „Abwartend gespielt?!“

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Verlaufen: Manuel Neuer steht oft weit vor seinem Tor und läuft langen Bällen des Gegners entgegen. So auch gegen Paderborn – nur, dass es einmal schiefging. Neuer zog im Zweikampf mit Dennis Srbeny zurück, der Paderborner Stürmer eroberte den Ball, dribbelte von rechts nach innen, ließ David Alaba und Joshua Kimmich ins Leere laufen und traf zum 1:1 ins verlassene Tor. Am Ende aber konnten sich die Bayern mal wieder auf Robert Lewandowski verlassen.

Das Ergebnis: Obwohl der SC Paderborn zwei Münchner Führungen ausglich, gewann der FC Bayern das Spiel noch 3:2 (1:1). Lesen Sie hier den Bericht.

Rumpf-Abwehr: Gegen Paderborn musste Bayern-Trainer Hansi Flick auf gleich vier Abwehrspieler verzichten. Benjamin Pavard und Jérôme Boateng waren gesperrt, Javi Martínez und Niklas Süle fallen nach ihren Verletzungen weiter aus. So kam Lucas Hernández zu seinem ersten Startelfeinsatz im neuen Jahr, Wintertransfer Álvaro Odriozola gab sein Bundesligadebüt als rechter Außenverteidiger. Flick wählte eine Fünferkette, die durch die Stammkräfte Alaba, Kimmich und Alphonso Davies stabilisiert werden sollte – das klappte aber nur bedingt.

Die erste Hälfte: Der Tabellenführer spielte gegen den Tabellenletzten standesgemäß dominant, hatte über 70 Prozent Ballbesitz und kam auf 7:1 Schüsse. Allerdings fand nur einer davon sein Ziel: Serge Gnabry wehrte sich im Strafraum gegen drei, vier Gegenspieler und traf in die rechte untere Ecke (25.). Bei langen Bällen und Kontern der Paderborner hatte die bayrische Abwehr aber immer wieder Probleme. Eines davon führte zum Ausgleich.

Das hat er bei Bayern gelernt: Kurz nach Wiederanpfiff hätte Robert Lewandowski die Bayern wieder in Führung bringen können, scheiterte aber zweimal an Paderborns starkem Torwart Leopold Zingerle. Der wurde übrigens in der Bayern-Jugend ausgebildet. Dass er dabei vielleicht auch von Neuer gelernt hat, zeigte er, als er aus seinem Strafraum kam, um den Ball vor Kingsley Coman zu erreichen, und dann auch noch Thomas Müller aussteigen ließ.

Die zweite Hälfte: Das Spiel veränderte sich in der zweiten Hälfte kaum. Bayern war überlegen und ging durch Robert Lewandowski (70.) erneut in Führung. Doch Paderborn suchte weiter nach Kontern und bekam seine Gelegenheit: Neuer parierte einen Schuss von Dennis Jastrzembski mit einer Hand, doch Sven Michel staubte zum 2:2 ab (75.). Kurz vor Schluss gelang Lewandowski der 3:2-Siegtreffer (88.). Gnabry lieferte nach seinem Tor die zweite Vorlage und war damit an allen drei Treffern beteiligt.

Komm an mein Herz: Nach dem Spiel zog Bayern-Trainer Hansi Flick seinen Gegenüber Steffen Baumgart an sich, umarmte ihn, legte ihm die Hand tröstend in den Nacken und erzählte ihm wahrscheinlich, wie großartig Paderborn gespielt hatte. Später wurde Baumgart vom Dazn-Reporter gefragt, ob Paderborn abwartend gespielt habe. „Abwartend gespielt?!“, fragte Baumgart und lachte. „Ich glaube, wir haben hier gegen die beste Mannschaft gespielt, die wir im Moment haben, da kann man nicht abwartend spielen.“ Paderborn spielte nicht destruktiv, wartete aber auf seine Konterchancen, die dann ähnlich aggressiv gespielt wurden wie beim 3:3 gegen Dortmund in der Hinrunde.

Doch nicht ausgerutscht: Der FC Bayern ist nun seit 23 Spielen gegen Tabellenletzte ungeschlagen. Eine Blamage wäre auch das Letzte gewesen, was Hansi Flick vor dem nächsten Spiel gebraucht hätte.

Ab nach London: Am Dienstagabend spielt der FC Bayern gegen den FC Chelsea im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League (21 Uhr, Liveticker: SPIEGEL.de, TV: Sky). Mit derselben Abwehrleistung wie gegen Paderborn könnten die Münchner die Auswärtsniederlage wohl einplanen. „Das ist ein komplett anderes Spiel“, sagte Flick aber – auch, weil dann wahrscheinlich Boateng und Pavard in die Startelf zurückkehren werden.

Icon: Der Spiegel



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Wir haben es geschaft !|Minecraft Pfönix # 004

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Michael Bloomberg will Vertraulichkeitsvereinbarungen auflösen | ZEIT ONLINE

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Unter wachsendem Druck wegen angeblich sexistischer Äußerungen geht der demokratische Präsidentschaftsbewerber Mike Bloomberg in den USA in die Offensive: Der Milliardär bot an, Vertraulichkeitsvereinbarungen seines Konzerns mit drei Frauen aufzuheben, damit diese über seine angeblichen Bemerkungen Auskunft geben könnten. Bloomberg teilte weiter mit, solange er das Unternehmen führe, würden bei Beschwerden über sexuelle Belästigung keine Vertraulichkeitsvereinbarungen mehr abgeschlossen. Der frühere New Yorker Bürgermeister bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, um bei der Wahl im November Amtsinhaber Donald Trump herauszufordern.  

Wegen der Vertraulichkeitsvereinbarungen war Bloomberg bei einer Fernsehdebatte am vergangenen Mittwoch von seinen demokratischen Mitbewerbern scharf angegriffen worden. Die Senatorin Elizabeth Warren forderte Bloomberg auf, jene Frauen, die öffentlich über ihre Vorwürfe gegen ihn reden wollten, aus den Vereinbarungen zu entlassen. Bloomberg hatte diese Forderung zunächst zurückgewiesen. Bei den betroffenen Frauen gehe es höchstens darum, dass ihnen vielleicht einer seiner Witze nicht gefallen habe, sagte er. „Sie haben diese Vereinbarungen unterschrieben, und wir werden damit leben.“ Das Publikum hatte Bloomberg daraufhin ausgebuht.



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