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Mauerfall auch Thema bei der Berlin Art Week

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Bild: Loock Galerie, Berlin

Berlin Art Week | 11.-15. September 2019

Von sichtbaren und unsichtbaren Mauern

Am Mauerfall-Jubiläum kommt in diesem Jahr niemand vorbei – auch die Berlin Art Week nicht. Viele Ausstellungen kreisen um das Thema und beleuchten, wie sich Berlin seit 1989 verändert hat. Marie Kaiser stellt ihre persönlichen Highlights der Art Week vor.

Fünf Tage Kunst in der Hauptstadt


„Durch Mauern gehen“ im Martin-Gropius-Bau

Kunstsammeln für Einsteiger

Berlin als Hauptstadt der Clubs feiern

Sibylle Bergemann, Berliner Mauer, Bernauer Strasse, Berlin, 1990, Silbergelatine auf Barytpapier, 23,5 x 33,4 cm Estate Sibylle Bergemann; Ostkreuz, zu sehen im Martin Gropius Bau bie der Berlin Art Week Courtesy: Loock Galerie, Berlin
Das Werk „Shall You See Me Better Now?“ von Tagreed Darghouth ist im Martin Gropius Bau zu sehen. | Bild: Paul Hennebelle, Courtesy: der Künstler & Saleh Barakat Gallery

Einen neuen Kunstort mitten in Berlin entdecken

Das Haus der Statistik in Berlin am Alexanderplatz mit einem Schriftzug ALLESANDERSPLATZ auf dem Dach. (Bild: imago-images/M.Czapski)
Auf dem Haus der Statistik wurde der Alexanderplatz in „Allesandersplatz“ umgetauft. | Bild: imago-images/M.Czapski

Leitplanken zum Tanzen bringen



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Anne Frank The Whole Story 2001 subtitles;English,Romana

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Francesco Tristano: Prelude & Fugue. Eine Hommage an Friedrich Gulda

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Vor 20 Jahren starb der Pianist Friedrich Gulda, nachdem er die Klassikwelt nachhaltig verstört hatte. Sein Kollege Francesco Tristano ehrt ihn mit einem Video-Happening.



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16 Auszeichnungen, Preisgelder in einer Gesamthöhe von fast 120.000 Euro, euphorische Nachwuchsfilm

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Saarbrücken – «Neubau» von Regisseur Johannes Maria Schmit ist beim 41. Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP) in Saarbrücken als bester Spielfilm ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 36. 000 Euro dotiert.

Für Buch und Schauspiel in «Neubau» erhielt zudem der Autor und Schauspieler Tucké Royale den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film.

«Es gibt Filme, die sind leise, aber sie wirken lange nach. Die weiten den Blick, einfach, indem sie einladen genau hinzuschauen», hieß es in der Begründung der Jury. «Sie kommen ohne Budenzauber aus, weil sie den Gegenstand ihrer Betrachtung ernst nehmen, ihm Würde verleihen. Solche Filme haben die Kraft, Empathie zu erzeugen.» «Neubau» spielt im Sommer in der Brandenburger Provinz und erzählt von Markus (Tucké Royale), der hin- und hergerissen ist zwischen der Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas und der Sehnsucht nach einem anderen Leben in Berlin.

Ebenfalls zwei Auszeichnungen – den Publikumspreis Dokumentarfilm und für die beste Musik in einem Dokumentarfilm – erhielt «Lost in Face» von Valentin Riedl mit Musik von Antimo Sorgente. Der Film handelt von einer Frau, die kein Gesicht mehr erkennt – nicht einmal ihr eigenes. Bester Dokumentarfilm wurde «Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit» von Yulia Lokshina über osteuropäische Leiharbeiter eines großen Schweineschlachtbetriebs, die in der westdeutschen Provinz ums Überleben kämpfen.

Schauspielerin Heike Makatsch («Männerpension», «Hilde»), der das diesjährige Tribute des Filmfestivals gewidmet war, vergab die Auszeichnungen an den besten Schauspielnachwuchs. Die beiden Preise gingen an Maresi Riegner für «Irgendwann ist auch mal gut» von Christian Werner und an Mehdi Meskar für «Nur ein Augenblick» von Randa Chahoud. Von den Leistungen des Nachwuchses zeigte sich Makatsch beeindruckt: «Ich habe das Gefühl, dass da ganz eigene Köpfe unter diesen jungen Schauspielern sind. Kompromisslos, eigen, mutig und unangepasst», sagte die 48-Jährige. Sie würde sich freuen, wenn sie sich «weiterhin in diesem Haifischbecken so unangepasst weiterentwickeln können.»

Für die beste Regie wurde Johanna Moder für «Waren einmal Revoluzzer» ausgezeichnet. Den Publikumspreis Spielfilm erhielt «Ein bisschen bleiben wir noch» von Arash Riahi. Der Film erzählt von den Geschwistern Oskar und Lilli, die von ihrer psychisch labilen Mutter getrennt werden und bei zwei unterschiedlichen Pflegefamilien landen.

In die Freude von Arash T. Riahi, österreichischer Regisseur iranischer Herkunft, dass das Publikum einen Film über tschetschenische Flüchtlinge möge, mischte sich auch Skepsis, ob es der Film in die Kinos schaffe: «Vermutlich werden ihn sich einige Verleiher anschauen und sich dann denken: Ist ein schöner Film, aber es gibt ja keine deutschen Stars drin. Das wird nicht funktionieren.»

Insgesamt wurden am Samstagabend 16 Auszeichnungen mit Preisgeldern in einer Gesamthöhe von 118.500 Euro verliehen. Festival-Chefin Svenja Böttger wünscht sich für die Zukunft «weiterhin tolle Einreichungen und aufregende Filme» und die Möglichkeit, «die Filme so zu highlighten, dass sie ins Kino kommen».





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