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Mats Hummels und Marc-André ter Stegen mit Weltklasseleistung | Sport | DW

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Unaufgeregt der eine, genauso unaufgeregt der andere. Dabei hätte es genug Anlass für einen erhöhten Puls gegeben. Das Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Barcelona wogte hin und her. Die rund 80.000 Zuschauer im Dortmunder Stadion fühlten sich immer wieder zu lauten „Aaaahs“ und „Oooohs“ und auch dem einen oder anderen langgezogenen „Neiiiiiiiiiiiiin“ genötigt, doch bei zwei Akteure auf dem grünen Rasen blieb der Erregungspegel ganz weit unten – zumindest äußerlich. Barcelonas Torhüter Marc-André ter Stegen und Dortmunds Abwehrchef Mats Hummels lieferten beim 0:0 ihrer Klubs eine Weltklasseleistung ab. Nicht mehr und nicht weniger. Sie bewahrten dabei aber beide ein Pokerface als sei nichts normaler als das.

Zunächst war es Hummels, der in der ersten Halbzeit mehrfach in letzter Sekunde rettend eingriff. Gegen den einschussbereiten Antoine Griezmann, vor dem einköpfbereiten Luis Suarez. Nicht nur in diesen zwei Situationen stand Hummels richtig und bewies, dass er immer noch zu den besten Innenverteidigern der Welt gehört.

3:0 für ter Stegen gegen Reus

Ter Stegen auf der anderen Seite, der zuletzt noch als gekränkte Nummer zwei der Nationalmannschaft für Wirbel gesorgt hatte, entwickelte sich über die 90 Minuten in Dortmund zur Nemesis von BVB-Kapitän Marco Reus: Mitte der ersten Hälfte tauchte der Dortmunder Angreifer frei im Strafraum der Katalanen auf und versuchte den Ball ins Tor zu schieben. Ter Stegen parierte. Anfang der zweiten Halbzeit trat Reus zum Foulelfmeter an. Ter Stegen parierte.

Nicht perfekt geschossen, aber perfekt gehalten: Marc-André ter Stegen entschärft den Elfmeter von Marco Reus

Kurz vor Schluss schoss Reus aus kurzer Distanz direkt. Ter Stegen parierte den Schuss und auch den Nachschuss von Reus. Der Gesichtsausdruck des 27-Jährigen war in allen drei Szenen stets gleich. Nämlich ungefähr so entspannt, als würde er gerade die Blumen gießen.

Auch nach dem Spiel blieb ter Stegen bescheiden: „Ich denke, es war in Ordnung, wie es gelaufen ist“, sagte der frisch zum „Mann des Spiels“ Gekrönte und wiegelte, was seine eigene Leistung anging, ab. „Ich versuche immer auf meinem besten Stand zu sein und der Mannschaft zu helfen.“

Hummels‘ beeindruckende Zahlen

Helfen, das war auch ein Stichwort bei Mats Hummels, der nicht nur optisch und gefühlt, sondern auch statistisch belegbar das beste Champions-League-Spiel seiner Karriere hingelegt hatte: Der 30-Jährige hatte 100 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen, dabei laut der Analyse des TV-Senders Sky zehn klärende Aktionen gehabt und sieben Bälle abgefangen. Mit solch beeindruckenden Zahlen hätte sich jeder andere Innenverteidiger wohl ganz oben auf den Zettel eines jeden Nationaltrainers gespielt. Zu dumm, dass Hummels im vergangenen Jahr von Joachim Löw aussortiert wurde und der Bundestrainer nicht dafür bekannt ist, einmal getroffene Grundsatzentscheidungen wieder zurückzunehmen.

Zweikampf Mats Hummels gegen Antoine Griezmann (Reuters/L. Kuegeler)

Die personifizierte „gelbe Wand“: Mats Hummels lässt gegen den FC Barcelona keinen Ball vorbei

Aber Hummels hatte ohnehin keine Lust, vor der Fernsehkamera für eine Wiederaufnahme beim DFB-Team zu werben. („Aus meinem Mund wird man nichts dazu hören.“) Er ließ lieber seine Leistung auf dem Rasen sprechen, stellte sich aber auch hier nicht in den Mittelpunkt: „Wir verteidigen einfach als Mannschaft gut“, sagte er im Sky-Interview. „Wir haben im Verbund gut zusammengearbeitet, haben uns gut geholfen. Das war defensiv von der Mannschaftsleistung her sehr gut.“

Auch in der Analyse machte Hummels damit keinen Fehler. Einmal nämlich kam auch er zu spät: Als Barcelonas Superstar Lionel Messi wenige Augenblicke vor dem Abpfiff das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß hatte. „Da hätten wir dumm ausgesehen“, sagte Hummels, der ohnehin das Gefühl hatte „zwei Punkte liegen gelassen zu haben“. Doch Thomas Delaney griff beherzt ein und blockte den Schuss Messis ab – zum Glück für den BVB und Abwehrchef Hummels. Ein gutes Gefühl, wenn man am Ende doch nicht alles alleine machen muss.





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US-Bundesgericht entscheidet über erneuten Antrag auf Freilassung — RT Deutsch

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Chelsea Manning am 16.05.19 vor ihrer Anhörung zum Fall WikiLeaks in Alexandria im US-Bundestaat Virginia.

Die ehemalige Geheimdienstanalystin und WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning hat beim höchsten Bundesgericht in Alexandria, US-Bundesstaat Virginia, einen weiteren Antrag auf Erleichterung ihrer Kautionsauflagen eingereicht. Die Chancen auf Erfolg sind jedoch gering.

Chelsea Manning wurde im Jahr 2010 wegen Spionage und Geheimnisverrat inhaftiert. Ihr wurde vorgeworfen, fast 750.000 geheime oder streng geheime Dokumente des US-Militärs an das internetbasierte Medienportal WikiLeaks weitergegeben zu haben. Im Jahr 2013 wurde sie hierfür rechtskräftig verurteilt und verbüßte bis ins Jahr 2017 eine insgesamt siebenjährige Haftstrafe.

Manning am Donnerstag vor dem Gericht in Alexandria, Virginia

Im Mai 2019 wurde Manning erneut inhaftiert, da sie sich weigerte, vor einem Schwurgericht gegen Julian Assange und dessen Informationsplattform WikiLeaks auszusagen. Dabei gab es diesmal nicht einmal einen Schuldspruch mit einer daraus resultierenden Gefängnisstrafe gegen Manning, da diese selbst nicht angeklagt, sondern nur als Zeugin geladen war. Geltendem US-Recht zufolge, sind Zeugen jedoch verpflichtet, vor einem Schwurgericht auszusagen. Da Manning die Aussage verweigerte, wurde sie wegen Behinderung der Justiz kurzerhand in Beugehaft genommen und mit einer hohen Geldstrafe belegt. Heute stehen ihr zwei Optionen zur Verfügung: Entweder sie sagt vor dem Schwurgericht aus, oder sie zahlt ihre Strafe in Höhe von rund 250.000 US-Dollar, die auf einen abzuleistenden Tagessatz von 1.000 US-Dollar festgesetzt wurde.

Aus ihrer heutigen Situation heraus wird es Manning unmöglich sein, diese hohe Strafe zu bezahlen – einmal davon abgesehen, dass sie aufgrund ihres Gefängnisaufenthaltes ohne aktives Einkommen ist. Aber selbst eine berufstätige Durchschnittsamerikanerin wird niemals in der Lage sein, 1.000 Dollar täglich aufzubringen. Mannings Anwälte sehen dies ähnlich und legten in ihrem Antrag vom Mittwoch dem Gericht gegenüber die Situation dar. So hatte sich Manning bereits Anfang 2019 in einem früheren Verfahren geweigert, gegen WikiLeaks auszusagen. Hierfür kassierte sie zwei Monate Haft, wurde anschließend vor das Schwurgericht gestellt und verweigerte auch dort die Aussage. Seitdem sitzt Manning unter den oben genannten Bedingungen in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Virginia.

Ihren Anwälten zufolge ist gesichert, dass Manning zu keiner Aussage gegen WikiLeaks gezwungen werden kann. Ihre Standhaftigkeit vor zwei Gerichten in dieser Sache spräche für sich. Auch die Tatsache, dass die Gefangene aus dem Gefängnis heraus niemals in der Lage sein wird, die Auflagen zu erfüllen, nehme der Inhaftierung jegliche Grundlage. Außerdem wurde die vorbildliche Führung der Gefangenen betont. Vor diesem Hintergrund reichten am vergangenen Mittwoch Chelsea Mannings Anwälte beim Bundesgericht von Virginia einen weiteren Antrag auf Erleichterung der Kautionsauflagen und somit ihre Freilassung ein.

Frühere Anträge wurden von der Bundesanwaltschaft jedoch lapidar abgetan. Manning könne sich durch eine Aussage selbst aus dem Gefängnis befreien, so die Meinung der Behörde. Deren strikte Haltung in diesem Fall könnte aber einen besonderen Hintergrund haben. Manning hatte im Mai vergangenen Jahres angekündigt, ihre Memoiren schreiben zu wollen. Sie stand kurz vor der Unterzeichnung eines Autorenvertrages mit einem interessierten Verlag. Wenige Wochen später folgte ihre Inhaftierung wegen Aussageverweigerung und der Vertrag platze.

Doch auch wenn die Behörden dem jüngsten Antrag auf Freilassung nicht stattgeben werden, so wird Manning nicht für immer hinter Gittern bleiben. Ihre Haftstrafe endet, losgelöst von der Geldstrafe, in rund sieben Monaten. Manning wird frei sein, so oder so. Aus Sicht der Behörden wäre es ein Leichtes, das Unumgängliche schneller Realität werden zu lassen. Sollten sie dieses nicht tun, ist die Motivlage klar: Rache.

Mehr zum ThemaDie US-Justiz und Chelsea Manning: Täglich 1.000 US-Dollar Strafe oder Aussage gegen Assange 



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heute 19:00 Uhr vom 23.02.2020

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In Italien sind mehr als 130 mit dem Coronavirus Infizierte registriert worden. Drei Italiener sind an Covid-19 gestorben. Italien riegelt Gebiete, in denen das Coronavirus nachgewiesen wurde, ab. Eine Pandemie scheint unvermeidbar. Diese und weitere Nachrichten des Tages in den ZDFheute-Nachrichten um 19 Uhr.

00:46 „Das Auszählen dauert lang“
Nach ersten Prognosen für die Hamburg-Wahl könnte Rot-Grün weitermachen, für FDP und AfD wird es knapp. ZDF-Korrespondent Matthias Fornoff fasst die Zahlen zusammen.

03:15 Kandidatenrunde spricht zur Hamburg-Wahl
In Hamburg kann die rot-grüne Regierung nach ersten Prognosen wieder eine Mehrheit holen. Die Spitzenkandidaten äußern sich zum Ergebnis.

08:50 Bundesparteien reagieren auf Hamburg-Wahl
Hamburg hat gewählt: Die rot-grüne Landesregierung kann wohl weiterregieren, die AfD muss zittern. Das Ergebnis wurde auch in Berlin gespannt erwartet.

11:01 Italienische Dörfer unter Quarantäne
Wegen des Coronavirus sind in Norditalien zehn Gemeinden und eine Stadt abgeriegelt. In Italien gibt es bisher 130 Infizierte – drei Menschen starben.

14:44 Karnevalsumzüge fallen wegen Stürmen aus
Viele Karnevalsumzüge sind wegen des Sturmtiefs „Yulia“ aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Auch Köln und Düsseldorf waren betroffen.

16:16 „Undine“ startet bei Berlinale
Mit „Undine“ geht am Sonntag der erste deutsche Film ins Rennen um den goldenen Bären. Der Film erzählt von der Beziehung zwischen einer Museumsführerin und einem Industrietaucher.

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Erste Hochrechnung sieht AfD unter 5 Prozent

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