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Massaker in Myanmar: Militärjunta soll elf Zivilisten verbrannt haben

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Massaker in Myanmar

Militärjunta soll elf Zivilisten verbrannt haben

Nach dem Militärputsch Anfang des Jahres erreicht die Brutalität in Myanmar einen traurigen Höhepunkt. Berichten zufolge stürmen Soldaten der Junta ein Dorf, foltern und verbrennen elf Menschen. Vier der Opfer sollen erst 17 Jahre alt gewesen sein, eines erst 14.

Im Krisenland Myanmar haben Soldaten der Militärjunta Berichten zufolge ein Dorf gestürmt und ein knappes Dutzend Menschen lebendig verbrannt. Unter den Opfern seien fünf Jugendliche, erklärten Augenzeuge. In sozialen Netzwerken waren Bilder der verbrannten Leichen zu sehen, deren Hände auf dem Rücken gefesselt waren. „Mein Bruder war Student und erst 22 Jahre alt“, sagte ein Mann aus dem Ort Don Taw im Nordwesten des Landes. „Als die Soldaten kamen, wollte er fliehen, aber sie haben ihn gefasst und getötet.“

Myanmar versinkt seit einem Militärputsch Anfang Februar in Chaos und Gewalt. Die Junta unterdrückt jeden Widerstand brutal und greift auch immer wieder Zivilisten an.

Etwa 100 Militärs hätten das Dorf Don Taw am Dienstagmorgen gestürmt und anschließend elf Bürger zunächst gefoltert und dann grausam ermordet, teilte der Sprecher der „Regierung der Nationalen Einheit“ mit, einer Gruppe ehemaliger gewählter Politiker, die jetzt aus dem Untergrund gegen die Militärjunta kämpft. Das jüngste Opfer sei 14 Jahre alt gewesen, das älteste 40, so der Sprecher Dr. Sasa. „Diese Taten stellen Kriegsverbrechen höchsten Ranges dar. Es handelt sich schlicht und einfach um Terrorakte“, hieß es in einer Mitteilung, welche Opfer namentlich auflistet. Vier weitere seien demnach erst 17 Jahre alt gewesen.

Dr. Sasa sprach von „abscheulichen Szenen“ und einer „Eskalation der Terrorakte des Militärs“. Die schiere Brutalität und Grausamkeit der Tat beweise, „dass die Junta trotz der scheinbaren relativen Entspannung der letzten Monate nie die Absicht hatte, ihre Gewaltkampagne zu deeskalieren“.

Nach Angaben der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden seit dem Umsturz bislang mindestens 1300 Menschen getötet, etwa 10.000 weitere wurden festgenommen.



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Von Russland eingesetzt: Besatzungsbürgermeister bei Anschlag schwer verletzt

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Von Russland eingesetzt

Besatzungsbürgermeister bei Anschlag schwer verletzt

Die ukrainische Kleinstadt Enerhodar ist von Russland besetzt. Der Kreml hat bereits einen Bürgermeister eingesetzt – auf den nun ein Anschlag verübt wird. Der Mann wird schwer verletzt. Russland macht Nationalisten dafür verantwortlich.

Der von den russischen Besatzungstruppen eingesetzte Bürgermeister der Kleinstadt Enerhodar ist bei einem Sprengstoffanschlag am Sonntag schwer verletzt worden. „Der selbsternannte Chef der ‚Volksadministration‘ von Enerhodar, Andrij Schewtschik, ist durch eine Explosion am Eingang des Wohnhauses verletzt worden, in dem seine Mutter lebt“, teilte die ukrainische Militärverwaltung des Gebiets Saporischschja am späten Sonntagabend auf ihrem Telegram-Kanal mit.

Es handle sich um einen gezielten Partisanenangriff gegen einen Kollaborateur, heißt es weiter. Medienberichten zufolge liegt Schewtschik auf der Intensivstation. Auch seine Leibwächter seien bei dem Attentat verletzt worden.

Laut der ukrainischen Militärverwaltung suchen die russischen Besatzungstruppen nun nach zwei jungen Männern in einem roten Audi. Zudem hätten sie die Checkpoints verstärkt. Das russische Ermittlungskomitee hat nach eigenen Angaben am Montag „wegen des Verbrechens ukrainischer Nationalisten“ ein Strafverfahren eingeleitet.

In Enerhodar liegt das leistungsstärkste Atomkraftwerk Europas. Die Kleinstadt im Süden des Gebiets Saporischschja wurde bereits in den ersten Kriegstagen von russischen Truppen besetzt. Bei den Gefechten war kurzzeitig sogar ein Feuer auf dem Gelände des Atomkraftwerks ausgebrochen, das aber wieder gelöscht werden konnte. Die Gebietshauptstadt Saporischschja selbst ist immer noch unter ukrainischer Kontrolle.



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Formel-1-Lehren aus Spanien: Verstappen trotzt DRS, Vettel will duschen

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Formel-1-Lehren aus Spanien

Verstappen trotzt DRS, Vettel will duschen

Wird aus dem Zweikampf bald ein Dreikampf? Mercedes rechnet sich mit einem verbesserten Auto Chancen aus, um den Formel-1-Titel mitfahren zu können. Noch ist vor allem Max Verstappen klar im Vorteil. Die deutschen Piloten fahren weiter hinterher.

Sechs Punkte liegt Max Verstappen nach dem sechsten Formel-1-Rennen des Jahres vor Charles Leclerc. Für den Weltmeister im Red Bull und den Herausforderer im Ferrari bleibt es eng. Und nach dem Hitze-Drama in Barcelona geht es nun in Leclercs Heimat.

Am kommenden Sonntag schon wird in den engen Straßen von Monaco gefahren. Dort will der 24-Jährige seinen bitteren Ausfall in Spanien schnell vergessen machen. Verstappen kann im Fürstentum nach dem Triumph von Barcelona das vierte Mal nacheinander siegen.

Verstappen auch nach vier Siegen in sechs Rennen skeptisch

Es bleibt dabei: Aus dem, was sein Red Bull ihm anbietet, macht der Weltmeister das Maximum. Und das reicht nach nun schon drei Siegen in Folge im Moment für die WM-Führung. In einer langen Saison könnte für Verstappen allerdings zum Problem werden, dass sein Auto ein launisches Wesen hat. Zweimal schon gab es im Rennen komplett den Geist auf, in Spanien wurde das DRS zum Ärgernis. Der Klappflügel funktionierte schon in der entscheidenden Phase des Qualifyings nicht, im Rennen dann nur nach Lust und Laune. Verstappens Urteil fiel am Ende recht milde aus, er hatte ja dennoch gewonnen. Im Cockpit allerdings wirkte er geradezu erschüttert über die nächsten Schwierigkeiten. Weltmeister wird man mit solchen Problemen eher nicht.

Auch Ferrari hat Probleme mit der Zuverlässigkeit

Erst sah es nach einer Spazierfahrt zum Sieg aus, doch dann endete es für Charles Leclerc bitter. Mit Motorenproblemen musste er seinen Ferrari nach 28 Runden in der Garage abstellen. Anstatt die Führung in der WM auszubauen, liegt der Monegasse vor seinem Heimspiel am kommenden Sonntag im Fürstentum nun hinter Verstappen. Der Defekt soll im Werk in Maranello genauer untersucht werden. „Das Gefühl, das die Fahrer im Auto hatten, war positiv“, sagte Teamchef Mattia Binotto bei Sky: „Wir haben den richtigen Ansatz gefunden. Deswegen können wir das Wochenende immer noch positiv sehen.“ Es war der erste Defekt bei der Scuderia, Verstappen schied 2022 bereits zweimal aus.

Mercedes lauert immer näher hinter den Topteams

Es war offenbar nicht das Pfeifen im Walde. Seit gut zwei Wochen redet man sich bei Mercedes stark, zuletzt schon in Miami und nun erst recht in Barcelona folgten aber auch Ergebnisse. George Russell leistete eindrucksvoll Widerstand gegen Max Verstappen, Lewis Hamilton rauschte nach einem frühen Unfall mit eindrucksvoller Geschwindigkeit durch das Feld und wurde zum Fahrer des Tages gewählt. Die Silberpfeile waren schon in Spanien wieder ein Faktor im Titelkampf, wenn auch eher indirekt. Bestätigen sie diesen Aufschwung, gibt es aber schon in diesem Jahr vielleicht doch noch regelmäßig einen Dreikampf der Topteams. Red-Bull-Berater Helmut Marko glaubt, dass die Serienweltmeister schon bald wieder aus eigener Kraft gewinnen können.

Vettel auch ohne WM-Punkte im neuen Aston Martin positiv

Sebastian Vettel erlebte kein leichtes Wochenende. Als Elfter verpasste er einen WM-Punkt knapp, und dann ist da noch die Debatte um sein neues Auto. Weil der überholte Aston Martin dem Red Bull erschreckend ähnlich sieht, gibt es Schummel-Vorwürfe. Zwar hat der Motorsport-Weltverband FIA die Änderungen abgenickt, trotzdem dürfte das Thema das Team aus England noch eine Weile beschäftigen. Der 34 Jahre alte Vettel konzentriert sich aber lieber auf seinen Job. Das neue Paket an seinem Dienstfahrzeug weise den Weg in eine bessere Zukunft: „Wir machen Fortschritte und bewegen uns vorwärts, genau darum geht es.“ Nach dem Rennen schritt er schwungvoll in die Mixed Zone. „Ich freue mich aufs Duschen“, sagte er.

Mick Schumacher bleibt ein Rätsel

Für ein bis zwei Runden sah es so aus, als könnte es ein großer Sonntag werden für Mick Schumacher. Nach einem hervorragenden Start und einer turbulenten Anfangsphase fand er sich plötzlich auf Rang sechs wieder. Dann aber konnte Schumacher das Tempo im oberen Mittelfeld nicht mehr mitgehen, auch die Strategie war nicht optimal. Wäre der Haas so gut gelaufen wie zuletzt in Miami, dann wäre einiges möglich gewesen, so allerdings wurde er durchgereicht. Ob das in diesem Fall eher am Auto lag oder am Fahrer, ist schwer zu beurteilen – durch Kevin Magnussens frühen Crash fehlte die Bezugsgröße. Die Chance auf Punkte haben Haas und Schumacher aber erneut vergeben.



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Droht ein zweites Mariupol?: Moskaus Truppen ziehen Ring um Sjewjerodonezk enger

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Droht ein zweites Mariupol?

Moskaus Truppen ziehen Ring um Sjewjerodonezk enger

Sjewjerodonezk und Lyssytschansk sind die letzten beiden Städte in der Region Luhansk, die noch unter Kiews Kontrolle stehen. Doch russische Truppen versuchen die Zwillingsstädte einzukreisen. Besonders ein Angriff aus südlicher Richtung könnte für die Verteidiger gefährlich werden.

Russlands Offensivbemühungen in der Ukraine sind an vielen Punkten der Front ins Stocken geraten. Anders sieht die Situation im Raum Sjewjerodonezk und Lyssytschansk im Gebiet Luhansk aus. Hier treibt Moskau seine Donbass-Offensive beharrlich voran. Seit Tagen liegen die beiden Zwillingsstädte unter russischem Dauerfeuer. Laut dem US-Militärinstitut ISW stoßen Truppen Moskaus von Norden, Westen und Osten auf die Stadt zu.

„Die Russen löschen Sjewjerodonezk wie Mariupol aus. In den Vororten der Stadt laufen Kämpfe“, teilte der ukrainische Militärgouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj am Wochenende auf Telegram mit. Zugleich wies er Aussagen von Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu, kurz vor der kompletten Einnahme der Region Luhansk zu stehen, als „Unsinn“ zurück. Schoigu habe keinen Überblick mehr über die Lage seiner eigenen Streitkräfte.

Ziel der russischen Armee scheint es, die ukrainischen Verbände rund um Sjewjerodonezk und Lyssytschansk vom Nachschub aus dem Donezker Gebiet abzuschneiden und einzukesseln. Am Samstag wurde dabei ukrainischen Angaben zufolge gezielt eine Brücke über den Siwerskyj Donez zwischen den beiden Städten mit 240-Millimeter-Mörsern zerstört.

Wie gefährlich die Situation für die ukrainischen Truppen im Frontbogen ist, zeigen die Berichte des ISW. Demnach stoßen Moskaus Kräfte auch von der südlich von Sjewjerodonezk gelegenen Stadt Popasna langsam aber sicher nach Westen und Norden vor. Damit bedrohen die Kreml-Truppen die wichtige Nachschubtrasse, die die Stadt Bachmut mit Sjewjerodonezk und Lyssytschansk verbindet. Eine Unterbrechung der Versorgungslinie würde die Verteidiger vor ernste Probleme stellen.

Der ukrainische Generalstab bestätigte zuletzt andauernde Gefechte um die Ortschaften Toschkiwka, Komyschuwacha, Trypillya im Raum Popasna. Behauptungen russischer Quellen, wonach Truppen Moskaus die dortigen Verteidigungslinien durchbrochen hätten, konnten die Experten des ISW allerdings nicht bestätigen.

Sjewjerodonezk und Luhansk haben sowohl für Moskau als auch für Kiew eine hohe symbolische Bedeutung. Die beiden Städte sind die letzten in der Region Luhansk, die noch von der Ukraine kontrolliert werden. Trotz der schwierigen Lage zeigte sich Gouverneur Hajdaj optimistisch: „Unsere Truppen bekommen ausländische Waffen, bewaffnen sich neu, beziehen neue Stellungen – und ich glaube, dass wir im Juni zum Gegenangriff übergehen können.“



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