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Maracanã-Stadion wird nicht nach Pelé benannt

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Rio de Janeiro (dpa) – Das berühmte Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro wird nicht nach der brasilianischen Fußball-Legende Pelé benannt.

Gouverneur Claudio Castro legte sein Veto gegen eine entsprechende Gesetzesinitiative einer Gruppe von Abgeordneten des Regionalparlaments des Bundesstaates Rio de Janeiro ein. Am Vortag hatte das Regionalparlament den umstrittenen Vorschlag bereits zurückgezogen und um das Veto gebeten.

Offiziell trägt das Maracanã-Stadion den Namen „Estádio Jornalista Mário Filho“ und erinnert an den Sportjournalisten Mário Leite Rodrigues Filho (1908-1966). Er hatte sich einst dafür stark gemacht, das neue Stadion für die Weltmeisterschaft 1950 in der damaligen Hauptstadt Rio de Janeiro nicht im abgelegenen Stadtteil Jacarepaguá, sondern im zentralen Viertel Maracanã zu bauen.

Die Abgeordneten wollten das Stadion zu Ehren Pelés nun in „Estádio Edson Arantes do Nascimento – Rei Pelé“ umbenennen. Auch wenn der dreimalige Weltmeister in Brasilien verehrt wird, stieß das Projekt auf heftige Ablehnung. Unter anderen beteiligten sich zahlreiche Fans der großen Fußballvereine in Rio und bekannte Sportjournalisten an einer Kampagne gegen die Namensänderung.

Das Maracanã-Stadion ist eine der berühmtesten Spielstätten der Welt: Bis heute ist es eng mit der traumatischen Niederlage Brasiliens gegen Uruguay im entscheidenden WM-Spiel 1950, aber auch mit dem Weltmeistertitel der deutschen Nationalmannschaft 2014 verbunden.



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Schalke-Boss Knäbel verurteilt Randale gegen Spieler scharf: „Mit Leitbild nichts zu tun“

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Die Hetzjagd, die Fans des FC Schalke 04 nach dem feststehenden Abstieg des Traditionsvereins aus der Bundesliga gegen die eigenen Spieler vornahmen, wurde von Sportvorstand Peter Knäbel scharf verurteilt. „Ich kann absolut verstehen, dass man enttäuscht ist, dass man traurig ist“, sagte der Ex-HSV-Boss in einer E-Mail-Videobotschaft an alle Mitglieder. „Die Kritik ist aus meiner Sicht völlig berechtigt. Das Ergebnis ist mit 13 Punkten desaströs. Genauso desaströs ist es, wenn man sich um Leib und Leben seiner Mitarbeiter sorgen muss. Das, was Spieler und Staff erleben mussten, hat mit dem Leitbild von Schalke 04 überhaupt nichts zu tun.“

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Traurig war das Team in der Nacht auf Mittwoch vom 0:1 in Bielefeld zurückgekehrt, an der heimischen Veltins-Arena wurden die Schalker mit Wut empfangen. 500 bis 600 Menschen warteten laut Polizei auf die Mannschaft, einige Spieler seien mit „massiven Aggressionen“ konfrontiert worden. Eier flogen, zwei Profis sollen getreten worden sein. Durch das Einschreiten der Beamten sei eine weitere Eskalation vermieden worden. Kurz danach seien die Fans abgezogen und Strafverfahren eingeleitet worden.


Peter Neururer verurteilt Wut der Anhänger nach Schalke-Abstieg: „Das sind keine Fans“

„Man hat immer das Gefühl, es geht nicht noch schlimmer – und dann kommt noch was“, sagte Knäbel. Der 54-Jährige bekräftigte, es ginge ihm jetzt in erster Linie um die Attackierten. „Wichtig ist, wie es den Leuten geht, wie es Buyo Büskens, wie es Gerald Asamoah, wie es den Spielern geht, von denen einige im Hotel übernachten mussten.“

Ein Schalke-Spieler, der anonym bleiben wollte, hatte sich gegenüber Sport1 zu den Vorfällen geäußert. „Uns wurde laut und deutlich mitgeteilt, dass wir uns schämen sollen und sich alle Spieler ab sofort verpissen sollen, die im nächsten Jahr nicht mehr hier sein werden“, sagte der Spieler. „Anschließend wurden wir mit Eiern beworfen. Danach ist ein Böller hochgegangen und die Situation eskalierte völlig. Die Fans sind auf uns losgegangen. Wir sind ab dann nur noch gerannt. Das war Angst, pure Angst! Einige von uns haben Tritte und Schläge abbekommen“, so der Spieler. „Ich bin schockiert und weiß nicht, wie wir die nächsten Spiele noch bestreiten sollen.“

S04 äußerte zwar Verständnis für den Fan-Frust, verurteilte die Geschehnisse aber deutlich „Der Verein wird es niemals akzeptieren, wenn die körperliche Unversehrtheit seiner Spieler und Mitarbeiter gefährdet wird.“ Die Gewissheit, dass die Schalker nach einer Spielzeit voller Pleiten und Rückschläge das Oberhaus verlassen müssen, setzte den Königsblauen schwer zu.

In Bielefeld verschwanden die Profis kommentarlos und mit gesenkten Köpfen in die Kabine. Nur Eigengewächs Timo Becker saß noch länger auf der Ersatzbank und weinte bitterlich. Auch Team-Koordinator Asamoah wirkte mächtig angefasst. „Das Emblem von Schalke zu tragen bedeutet viel, und ob das alle Jungs verstanden haben, ist fraglich. Jeder sollte sich hinterfragen, ob er alles getan hat, um den Verein am Leben zu halten“, sagte der Fan-Liebling dem TV-Sender Sky mit stockender Stimme. Nun ist es an Knäbel, den sportlichen Neuanfang einzuleiten. „Wir müssen wieder aufstehen und dürfen unsere Werte und unsere Würde nicht verlieren. Da haben wir dann gestern nach dem Spiel eben auch noch Punkte liegen gelassen“, sagte er mit Blick auf die Vorgänge vor der Arena.





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Modellprojekte Sport: Start beim KMTV verzögert sich

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Man habe sich frühzeitig in Absprache mit der Stadt entschieden, den Start für den 3. Mai anzupeilen, sagt Christof Rapelius, Vorstandsvorsitzender des Kieler MTV, neben dem Kieler Turnerbund Brunswik (KTB) einer von zwei Kieler Vereinen, der als Modellprojekt ausgewählt wurde. Auch der KTB wird voraussichtlich erst Anfang Mai beginnen.

„Es gibt noch einige Vorbereitungen, die wir treffen müssen“, sagt Rapelius. Dazu gehöre sowohl der Ablauf der wissenschaftlichen Begleitung als auch die Zusammenarbeit mit einem Hygienebeauftragten des Gesundheitsamts der Stadt. 

Möglich ist sogar eine Absage des Modellprojekts. Es besteht eine Rest-Unsicherheit, die laut Rapelius vor allem der Kurzfristigkeit der Bewerbungs- und Realisierungsphase geschuldet sei. „Wenn man Dinge plant, die am Ende nicht umgesetzt werden können, nützt das weder dem Verein noch dem Sport etwas.“ Auch müsse sich unter anderem die wissenschaftliche Begleitung im Rahmen des Modellprojekts mit der Praxis im Sportverein vereinbaren lassen.

Lesen Sie auch:Modellprojekte in Schleswig-Holstein: „Sport mit Maske ist eine Option“ 

Modellprojekte Sport könnten in Kiel wegen der Sieben-Tage-Inzidenz wackeln

Eine Unwägbarkeit, auf die der KMTV keinen Einfluss nehmen kann: Für den Beginn der Modellprojekte muss die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Bewohner liegen. In Kiel lag der Wert am Dienstag bei 82,7 und damit über dem Landesdurchschnitt von 71,8. „Es ist wichtig, dass wir nun alles dafür tun, dass die Inzidenz unter 100 bleibt und die Modellprojekte Sport spätestens zum 3. Mai an den Start gehen“, sagt Stadtsprecherin Kerstin Graupner.

Klappt alles wie geplant, soll in der ersten Projektphase das KMTV-Sportzentrum in Falckenstein integriert werden. Dort will der Verein eine eigene Teststation einrichten. Zutritt zu dem Sportzentrum haben nur Vereinsmitglieder, die eine negativen Corona-Test vorweisen und sich vorher über das Online-Buchungsportal angemeldet haben. Am Standort in Falckenstein könne laut Verein im Rahmen des Projekts eine Auslastung von maximal 20 Prozent erreicht werden.

Thorsten Schmidt, am UKSH Leiter des Bereichs Sport- und Bewegungstherapie und an der wissenschaftlichen Begleitung der Modellprojekte beteiligt, hatte vergangene Woche betont, dass auch eine Maske beim Sport als Infektionsschutz in Betracht gezogen werden müsse. Doch das lehnen viele Sporttreibende ab.

Exoten vom Eckernförder SV: Fußballtraining mit Kontakt

Mit dem Modellprojekt bereits begonnen hat der Eckernförder SV: Fußballtraining mit 20 Spielern, zwei Trainern, Zweikämpfen, Schweiß, Grätschen. Montag war die U19, am Dienstag die U15 dran, am Mittwoch startet das Oberliga-Team der Herren. „Man glaubt es nicht, mit was für einer Freude die Spieler dabei waren“, sagt der ESV-Vorsitzende Jörg Meyer nach den ersten beiden Einheiten.

In vier Umkleidekabinen werden die Spieler getestet, nach 15 Minuten Warten auf das Ergebnis dürfen sie auf den Fußballplatz. 45 Minuten sind für die Prozedur vor dem Training eingeplant.



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Warum sich die Super League als Rohrkrepierer erwies – und es verlogene Gewinner gibt

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Pläne der Topklubs
Warum sich die Super League als Rohrkrepierer erwies – und es verlogene Gewinner gibt

Am Stadion an der Anfield Road in Liverpool hängen Protest-Plakate von Fans

© Paul Ellis / AFP

Die Idee der Super League wurde so schnell beerdigt, weil Fans, Verbände und andere Klubs geschlossen Widerstand leisteten – doch der Erfolg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fußball ein grundlegendes Problem hat.

Wer verstehen will, wie groß die Wucht des Widerstands gegen die Pläne der Super League war, muss sich nur einmal das Sky-Interview mit dem früheren englischen Nationalspieler Gary Neville anschauen. Der wütete mit einer Schimpftirade gegen die englischen Klubs, die sich an der geschlossenen Elite-Liga beteiligen wollten: „Ich bin angewidert, absolut angewidert“, es seien „Blender“, die in eine Liga „ohne Wettbewerb“ wechseln wollen, es sei „eine Schande“, nur „blanke Gier“ treibe sie an und „sie haben nichts zu tun mit Fußball in diesem Land“.

Speziell einen früheren Verein Manchester United sprach der ehemalige Profi an. Nevilles Wut ist in jedem Wort, in jedem Satz spürbar. Sie richtete sich aber auch gegen die anderen englischen und europäischen Vereine, die an dem unausgegorenen Projekt Super League beteiligt waren, darunter Schwergewichte wie Real Madrid und Juventus Turin. Nevilles Entsetzen über das Vorhaben steht stellvertretend für den Sturm der Entrüstung, der in Großbritannien und in ganz Europa losbrach. Beim FC Chelsea und beim FC Liverpool gingen die Fans auf die Straße. Er war so heftig, dass die sechs englischen Klubs das Projekt schleunigst wieder aufgaben, bevor der Imageschaden noch größer wurde.

Die Super League hätte den Fußball verändert

Mit dem Rückzug der englischen Klubs war die Idee schneller gestorben als sie das Licht der Welt erblickt hatte: 20 Vereine spielen in einer europäischen Super League, 15 davon als feste Mitglieder. Vorfinanziert von der US-Investmentbank JPMorgan Chase sollten sichere Einnahmen durch Eigenvermarktung garantiert werden – die Super League sollte zur Gelddruckmaschine für die Vereine werden, ganz ohne sich in den die Mühen des Liga-Alltags zu qualifizieren. Allein der Wegfall des grundlegenden Wettbewerbs hätte den Charakter des Fußballs verändert, der von der Möglichkeit des Auf- und Abstiegs der Vereine lebt.

Die Dreistigkeit der Initiative wurde nur von der Begründung übertroffen, die Real-Boss und Milliardär Florentino Pérez für das Projekt anführte: Er behauptete tatsächlich, den „Fußball zu retten, der sich in einer kritischen Situation befindet“. Was er damit meinte: Real Madrid wie andere große Traditionsvereine befinden sich durch die Coronakrise in einer finanziellen Krise. Den FC Barcelona zum Beispiel, der ebenfalls zum „dreckigen Dutzend“ gehörte, plagen Schulden von über einer Milliarde Euro. Im Bündnis mit den nach reinem Profit strebenden Besitzern der englischen Vereine wollten die Schulden-Klubs ihren Status retten, ohne Rücksicht auf Fans, nationale Ligen oder lästige Regeln der Uefa.

Watzke und Rummenigge bezogen schnell Stellung

Es war ein bemerkenswertes Bündnis, dass die Super League so schnell beerdigte. Fans, Ligen, Verbände, aktuelle und ehemalige Profis, Vereine, Medien – alle verurteilten die Idee. In Großbritannien mischte sich sogar die Politik ein: Premierminister Boris Johnson schrieb in einem Beitrag für das Radau-Blatt „Sun“: Ich werde alles tun, was ich kann, um diesem lächerlichen Plan die Rote Karte zu zeigen.“ Johnson traf Verbandsvertreter und Fangruppen zum Krisengipfel in der Downing Street. Der Druck auf die englischen Vereine war gewaltig – und wirkte.

Zum Bündnis im Kampf gegen das Super-League-Imperium gehörten auch der FC Bayern und Borussia Dortmund, was aus deutscher Sicht ein gutes Zeichen ist. Karl-Heinz Rummenigge und Hans-Joachim Watzke bezogen öffentlich schnell Stellung. Sie wissen sehr genau, dass eine Super League ohne Wettbewerb eine Grundlage des Fußballs zerstört hätte und damit den eigenen Interessen schadet. Sie bewiesen ein Gespür für das Kulturgut Fußball, dass US-Investoren und europäische Milliardäre offenbar nicht haben.

Doch der Kampf um den Fußball und den zukünftigen Weg ist deshalb nicht zu Ende. Die zynische Pointe ist, dass ausgerechnet die Uefa und ihr Präsident Aleksander Ceferin als Sieger dastehen. Es ist in erster Linie der Europäische Fußball-Verband, der mit seiner jüngst erneut aufgeblähten Champions League selbst dazu beiträgt, dass der Profi-Fußball ein grundlegendes Verteilungs- und Gerechtigkeitsproblem hat und sich den Fußballfans entfremdet. Darüber wird noch zu reden sein.



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