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Kunst kommt vom Küssen | ZEIT ONLINE

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Hoch genug? Hängung der Hopper-Ausstellung
© Kostas Maros für DIE ZEIT

Edward Hopper, „Cape Cod Morning“, 1950
© Heirs of Josephine Hopper /​ 2019, ProLitteris, Zürich Foto: Smithsonian American Art Museum, Gene Young

Kratzer? Check mit der Restauratorin Steckling
© Kostas Maros für DIE ZEIT

Das Puppenhaus war seine Idee. „Dittistuube“ nennt sie Sam Keller in seinem breiten Basler Dialekt. Er klaubt ein Mini-Gemälde von einer Wand und hängt es an der gegenüberliegenden Seite wieder auf. Lachfältchen graben sich in die Augenwinkel des Museumsdirektors. Aus Holz und Karton ließ Sam Keller ein Modell der Fondation Beyeler basteln, die Bilder von Edward Hopper auf Briefmarkenformat schrumpfen und mit Magneten bestücken. Über dieser Fondation im Kleinformat brütete er Kopf an Kopf mit Kurator Ulf Küster, bis jedes Hopper-Bild sein Plätzchen fand; am kommenden Sonntag wird die Ausstellung über den amerikanischen Maler eröffnet.

Das beliebteste Kunstmuseum der Schweiz ein Kinderspiel? Gar nicht so abwegig. Manch einer, der Sam Keller kennt, den 54 Jahre alten Mann mit dem kahl rasierten Schädel, dem fusseligen Wollpullover und dem breiten Grinsen, sagt über ihn, er sei ein Lausbub, ein Kindskopf. Auch Keller selbst spricht von seiner „kindlichen Freude“ an der Kunst. Die versprüht er wie süßes Parfüm, wenn er, hier einer Kiste, dort einer Leiter ausweichend, durch die noch unfertige Ausstellung in der Fondation Beyeler führt. Und doch hinkt der Vergleich. Sam Keller ist vor allem etwas: ein Marketingprofi – und laut der New York Times eine der einflussreichsten Personen im weltweiten Kunstbetrieb. In Riehen, einem Vorort von Basel, wo die Fondation Beyeler steht, macht er Ausstellungen, wie sie sonst nur in den globalen Kunstmetropolen New York, Berlin oder Tokio stattfinden. Das gilt auch für die große Schau über Edward Hopper, einen der bedeutendsten US-Maler des 20. Jahrhunderts. Dafür wurden Bilder eingeflogen, die sonst in privaten Hollywood-Villen oder im Weißen Haus hängen.

Sam Keller dreht den Gemälden zunächst den Rücken zu und schaut in den Garten: Blauer Himmel spiegelt sich im Seerosenteich, die Ausläufer des Schwarzwalds stehen im milden Licht der Januarsonne. Keller fängt die vom Panoramafenster gerahmte Landschaft mit einer großen Geste ein: „Die Fondation ist mehr als ein Museum. Sie ist auch ein Ort der Erholung, der Natur, der Sinneslust.“

Anders als beim Kunsthaus Zürich oder bei der Kunsthalle Basel kann der Kunstliebhaber seinen Besuch nicht zwischen Mittagessen und Shoppingtour quetschen. Mit dem Auto fährt man bis an die deutsche Grenze, wo die Straßen von Einkaufstouristen verstopften sind, die Tramfahrt vom Basler Bahnhof ins beschauliche Dorf dauert über eine halbe Stunde. Trotz der schlecht erschlossenen Lage ist die Fondation Beyeler seit Jahren das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz. 2017 und 2019 zählte sie beinahe eine halbe Million Eintritte, doppelt so viele wie das Kunsthaus Zürich.

Die Fondation zieht die Massen unter anderem deshalb an, weil Sam Keller vorwiegend die ganz Großen des modernen Kunstkanons ausstellt. Klee, Monet, Kandinsky, Gauguin, Munch, Matisse, Hodler, Giacometti. Oder eben Picasso und jetzt Edward Hopper. Er nennt die Künstler „Champions League“. Man könnte auch sagen: tote, weiße Männer. Sein schelmisches Grinsen verblasst. „Darf ich direkt sein? Der Ausdruck ist sexistisch und rassistisch. Ich kann so nicht über Künstler sprechen.“ Es sei nun mal das Konzept der Fondation, dass sie Kunst einem breiten Publikum zugänglich mache und „erprobte“ Künstler ausstelle. Zudem zeige die kürzlich zu Ende gegangene Ausstellung Resonating Spaces, dass man auch zeitgenössischen Künstlerinnen eine Plattform biete: fünf Frauen, darunter die Schweizerin Silvia Bächli.

Für seine Blockbuster-Shows wird Sam Keller immer mal wieder kritisiert. Wenngleich nur leise. Es lohne sich, sagte der Basler Kunstmuseumsdirektor Josef Helfenstein zur Basellandschaftlichen Zeitung, „auf mehr als nur auf Highlights zu setzen“. Stolz fügte er an: „Die coolste Party des Jahres fand bei uns statt, nicht in der Fondation.“

Ein Seitenhieb gegen den beliebten Sam. Denn eigentlich ist er der Partykönig in artsy Basel. Vor zwanzig Jahren, als er noch Direktor der Kunstmesse Art Basel war, ließ er auf seinen Partys Underground-DJs oder Bands wie Hot Chip aus London aufspielen. Schnell war klar: Dieser Mann versteht etwas von elektronischer Musik und vom Feiern. Keller tanzte selbst nach einem durchgetakteten Tag die Nacht durch, und wenn im Morgengrauen die Polizei die Lautstärke runterdrehen wollte, wickelte der Messe-Boss die Beamten charmant um den Finger. Die Sunset Partys, die Keller heute im Park der Fondation Beyeler veranstaltet, sind zwar weniger wild, aber noch immer ziehen sie 3000 Leute an.

Wie gewinnt man das breite Publikum für sich? „Indem man die Kunst und die Menschen liebt“, sagt Keller. Er ist mehr kumpelhafter Gastgeber als kunstbesessener Nerd. Das neue Café der Fondation Beyler gleicht einer Fünf-Sterne-Hotelbar, und damit sich auch Hipster in seinem Museum wohl fühlen, hat Keller ein zusätzliches Lokal eingerichtet, eine Mischung aus Teestube und Workspace. Seine Angestellten tragen demnächst keine Uniformen mehr, sondern die hauseigene Kollektion mit Rollkragenpullis oder Blusen mit Stehkragen, dazu Sneakers wie der Chef. Sie veranstalten Malkurse, Tanzperformances, Konzerte, Vorträge oder bedienen die Besucherinnen in einem XXL-Museumshop. Dazu gibt es Führungen für Demente, Sehbehinderte, Französisch- und Englischsprechende, für Krabbelkinder, Teenies und jährlich 540 Schulklassen. Promis wie Leonardo DiCaprio kommen als Besucher vorbei oder schmeißen gleich eine Veranstaltung: Schauspieler Keanu Reeves hielt eine Lesung, Tänzer William Forsythe eine Performance. Momentan baut Stararchitekt Peter Zumthor einen Pavillon, in dem noch mehr Veranstaltungen stattfinden können, dazu ein Gebäude mit zusätzlichen Ausstellungsräumen. Auch die Parkanlage, in der die Fondation Teile ihrer Skulpturensammlung zeigt, wird vergrößert.

Zwölf Tage vor der Edward-Hopper-Eröffnung hängt bereits ein Drittel der Werke, die übrigen werden vorerst durch Platzhalter-Reproduktionen ersetzt. Keller deutet auf eine Holzkiste: „Die Bilder müssen sich 24 Stunden akklimatisieren, bevor wir sie auspacken dürfen.“ Hopper zu zeigen, das sei ein alter Traum. Nur leider habe es lange keinen Anlass gegeben, den US-Klassiker auszustellen. Keller geht bei seinen Shows immer von einem Werk aus der rund 400 Arbeiten umfassendenden Sammlung der Fondation Beyeler aus, die er home base nennt. Erst vor eineinhalb Jahren kam ein Landschaftsbild von Hopper aus dem Jahr 1928 als Dauerleihgabe dazu: Cape Ann Granite. „Hier, es hängt schon.“ Keller steht mit verschränkten Armen vor einer Wiese, auf der ein paar Felsbrocken liegen. „Zunächst denkt man, was für ein lieblicher Hügel. Dann merkt man, dass die Schatten irgendwie zu lang und zu dunkel sind, der Strauch vom Wind gepeitscht wird.“ Keller ist keiner, der in komplexem Kunsthistorikerjargon spricht. Vielmehr beschreibt er, was er auf den Bildern sieht und was sie bei ihm auslösen. „Das fühlt sich an wie die Stille vor oder nach dem Sturm.“

Hoppers Bildsprache, die Melancholie, das Spiel mit Licht und Schatten, habe zahlreiche Filmschaffende wie Roman Polanski oder David Lynch beeinflusst, erklärt Keller weiter. Auch Alfred Hitchcock ließ sich für sein gruseliges Psycho-Haus von einer Hopperschen Bruchbude inspirieren. Und Wim Wenders hat eigens für die Ausstellung einen Kurzfilm in 3-D gedreht.

Das bekannteste Bild, Nighthawks, eine in grünes Licht getauchte Barszene, die gern auch als Poster in Studenten-WGs hängt, wird man in der Fondation nicht sehen. „Wir machen etwas Neues. Wir fokussieren auf die Landschaften.“ Die Fondation zeigt zwar oft den klassischen Kunstkanon, doch, das muss ihr selbst die Konkurrenz zugestehen, häufig aus einer ungewohnten Perspektive. Bei Picasso standen die ganz frühen Werke im Zentrum, bei Paul Klee die wenig bekannten, abstrakten Bilder.

Nach einer Zigarettenpause – „kann ich kurz?“ – führt Keller zu zwei in Öl gemalten Scheunen. „Die hingen bei Obama im Oval Office. Er hat sie selbst ausgesucht.“ Edward Hopper sei für die Amerikaner, was Ferdinand Hodler für die Schweiz ist: „Irgendwie identitätsstiftend. Auch Patrioten mögen ihn, obwohl seine Bilder Widerstand gegen die Industrialisierung leisten.“ Keller geht weiter zu einem Bild, auf dem eine Frau erwartungsvoll aus dem Fenster schaut. „Sie wirkt wie gefangen in diesem Erker. Dazu der düstere Wald im Hintergrund, das Zwielicht. Man fragt sich, ob im nächsten Augenblick ein Unglück geschieht.“

Während Picasso rund 2000 Bilder gemalt hat, waren es bei Edward Hopper nur 366. „Die zu finden war eine aufwendige Detektivarbeit.“ Kurator Ulf Küster klapperte in zwei Roadtrips quer durch die USA Regionalmuseen ab. Auch Keller selbst flog nach Amerika und besuchte Kunstbesitzer oder schrieb Briefe, die dann von Kontakten an anonyme Sammler weitergeleitet wurden. Zudem veranstaltete er in Los Angeles eine Party im Haus von Komiker Steve Martin, wo einige Edward-Hopper-Bilder an den Wänden hängen.

Kaum einer, so sagt man, sei besser im Kunstmarkt vernetzt als Keller. Schon früh hat er seinen Vornamen internationalisiert und von Samuel auf Sam gestutzt. In der Szene wird behauptet, er habe 1000 Freunde. Auch während er durch sein Museum führt, kommen immer wieder Männer vorbei, die ihm auf die Schulter klopfen, und Frauen, die ihm drei Küsschen auf die Wangen drücken. „Sam hat eine unglaublich offene Art, ganz unterschiedlichen Menschen zu begegnen, mit echtem Interesse und Neugierde“, sagt der Basler Stararchitekt Jacques Herzog. „Er scheint alle und jeden zu kennen. Nicht nur hier in Basel, sondern überall auf der Welt.“

Dabei ist Keller nicht im Jetset aufgewachsen, sondern in einer Büezerfamilie, nur ein paar Hundert Meter von der Fondation entfernt. Sein Vater war Mechaniker, die Mutter Krankenschwester, und beide fanden sie: „Kunstmuseen sind nichts für Leute wie uns.“ Kunst begegnete Sam Keller zum ersten Mal beim Fußballspielen im Wenkenpark in Riehen. „Dort verbrachte ich mit meinen Kumpels den ganzen Sommer. Plötzlich standen so Skulpturen rum. Zunächst waren sie im Weg, doch nach ein paar Wochen hatte ich einige davon richtig gern.“ Der Zufall wollte es, dass die Giacomettis, Calders und Serras auf der grünen Wiese des Galeristenpaars Hildy und Ernst Beyeler aufgestellt wurden, die 1997 die Fondation Beyeler gründeten.

Nach der Matura studierte Keller in Basel Kunstgeschichte, Wirtschaft und Philosophie, schloss aber nie ein Studium ab. „Das Leben außerhalb der Uni interessierte mich mehr.“ Auch habe er viele „Scheißjobs“ machen müssen, um sein Studium zu finanzieren. Er inventarisierte die Basler Nachttöpfe im Historischen Museum und schrieb Texte für einen Architekturverlag, bis er bei der Messe Basel in der Kommunikation einstieg. Rasch kletterte der ehrgeizige Querkopf die Karriereleiter hoch und wurde im Jahr 2000 schließlich Chef der Art Basel, der weltweit wichtigsten Kunstmesse. Mit Sakko und Sonnenbrille führte er zahlungskräftige Käufer wie Brad Pitt oder Karl Lagerfeld durch die Hallen, verbrachte drei Viertel seiner Zeit auf Apéros in New York oder bei Vernissagen in Asien und gründete in Miami einen Art-Ableger. Damals schrieb der Spiegel über ihn: „Dass gerade die Gegenwartskunst zum Inbegriff des echten Glamours wurde, dass sich Kunstmessen zu Treffpunkten der globalen Society entwickelt haben – dafür ist hauptsächlich eine Person verantwortlich: Samuel Keller.“

In der Kunstszene galt er bald als Popstar, mit einem Bein blieb Keller aber immer auf dem heimischen Boden, kokettierte mit seiner einfachen Herkunft, seiner Liebe zu Basel, nannte sich einen „Dienstleister“. Über sein Privatleben sprach und spricht er kaum, das sei „uninteressant“.

Keller wurde jung Vater – „Wie das geht, kann man in jedem Biologie-Buch nachlesen.“ Der Sohn ist inzwischen erwachsen, mit seiner Frau ist er seit dreißig Jahren verheiratet. Wenn er an einem Wochenende nicht auf Dienstreise ist, fährt er auf seinem alten Herrenvelo zum St.-Jakob-Stadion, isst eine Bratwurst, trinkt ein Bier und schreit sich für den FC Basel die Seele aus dem Leib. Zudem mag er heiße Schokolade.

Als ihm Kunstsammler Ernst Beyeler im Jahr 2008 die Leitung der Fondation anbot, war man in der Szene überrascht – dem Keller, einem ohne Doktortitel, ohne Uni-Abschluss! Viele hätten ihm den Job nicht zugetraut, sagt Jacques Herzog. Doch Keller sollte sie eines Besseren belehren. Es ist sein Verdienst, dass sich heute selbst Büezer wie seine Eltern ins Museum wagen. Und im vergangenen April verlieh er einen echten Picasso für einen Tag an einen Bauern im Zürcher Oberland. Pablo im Kuhstall. Ein geglückter PR-Stunt, bezahlt von der Telekomfirma Swisscom.

Nein, Berührungsängste mit der Privatwirtschaft kennt Keller nicht. Er klingt wie der Pressesprecher eines Großkonzerns, wenn er sagt: „Unternehmen identifizieren sich mit Wertvorstellungen, die auch die Kunst vertritt. Ich denke da etwa an Exzellenz, Kreativität oder Innovation.“ Finanzkräftige Sponsoren wie Bayer, Novartis oder die UBS spielen bei der Fondation eine wichtige Rolle. Das Betriebsbudget beläuft sich auf rund 30 Millionen, zwei Drittel kommen von Partnern aus der Privatwirtschaft sowie von Spendern und den Besuchererträgen. Drei Millionen Franken gibt es von der öffentlichen Hand, und rund sechs Millionen Franken steuern die Beyeler-Stiftung sowie die Stiftung des Medizinalunternehmers Hansjörg Wyss bei.

„Friederike!“ Keller breitet die Arme aus. „Ich hoffe, du bist noch nicht verhungert.“ Vor dem Mittagessen untersucht Keller mit Restauratorin Friederike Steckling einen Hopper-Hügel in Öl, der tags zuvor mit dem Flugzeug aus New York nach Zürich und dann mit dem Lastwagen nach Riehen geliefert wurde. Drei Sicherheitsschleusen müssen die Lieferanten passieren, bis sie im Bauch der Fondation parken können. Allein die Versicherungssummen für einzelne Leihgaben gehen in die Hunderttausende Franken.

Um zu beweisen, dass beim Transport und in der Ausstellung keine Schäden entstanden sind, macht die Restauratorin bis zu fünfzig Fotos von einem Gemälde und notiert jedes Fusselchen, das auf der Leinwand klebt. „Diese weiße Faser hier“, sagt sie und leuchtet mit ihrer Taschenlampe ein gemaltes Büschel Gras an, „siehst du die? Vermutlich wurde das Bild einmal mit einem Tuch gereinigt.“

Keller ist seinen Bildern gern nahe. Bei jedem zweiten bleibt er stehen, schaut und schweigt ein paar Sekunden, als sähe er das Werk zum ersten Mal. Da ist es wieder, das kindliche Staunen. Dieser sinnliche und unmittelbare Zugang zur Kunst sei für ihn wie Meditieren, sagt Keller. Es komme zwar viel zu selten vor, aber er liebe es, wenn er einfach mal eine Stunde Zeit habe mit einem Bild, dann versinke er darin, bis die Farben flirren. „Das ist so intensiv wie ein Kuss.“



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Schutz vor Coronavirus: Das muss man beim Händewaschen beachten

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Händewaschen klingt zunächst einmal super trivial, ist es tatsächlich gar nicht, weil es doch einige Sachen gibt, die man beachten sollte. Man beginnt damit, dass man sich zunächst die Hände befeuchtet. Danach nimmt man die Seife und fängt an, sich die Hände einmal einzuseifen. Zuerst die Handinnenflächen, dann die Handrücken, gerne auch bis zum Handgelenk hoch.

Wichtig ist es nun, die Hände wirklich umfassend einzuseifen und auch die Daumen. Und Stellen, die häufig vergessen werden, sind vor allem die Finger Zwischenräume, die auch gründlich einseifen. Beliebt ist auch zum Beispiel, die Stellen an den Fingerspitzen unter den Fingernägeln zu vergessen. Die kann man auch noch einmal gut separat reinigen, indem man sie einfach in den Handinnenflächen reibt.

Und richtiges Einseifen dauert etwa 20 bis 30 Sekunden. Man sollte sich auch die Zeit dafür nehmen. Und dann im Anschluss werden die Hände unter fließendem Wasser wieder abgewaschen. Und wenn man jetzt unterwegs ist, auf öffentlichen Toiletten beispielsweise, kann man so Einweg Handtücher nehmen.

Wichtig ist auch, dass man sich die Hände gründlich abtrocknet.

Oder wenn man zu Hause ist, kann man auch pro Person ein eigenes Handtuch verwenden.

Wichtig ist es auch, dass es sauber und trocken ist. Und für Gäste kann man auch Gästehandtücher ins Bad legen.



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Diskriminierung schwuler Soldaten: AKK soll sich offiziell entschuldigen

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Bis Anfang der 2000er-Jahre wurden deutsche schwule Soldaten in der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee (NVA) aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert. Nach eigener Aussage beschäftigt sich die Bundesregierung zwar ihrer Rehabilitierung, eine Entschuldigung dafür sieht die Bundesregierung aber derzeit nicht vor. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die BILD vorliegt.

So wurden etwa Soldaten der Bundeswehr nicht zu Berufssoldaten ernannt, aus Ausbildungs- und Vorgesetztenfunktionen herausgelöst oder sogar aus dem Dienst entfernt. Durch die truppendienstgerichtlichen Urteile und unehrenhaften Entlassungen entstand für die Betroffenen neben der Rufschädigung auch eine zivilberufliche Benachteiligung, kritisiert die FDP.


Annegret Kramp-Karrenbauer absolvierte als Verteidigungsministerin bei ihrer Amtseinführung ihren Marsch vorbei an Soldaten
Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihrer Amtseinführung als VerteidigungsministerinFoto: Wolfgang Kumm / dpa

„Ein Schlag ins Gesicht“

Grund dafür sei das Grundgesetz, begründet das Bundesverteidigungsministerium. „Für eine rückwirkende Aufhebung von Gerichtsurteilen durch die Legislative bestehen hohe verfassungsrechtliche Hürden, sodass dies nur in eng begrenzten Ausnahmefällen als zulässig angesehen wird.“

Ähnlich argumentierten mehrere Bundesregierungen damals auch die Ablehnung der Rehabilitierung von Opfern des Paragrafen 175: Die Urteile des 1994 abgeschafften Gesetzes seien rechtsstaatlich zustande gekommen und könnten daher nicht nachträglich geändert werden. Erst 2017 wurde das „Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach dem 8. Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilten Personen“ (StrRehaHomG) einstimmig im Bundestag beschlossen.

„Ein Schlag ins Gesicht für die Soldaten, die auch nach der Abschaffung des Paragrafen 175 in den Streitkräften diskriminiert wurden“, findet der Vorsitzende des Arbeitskreises Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V., Sven Bäring (25).

Auf der Facebookseite schreibt der Arbeitskreis: „Wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass Angehörige der Bundeswehr die Anerkennung bekommen, die sie verdienen. Dies schließt für uns die Aufhebung von diskriminierenden Urteilen mit ein!“

Bundeswehr trug „jahrzehntelang aktiv zur gesellschaftlichen Stigmatisierung“ bei

Die FDP fordert nun auch bei den deutschen Streitkräften die Rehabilitierung für schwule Soldaten.

Jens Brandenburg (33), LSBTI-politischer Sprecher der FDP erklärt dazu: „Die wissenschaftliche Aufbereitung des Umgangs der Bundeswehr mit Homosexualität ist gut. Sie darf aber nicht zum Feigenblatt für die eigentliche Verantwortungsübernahme werden.“

„LSBTI“ ist die deutsche Abkürzung des geläufigeren englischen Kürzels „LGBTI“ und bedeutet Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle.


Jens Brandenburg (33), LSBTI-politischer Sprecher der FDP
Jens Brandenburg (33), LSBTI-politischer Sprecher der FDPFoto: © 2018 tokography/Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)

Und weiter: „Die Bundeswehr war nicht einfach eine Getriebene gesellschaftlicher Vorurteile, wie die Bundesregierung es nun darstellt.“ Er unterstellt der Bundeswehr, mit der Ausgrenzung homosexueller Soldaten „jahrzehntelang aktiv zur gesellschaftlichen Stigmatisierung beigetragen“ zu haben.

„AKK muss sich historischer Verantwortung stellen“

Denn: Es ginge nicht „um Lappalien“. Die FDP wirft der Bundeswehr vor, durch die unehrenhaften Entlassungen und faktischen Berufsverbote, „ganze Biografien vernichtet“ zu haben. Von der Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (57, CDU) erwartet er, „bei der Rehabilitierung betroffener Bundeswehrangehöriger keinen schlanken Fuß“ zu machen. Sie müsse sich der historischen Verantwortung stellen, so Brandenburg.

Kramp-Karrenbauer solle die betroffenen Bundeswehrangehörigen „endlich offiziell für die jahrzehntelang erfahrene Diskriminierung um Entschuldigung bitten“. Denn: Truppendienstliche Urteile auf Basis des Paragrafen 175 müssten „schon aus Respekt vor den Betroffenen endlich aufgehoben werden“ und „systematische Diskriminierung“ in den DDR-Streitkräften „Teil der historischen Aufarbeitung sein“.

Die FDP erfragte in ihrer Kleinen Anfrage auch konkret die Haltung Kramp-Karrenbauers, im Antwortschreiben gibt es dazu allerdings kein einziges Wort.


Alexander Müller (50, FDP) kritisiert vor allem die Haltung von AKK
Alexander Müller (50, FDP) kritisiert vor allem die Haltung von AKKFoto: PR

Schweigen von AKK habe „merkwürdigen Beigeschmack“

Der federführende Fragesteller und Obmann der FDP-Fraktion im Verteidigungsausschuss, Alexander Müller (50), kritisiert: „Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich als neue Verteidigungsministerin bisher überhaupt nicht zu der Rehabilitierung oder der Diskriminierung homosexueller Soldaten und Soldatinnen in Deutschland geäußert: Sie hat meine Fragen dazu schlicht nicht beantworten lassen. Sie mag dem sogar zustimmen, dass jeder ungeachtet seiner sexuellen Orientierung oder Identität in der Bundeswehr willkommen sei. Angesichts ihres Vergleichs der Ehe für alle mit Vielehen oder Inzest oder ihren Witzen zu Intersexuellen-Toiletten erhält das Ausbleiben einer offiziellen Äußerung allerdings einen merkwürdigen Beigeschmack.“

AKKs Vorgängerin, Ursula von der Leyen (61), hatte 2017 in einem Workshop über „sexuelle Identität und Orientierung in der Bundeswehr“ ausdrücklich für die Gleichbehandlung von LGBTQ in den Truppen geworben. Die CDU-Politikerin stieß damals auf heftigen Widerstand aus CSU, SPD und AfD.

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Cinta memang tak selamanya akan berjalan mulus namun akan berjalan bahagia jika …

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Cinta memang tak selamanya akan berjalan mulus namun akan berjalan bahagia jika di jalani dengan hati yang tulus.
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🎵 Marion Jola ft Rizky Febian – Tak ingin pisah lagi
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🕹️ Follow & support @dua_nadi x @nasihatiku agar senantiasa setiap hari mewakili perasaan anda lewat kata dan nada.
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