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Kritik wegen Darstellung von Williams Kindern

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In der Satire-Sendung “The Prince” werden die englischen Royals auf die Schippe genommen. Doch über die Witze über die Kinder von Prinz William und Herzogin Kate können die Zuschauer so gar nicht lachen.

Seit Kurzem sind die britischen Royals in einer fiktiven Version in der animierten Serie “The Prince” beim US-Streamingdienst HBO Max zu sehen. In der von Gary Janetti entwickelten Satire werden die Mitglieder der königlichen Familie jedoch nicht gerade im besten Licht gezeigt. Dass auch Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis, die Kinder von Prinz William und seiner Frau, Herzogin Kate, nicht verschont blieben, hat einige Kontroversen ausgelöst.

In der Sendung “Good Morning Britain” meldete sich etwa die Anwältin Dr. Shola Mos-Shogbamimu zu Wort und kritisierte die satirische Darstellung der jungen Royals. In einem Tweet fasste sie ihre Meinung wie folgt zusammen: “Kinder sind tabu. Es ist unangebracht und widerspricht unserem kollektiven Verantwortungsbewusstsein, sich über Kinder lustig zu machen. Wir brauchen keine unförmige, erfundene Perspektive einer Karikatur eines Achtjährigen, um die königliche Familie zu persiflieren.”

Auch weitere User üben Kritik an der Royal-Satire. “Mit dem heutigen Debüt von ‘The Prince’ möchten wir Sie daran erinnern, dass dies unschuldige Kinder sind, die es nicht verdienen, karikiert und verspottet zu werden. Sie verdienen, wie jedes andere Kind, Privatsphäre”, twitterte ein anderer Nutzer.

Auch unter einem Beitrag von HBO Max, in dem ein Ausschnitt der Serie gezeigt wird, reihen sich einige kritische Kommentare. “Dass ‘The Prince’ auf einem Kind basiert, das sich nie dafür entschieden hat, in der Öffentlichkeit zu stehen, ist unverantwortlich und nicht lustig. George, Charlotte und Louis sind in der Grund- und Vorschule. Sie sind unschuldig und sollten tabu sein, genau wie andere berühmte Kinder. Überdenken Sie das oder ich kündige mein Abonnement”, richtet sich ein weiterer Nutzer direkt an den Streamingdienst.

Darum geht es in “The Prince”

Im Zentrum von “The Prince” steht der junge Prinz George. Der Achtjährige, seine Eltern und Geschwister sowie weitere Mitglieder der königlichen Familie, darunter Queen Elizabeth II., Prinz Charles, Herzogin Camilla, Prinz Harry und Herzogin Meghan, werden von einem prominenten Voicecast synchronisiert.

Serienmacher Gary Janetti spricht etwa Prinz George. Neben ihm sind unter anderem Orlando Bloom als Harry, Alan Cumming als Georges Butler, Lucy Punch als Herzogin Kate und Condola Rashad  als Herzogin Meghan zu hören. Ebenso dabei sind die “Game of Thrones”-Stars Iwan Rheon als William und Sophie Turner als Prinzessin Charlotte.

Insgesamt umfasst die Satire zwölf Folgen und ist seit Kurzem auf dem Streamingdienst HBO Max abrufbar. Nach dem Tod von Prinz Philip (1921-2921) im April wurde die Veröffentlichung zunächst verschoben.



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Versicherer mit Kapitalpuffer: Gut eine Milliarde Euro an Flut-Opfer ausgezahlt

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Versicherer mit Kapitalpuffer

Gut eine Milliarde Euro an Flut-Opfer ausgezahlt

Rund ein Fünftel der Summe für die versicherten Schäden durch die Flutkatastrophe vom Juli in Rheinland-Pfalz und NRW ist mittlerweile ausgezahlt worden, wie der Branchenverband mitteilt. Sorgen um die finanzielle Stabilität der Versicherer seien unbegründet.

Rund zehn Wochen nach der Hochwasserkatastrophe in West- und Süddeutschland haben die Versicherungen bereits über ein Fünftel aller versicherten Schäden reguliert. “Mehr als ein Fünftel der Schadensumme haben wir bereits ausgezahlt, also etwa 1,5 Milliarden Euro”, sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Etwa eine Milliarde Euro ging an private Haushalte und etwa eine halbe Milliarde Euro an Gewerbetreibende, darunter auch viele kleine und mittlere Unternehmen.”

Die Gesamtsumme der versicherten Schäden beträgt rund 7 Milliarden Euro, so Asmussen weiter. Es gebe 250.000 einzelne Schadensfälle, von denen allein 50.000 zerstörte Autos seien. “Das Regentief Bernd und das folgende Hochwasser waren die schlimmste Naturkatastrophe, die wir in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg gesehen haben”, sagte Asmussen. Insgesamt seien 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Versicherer und Versicherungsvermittler in den Überschwemmungsgebieten im Einsatz gewesen, außerdem 2500 externe Kräfte, zum Beispiel Gutachter.

Versicherer haben ausreichenden Kapitalpuffer

Sorgen um die finanzielle Stabilität der Versicherer müsse man trotz der Größe des Schadensereignisses nicht haben, betonte Asmussen. “Die Versicherungen können mit Schadensereignissen wie der Hochwasserkatastrophe umgehen. Sie sind Teil unseres Geschäftes. Erstens sind unsere Unternehmen rückversichert. Und zweites hat die Versicherungswirtschaft einen ausreichend großen Kapitalpuffer.”

Zu einer möglichen Pflichtversicherung äußerte er sich skeptisch: “Es wäre ein Fehler, eine Versicherung verpflichtend einzuführen, die dann ganz allein die Kosten der fehlenden Anpassung an die Klimafolgen tragen muss”, sagte er. “Viel wichtiger wäre aus unserer Sicht ein Gesamtkonzept, das auch staatliche und private Prävention umfasst.”



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Vorhersage für Großbritannien: Mehrheit der Kinder wird sich anstecken

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Vorhersage für Großbritannien

Mehrheit der Kinder wird sich anstecken

Großbritannien impft erst seit wenigen Tagen Kinder und Jugendliche. Das wird zusätzlich zu den anhaltend hohen Gesamtinfektionszahlen deutliche Auswirkungen haben. Ein Experte vermutet, dass es in dieser Altersgruppe zu vielen Ansteckungen kommen wird.

Angesichts hoher Corona-Fallzahlen in britischen Schulen geht ein Experte davon aus, dass sich die meisten Kinder im Winter mit dem Virus anstecken werden oder bereits infiziert waren. “Ich denke, dass sich in sechs Monaten die Mehrheit infiziert haben wird”, sagte der Public-Health-Experte Azeem Majeed vom Imperial College London. Seit Ende der Schulferien in England sind die Fallzahlen unter den 5- bis 14-Jährigen enorm gestiegen. Die Inzidenz liegt mehr als doppelt so hoch wie in anderen Altersgruppen, wie etwa in einer Auswertung der “Financial Times” zu erkennen ist.

Großbritannien impft erst seit kurzem auch 12- bis 15-Jährige. “Es wäre besser gewesen, damit früher zu beginnen”, sagte Majeed. “Da waren wir im Vergleich zu anderen europäischen Ländern spät dran.” Für Kinder unter 12 Jahren gibt es bislang keine zugelassenen Corona-Impfstoffe, allerdings erkranken sie auch seltener schwer. Das Risiko sei eher, dass Kinder das Virus an Erwachsene weitergäben, die nicht oder weniger wirksam durch Impfstoffe geschützt seien, sagte der Mediziner.

Das britische “Joint Committee on Vaccination and Immunisation” (JCVI) hatte sich Anfang September mit dem Hinweis auf potenzielle myo­kar­diale Schäden gegen eine generelle Coronaimpfung von 12- bis 15-Jährigen ausgesprochen und war dafür hart kritisiert worden. Dem JCVI wurde daraufhin vorgehalten, die Gefährdung der Jugendlichen durch ein Long Covid-Syn­drom zu ignorieren und die Rolle der Kinder als Überträger zu unterschätzen. Seit Mitte September erhalten nun Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe eine Impfung mit Biontech. Ob sie auch – wie Erwachsene – eine zweite Dosis erhalten, soll noch geprüft werden.

Wenig Hoffnung auf weniger Tote

Majeed hat keine großen Hoffnungen, dass die noch immer sehr hohen Corona-Fallzahlen in Großbritannien vor dem nächsten Frühjahr deutlich sinken werden. Die Inzidenz hat sich seit längerem um die 300 eingependelt. Pro Woche sterben im Schnitt etwa 1000 Menschen an oder mit Covid-19. “Die Regierung scheint das akzeptiert zu haben”, sagte der Experte. Dabei handele es sich um einen der höchsten Werte in Europa.

Die Corona-Beschränkungen sind in England seit Mitte Juli fast vollständig aufgehoben. In den anderen Landesteilen des Vereinigten Königreichs gelten ähnlich Regeln, allerdings setzt man dort zum Beispiel noch stärker auf die Maskenpflicht.



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FC Bayern hadert mit Sieg: Lewandowski wird Rekord vom Fuß geklaut

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FC Bayern hadert mit Sieg

Lewandowski wird Rekord vom Fuß geklaut

Der FC Bayern gewinnt auch das fünfte Spiel der Fußball-Bundesliga in Serie. Doch beim Aufsteiger Greuther Fürth ist das mitnichten so einfach wie vielleicht gedacht. Der Tabellenführer tut sich schwer, hadert anschließend – und muss auch noch einen knapp nicht treffenden Robert Lewandowski trösten.

Dass dieses Spiel kein normales werden würde, das war schon klar, als der Bus des FC Bayern nach der Kriechfahrt durch den Laubenweg im Fürther Stadtteil Ronhof hinter der Haupttribüne des gleichnamigen Stadions parkte: Sofort bildete sich eine Menschentraube, Handys wurden gezückt – es waren Szenen und eine Stimmung wie für gewöhnlich im DFB-Pokal, wenn der kleine Amateurklub das große Los gezogen hat.

Und so ging es dann weiter: Der David spielte mutig und giftig, der Goliath bisweilen arg schlampig, er musste stets auf der Hut sein, erst recht, weil er nach der berechtigten Roten Karte für Benjamin Pavard (48./grobes Foulspiel) in Unterzahl war. “Wir sind glücklich über die drei Punkte, Fürth hat uns schon einiges abverlangt”, sagte Trainer Julian Nagelsmann nach dem etwas mühsamen, aber auch ungefährdeten 3:1 (2:0).

Die Fürther zeigten ihr bestes Saisonspiel, ihre Anhänger feierten jede halbwegs gelungene Aktion, und als Angreifer Cedric Itten kurz vor Schluss auch noch Manuel Neuer per Kopfball überwand (88.), sangen sie voller Inbrunst: “Deutscher Meister wird nur das Kleeblatt Fürth.” Und so war es auf der anderen Seite auch verständlich, dass sich die Münchner nach diesem ungewöhnlichen Härtetest gerne selbst lobten. Und zu Recht.

“Keine Glanzleistung”

Es sei nun “keine Glanzleistung” gewesen, sagte Joshua Kimmich, aber: “Wir hatten das Spiel im Griff, auch in Unterzahl”, nicht zuletzt, weil “der Charakter der Mannschaft super ist”. Ja, gab Thomas Müller zu, die Bayern hätten “manchmal zu schlampig gespielt” und die Positionen nicht immer wie vorgesehen besetzt, aber: “Das ist Meckern auf hohem Niveau”, denn “wenn du trotz Unterzahl das 3:0 machst, gibt dir das ein gutes Gefühl”.

Dieses 3:0 erzielte nach Treffern von Müller (10.) und Kimmich (31.) Sebastian Griesbeck (68./Eigentor): Der Mittelfeldspieler hatte vor dem einschussbereiten Robert Lewandowski klären wollen, nun “klaute” er dem Weltfußballer einen Rekord. In 15 Bundesligaspielen in Serie hatte der Pole mindestens einmal getroffen, die Bestmarke von Gerd Müller (16) verfehlte er nun. Mehr als ein Lattentreffer (40.) war nicht drin.

Lewandowski schien dann auch ein wenig unglücklich zu sein. “Wir wissen ja, dass er sehr gierig ist, Tore schießen will, aber auch mehr Bälle möchte im Spiel”, erläuterte Nagelsmann. Nur: Die Bälle kamen diesmal nicht. “Er wird hoffentlich am Mittwoch treffen, und dann sind wir alle wieder zufrieden”, sagte der Trainer. Am Mittwoch (21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) wird Dynamo Kiew zum zweiten Gruppenspiel in der Champions League vorstellig.

Die Bayern und ihr Torjäger könnten wahrlich schlechter dastehen, unter Nagelsmann sind sie in den nunmehr neun Pflichtspielen in dieser Saison ungeschlagen, die vergangenen acht haben sie gewonnen. “Momentan sind wir gut drauf”, sagte auch Kimmich, doch er wäre nicht Joshua Kimmich, hätte er nicht auch noch ergänzt: “Wir haben bisher nicht alle Spiele souverän gestaltet.”



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