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Kopf-an-Kopf-Rennen bei Wahl in Israel | Aktuell Nahost | DW

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Bei der Parlamentswahl in Israel liegen der konservative Regierungschef Benjamin Netanjahu und sein Herausforderer Benny Gantz nach mehreren Prognosen nahezu gleichauf. Netanjahus Likud kam demnach auf 30 bis 33 Mandate, Gantz‘ Liste Blau-Weiß auf 32 bis 34 Sitze. Drittstärkste Kraft wurde die Vereinigte Arabische Liste mit elf bis 15 Sitzen.

Die ultrarechte Partei Unser Haus Israel von Avigdor Lieberman erhielt den Prognosen zufolge acht bis zehn Mandate. Ihr könnte die Rolle des Königsmachers zufallen. Denn wie es aussieht, steuert das Land auf eine ähnliche Pattsituation zu wie nach der Wahl im April. Lieberman sprach sich vor Anhängern für eine „Regierung der nationalen Einheit“ aus – ein gemeinsames Bündnis seiner laizistisch-nationalistisch ausgerichteten Partei mit dem Likud und der Mitte-Rechts-Liste von Gantz.

Zeigt sich vor Anhängern nach der Wahl optimistisch: Benjamin Netanjahu

Auch Gantz, der einen hauchdünnen Vorsprung vor dem amtierenden Ministerpräsidenten haben könnte, will nach eigenen Worten eine große Koalition. Man müsse geduldig auf die endgültigen Ergebnisse der Wahl warten, sagte Gantz vor jubelnden Anhängern. Dennoch werde man umgehend Kontakte zur Bildung einer „breiten Einheitsregierung“ aufnehmen. Er wolle in den kommenden Tagen mit Lieberman und weiteren möglichen Partnern sprechen. Sein Ziel sei es, die israelische Gesellschaft wieder zu einen.

Netanjahu kündigte ebenfalls an, er wolle in den kommenden Tagen Verhandlungen über die Bildung einer „starken Regierung“ aufnehmen. Ziel es, eine „gefährliche, anti-zionistische Regierung“ zu verhindern.

Gantz das Gegenteil – aber nur halb

Vor der Wahl hatte Gantz mehrfach erklärt, er werde nicht mit Netanjahu zusammenarbeiten. Als Grund nannte der frühere Armeechef die Korruptionsvorwürfe gegen den 69-Jährigen, der seit 2009 durchgängig Ministerpräsident ist. In sozialen Fragen ist Gantz das Gegenteil seines Kontrahenten. Doch in der sicherheitspolitischen Ausrichtung sind die Unterschiede zwischen Gantz und Netanjahu kaum erkennbar. Beide konkurrierten um Wähler der rechten Mitte.

Wahlen in Israel- Anhänger der Blau Weißen Partei (Getty Images/AFP/G. Tibbon)

Sie fiebern für Gantz: Anhänger der Liste Blau-Weiß in Tel Aviv

Rund 6,4 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, die 120 Mitglieder der 22. Knesset in Jerusalem zu bestimmen. Die Wahlbeteiligung lag bis 21.00 Uhr (MESZ) bei 69,4 Prozent. Das sind 1,5 Prozentpunkte mehr als bei der Abstimmung im April. Nach dieser war es Netanjahu trotz einer Mehrheit des rechts-religiösen Lagers nicht gelungen, erneut eine Regierung zu bilden.

„Bibis“ Karriere könnte im Knast enden

Netanjahaus Wahlkampf war erneut geprägt von anti-arabischen Aussagen. So warnte er im Vorfeld: Likud-Anhänger müssten sofort wählen gehen, oder man bekomme eine linke Regierung mit den arabischen Parteien. Er versuchte sich im Wahlkampf als Staatsmann darzustellen. So verwies er auf seine engen Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin. In den letzten Tagen des Wahlkampfs bestimmte Netanjahu die Schlagzeilen, indem er ankündigte, nach einem möglichen Wahlsieg „sofort“ das Jordantal im besetzten Westjordanland zu annektieren.

Palästina Israel | Konflikte | Nethanjahu genehmigt vor Wahl israelische Siedlung von Mevoot Jericho im Westjordanland (Getty Images/AFP/J. Ashtiyeh )

Blick ins Jordantal

Doch Netanjahu, im Volksmund auch „Bibi“ genannt, muss aufpassen, dass er nach seinen vollmundigen Ankündigungen nicht in den Niederungen des Gefängnisses landet. Er, der mit insgesamt gut 13 Jahren an der Regierungsspitze der am längsten amtierende Ministerpräsident Israels ist, könnte auch der erste amtierende Regierungschef werden, gegen den die Justiz Anklage erhebt. Generalstaatsanwalt Avischai Mandelblit strebt ein Verfahren wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Vertrauensmissbrauchs gegen Netanjahu an. Die erste Vernehmung Netanjahus ist für den Oktober geplant. Der Regierungschef, der alle Anschuldigungen kategorisch zurückweist, spricht von einer „Hexenjagd“.

Wahlen in Israel - Avigdor Lieberman (Getty Images/AFP/J. Marey)

Könnte Königsmacher werden: Avigdor Lieberman, Chef der Partei Unser Haus Israel

Präsident Reuven Rivlin bestimmt nun, wer den Auftrag zur Regierungsbildung erhält. Dies ist üblicherweise der Vorsitzende der größten politischen Kraft. Dieser hat dann vier Wochen Zeit, eine Koalition zu bilden, kann aber danach noch zwei Wochen Verlängerung beantragen. Mit einer neuen Regierung wird frühestens Ende Oktober gerechnet.

cgn/jj/sti (afp, dpa, rtr)





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diese kranken Nachrichten bekomme ich jeden Tag | Rayvyngames

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Kenianer Kipchoge läuft 42 Kilometer in unter zwei Stunden — RT Deutsch

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Am Ziel: Eliud Kipchoge hat als erster Mensch den Marathon in unter zwei Stunden absolviert.

Er hat es geschafft: Der Ausnahmeathlet und Weltrekordler im Marathon, Eliud Kipchoge, ist als erster Mensch die 42,195 Kilometer in unter zwei Stunden gelaufen. Er legt die in Strecke in 1:59:40 Stunden zurück.

Auf einer eigens für ihn präparierten Strecke durch den Wiener Prater gelang dem Kenianer am Samstag der Erfolg, der im Laufsport umgehend mit der Mondlandung gleichgesetzt wurde. In der Tat hat Kipchoge fokussiert auf diesen Augenblick hingearbeitet. „No Human is Limited“ (Kein Mensch hat Grenzen) war das Motto seines Rekordversuchs.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Versuch vom britischen Chemiekonzern INEOS mit einem zweistelligen Millionenbetrag gesponsert wurde. Insgesamt halfen Kipchoge 41 Tempoläufer mit 55 Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften.

In ständig wechselnden 7er-Teams gaben sie dem Hauptprotagonisten der „INEOS Challenge 1:59“ Windschatten. Mit Erfolg. Einen neuen offiziellen Weltrekord hat Eliud Kipchoge allerdings nicht aufgestellt. Zu klinisch waren die Bedingungen bei diesem Event für den Internationalen Leichtathletikverband IAAF. Es handelte sich um keinen offiziellen Marathon.

Auf dem 9,6 Kilometer langen Rundkurs liefen nur Kipchoge und seine Tempomacher. Der Kenianer wurde verpflegt, wie es sein Team im Vorhinein berechnet hatte, offizielle Verpflegungsstationen an festgelegten Punkten gab es nicht. Auch machten die Tempoläufer regelmäßig Pausen, um neue Kraft zu sammeln. Verständlich, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 21 Stundenkilometern.

Eliud Kipchoge hat das Tempo bis zum Schluss durchgehalten. Nach 42,195 Kilometern ist er mit einem Lächeln durchs Ziel gelaufen – als erster Mensch in unter zwei Stunden.

Mehr zum Thema – Kenianer Eliud Kipchoge gewinnt Berlin-Marathon mit Fabel-Weltrekord



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