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Kommentar – Solidarisch wäre klüger – Sport

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Werder Bremen muss bei sogenannten Risikospielen die Kosten für zusätzlich notwendige Polizeieinheiten ganz alleine tragen. Das Votum der anderen Profiklubs zeugt weder von Solidarität – noch von politischer Klugheit.

Es war ein ebenso erwartbares wie eindeutiges Ergebnis, zu dem die Profiklubs des deutschen Fußballs am Dienstag im Polizeikostenstreit kamen. Aber es war kein gutes Ergebnis. Werder Bremen, so beschloss es die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) nahezu einstimmig, muss bei sogenannten Risikospielen die Kosten für zusätzlich notwendige Polizeieinheiten ganz alleine tragen. Auf 2,3 Millionen Euro summieren sich bereits die Forderungen des Landes Bremen, und die nächsten derart klassifizierten Partien stehen bald an. Von Solidarität untereinander im Profibetrieb zeugt das nicht, und auch nicht von politischer Klugheit.

Der Polizeikostenstreit ist ein Thema, in dem der deutsche Fußball seit langem keine gute Figur abgibt. Seit 2015 verlangt das Land Bremen bei Risikospielen solche Gebühren – als bisher einziges Bundesland. Die DFL wehrt sich dagegen, das Bundesverwaltungsgericht sieht die Forderung aber als legitim an. Und das ist verständlich. Bei den Summen, die sich über dem Fußball ergießen, ist es eine berechtigte Frage, warum er sich nicht beteiligen soll, wenn für den Schutz seiner Spiele besondere Kosten entstehen.

Der falsche Weg ist es, wenn nur der gastgebende Verein zahlen soll; zumal zu einem Risikospiel wie zu jedem anderen Fußballspiel in der Regel so etwas wie ein Gegner gehört. Aber es ist klar, welcher Ansatz mitschwingt: Es soll der Eindruck entstehen, dass das Bundesland Bremen (und etwaige Nachahmer) mit einer solchen Polizei-Gebühr nicht irgendeiner abstrakten DFL-Zentrale schaden würden, sondern ganz konkret dem Verein vor Ort. Und dass es dann die Schuld der Landespolitik sei, wenn der eigene Verein einen Standort-Nachteil bekäme.

Aber der Profifußball tut sich mit dieser Haltung keinen Gefallen. Besser wäre es, er würde eine Fonds-Lösung mitgestalten, an der sich alle Klubs beteiligen – und die dann einzelne Gebührenordnungen in einzelnen Bundesländern sowie die Abrechnung einzelner Risikospiele ersetzen würde. Das wäre auch nicht zwingend unfair gegenüber den Klubs, die keine Problemfans haben. Die Bundesligen sind auch ein Produkt als Ganzes und nicht 306 einzelne Spiele. Die DFL schafft es ja auch, die knapp zwei Milliarden Euro, die sie jedes Jahr alleine aus der zentralen TV-Vermarktung ihres Wettbewerbes einnimmt, nach einem komplizierten Schlüssel auf die 36 Profiklubs zu verteilen. Ähnlich dürfte es ihr auch gelingen, einen im Vergleich dazu mickrig erscheinenden Betrag im zweistelligen Millionen-Bereich für Polizeikosten nach einem sinnvollen Kriterienkatalog auf die Vereine umzulegen. Der deutsche Fußball wäre für einen vergleichsweise überschaubaren Preis eine unangenehme Debatte los.



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Jerome Flaake ist der Überzahl-Künstler

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Dynamo Dresden – Kauczinski folgt auf Fiel – Sport

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Dynamo Dresden geht mit einem neuen Trainer das Ziel Klassenverbleib an. Acht Tage nach der Trennung von Cristian Fiel gab der Fußball-Zweitligist am Dienstag die Verpflichtung von Markus Kauczinski bekannt. Der 49 Jahre alte Fußball-Lehrer unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021. „Markus Kauczinski hat sofort seine Bereitschaft signalisiert, uns als erfahrener Trainer in dieser herausfordernden Situation zu helfen. Er kennt die zweite Bundesliga, steckt absolut im Thema und hat bereits mehrfach nachgewiesen, dass er auch in schwierigen Situationen etwas bewegen kann“, erklärte Sportgeschäftsführer Ralf Minge.

Einen „Krisenmanager“ hatte Minge gesucht, nun soll Kauczinski bestenfalls noch vor der Winterpause die abstiegsbedrohten Sachsen auf Kurs bringen. Dresden hat sieben der vergangenen neun Spiele verloren und bloß einmal gewonnen. Mit nur 13 Zählern sind die Sachsen Zweitliga-Schlusslicht. „Die intensiven Gespräche mit den Verantwortlichen des Vereins waren in den vergangenen Tagen sehr positiv. So konnte ich mir ein genaues Bild von der Aufgabe machen, die mich bei Dynamo erwartet“, erklärte Kauczinski, der als Trainer auf die Erfahrung von 161 Zweit- und zehn Erstligaspielen zurückblickt. Zuletzt stand der Gelsenkirchener beim Ligakonkurrenten FC St. Pauli unter Vertrag, wurde dort aber im April freigestellt. Am Mittwoch leitet er seine erste Einheit.

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Thomas Müller sorgt für einen Lacher | Hansi Flick | FC Bayern München – Tottenham Hotspur | Spox

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Vor dem Rückspiel des FC Bayern München gegen Tottenham Hotspur, äußern sich Thomas Müller und Hansi Flick zum Hinspiel, Robert Lewandowski und Jose Mourinho. Müller sorgte außerdem für einen Lacher mit seinen Gegenfragen.

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