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Kinderärzte warnen vor Mangel an Grippe-Impfstoff

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Kinder- und Jugendärzte warnen vor einem Mangel an Grippe-Impfstoffen in Deutschland. Die von der Bundesregierung vorgesehene Menge von 26 Millionen Impfdosen reiche offenbar nicht einmal für alle Risikopatienten aus, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der „Augsburger Allgemeinen“.  Bei dieser geplanten Menge werde von einer „nach wie vor niedrigen Impfrate“ ausgegangen.

Derzeit reiche die Impfstoffmenge offenbar nur für rund zwei Drittel der Risikopatienten aus: „Also selbst die würde man nicht alle erreichen“, sagte Fischbach. Er plädierte jedoch dafür, über die Risikogruppen hinaus generell auch Kinder und Jugendliche zu impfen. Diese seien das „sogenannte Feuer der Influenza“, sagte er: „Sie erkranken erst und stecken dann die Anderen an.“

Trotz der Corona-Pandemie empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut die Grippeschutzimpfung in diesem Herbst weiterhin nur für Risikogruppen. Dazu gehören Menschen im Alter von über 60 Jahren, chronisch Kranke, medizinisches Personal und Pflegekräfte sowie Schwangere.

Die für die beginnende Grippesaison zur Verfügung stehenden 26 Millionen Impfdosen sind allerdings eine größere Menge als in den Vorjahren. Das Gesundheitssystem könnte an seine Grenzen kommen, wenn es gleichzeitig durch eine sehr hohe Zahl von Grippe- wie Corona-Kranken belastet wird.

An diesem Mittwoch wollen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, und Doris Pfeiffer, die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen in Berlin, über Grippeimpfungen in Corona-Zeiten informieren.

Facebook will unterdessen alle Anzeigen auf seinen Seiten verbieten, die sich gegen Impfungen aussprechen. Dies kündigte der Internetkonzern am Dienstag an. Die Corona-Pandemie zeige, wie wichtig „vorbeugendes Verhalten“ zum Schutz der Gesundheit sei, betonte der Konzern. Facebook will nach eigenen Angaben aber weiterhin solche Anzeigen zulassen, die bestimmte Maßnahmen von Regierungen im Zusammenhang mit Impfungen kritisieren. An Impfstoffen gegen das Coronavirus wird derzeit weltweit unter Hochdruck geforscht.

Den Betreibern der großen Onlinenetzwerke wird immer wieder vorgeworfen, Impfgegnern eine weite Verbreitung ihrer Botschaften zu ermöglichen. Facebook plant nach eigenen Angaben nun auch eine Kampagne in den Vereinigten Staaten, in der für Grippe-Impfungen geworben werden soll.

Zusammenhang zwischen Verschwörungstheorien und Impfskepsis

Facebook war zuletzt auch verstärkt gegen die Verbreitung von Verschwörungstheorien auf seinen Seiten vorgegangen. Eine am Mittwoch veröffentlichte Wissenschaftsstudie zeigt, dass der Glaube an solche völlig unbelegten Theorien die Bereitschaft zu Impfungen deutlich senken kann.

Für die Untersuchung wurden Umfragen in den USA, Großbritannien, Irland, Spanien und Mexiko vorgenommen. Demnach lehne zwar die Mehrheit der dortigen Menschen Verschwörungstheorien zum Coronavirus ab, doch nähmen „erhebliche Teile“ der Bevölkerung diese Falschbehauptungen für bare Münze, heißt es in der im britischen Fachmagazin „Royal Society Open Science“ veröffentlichten Studie.

Die in diesen Ländern am stärksten verbreitete Verschwörungstheorie zu der Pandemie ist demnach, dass das neuartige Virus absichtlich in einem Labor der chinesischen Stadt Wuhan hergestellt worden sei. Die Studie habe zudem einen „klaren Zusammenhang“ zwischen dem Glauben an Verschwörungstheorien und der Skepsis gegenüber Impfstoffen gezeigt, sagte Ko-Autor Sander van der Linden. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass bei den Befragten im Allgemeinen die Bereitschaft zur Teilnahme an künftigen Corona-Impfungen umso geringer war, je mehr sie Verschwörungstheorien anhingen.



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Getreide-Preise: Nun droht die böse Überraschung im Supermarkt

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Getreideexperten beobachten „teilweise historische Preisausschläge“ bei Getreide, Mais und Ölsaaten wie Raps – möglicherweise mit Folgen für die Verbraucher. „Wenn sich die Preise noch eine Weile so halten für Pflanzenöle und für Getreide, dann wird sich das innerhalb einiger Monate sicherlich in den Lebensmittelpreisen auch im Supermarkt niederschlagen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse, Thorsten Tiedemann, der Deutschen Presse-Agentur.

Zwar haben Rohstoffpreise bei Backwaren nur einen geringen Anteil am Verkaufspreis. „Aber die Fleischproduktion wird sicherlich teurer werden durch Futter“, sagte Tiedemann. Auch bei Produkten wie Mehl und Pflanzenöl dürfte der Weltmarkttrend nach seiner Einschätzung auf die Verbraucherpreise durchschlagen.

Steigende Preise bei praktisch allen Agrarrohstoffen

Die Welternährungsorganisation FAO beobachtet seit geraumer Zeit steigende Preise bei praktisch allen Agrarrohstoffen. Unter dem Strich lag der FAO-Preisindex für Nahrungsmittel nach jüngsten Daten im April 31 Prozent über dem Vorjahreswert, nach elf monatlichen Anstiegen in Folge sei inzwischen der höchste Stand seit sieben Jahren erreicht. Besonders ausgeprägt ist der Trend bei Ölsaaten, wo das Preisniveau gegenüber April 2020 inzwischen doppelte Höhe erreicht hat. Befeuert wird diese Entwicklung aus Sicht der FAO auch von der Nachfrage der Hersteller von Biokraftstoffen.

„Erwartet hat man schon lange, dass irgendwas passieren wird in den Preisen aufgrund der hohen Liquidität und auch teilweise aufgrund der Engpässe, die in der Wirtschaft entstehen durch Corona-Einschränkungen“, sagte Tiedemann. Nach einer „ganz komfortablen Angebots- und Nachfragesituation im Getreide- und Ölsaatenmarkt“ sei nun „durch ein paar schlechtere Ernten mit einhergehendem Bestandsabbau etwas aus den Fugen geraten“.

„Dann kommen noch ein paar Wettermeldungen hinzu“

Hinzu komme, dass in Regionen mit stärkerem Wachstum nach der Corona-Rezession die Nachfrage anziehe. „Dann kommen noch ein paar Wettermeldungen hinzu, in Brasilien laufen wir auf eine relativ schlechte Ernte hinaus, und dann gehen die Märkte natürlich sehr stark nach oben.“

Besorgt äußerte sich Tiedemann darüber, dass die Selbstversorgung Deutschlands bei Agrarrohstoffen abnehme. Im Getreidewirtschaftsjahr sei Deutschland auf einen Nettoexport von rund zwei Millionen Tonnen gekommen. „Das sind nicht mal fünf Prozent der gesamten Getreideproduktion, die wir hier übrig haben.“ In früheren Jahren seien „auch schon mal netto sieben bis zehn Millionen Tonnen“ exportiert worden.

Der Hamburger Hafen ist die zentrale Drehscheibe für den Getreidehandel in Nordeuropa. Der Verein der Getreidehändler sieht sich seit über 150 Jahren als offizielles Sprachrohr des internationalen Handels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln, Hülsenfrüchten, Fischmehl und Speisesaaten.





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Sächsische Staatskapelle Dresden: Ehrendirigent Blomstedt leitet Sonderkonzert

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Dieses Mozartkonzert mit ihrem Ehrendirigenten Herbert Blomstedt mag für die Sächsische Staatskapelle Dresden ein wahres Labsal gewesen sein, in musikalischer wie mentaler Hinsicht. Von Anfang an lagen eine entspannte Stimmung (nicht mit Oberflächlichkeit zu verwechseln) und Spielfreude über dem Ganzen. Sicher, inzwischen sind Blomstedts Schritte bedächtiger geworden – er ist immerhin im 94. Lebensjahr –, aber wenn er dann auf dem Podium steht, und das tat er im wörtlichen Sinne die ganze Zeit, und zu dirigieren beginnt (meist auswendig), dann strahlt er nach wie vor ungebrochene, ansteckende Vitalität aus, Begeisterung für die ausgewählten Werke, reifes Können, was am Ende zu qualitativen Höchstleistungen bei allen Beteiligten führt. Aufgenommen wurde das Konzert in der Semperoper, zu hören war es bei Deutschlandfunk Kultur, MDR Kultur und MDR Klassik.

Mit Mozarts Sinfonie Nr. 38 D-Dur, der „Prager“, wurde eine gedankliche Brücke in Blomstedts erstes Chefjahr 1975 geschlagen, als er schon einmal dieses Werk mit dem Orchester erarbeitete, wovon noch heute eine Rundfunkaufnahme zeugt. Zwischen dem Erfolg von „Le nozze di Figaro“ in Prag und der ein dreiviertel Jahr später dort stattfindenden Uraufführung des „Don Giovanni“ führte Mozart sie erstmals im Januar 1787 im Prager Ständetheater auf – dreisätzig, also ohne Menuett (vielleicht weil man es damals in Prag so liebte), eine Sinfonie voller Leidenschaft und emotionaler Zerrissenheit, in drei Sonatensätzen kompositorisch dicht, dramatisch ungeheuer spannend und in Mozarts symphonischen Schaffen gleichsam einem Quantensprung entsprechend.

Musiker in Hochform

Was das herausgehobene Niveau der Wiedergabe durch die Staatskapelle und Herbert Blomstedt ausmacht, war die ungekünstelte Natürlichkeit, in der Schroffheiten genauso Platz hatten wie die kontrapunktischen Finessen und die von allen begeistert ausgekosteten dynamischen Kontraste. Man war hingerissen vom ersten bis zum letzten Ton. Blomstedts Einschätzung „sehr schön gespielt“ kann man nur zustimmen.

Die Bläser der Kapelle liefen sämtlich zur Hochform auf. Und der von den Damen und Herren um den 1. Konzertmeister Roland Straumer gewebte, unglaublich flexible Streicherteppich suchte seinesgleichen. In die auf gegenseitiger Wertschätzung und künstlerischer Verehrung beruhende Harmonie zwischen Herbert Blomstedt und der Kapelle passt auch nach so vielen Jahren kein Blatt.

Musikalische Delikatesse

Das traf auch auf die weiteren Werke des Konzerts zu, etwa die andere Sinfonie. So richtig erklären lässt es sich nicht, warum die C-Dur-Sinfonie (KV 338), Mozarts letzte Salzburger Sinfonie, im Schatten ihrer berühmten Schwestern, auch der „Prager“, steht. In barock anmutender Üppigkeit treffen hier oft völlig abrupt wechselnde Themen und dynamische Entwicklungen aufeinander. Herbert Blomstedt und seine Mitstreiter nahmen sich dieses Wechselbads der Gefühle ausgesprochen detailreich an, edel im Klang. Da waren das vor Energie berstende Allegro vivace zu Beginn, das präzise ausbalancierte Streicher-Andante und schließlich das in virtuoser Pracht dahin eilende Finale.

Mit dem A-Dur-Violinkonzert KV 219 stammte auch der solistische Beitrag von Mozart, wobei das Besondere des Stückes gerade darin besteht, dass solistische und orchestrale Passagen aufs Engste miteinander verquickt sind. Die Norwegerin Vilde Frang hatte 2018 als Einspringerin bei der Staatskapelle debütiert und durfte sich nun über eine weitere Einladung freuen. Es ist das letzte der Mozart’schen Violinkonzerte und bedeutet zugleich auch das Ende von seiner Geigerkarriere. Vilde Frang zeigte sich bestens vertraut mit dem sehr beliebten, melodisch einprägsamen Stück. Sie brachte vor allem technische Souveränität und eine Riesenportion unbestechlichen Geschmacks mit. Bei ihr atmete das Adagio keine triefende Sentimentalität, sondern offenbarte seine Größe ganz aus sich selbst heraus. Voller Schwung und geigerischer Delikatesse musizierte sie die Ecksätze, wobei ihr die Kapelle und natürlich Herbert Blomstedt die sensibelsten und inspirierendsten Partner waren, die man sich vorstellen kann.

Von Mareile Hanns



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Papst prangert Kindesmissbrauch als „psychologischen Mord“ an

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Papst Franziskus hat sexuellen Kindesmissbrauch als eine Art seelischen Mord bezeichnet. Die Taten würden etwa in Schulen, beim Sport, in Freizeiteinrichtungen und Religionsgemeinschaften sowie bei Einzelpersonen verübt und müssten konsequent aufgedeckt werden, sagte das katholische Kirchenoberhaupt.

„Kindesmisshandlung ist eine Art „psychologischer Mord“ und in vielen Fällen eine Auslöschung der Kindheit“, mahnte Franziskus am Samstag im Vatikan. Der Papst äußerte sich bei einer Audienz für Mitglieder des italienischen Anti-Missbrauchsvereins mit dem Namen Meter. Der Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung sei eine Pflicht aller Staaten. Diese müssten sowohl Menschenhändler als auch Täter von Missbrauchsverbrechen verfolgen und bestrafen, sagte Franziskus. Der 84-Jährige kritisierte die Werbung für Kinderpornografie, die über das Internet und verschiedene Soziale Medien stattfinde.

Die katholische Kirche selbst steht auch immer wieder in der Kritik, weil sie Fälle von Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen vertuscht hatte. Außerdem wird ihr vorgeworfen, dass Würdenträger Vorwürfe nicht schnell genug aufarbeiten würden.





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