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Kevin Hart: Wegen Sex-Tape auf 60 Millionen Dollar verklagt – Leute

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Üble Zeiten für US-Schauspieler Kevin Hart (40)!

Zwei Wochen nach seinem schweren Autounfall fordert seine Ex-Affäre nun satte 60 Millionen Dollar (rund 55 Millionen Euro) von ihm. Wegen eines Sex-Tapes.

Bei der Dame handelt es sich um Model Montia Sabbag (28), die dem vorwirft, 2017 von ihm beim gemeinsamen Sex gefilmt worden zu sein.

Tatsächlich hatte Hart schon vor zwei Jahren die Liason mit der Frau öffentlich gestanden, allerdings auch betont, dass eine namentlich nicht genannte Person versuche, ihn mit dem außerehelichen Sex-Tape zu erpressen um finanziellen Gewinn daraus zu schlagen.


Vor zwei Jahren erklärte Montia Sabbag (r.) mit ihrer Anwältin Lisa Bloom noch, keine finanzielle Entschädigung von dem Schauspieler zu erwartenFoto: Getty Images Entertainment/Getty Images

Sabbag, die den dreifachen Familienvater jetzt auf die Millionensumme verklagt, hatte 2017 noch erklärt, sie wolle „keinen einzigen Cent“ von Hart, da auch er „Opfer“ der Geschichte sei.

Doch nun die Kehrtwende: Gemeinsam mit ihren Anwälten beharrt die junge Frau darauf, dass der Schauspieler nicht nur von dem Video gewusst habe. Sondern Hart soll den Sex-Film gemeinsam mit seinem Freund J.T. Jackson geplant haben, um so seine Comedy-Tour, die wenige Monate später starten sollte, zu bewerben.


Vor wenigen Wochen erst war der Schauspieler mit seinem Oldtimer verunglückt, zog sich Rückenverletzungen zu
Vor wenigen Wochen erst war der Schauspieler mit seinem Oldtimer verunglückt, zog sich Rückenverletzungen zuFoto: kevinhart4real/Instagram

Pikantes Sex-Filmchen als Promo? Vor Gericht werfen Sabbags Anwälte dem Hollywoodstar deshalb jetzt „fahrlässige Erzeugung emotionaler Bedrängnis“ und „Verletzung der Privatsphäre“ vor.

Noch vor einiger Zeit hatte Sabbag in einem Interview mit „DailyMailTV“ erklärt: „Wir sind innerhalb von drei Tagen vielleicht drei Mal miteinander intim geworden. Es hat Spaß gemacht. Wir haben uns gut verstanden und hatten sofort eine Verbindung zueinander.“

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Von Harts Ehefrau Eniko Parrish (33), die zu dem Zeitpunkt mit seinem Kind im sechsten Monat schwanger war, will Sabbag nichts gewusst haben.

In einem Entschuldigungs-Clip beichtete Hart 2017 seine Affäre öffentlich: „Ich bin gerade an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich zur Zielscheibe geworden bin“, so der Schauspieler.

„Deshalb muss ich jetzt ein paar kluge Entscheidungen treffen. Es gibt keine Entschuldigung dafür, und ich muss mich bessern. Aber ich werde es nicht zulassen, dass sich jemand an meinen Fehlern bereichert. Ich stehe lieber dazu.“

Übrigens: Wie „TMZ“ berichtet, will Hart, der sich gerade von seinem Horror-Unfall erholt, keinen Cent der geforderten 60 Millionen Dollar zahlen …


Während der Affäre war Harts Frau Eniko Parrish hochschwanger
Während der Affäre war Harts Frau Eniko Parrish hochschwangerFoto: API





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Wäre Hamburg doch nur das größte Problem der CDU | ZEIT ONLINE

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Ein historisch schlechter Abend für die CDU: Noch nie hat sie in Hamburg weniger Stimmenanteile geholt. Sie kommt auf 11,2 Prozent laut den ersten Hochrechnungen. Das sind fast fünf Prozentpunkte weniger als bei der letzten Wahl 2015 – die 47,2 Prozent unter Bürgermeister Ole von Beust 2004 wirken im Vergleich fast unwirklich. Das schlechte Abschneiden war absehbar und seit Monaten betont die Parteizentrale in Berlin: Hamburg ist nur Hamburg, darüber bricht die CDU doch nicht zusammen.

Tatsächlich sollte man die Wahlergebnisse in Stadtstaaten nicht überbewerten. Das gilt zumindest in normalen Zeiten. Aber wenn ein solcher Nackenschlag eine ohnehin geschwächte, verunsicherte Partei trifft, hat das eine Wirkung weit über die Grenzen von Blankenese und Billstedt hinaus. Das war so, als die SPD vergangenes Jahr in Bremen nur Zweite wurde. Gepaart mit dem Desaster bei der EU-Wahl hat die Wahl im kleinsten Bundesland am Ende der Parteivorsitzenden Andrea Nahles das Amt gekostet. So wie der SPD nach Bremen wird es der CDU nach Hamburg nicht ergehen. Aber auch nur aus dem einfachen Grund: Die
Parteichefin führt die CDU ohnehin nur noch auf Abruf.

Die CDU-Spitze will schnell Klarheit

Die Wahlniederlage in Hamburg ist daher nicht nur eine für die Hamburger Christdemokraten. „Es ist ein bitterer Tag für die CDU Deutschland“, sagt Generalsekretär Paul Ziemiak, als er schmalllippig knapp zwei Minuten lang am Sonntagabend vor die Presse tritt. In Hamburg mischt sich die Goßstadtschwäche der CDU mit der aktuellen Nachrichtenlage: „Die Ereignisse in und um Thüringen haben nicht geholfen, dass die CDU in Hamburg auf ihre Konzepte hinweisen konnte“, so Ziemiak. „Das war alles andere als Rückenwind.“

Entsprechend schnell wie Ziemiaks Statement dürfte die CDU diesen Wahlabend abhaken. Die Partei hat gerade größere Probleme. Wie geht es weiter in Thüringen und der umstrittenen Tolerierung einer rot-rot-grünen Landesregierung durch die CDU? Wie lässt sich im Bund eine noch größere Regierungskrise abwenden? Und vor allem: Wer soll die Partei demnächst führen?

Hamburger Bürgerschaftswahl – “Für uns hat es politisch gewittert”
CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg ist enttäuscht über das schlechte Ergebnis seiner Partei. Dafür sei auch das Handeln der CDU in anderen Bundesländern verantwortlich.
© Foto: Markus Scholz/dpa

Bloß nicht werden wie die SPD

Am Sonntagabend hat sich CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer im Konrad-Adenauer-Haus erneut mit einigen engen Vertrauten getroffen, darunter auch einige CDU-Ministerpräsidenten. Am Montagvormittag im Parteivorstand will sie bekannt geben, wie sie ihre Nachfolge regeln will: Soll es einen Sonderparteitag geben, und wenn ja, wann? Werden sich die Kandidaten wieder der Basis stellen müssen, etwa auf Regionalkonferenzen – oder kommt es gar zu einem Mitgliederentscheid?

Bislang hat sich außer dem Außenpolitiker Norbert Röttgen noch niemand offiziell beworben. Noch ist offen, ob sich am Montag gleich mit dem Verfahrensvorschlag der Parteichefin weitere Kandidaten erklären. Es wirkt zumindest so, als werde die CDU-Spitze langsam nervös. Jeder Tag, an dem weiter offen ist, wer nun wirklich kandidieren will, erhöht die Unsicherheit – was Wähler und Wählerinnen naturgemäß alles andere als schätzen. 

Die Erwartungen, speziell an Armin Laschet, endlich in die Offensive zu gehen, sind bei einigen in der Parteiführung groß. „Wir wissen ja nicht, wann die nächste Wahl stattfindet“, mahnt ein Präsidiumsmitglied an. Laschet ist der potenziell aussichtsreichste Kandidat für den Vorsitz, als Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens führt er den größten Landesverband an, er ist stellvertretender Parteivorsitzender, gilt als Liebling des Merkel-Flügels.

Wann meldet sich Laschet?

Immer wieder blickt man in der CDU mit Schaudern auf den Koalitionspartner. Die monatelange Selbstbeschäftigung lähmte Partei und Regierungsarbeit gleichermaßen. Immerhin habe die eigene Parteichefin nicht einfach hingeschmissen und völliges Chaos hinterlassen, beruhigt man sich in der CDU. Und immerhin reden die noch unerklärten Kandidaten miteinander, die obendrein wenigstens nicht aus der dritten und vierten Reihe der Partei stammen, sondern bundesweit bekannt seien. Die komplette vergangene Woche lang hatte Kramp-Karrenbauer im Adenauer-Haus die Kandidaten einzeln zum Kaffee geladen.

Laschet soll offenbar weiterhin an einer Team-Lösung interessiert sein. Soll heißen: Er würde Parteichef und dann wahrscheinlich auch Kanzlerkandidat. Aber die beiden anderen potenziellen Bewerber, Gesundheitsminister Jens Spahn und Daueraspirant Friedrich Merz könnten an prominenter Stelle eingebunden werden. Wobei andere schon wieder die Erwartungen dämpfen. Team-Lösung könne im Zweifel auch einfach nur heißen: Einer tritt an und die anderen nehmen das ohne Murren hin. Am Ende müsse es doch immer einen geben, der Verantwortung trage, glaubt ein Mitglied der Parteispitze.

Denn ein Team zusammenzuschnüren könnte bedeuten, dass Merz ins Bundeskabinett aufrückt. Aber einfach einen Minister oder eine Ministerin rauszuwerfen, ist so gar nicht der Stil von Kanzlerin Angela Merkel. Das letzte Mal, dass sie einen Minister gefeuert hat, war übrigens im Jahr 2012: Nach seiner verpatzten NRW-Wahl musste Röttgen den Posten als Umweltminister aufgeben.

Dass es am Montag viel mehr geben wird als einen Zeitplan mit deadline, bis wann die Nachfolge von Kramp-Karrenbauer geregelt wird, bezweifeln deshalb einige an der Parteispitze. Armin Laschet, auf dessen Positionierung alle warten, war am Sonntagabend übrigens auch in Berlin. Aber nicht im Adenauer-Haus. Er hatte eine eigene Veranstaltung in der Landesvertretung von NRW.

Bürgerschaftswahl:
Hochrechnungen Hamburg-Wahl

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„Tatort“ – Ulrike Folkerts über Rollenverteilung: „Das ist eine Unverschämtheit“

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Viele kennen Ulrike Folkerts als „Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal. Dass mehr in ihr steckt, was sie über das Älterwerden denkt und welche Ungerechtigkeiten ihr im Job begegnen, erklärt die Schauspielerin im t-online.de-Interview. 

Am Sonntagabend ist Ulrike Folkerts im ZDF-Film „Katie Fforde: Ein Haus am Meer“ zu sehen. Für „Tatort„-Fans eine ungewohnte Rolle. Schließlich sehen die meisten in ihr Lena Odenthal, die toughe Kommissarin mit Biss. Doch die 58-Jährige kann auch ganz anders. 

Als wir Folkerts in Berlin zum Interview treffen, sprüht sie vor Energie. Sie ist eine Frau, die Lust hat, etwas zu sagen. Die Freude daran hat, sich zu positionieren, und die sich nicht davor scheut, Ungerechtigkeiten anzusprechen und auszusprechen. Im t-online.de-Interview erklärt die Schauspielerin, was für sie eine starke Frau auszeichnet, wie sie mit männlichen Kollegen zurechtkommt und was sie besonders frei macht. 

Foto-Serie mit 22 Bildern

t-online.de: Frau Folkerts, wie waren die Dreharbeiten zu „Ein Haus am Meer“?

Ulrike Folkerts: Mir hat das wahnsinnig viel Spaß gemacht, wir hatten echt einen super Dreh und wunderbare Kollegen. Es war für mich ganz interessant, auf ein Team zu treffen, das ich nicht kannte. Mein Image als Lena Odenthal ist ein bisschen ruppig und sehr ernst. Viele denken: Mit der ist nicht gut Kirschen essen, die rastet auch mal aus. Aber ich, Ulrike, bin gar nicht so. Diese Figur in „Ein Haus am Meer“, Anne Clarke, gab mir die Chance, alle zu überraschen. Dieses ganze Team hing wirklich vor dem Monitor und hat mitgelacht oder mitgeweint, das war sehr bezaubernd, was ich da erlebt habe. Das ist nicht immer so.

„Ein Haus am Meer“: Anne (Ulrike Folkerts, 2.v.r.), Joe (Götz Schubert, r.) und ihre Nachbarn Sophie (Esther Esche, 2.v.l.) und Mike Birnbaum (Hartmut Volle, l.) lassen ihre Jugend wieder aufleben. (Quelle: ZDF / Rick Friedman)

Werden Ihnen tatsächlich oft die Charaktereigenschaften der „Tatort“-Rolle zugeschrieben?

Ja, das ist einfach so. Das klebt ein bisschen an mir. Das ist aber nicht schlimm. Schlimm wäre es, wenn ich diese Figur nicht mehr spielen könnte. Man nennt es auch Image. 30 Jahre „Tatort“ sind eine lange Zeit. Ich hatte letztes Jahr echt ein schönes Jubiläum und bin auch stolz, dass ich es so lange geschafft habe, mich da zu halten, und dass ich auch eine gute Position und ein gutes Standing aufgebaut habe. Die Figur Lena Odenthal steht für etwas und davon profitiere ich ja auch als Ulrike. Ganz unabhängig davon habe ich zweimal im Jahr einen Film, den ich drehen darf. Das ist ja auch eine Sicherheit. Mit über 50 gibt es ja auch einfach nicht mehr so viele Rollen, das wird ja immer weniger. Die Männer haben immer mehr zu tun und die Frauen immer weniger. Das ist echt eine Unverschämtheit.

Woran liegt das?

Wenn ich das wüsste … Zum einen ist es so, dass das schon immer so war. Jedes Theaterstück hat auch mehr Männer- als Frauenrollen. Dann gibt es einfach viel mehr männliche Autoren, männliche Regisseure und männliche Produzenten. Es wirkt so, als gebe es kein Interesse an Geschichten mit interessanten Frauen über 50, über die es sich lohnt, einen Film zu machen, was ja nicht stimmt. Ich glaube, es gibt zu wenige Autorinnen, die schreiben sollen oder dürfen. Es ist eine Gewohnheit. Ich habe es mal getestet bei einem „Tatort“-Drehbuch.

"Tatort": Ulrike Folkerts spielt seit 30 Jahren die Rolle der Lena Odenthal.  (Quelle: imago images / Werner Schmitt)„Tatort“: Ulrike Folkerts spielt seit 30 Jahren die Rolle der Lena Odenthal. (Quelle: imago images / Werner Schmitt)

Inwiefern?

Der Taxifahrer, der Arzt, der Typ in der Bäckerei – all die kleinen schönen Nebenrollen, die sehr wichtig für den Film waren – wurden von Männern gespielt. Dann habe ich die Redaktion gefragt, ob wir nicht ein paar austauschen wollen, ein paar Rollen können doch auch von Frauen gespielt werden. Tolle Charaktere, ein kurzer toller Auftritt in einem tollen Film, das können doch auch Frauen machen. Da denken die überhaupt nicht dran. Die Reaktion war: Ach ja! Stimmt eigentlich. Es ist eine Gewohnheit, die man aufbrechen muss.

Haben Sie am eigenen Leib schon erfahren, dass Sie Rollen aufgrund Ihres Alters nicht bekommen haben?

Bei mir ist es ein bisschen anders, weil ich durch die „Tatort“-Geschichte so verknüpft mit einer Rolle bin, dass Leuten, die Rollen besetzen, oft die Fantasie fehlt. Dass ich als Schauspielerin auch was anderes kann und will und natürlich total Bock darauf habe, in andere Rollen zu schlüpfen und viele Charaktere zu spielen, liegt natürlich auf der Hand und ich nutze jede Gelegenheit, wenn ich sie bekomme, wie jetzt bei Katie Fforde. Oder ich büxe aus und spiele Theater, das ist natürlich nicht für das breite Publikum, aber da kann ich zeigen, was ich kann, und außerdem kann ich dort viel lernen. Trotzdem ist es statistisch bewiesen, dass Frauen ab 50 immer weniger zu tun bekommen. Ich habe das große Glück, dass ich diese „Tatort“-Rolle habe. Eine Kommissarin geht mit 67 in Rente, ich bin jetzt 58, na, da habe ich noch ein bisschen Zeit.

„Tatort“ bis 67, ist das der Plan?

Schauspielern kann ich länger. Wenn die Bücher gut sind, gibt es keinen Grund aufzuhören. Der „Tatort“ ist sehr etabliert, man kann gesellschaftlich relevante Themen bearbeiten, man kann aber auch einfach einen guten Krimi machen. Ich finde es ganz gut, da noch eine Weile mitzumischen.

"Katie Fforde: Ein Haus am Meer": Ulrike Folkerts spielt die Hauptrolle.  (Quelle: ZDF / Rick Friedman)„Katie Fforde: Ein Haus am Meer“: Ulrike Folkerts spielt die Hauptrolle. (Quelle: ZDF / Rick Friedman)

Hat es Ihnen etwas ausgemacht, in „Haus am Meer“ eine 60-Jährige zu spielen?

Ich fand es ein bisschen lustig, dass ich plötzlich hochspielen sollte. Ich dachte: Cool, jetzt darf ich zum ersten Mal eine ältere Figur spielen, als ich bin. Natürlich war das komisch, aber ich fand es nicht beleidigend oder so. Ich komme mittlerweile auch ans Set und junge Kollegen siezen mich, das ist jetzt einfach so. Für die bin ich eine ältere Kollegin, ein Vorbild mit viel Erfahrung. Das sind schöne Begegnungen, wie bei unserem Film jetzt mit der 27-jährigen Kollegin Romina Küper, die meine Tochter spielt. Ich finde, das Älterwerden ist anders geworden im Vergleich zu meiner Elterngeneration.

Inwiefern?

Heute haben wir ganz andere Möglichkeiten, mit 60 noch mitzumischen. Ich habe einen tollen Beruf, den ich ausüben kann, solange ich denken und gehen kann. Neulich habe ich ein Stück gesehen mit Nicole Heesters, die ist über 80 und hat ein Stück („Marias Testament“) im Renaissance-Theater gespielt, über zwei Stunden lang. Das war großartig, das hat mich total berührt. Wenn ich das sehe, denke ich mir: Das will ich auch. Ich will so lange arbeiten, wie ich Bock darauf habe, und solange ich die Möglichkeit habe. Ich habe das Gefühl, dass es einen lebendig hält und ich eben nicht so wie im Film („Ein Haus am Meer“, Anm. d. Red.) aussortiert werde. Allein schon, wenn ich im Restaurant den Seniorenteller sehe, das ist ja alles eine Unverschämtheit. Man kriegt Preiserlässe, wenn man ins Museum oder Schwimmbad geht, kann schon sein, aber eigentlich finde ich es nicht gut, wenn ältere Menschen aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden.

Wie halten Sie sich fit?

Mit Sport. Ich bin ein Bewegungsmensch. Das liegt wohl an meiner Mutter. Ich bin immer viel draußen gewesen: Fußball, Tischtennis, Schwimmverein. Fußball spiele ich jetzt nicht mehr, dafür sind mir die Knochen zu schade, aber ich bewege mich noch immer gerne. Ich gehe laufen, ich gehe schwimmen, ich brauche das, um glücklich zu sein, das tut mir gut. Ich habe auch manchmal Rücken und Nacken und gehe zum Osteopathen. Hier tut es weh und da tut es weh, Wechseljahre und dieser ganze Wahnsinn, der uns eben umtreibt. Die Falten kommen auch dazu. Ich werde mich niemals dem Botox-Wahnsinn hingeben, das habe ich mir geschworen. Da mache ich nicht mit. Ich glaube, das ist eine kluge Entscheidung. Irgendwann werde ich so schöne Falten habe, mit denen ich die ganzen schönen Rollen absahne, für die man eine ältere Dame mit Falten braucht (lacht).

Macht Ihnen das Älterwerden Spaß?

Das Älterwerden wird in unserer Gesellschaft ja nicht gerade gefeiert. Meine Eltern sind über 80. Da kommen mehr Arztbesuche und Wehwehchen auf einen zu, dann braucht man plötzlich einen Stent, dann braucht man Medikamente und so weiter. Meine Eltern sagen, dass das Älterwerden manchmal schon ganz schön beschwerlich ist. Mit über 80 darf man das auch sagen. Ich sitze manchmal da und denke mir, okay, nächstes Jahr werde ich 60, dann habe ich ja noch 30 Jahre, das ist gar nicht so schlecht. Aber zwei Drittel meines Lebens sind auch einfach schon um. Dann denke ich in ganz anderen Relationen und überlege, was ist denn jetzt wirklich wichtig in meinem Leben? Die Welt steht Kopf! Das macht mir auch manchmal Angst. Ich denke mir dann, wo kann ich meinen Beitrag leisten und wo kann ich mitmischen, damit die Welt besser wird. Ich denke, man kann mindestens in seinem direkten Umfeld oder am Arbeitsplatz Dinge bewirken. Es geht einfach um einen respektvollen Umgang miteinander. In meiner Branche ist die MeToo-Debatte zum Beispiel durchaus heftig diskutiert worden, aber ich habe das Gefühl, da ändert sich etwas. Es gibt ein anderes Bewusstsein dafür.

Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Ich möchte mich mehr einsetzen für weibliche Regisseure, weibliche Autorinnen, um dadurch eine weiblichere Sicht auf die Filme zu bekommen. Ich habe 75 „Tatorte“ gedreht, da waren vielleicht zehn von Frauen, der Rest war von Männern. Ich würde da gerne noch ein bisschen etwas tun, damit sich da was ändert, das ist gar nicht so leicht. Die Frauenquote in der Regie ist da schon ein Muss, damit etwas in Bewegung kommt, auch wenn die Frauenquote nicht immer beliebt ist. Es hat schon sehr viel in Gang gebracht. Gerade die Öffentlich-Rechtlichen sind da schon sehr bemüht, dem entgegenzukommen und das auszubessern. Mir liegt viel daran. Ich habe tatsächlich auch die Erfahrung gemacht, dass die Arbeit mit Frauen anders ist.

Anders ist besser?

Nein, es ist nicht besser, aber anders. Es geht dabei um den Blick auf die Welt, die Perspektive ist eine andere. Bewerten muss ich das nicht, es interessiert mich ganz einfach, wie Frauen die Welt sehen und in Filmen erzählen wollen.

Was ist für Sie eine starke Frau?

Eine starke Frau ist für mich eine, die den Mund aufmacht. Eine, die zu sich steht und sich gut fühlt in ihrem Körper und zufrieden mit sich ist. Eine, die Spaß daran hat, mit einem guten Humor zuzuhören, gute Fragen zu stellen und sich einzumischen. Unabhängig zu sein von Männern. Es geht mir tierisch auf den Keks, wenn Frauen sich anders verhalten, sowie ein Mann den Raum betritt. Wenn Frauen ein kurzes Feedback von Männern brauchen, das sagt, oh, die ist aber attraktiv, und ihr Äußeres von einem Mann bewertet haben müssen, das nervt mich. Eine starke Frau macht sich von solchen Bewertungen unabhängig und ist frei davon.

Katharina Schnitzler und Ulrike Folkerts: Die beiden sind ein Paar.  (Quelle: imago images / Photopress Müller)Katharina Schnitzler und Ulrike Folkerts: Die beiden sind ein Paar. (Quelle: imago images / Photopress Müller)

Sind Sie unter diesen Kriterien eine starke Frau?

Ich bin ja frei davon, ich will ja Frauen gefallen (lacht). Nein, ich bin ja in festen Händen, ich habe echt Glück, das macht mich freier. Ich habe auch mit männlichen Kollegen dadurch eine reine Arbeitsebene. Da ist einfach eine ganz andere Ebene, ich habe mir dadurch lustigerweise aus Versehen ein freies Feld geschaffen, einfach dadurch, weil ich so lebe, wie ich lebe. Die Männer fühlen sich nicht bedroht oder bedrängt. Sie müssen mich auch nicht anmachen, es macht ja sowieso keinen Sinn. Ein bisschen Rumgeflirte ist ja okay. Wenn man vor der Kamera steht, muss man ja ein bisschen flirty sein. Auch der Kameramann darf flirty sein. Auch der Kameramann, die Kamarafrau darf flirty sein. 

Vielen Dank für das Interview, Ulrike Folkerts.

„Katie Fforde: Ein Haus am Meer“ läuft am 23. Februar um 20.15 Uhr im ZDF.



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Komplizierte Rettungsaktion | 112: Feuerwehr im Einsatz | DMAX Deutschland

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Ein Wohnungsbrand im Erdgeschoss beschert den Männern und Fraunen der Feuerwehr eine komplizierte Rettungsaktion.

Lodernde Flammen, verheerende Unfälle und schwerstverletzte Menschen: Die Serie zeigt die Lebensretter von der Feuerwehr im Einsatz aus der Bodycam-Perspektive.

#DMAX #112FeuerwehrimEinsatz #S01E01

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