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„Kann sein, dass es in diesem Jahr beim Deutschlandurlaub eng wird“

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Mit immer mehr Impfungen und Testmöglichkeiten rückt auch ein Sommerurlaub in greifbare Nähe. Einer der Gründer und Geschäftsführer der Ferienwohnungsplattform HomeToGo, Dr. Patrick Andrä, erklärt im Interview, worauf Urlauber achten sollten – und ob in Deutschland überhaupt ausreichend Platz für alle Touristen ist.

In Dänemark und Italien gibt es erste Lockerungen, Mallorca gilt nicht mehr als Risikogebiet und auch in Deutschland gibt es Modellregionen, die wieder Tourismus zulassen: Auch in diesem Jahr scheint es trotz Corona-Krise durchaus Chancen auf einen Sommerurlaub im In- und Ausland zu geben.

Dr. Patrick Andrä ist einer der Gründer der weltweit größten Ferienhausplattform HomeToGo, auf der jeder Ferienhäuser und Ferienwohnungen auf der ganzen Welt suchen und buchen kann. Er erklärt im Interview mit t-online unter anderem, warum seine Branche teilweise sogar von der Krise profitieren könnte, wann der beste Zeitpunkt ist, um einen Sommerurlaub zu buchen, und wo es in den nächsten Monaten besonders eng werden könnte.

t-online: Gerade Ferienwohnungen werden durch die Pandemie immer beliebter: Wie viel teurer wird der Urlaub im Appartement als Folge der Krise?

Dr. Patrick Andrä: Es gibt durch die Krise jetzt viel mehr Menschen, die vorher vielleicht eher ins Hotel gefahren sind und jetzt doch ein Ferienhaus mieten. Man hat mehr Platz und meistens sind Ferienwohnungen auch günstiger als Hotels. Wenn wir genau auf die Preise schauen, sehen wir keine krassen Steigerungen. Vereinzelt können die Preise für Ferienwohnungen aber natürlich steigen, weil die Vermieter beispielsweise renoviert haben oder zusätzliche Hygienemaßnahmen Kosten verursachen. Wir würden aber nicht sagen, dass die Preise jetzt alle hochgeschraubt werden. Am Ende bleiben Ferienwohnungen und -häuser trotzdem eine der günstigsten Reisealternativen.

(Quelle: Hometogo)
Dr. Patrick Andrä ist Mitgründer und CEO von HomeToGo, der weltweit größten Suchmaschine für Ferienunterkünfte. Andrä gründete das Unternehmen 2014 gemeinsam mit Wolfgang Heigl und Nils Regge.

Wann, glauben Sie, könnte ein Urlaub wieder möglich sein?

Sicher können wir das natürlich nicht beantworten. Aber wenn wir in andere Länder schauen, wie schnell die Zahlen runtergehen durch die Impfungen, lässt sich zumindest eine Schätzung abgeben. Letztes Jahr war es ja auch ohne Impfungen ab Juni wieder möglich – und wir planen auch so, dass das in diesem Jahr wieder der Fall sein wird. Auch wenn es jetzt mehrere Corona-Mutanten gibt, können wir mit Impfungen gegensteuern und haben im Sommer auch den Vorteil, dass mehr Menschen sich draußen aufhalten.

Und man merkt, dass die Menschen mittlerweile eine große Reiselust aufgebaut haben – die Buchungen sind teilweise extrem angestiegen. Die Modellregionen in Schleswig-Holstein sind der richtige Weg, um den Tourismus in Deutschland wieder geregelt zu starten und ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit fortschreitender Impfquote und den aktuellen Maßnahmen im Sommer wieder an sehr viele Orte im Inland und in Europa reisen werden können.

Welche Reiseziele würden Sie aktuell und für den Sommer empfehlen?

Die zweifellos sicherste Variante ist der Urlaub in Deutschland. Das sehen wir auch in unseren Trends. Das war letztes Jahr schon extrem und es ist zumindest wahrscheinlich, dass man im Sommer wieder Urlaub innerhalb Deutschlands machen kann. Was Reisen ins Ausland angeht, müssen wir natürlich auch darauf achten, was mit Impfungen oder mit Tests erlaubt ist und was nicht. Fernreisen hingegen werden wohl erst einmal noch nicht möglich sein – oder die Herausforderungen sind deutlich größer.

HomeToGo hat Unterkünfte aus mehr als 200 Ländern im Angebot – ist da Urlaub in Deutschland überhaupt ausreichend vertreten?

Wir haben unser Unternehmen damals in Deutschland gegründet. Zudem hat Deutschland einen traditionellen Ferienhaus-Markt. Hier muss man das Ferienhaus als Konzept nicht mehr erklären wie in vielen anderen Ländern. In Deutschland gibt es deshalb eine große Auswahl an Ferienwohnungen und Ferienhäusern – das gilt auch für unser Deutschlandangebot. Und es gibt keine andere Plattform, die so viele im Angebot hat wie wir. 

HomeToGo ist die Suchmaschine für Ferienwohnungen und Ferienhäuser in mehr als 200 Ländern. Das Unternehmen wurde 2014 gegründet und beschäftigt aktuell mehr als 250 Mitarbeiter und betreibt 43 Webseiten in Europa, Amerika sowie der Asien-Pazifik-Region. HomeToGo vergleicht rund 18 Millionen Angebote von Partnern wie Airbnb, booking.com, Fewo-direkt oder auch Tui. 

Aber ist in Deutschland überhaupt genug Platz für alle Urlauber?

Es kann sein, dass es in diesem Jahr beim Deutschlandurlaub eng wird. Alles ist endlich. Und wenn irgendwann klar wird, dass man wieder reisen kann, kann es durchaus sein, dass es knapp wird mit den Verfügbarkeiten. Und gerade ein Ferienhaus ist natürlich kein Hotel mit 200 Betten. Und wir haben es ja letztes Jahr gesehen: Irgendwann wird es doch knapp. Aber es haben auch nicht alle Menschen gleichzeitig Urlaub und die Reisen können sich zeitlich und räumlich gut verteilen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, nach einer Unterkunft zu suchen.

Wann sollten Touristen bestenfalls buchen und welcher Zeitraum bietet sich an?

Ich würde auf jeden Fall für den Sommer jetzt anfangen zu suchen. Natürlich ist unkompliziertes Reisen wahrscheinlicher, umso später im Sommer man reisen will. Wir sind aber optimistisch, dass es schon im Juni klappen kann. Letztes Jahr war es verrückt, wie die Nachfrage im Sommer explodiert ist – und da waren es nur ein paar Monate, in denen die Menschen vorher verzichten mussten. Die Nachfrage nach den Modellregionen in Schleswig-Holstein zeigt, dass die Menschen wieder reisen wollen und wir haben die nötigen Informationen für die Nutzer auf einer übersichtlichen Seite zusammengestellt.

Bietet HomeToGo spezielle Sicherheiten wegen der Pandemie an?

Wir haben beispielsweise eine „flexible Reisedaten“-Suche – da können Sie sagen, Sie wollen ein Haus für drei Wochen zwischen Juni und August mieten und bekommen mit einem Klick alle verfügbaren Angebote zum besten Preis angezeigt. Das ist ein Riesen-Vorteil. Zusätzlich haben wir Informationen zu den Ländern, zur Corona-Situation und zur Sicherheit. Und natürlich kann man auch bei uns filtern, ob Häuser oder Wohnungen kostenlos stornierbar sind. Da muss man allerdings darauf achten, bis wann die kostenlose Stornierung gilt. Nicht immer kann bis zu 24 Stunden vor Anreise kostenlos storniert werden.

Wie sehr belastet das ausbleibende Reisegeschäft HomeToGo als Unternehmen?

Wir haben das vergangene Jahr gut verkraftet und hatten 2020 sogar mehr Buchungen als 2019. Wir wachsen jedes Jahr – letztes Jahr weniger als sonst, aber dennoch sind wir gewachsen. Der Ferienhausmarkt war schon vor der Pandemie der am schnellsten wachsende Markt innerhalb der Reisebranche. In der Pandemie kommt hinzu, dass Ferienhäuser in vielen Bereichen Vorteile bieten – etwa bei der Sicherheit und den geringen Kontakten zu anderen Menschen.

Schauen wir einmal in die Zukunft. Wie könnte sich das Reisen nach der Pandemie verändern?

Ich denke, dass viele Menschen jetzt gesehen haben, dass Ferienhäuser und Ferienwohnungen eine gute Alternative sind. Dazu kommt, dass viele mit den neuen Lösungen für das Homeoffice erkannt haben: Man kann ein Ferienhaus auch zum Arbeiten nutzen, während beispielsweise die Familie oder der Partner Urlaub hat. Das ist in einem Ferienhaus etwas ganz anderes als in Hotels. Mit der Ferienwohnung bekommen Sie ein Zuhause – und werden nicht immer daran erinnert, dass es eine Pandemie gibt.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Dr. Andrä.
 



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Bundesländer lockern: Neue bundesweite Einreise-Regeln

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Berlin (dpa) – Für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende nach Deutschland gelten ab heute bundesweit einheitliche Corona-Regeln. Für vollständig Geimpfte und Genesene fallen Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen weg – außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten.

Laut einer vom Kabinett beschlossenen Verordnung können auch Nicht-Geimpfte die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise vermeiden – wenn sie aus einem „Risikogebiet“ mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 kommen. Dafür muss man belegen, dass man frisch negativ getestet ist. Gehen soll das auch durch Hochladen des Nachweises in der digitalen Einreiseanmeldung.

Die Regelung soll auch Reisen im Sommer in Europa erleichtern, etwa, wenn geimpfte Eltern zusammen mit nicht-geimpften Kindern reisen. Wie Reiseländer für deutsche Urlauber eingestuft werden, ist auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) zu sehen. Zentraler Faktor für die Einstufung als „Risikogebiet“ sind mehr als 50 gemeldete Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Daneben gibt es „Hochinzidenzgebiete“ ab der Schwelle von 200 sowie „Virusvariantengebiete“ mit neuen Mutationen. Bei der Rückkehr aus Hochinzidenzgebieten soll es dabei bleiben, dass man die Quarantäne frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test verkürzen kann. Rückkehrer aus Virusvariantengebieten müssen weiter für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, die nicht per Test verkürzt werden kann.

Mit den sinkenden Neuinfektionszahlen lockern immer mehr Bundesländer die Corona-Regeln für Regionen, bei denen die Bundesnotbremse von 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen nicht mehr greift. Baden-Württemberg will für Kreise, in denen fünf Tage lang die Inzidenz von 100 unterschritten wird, die Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit entschärfen. So soll die Außen- und Innengastronomie zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Stuttgart. Geplant ist ferner, dass in den Kreisen mit niedrigen Inzidenzen Hotels und Pensionen wieder öffnen und Ferienwohnungen vermietet werden können.

In Schleswig-Holstein sollen ebenfalls die Corona-Regeln gelockert werden, vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Niedersachsen öffnet touristische Übernachtungen und Außengastronomie für Einwohner des Bundeslandes. In weiteren Bundesländern sind Lockerungen zu Pfingsten geplant. Die Sieben-Tages-Inzidenz näherte sich zuletzt bundesweit der Marke von 100, am Mittwoch gab das RKI sie mit 107,8 an.

Auch beim Impfen gegen das Coronavirus kommt Deutschland voran. Am Dienstag wurden laut RKI zum dritten Mal mehr als eine Million Menschen an einem Tag geimpft. 34,3 Prozent aller Einwohner haben eine Erstimpfung erhalten. Bei den Zweitimpfungen wurde die Marke von zehn Prozent erreicht.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich mit Blick auf den Sommer zuversichtlich, richtete aber auch mahnend den Blick auf den Herbst. „Die Zahlen entwickeln sich sehr positiv. Einem entspannten Sommer mit deutlichen Lockerungen steht nichts mehr entgegen, wenn wir jetzt nicht unvorsichtig werden“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. „Um jedoch eine vierte Welle im Herbst zu verhindern, müssen wir Vorkehrungen insbesondere für Reiserückkehrer treffen“, fügte er hinzu. Mindestens 20 Prozent der Bevölkerung würden auf absehbare Zeit ohne Schutz sein, weil sie sich nicht impfen lassen können oder wollen. „Wir brauchen deswegen schon jetzt strenge Tests an den Flughäfen und eine Quarantäne der Reisenden, bis das Testergebnis vorliegt für diejenigen, die aus Mutationsgebieten kommen“, forderte der SPD-Politiker.



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Denzel Washington in „Macbeth“ Neuverfilmung

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Los Angeles (dpa) – Eine Neuverfilmung des Shakespeare-Klassikers „Macbeth“ mit hochkarätigen Oscar-Preisträgern soll noch in diesem Jahr in die Kinos kommen.

+++ Aktuelle Promi-News +++

„The Tragedy of Macbeth“ mit Frances McDormand (63, „Nomadland“) und Denzel Washington (66, „Training Day“) wird vom Studio A24 und Apple Original Films herausgebracht, wie der Streamingdienst Apple TV+ mitteilte.

Regie führt Joel Coen („Fargo“, „No Country for Old Men“), der schon häufiger mit seiner Frau McDormand zusammenarbeitete. Die Schauspielerin hatte Ende April für „Nomadland“ den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Gewöhnlich ist bei Coen-Projekten auch Joels Bruder Ethan als Produzent, Regisseur oder Drehbuchschreiber beteiligt. „Macbeth“ ist aber ein Solo-Projekt von Joel, der auch das Skript und die Produktion übernimmt.

Die Tragödie von William Shakespeare von 1606 dreht sich um einen machtgierigen, skrupellosen Fürsten (Washington), der mit Hilfe seiner Frau Lady Macbeth (McDormand) zum König von Schottland aufsteigen will. Nach Leinwandadoptionen durch Orson Welles (1948) oder Roman Polanski (1971) holte 2015 der Australier Justin Kurzel Michael Fassbender und Marion Cotillard als mörderisches Fürstenpaar vor die Kamera.



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Apple TV+: Denzel Washington in «Macbeth» Neuverfilmung

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Denzel Washington in «Macbeth» Neuverfilmung

US-Schauspieler Denzel Washington. Foto: Lisa Ducret/dpa

© dpa-infocom GmbH

In der um 1606 geschriebenen Tragödie spielt Washington einen skrupellosen Fürsten, der mit Hilfe seiner Frau Lady Macbeth zum König von Schottland aufsteigen will.

Eine Neuverfilmung des Shakespeare-Klassikers «Macbeth» mit hochkarätigen Oscar-Preisträgern soll noch in diesem Jahr in die Kinos kommen.

«The Tragedy of Macbeth» mit Frances McDormand (63, «Nomadland») und Denzel Washington (66, «Training Day») wird vom Studio A24 und Apple Original Films herausgebracht, wie der Streamingdienst Apple TV+ mitteilte.

Regie führt Joel Coen («Fargo», «No Country for Old Men»), der schon häufiger mit seiner Frau McDormand zusammenarbeitete. Die Schauspielerin hatte Ende April für «Nomadland» den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Gewöhnlich ist bei Coen-Projekten auch Joels Bruder Ethan als Produzent, Regisseur oder Drehbuchschreiber beteiligt. «Macbeth» ist aber ein Solo-Projekt von Joel, der auch das Skript und die Produktion übernimmt.

Die Tragödie von William Shakespeare von 1606 dreht sich um einen machtgierigen, skrupellosen Fürsten (Washington), der mit Hilfe seiner Frau Lady Macbeth (McDormand) zum König von Schottland aufsteigen will. Nach Leinwandadoptionen durch Orson Welles (1948) oder Roman Polanski (1971) holte 2015 der Australier Justin Kurzel Michael Fassbender und Marion Cotillard als mörderisches Fürstenpaar vor die Kamera.

dpa



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